Verstärkte Kontrollen in Innenstädten – Zusammenfassung vom Dienstag

Wie bereits für den Montag berichtet berichtet, hat die Landesregierung MV am zurückliegenden Sonntag neue Corona-Maßnahmen verkündet – darunter Teilschließungen des Handels – die ab dem heutigen Tag (Mittwoch, 16.12.2020) gelten. In Erwartung stark frequentierter Stadtzentren und Einkaufsläden sind daher am 15.12.2020 erneut Beamte im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Neubrandenburg (Landkreise Vorpommern-Rügen, Vorpommern-Greifswald, Mecklenburgische Seenplatte) verstärkt in 30 Innenstädten präsent gewesen. Wie bereits bei den Maßnahmen am vergangenen Samstag und Montag lag auch gestern das Hauptaugenmerk darauf, die Einhaltung der geltenden Corona-Regeln (Tragen Mund-Nasen-Schutz in den vorgeschriebenen Bereichen sowie Einhaltung der Abstandsregeln) zu kontrollieren.

In den Städten herrschte überwiegend normaler Betrieb in den Einkaufspassagen. In größeren Städten wie Neubrandenburg, Waren, Stralsund und Greifswald waren erwartungsgemäß viele Passanten und Einkaufende unterwegs. Diese reagierten verständnisvoll auf die Hinweise und Belehrungen der Polizisten.

Für den gesamten Zuständigkeitsbereich wurden nach aktuellem Stand 620 Verstöße festgestellt, bei denen es in 575 Fällen bei mündlichen Belehrungen (Abstand bzw. Tragen Mund-Nasen-Schutz) bleiben konnte. Verstöße wurden aus folgenden Städten gemeldet: In Neubrandenburg 161, in Altentreptow sieben, in Stavenhagen fünf, in Demmin fünf, in Waren 40, in Stralsund 128, in Ribnitz-Damgarten sieben, in Barth 76, in Wolgast sechs, in Neustrelitz sieben, in Greifswald 41.

Apfel- und Birnenprodukte weitgehend frei von Patulin

In diesem Jahr sind im Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) M-V in Rostock 46 Proben mit oder aus Äpfeln und Birnen bestehende Lebensmittel auf das Schimmelpilzgift Patulin untersucht worden. „Nur in einer Apfelsaftprobe war Patulin, aber unter der Bestimmungsgrenze nachweisbar“ sagt Prof. Frerk Feldhusen, Direktor des LALLF. Die Proben stammten aus dem Einzelhandel, Drogerien und Mostereien des Landes. Konkret handelte es sich um zehn Apfelmuse, neun Apfelsäfte, zehn Birnensäfte oder -nektare, acht Smoothies und neun Proben Beikost auf Apfelbasis.

Patulin kann besonders in angefaultem Kernobst, aber auch anderen faulenden Obstsorten und im Getreide vorkommen. Für den Verbraucher ist der Verzehr eines einzelnen Produktes mit erhöhtem Patulingehalt keine akute Gefahr. In höheren Dosen kann es zu Erbrechen und Verdauungsstörungen führen. Außerdem soll es leber- und nierenschädigend sein.

In Deutschland werden Äpfel und Birnen in vielen Varianten von Jung und Alt gegessen und sehr gern als Säfte getrunken. „Wir raten dazu, angefaultes Obst weder zu essen, noch weiter zu Saft, Kompott, Marmelade oder auch Wein zu verarbeiten“, ergänzt Feldhusen. Wichtig zu wissen ist, dass die Schimmelpilzgifte, oder Mykotoxine, weitgehend hitzestabil sind und daher ihre Wirkung durch Erhitzen nicht verlieren.

Die Menge an Patulin in Obstprodukten kann als Maß für die Qualität der in der Produktion eingesetzten Früchte an-gesehen werden. „Auch wenn die Untersuchungsergebnisse besser als in den Vorjahren sind, appellieren wir an die Verarbeiter, weiterhin nur gesundes Obst zu nutzen“, so der Amtsleiter.

Hintergrund

Patulin ist ein sekundäres Stoffwechselprodukt verschiedener Gattungen niederer Pilze. Es sind Schimmelpilzgifte der Gattung Aspergillus- und Penicillium.
Äpfel oder Birnen können bis zu ein Gramm Patulin pro Kilogramm Faulstelle enthalten. In Untersuchungen hat sich gezeigt, dass Patulin in der Regel nur in den fauligen Stellen verbreitet ist, es kaum im auch noch vorhandenen gesunden Apfelgewebe nachweisbar war. Weitere Analysen belegen, dass bis zu 40 % der braunfaulen Stellen an Äpfeln Patulin enthielten.

