Lohnersatz wegen Kita-Schließung: Arbeitgeber können beim LAGuS Anträge stellen

Wenn Kita und Schule geschlossen sind und kein Anspruch auf eine Notfallbetreuung besteht, droht erwerbstätigen Sorgeberechtigten ein Verdienstausfall. Um diese besonderen Härten für betroffene Eltern abzufedern, tritt ab dem 30. März 2020, eine neue gesetzliche Regelung in Kraft.

Nach Paragraf 56 Abs. 1 a Infektionsschutzgesetz wird nun eine Möglichkeit der Lohnfortzahlung für Eltern geschaffen, die sogenannte „Eltern-Entschädigung“. Der Bundesrat hatte dafür am vergangenen Freitag (27.3.2020) „grünes Licht“ gegeben.

Sozialministerin Stefanie Drese: „Für viele Familien gerade auch in Mecklenburg-Vorpommern sind Verdienstausfälle derzeit eine existenzielle Sorge. Insbesondere berufstätige Eltern mit kleinen Kindern sind aufgrund von Schul- und Kitaschließungen vor besondere Herausforderungen gestellt. Oft sind alle Bemühungen eine andere Betreuung zu finden erfolglos und ein Elternteil kann nicht zur Arbeit. Deshalb begrüße ich die neue Eltern-Entschädigung sehr.“

Der Antrag auf Eltern-Entschädigung muss vom jeweiligen Arbeitgeber gestellt werden. Antragsbehörde in Mecklenburg-Vorpommern ist das Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGuS). Die Arbeitgeber zahlen für einen Zeitraum von maximal sechs Wochen den Lohn in Höhe von 67 Prozent fort. Der Höchstbetrag für einen vollen Monat beträgt 2.016 Euro. Den Arbeitgebern werden die ausgezahlten Beträge durch die Neuregelung im Infektionsschutzgesetz auf Antrag erstattet.

Die Elternentschädigung erhalten erwerbstätige Sorgeberechtigte von Kindern, die das 12. Lebensjahr noch nicht vollendet haben oder behindert und deshalb auf Hilfe angewiesen sind. Auch Pflegeeltern und Selbstständige haben einen Anspruch.

Für Fragen zur Eltern-Entschädigung ist montags bis freitags von 08:00 bis 16:00 Uhr ein Bürgertelefon unter der Telefonnummer 0385/ 399-1111 geschaltet.

Auch per Mail ist eine Kontaktaufnahme möglich: eltern.entschaedigung@lagus.mv-regierung.de

Alle Informationen inklusive Merkblatt und Antragsformulare sind unter www.lagus.mv-regierung.de/Services/Blickpunkte/coronavirus-entschaedigung abrufbar.

Homeoffice: Wer zahlt Telefonkosten?

Wer aufgrund der Corona-Krise derzeit von zu Hause aus arbeitet, nutzt für dienstliche Belange oft auch den eigenen Telefon- und Internetanschluss. Arbeitgeber können Beschäftigten dafür 20 Prozent der jeweiligen Monatsabrechnung pauschal steuerfrei erstatten.

Darauf weist der Bundesverband Lohnsteuerhilfevereine (BVL) im Zusammenhang mit den vermehrten Beschäftigten im Homeoffice hin. Maximal möglich ist eine Erstattung von 20 Euro pro Monat.

Erstattet der Arbeitgeber die Kosten nicht, kann der Arbeitnehmer sie als Werbungskosten in der Einkommensteuererklärung geltend machen, betonen die Experten.

Was tun, wenn der Stromverbrauch ein Eigenleben entwickelt – Basis-Check der Verbraucherzentrale verschafft Überblick

Oft fehlt uns schlicht der Überblick über unseren tatsächlichen Strom- und Wärmeverbrauch, die Geräteausstattung unter energetisch relevanten Gesichtspunkten und das Wissen um einfach und schnell zu bewerkstelligende Energiesparmöglichkeiten. Mieter ebenso wie private Haus- und Wohnungseigentümer bekommen professionelle Hilfe durch die interessensneutralen Energieberaterinnen und Energieberater der Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern. Diese kommen zu Ihnen nach Hause und erarbeiten eine fundierte Einschätzung der energetischen Situation vor Ort – Dauer der Bestandsaufnahme ca. eine Stunde. Im Ergebnis erhalten Sie per Post einen standardisierten Kurzbericht mit den Ergebnissen dieses Basis-Checks sowie Handlungsempfehlungen.
Der Basis-Check hat einen Wert von 167 Euro. Der Eigenkostenanteil für den Verbraucher beträgt jedoch nur 10 Euro. Die Differenz trägt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Für einkommensschwache Haushalte ist das Beratungsangebot frei.
Energie ist ein unverzichtbares Gut, mit dem wir bewusst und sorgsam umgehen sollten. Nutzen Sie unser Energieberatungsangebot für Ihren Beitrag zur Energieeinsparung und vereinbaren Sie einen Termin für den Basis-Check in Ihrem Zuhause unter der kostenfreien Rufnummer 0800 809 802 400.