Krankenversicherung für Studenten: privat oder lieber gesetzlich versichern?

Die Frage zum Krankenversicherungsschutz stellt sich den meisten Studenten erst zum Zeitpunkt der Immatrikulation. Doch gerade Studenten, die bisher – zum Beispiel durch die Eltern – privat versichert waren, sollten zum Studienbeginn genau überlegen, ob sie weiter privat versichert sein wollen oder der Wechsel in die gesetzliche Krankenversicherung der Studenten (KVdS) die bessere Alternative ist.

Für manche Studenten kann die Private Krankenversicherung sinnvoll sein. Wenn zum Beispiel über die verbeamteten Eltern ein Beihilfe­anspruch besteht, ist die private Versicherung meistens günstiger als die gesetzliche KVdS. Studenten sollten sich vor der Wahl des Vertrages in jedem Fall über Vor- und Nachteile unabhängig beraten lassen. Denn fällt während des Studiums der Kindergeld­anspruch weg, muss der private Vertrag umgestellt werden. Das hat einen entsprechend hohen Beitrag zur Folge, der meistens über dem Niveau der gesetzlichen Krankenkasse liegt.

Ist zu Beginn des Studiums die Wahl einmal getroffen, bleibt diese Entscheidung für die gesamte Studien­dauer bindend. Also Achtung: Wer sich privat versichert, kommt während des Studiums nicht mehr in die gesetzliche Kranken­kasse hinein.

Bei gesetzlich versicherten Eltern ist der Studienanfänger bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres kostenfrei familienversichert. Diese Zeit verlängert sich bei geleistetem Wehr- bzw. Ersatzdienst entsprechend. Eine beitragsfreie Familienversicherung ist jedoch nur möglich, wenn das regelmäßige Einkommen des Studenten unter 455 Euro liegt bzw. bei einer geringfügigen Beschäftigung (Minijob) 450 Euro nicht überschreitet. In diesem Fall und ab dem 26. Lebensjahr ist dann aber die studentische Versicherung gemäß KVdS möglich. Seit 2019 kostet dieser 76,04 Euro plus den individuellen Zusatzbeitrag der jeweiligen Krankenversicherung. Hinzu kommt der Beitrag zur Pflegeversicherung in Höhe von 22,69 Euro (24,55 Euro für kinderlose Studenten ab dem 23. Lebensjahr).

Fragen rund um die Krankenversicherung beantwortet die Verbraucherzentrale.

Woche der Demenz

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, die „Woche der Demenz“ von Montag, den 16., bis Sonntag, den 22. September zu nutzen, um sich aus vielfältigen Perspektiven mit der Erkrankung zu beschäftigen. Informiert wird in Altentreptow, Demmin, Neubrandenburg, Neustrelitz, Penzlin und Waren über den Umgang mit betroffenen Demenzkranken. Die Informations- und Beratungsangebote sind kostenfrei. Im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte sind schätzungsweise 5.700 Menschen an einer Demenz erkrankt.

Die „Arbeitsgruppe Demenz“ vom Pflegetisch des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte und regionale Kooperationspartner möchten in diesem Jahr den Welt-Alzheimertag am 21. September erneut nutzen, um verstärkt auf diese Erkrankung aufmerksam zu machen. Ihr Ziel ist es, die Gesellschaft für das Thema Demenz zu sensibilisieren. Ab dem 65. Lebensjahr nimmt das Risiko zu, an einer Demenz zu erkranken. Typische Symptome wie Vergesslichkeit, Desorientiertheit und Verwirrtheit schränken den Alltag der Erkrankten häufig stark ein. Die Ursachen dieser Symptome können vielfältig sein. Nicht immer muss es Demenz sein. Ist ein Mensch tatsächlich erkrankt, leidet nicht nur der Betroffene, sondern oft das ganze familiäre Umfeld. Besonders schwer ist es, mitzuerleben, wie sich der nahestehende Mensch in seiner Persönlichkeit bis hin zur Hilflosigkeit verändert.

Bei Rückfragen zur Veranstaltungswoche steht Frau Sarah Schüler, die die „Arbeitsgruppe Demenz“ im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte betreut, telefonisch unter 0381 208 754 04 oder per E-Mail unter s.schueler@alzheimer-mv.de zur Verfügung. Weitere Informationen bietet die Homepage der Deutschen Alzheimer Gesellschaft, Landesverband Mecklenburg-Vorpommern e.V. unter www.alzheimer-mv.de.

Arzt im Urlaub: Wer schreibt mich weiter krank?

Ist der eigene Arzt in den Ferien, bekommt man Folgekrankschreibungen bei dessen Vertretungsarzt. Das ist besonders wichtig für Empfänger von Krankengeld. Sie müssen ohne Lücke krankgeschrieben sein – sonst kann die Kasse aufhören zu zahlen.

Marie S. steht unter Zeitdruck. Sie bekommt Krankengeld und ihre Krankschreibung lief gestern aus. Als sie ihre neue Bescheinigung abholen möchte, steht sie vor verschlossener Tür. Ein Aushang informiert sie, dass die Praxis wegen Urlaub nicht besetzt ist und wer die Vertretung übernommen hat. Aber um dort heute noch den Arzt zu erreichen, muss sie sich beeilen. Denn dessen Sprechzeiten sind andere als bei ihrem Hausarzt“Schon ein einziger Tag ohne Krankschreibung ist für Empfänger von Krankengeld fatal – denn dann kann die Kasse die Zahlungen komplett einstellen“, sagt Wiebke Cornelius von der Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern. Um das zu verhindern, muss man spätestens am ersten Werktag nach Ende der bisherigen Krankschreibung zum Arzt gehen und sich die Folgekrankschreibung holen.

Falls der eigene Arzt im Urlaub ist, wendet man sich an seine Vertretung, die jeder Kassenarzt für diese Zeit organisieren muss. Namen und Adresse des anderen Arztes findet man zum Beispiel über eine Ansage auf dessen Anrufbeantworter oder einen Aushang an der Praxistür heraus. Was viele Betroffene nicht wissen: „Als Patient habe ich die Pflicht, selbst für eine lückenlose Krankschreibung zu sorgen“, so Cornelius. „Die Verantwortung liegt also bei mir persönlich – nicht bei meinem Arzt.“

Krankengeldempfänger sollten sich daher in der Urlaubszeit frühzeitig informieren, wann ihr Arzt im Urlaub ist und wer ihn vertritt. Zudem muss man mit der neuen Krankschreibung nicht bis zum letzten Tag warten. Eine Folgekrankschreibung ist auch im Voraus möglich.