Verstärkte Kontrollen in Innenstädten – Eine polizeiliche Zusammenfassung

Am Sonnabend sind rund 90 Beamtinnen und Beamte im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Neubrandenburg (Landkreise Vorpommern-Rügen, Vorpommern-Greifswald, Mecklenburgische Seenplatte) verstärkt in 29 Innenstädten präsent gewesen. Bei den Maßnahmen lag das Hauptaugenmerk darauf, die Einhaltung der geltenden Corona-Regeln zu kontrollieren, vor allem im Hinblick auf das Tragen des Mund-Nasen-Schutzes in den vorgeschriebenen Bereichen und die Beachtung der Abstandsregeln.

In vielen Städten herrschte normaler bis geringer Betrieb in den Zentren. In größeren Städten wie Neubrandenburg, Waren, Stralsund und Greifswald war erwartungsgemäß reger Fußgängerverkehr. Größtenteils reagierten die Passanten und Einkaufenden verständnisvoll. Immer wieder merkten Bürger im Gespräch mit Beamten zudem an, dass es aktuell schwer sei zu wissen, was wo gerade gilt bezüglich der Corona-Regeln.

Die eingesetzten Kräfte kontrollierten mit Herz und Verstand: Für den gesamten Zuständigkeitsbereich wurden nach aktuellem Stand 1025 Verstöße festgestellt, bei denen es in 1022 Fällen bei mündlichen Belehrungen (Abstand bzw. Tragen Mund-Nasen-Schutz) bleiben konnte. In Neubrandenburg wurden 125 Verstöße festgestellt, in Altentreptow 21, in Stavenhagen 17, in Demmin neun, in Waren 27, in Stralsund 810, in Sassnitz auf der Insel Rügen vier, in Ribnitz-Damgarten drei, in Barth zwei, in Wolgast fünf und in Burg Stargard sowie Dargun jeweils einer.

In drei Fällen haben die Beamten Ordnungswidrigkeiten (Verstoß gegen Corona-Landesverordnung) angezeigt. Diese werden zur weiteren Bearbeitung an die zuständigen Ordnungsämter weitergeleitet. So hatte es zum Beispiel in einem Fall im Bereich Warrenzin (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) Glühweinausschank in der Öffentlichkeit gegeben. Das ist jedoch ab dem heutigen Samstag im Landkreis untersagt.

Die Präsenz der Polizisten in den Innenstädten zur Unterstützung der Ordnungsämter bei der Kontrolle der Einhaltung der Corona-Regeln in der Vorweihnachtszeit war bereits vor einigen Tagen durch das Ministerium für Inneres und Europa MV angekündigt worden. Nach aktuellem Stand sollen derartige Maßnahmen ebenfalls am kommenden Samstag, dem 19. Dezember, sowie vom 21. bis 23. Dezember während der regulären Ladenöffnungszeiten in den Innenstädten erfolgen.

Landespolizei unterstützt zur Eindämmung der Corona-Pandemie

Die Landespolizei unterstützt auch weiterhin mit eigenen Maßnahmen die Eindämmung der Corona-Pandemie.

An den kommenden Samstagen vor Weihnachten (12./19. Dezember 2020) sowie an den Werktagen direkt vor Heiligabend (21. bis 23. Dezember 2020) wird die Landespolizei in den Innenstädten während der regulären Ladenöffnungszeiten mit mehr Beamtinnen und Beamten verstärkt im Einsatz sein.

„Wir wollen, dass alle in Ruhe und vor allem unter Einhaltung der Corona-Regeln sicher ihre Weihnachtseinkäufe erledigen können, dazu wird die Polizei durch sichtbare Präsenz beitragen“, sagte Innenminister Torsten Renz.

Nach der aktuellen Corona-Landesverordnung (vom 28. November 2020) ist vom 23. Dezember 2020 bis zum 1. Januar 2021 ausnahmsweise für den Besuch der Kernfamilie die Beherbergung für bis zu drei Übernachtungen gestattet. Die Kontrolle dieser Vorschriften in den Beherbergungsunternehmen obliegt den örtlichen Ordnungsbehörde.

„Auch wenn das Thema in der kommenden Woche noch einmal auf der Tagesordnung des Corona-Gipfels mit den Kommunen stehen wird: die Polizei leistet bei Bedarf Amtshilfe, wenn dies durch die zuständigen Ordnungsbehörden im bereits bekannten Verfahren beantragt wird“, kündigte der Minister an.

Darüber hinaus plant die Landespolizei derzeit mehrere gemeinsamen Aktionstagen mit der Bundespolizei.

So soll es am 12. Dezember 2020 (Samstag), 19. Dezember 2020 (Samstag) und 21. bis 23. Dezember 2020 (Montag bis Mittwoch) an der Landesgrenze zu Polen gemeinsame Ein- und Ausreisekontrollen geben, bei denen nochmals auf die Einreisebestimmungen nach Mecklenburg-Vorpommern und die Einhaltung der Quarantäneverordnung des Landes hingewiesen wird. „Es geht auch darum, mögliche Verstöße festzustellen und zu ahnden, um dadurch das Bewusstsein der Menschen für die notwendigen Corona-Maßnahmen zu schärfen“, betonte Minister Renz. „Nur wenn alle sich strikt an die Regeln halten, kann es uns gelingen, die Infektionszahlen zu senken.“

Polen ist Risikogebiet, wer zum Einkaufen über die Grenze fährt, muss nach seiner Rückkehr in Quarantäne. Die Gesundheitsämter erhalten für ihre Kontrollen von der Polizei eine Information, wenn sie feststellt, dass eine Person sich aufgrund der Einreise in Quarantäne begeben muss.

Montag erneut Aktionstag zum Corona-Schutz in Bus und Bahn

Verstärkte Kontrollen des Tragens der Mund-Nase-Bedeckung in Mecklenburg-Vorpommerns Bahnen sind bereits seit dem 21. September tägliches Geschäft, nachdem das Verkehrsministerium zusätzliche Mittel bereitgestellt hatte, um mit Ordnungskräften der Bahnsicherheitsdienste besonders darauf achtgeben zu können.

Am kommenden Montag (7. Dezember 2020) wird dies noch einmal landesweit in Bahnen und Bussen im Rahmen des bundesweiten „Masken-Aktionstags“ besonders kontrolliert werden. Die Deutsche Bahn wird in Zusammenarbeit mit der Bundespolizeiinspektion Rostock und der DB Sicherheit am Montag zwischen Rostock (Abfahrt 7:07 Uhr) und Schwerin (Ankunft 8:08 Uhr) kontrollieren, ebenso im RB 18 zwischen Schwerin (Abfahrt 8:45 Uhr) und Bad Kleinen (Ankunft 8:57 Uhr). Im RE 4 zwischen Bad Kleinen (Abfahrt 9:04 Uhr) und Güstrow (Ankunft 9:42 Uhr) sowie in der S2 zwischen Güstrow (Abfahrt 10:14 Uhr) und Rostock (Ankunft 10:44 Uhr) sind ebenfalls verstärkte Kontrollen geplant.

Am Schweriner Hauptbahnhof wird es am Vormittag zusätzlich einen Präventionsstand der Bundespolizei und DB Sicherheit geben. Die Kontrollteams werden sowohl auf das Tragen der Masken überhaupt als auch auf deren korrekten Sitz achten. Fahrgäste, die von der Maskenpflicht befreit sind, müssen einen entsprechenden ärztlichen Nachweis vorlegen.

Ein bundesweiter Aktionstag mit gleichem Anliegen war bereits im September durchgeführt worden. „Für die wichtigste Nahverkehrsverbindung des Landes, den RE1, haben wir mit der DB Regio tägliche zusätzliche Kontrollen zur Durchsetzung der Maskenpflicht zwischen dem 21. September und dem 31. Dezember 2020 vereinbart. Dafür stellen wir bis Ende des Jahres knapp 100.000 Euro bereit. Danach werden wir entscheiden, ob es notwendig ist, diese Maßnahme im kommenden Jahr weiter zu führen“, so der Verkehrsminister.

Auch die Ostdeutsche Eisenbahngesellschaft (ODEG) beteiligt sich an der Aktion am kommenden Montag. Gemeinsam mit der Bundespolizei wird die Einhaltung der Maskenpflicht im RB 10 zwischen Stralsund (Abfahrt 6:38 Uhr) und Rostock (Ankunft 7:47 Uhr) und in der Gegenrichtung (Abfahrt Rostock 8:12 Uhr, Ankunft Stralsund 9:14 Uhr) kontrolliert. Die Verkehrsunternehmen der Landkreise und kreisfreien Städte machen ebenfalls mit. Kontroll-Teams der Ordnungsämter und der Polizei werden vielerorts in Bussen und Straßenbahnen unterwegs sein und an den meistfrequentierten Orten und im Schüler- und Berufsverkehr auf die Einhaltung der Maskenpflicht dringen.

Angemerkt:

Es hat ja schon immer geholfen, wenn vorher genau gesagt wird, wann und wo kontrolliert wird. Maskenkontrolle in Zügen, Geschwindigkeitskontrolle auf den Straßen.

Was soll eine solche Info also???

Fahrzeugkontrolle in Neubrandenburg – zwei Tatverdächtige vorläufig festgenommen – Diebesgut beschlagnahmt

Am Mittwoch, 18.11.2020, gegen 04:30 Uhr ist den Beamten des Polizeihauptreviers Neubrandenburg im Rahmen ihrer Streifentätigkeit in der Neuendorfer Straße ein Fahrzeug aufgefallen. Die Beamten haben sich entschlossen, das Fahrzeug zu kontrollieren und folgten diesem. Das Fahrzeug mit den polnischen Kennzeichen konnte in der Schillerstraße gestoppt und kontrolliert werden.

In dem Fahrzeug befanden sich die beiden 29-jährigen polnischen Bürger. Der Fahrzeugführer wirkte nervös und angespannt. Zudem haben die Beamten neben geröteten Bindehäuten und wässrigen Augen weitere Anzeichen auf den Konsum von Betäubungsmitteln bei dem Fahrer festgestellt. Nach erfolgter Belehrung räumte der 29-jährige Fahrer den Konsum von Betäubungsmitteln ein, so dass eine Blutprobenentnahme durchgeführt wurde. Er muss sich nun wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz verantworten.

Bei der Kontrolle des Fahrzeugs stellten die Beamten zudem mindestens 16 Autobatterien, zwei Autoreifen, einen leeren Kraftstoffkanister, ein nach Kraftstoff riechenden Schlauch, mehrere zum Einbruch dienliche Werkzeuge sowie zwei Sturmhauben fest. Da die beiden 29-Jährigen nicht angeben konnten, woher die Gegenstände stammen und der Verdacht des Diebstahls bestand, wurden die Gegenstände beschlagnahmt.

Die beiden Tatverdächtigen wurden vorläufig festgenommen und zum Polizeihauptrevier Neubrandenburg verbracht. Hier erfolgte die erkennungsdienstliche Behandlung sowie Beschuldigtenvernehmung der beiden Tatverdächtigen. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Neubrandenburg werden die beiden polnischen Bürger anschließend aus den polizeilichen Maßnahmen entlassen. Die Ermittlungen wegen des Verdachts des Diebstahls werden weiter im Kriminalkommissariat Neubrandenburg geführt.

Positive Bilanz – Ordnungsamt findet kaum Maskenmuffel

Nach den Kontrollen zur Maskenpflicht in Neubrandenburgs Stadtbussen am Dienstag hat das Ordnungsamt eine weitgehend positive Bilanz gezogen. Es wurden keine Fahrgäste ohne Mund-Nasen-Bedeckung angetroffen. Verwarnungen gab es trotzdem.

Der Grund dafür: Die Fahrgäste trugen ihre Maske nicht ordnungsgemäß über Mund UND Nase. In 25 Fällen sei deshalb eine Belehrung zur korrekten Anwendung erfolgt, teilte das Ordnungsamt mit. Insgesamt betrachtet seien die Bürger aber sehr kooperativ gewesen und hätten Verständnis für die Kontrollen gezeigt. Lediglich eine ältere Dame habe etwas nachdrücklicher auf die Nutzung der Maske hingewiesen werden müssen.

Kontrolliert wurde zwischen 6:30 Uhr und 15:30 Uhr in den Stadtbussen unterschiedlicher Linien. Schwerpunkt war der Schülerverkehr.

Angemerkt
Wenn man solche Kontrollen auch ankündigt, was erwartet an da denn für ein Ergebnis?