In Alt Plestlin steht die erste Wasserwanderkirche Deutschlands

Das Wasserwandergebiet der naturnahen Peene, die sich auf fast 100 Kilometern zwischen Verchen und Anklam durch Bruchwälder und Flussauen schlängelt, gilt als „Amazonas des Nordens“. Neben den Schönheiten der Natur hat dieses Eldorado für Paddler und Kanuten mit der ersten Wasserwanderkirche Deutschlands in Alt Plestlin jetzt eine weitere Besonderheit zu bieten. In der gerade erst sanierten Feldsteinkirche mit Fachwerkturm finden Wasserwandernde nun die Gelegenheit zum spirituellen Auftanken.

Die Kirche befindet sich im Unteren Peenetal, wenige hundert Meter vom Ufer der Peene und einem Wasserwanderrastplatz entfernt. In der dortigen Hafenmeisterei ist auch der Kirchenschlüssel hinterlegt. Interessierte sind eingeladen, sich den Schlüssel abzuholen und dann eigenständig die Kirche zu besuchen, so Arnold Pett, Pastor der Kirchengemeinde Jarmen-Tutow, zu der die Kirche gehört.

In der Kirche bestehe beispielsweise die Möglichkeit, in der Stille zu beten oder eine Kerze anzuzünden. Gern sei er auch bereit, für Wasserwandernde auf Wunsch abendliche Andachten zu halten, so der Pastor. Um die Menschen auf die Wasserwanderkirche aufmerksam zu machen, hat Arnold Pett eigens ein Schild entworfen und anfertigen lassen. Auf blauem Grund ist eine weiße Kirche mit blauen Wellen zu sehen, darüber die Aufschrift „Wasserwanderkirche Alt Plestlin“.

Start der Filmreihe „Starke Stücke – Berührt und diskutiert“ – 29. Juli

Start der Filmreihe „Starke Stücke – Berührt und diskutiert“ – 29. Juli um 20:00 Uhr – Eröffnung der Filmreihe mit der preisgekrönten belgisch-französischen Komödie „Das brandneue Testament“ in der Kunstkirche Eickelberg (Landkreis Rostock)

Gestartet wird mit einem Film, der auf humorvolle Weise große theologische Fragen aufwirft, und dabei vor allem eines ermöglicht: Die Welt und die eigene Biografie im Licht einer unterhaltsamen Erzählung zu betrachten. Ein Film, der den Zuschauern die Einzigartigkeit des eigenen Lebens, die Beschränkung der Lebenszeit und die Notwendigkeit von Entscheidungen vor Augen führt.

Auch in diesem Jahr ist die WIR-Initiative wieder mit dabei, wenn es heißt „Film ab!“ Insgesamt gibt es von Juli bis November landesweit 42 Kinoabende, bei denen 29 verschiedene deutsche und internationale Filme in Dorfkirchen und Pfarrscheunen gezeigt werden.

Mit der Filmreihe soll ein Beitrag zu kulturellen Angeboten im ländlichen Raum geleistet werden und die Möglichkeit des Austausches und der Begegnung befördert werden. Die Kirchengemeinden wählen aus einem erstellten Kanon ihre Filme aus. Mit der Filmreihe sollen emotional berührende und kontroverse Filme auf die Leinwand und ins offene Gespräch gebracht werden. Filme mit Themen, die Fragen aufwerfen und dazu führen eigene Positionen zu überdenken und im Gespräch miteinander den Blick zu weiten.

Das Angebot ist vielfältig: Vom neuen DDR-Drama „Und der Zukunft zugewandt“ von Bernd Böhlich, über den österreichischen Streifen „Lara“ mit Corinna Harfouch in der Hauptrolle und den Erfolgsfilm „Gundermann“ von Andreas Dresen bis hin zum neuesten Werk des französischen Regisseurs Cédric Klapisch: „Einsam zweisam“. Ein aktuelles Thema wird mit dem US-amerikanischen Film „Green Book“ aufgegriffen, in dem ein afroamerikanischer Pianist von Weltrang 1962 eine Konzertreise in den Süden der USA unternimmt; gemeinsam mit einem Türsteher aus der Bronx, den er als Fahrer und Bodyguard anheuert. Trotz deutlicher Unterschiede entwickeln die Männer bald ein unerwartetes Verhältnis. Auf der Tour erleben sie Rassismus und geraten in Gefahr in einer Ära der Segregation und Rassentrennung. Weitere Filmtitel, die alle bestes Programmkino bieten, sind z. B.: „Sorry we missed you“; „Another year“ oder „Wer hat eigentlich die Liebe erfunden“, „El olivio – Der Olivenbaum“ und „Wie im Himmel“.

Veranstalter der Kino-Gesprächsreihe ist der Evangelisch-Lutherische Kirchenkreis Mecklenburg, in Kooperation mit dem Pommerschen Evangelischen Kirchenkreis, den beteiligten Kirchengemeinden. Weitere Kooperationspartner sind die Initiative „WIR – Erfolg braucht Vielfalt“, das Projekt „Kirche stärkt Demokratie“ und die Filmland Mecklenburg-Vorpommern gGmbH. Organisiert werden die Filmabende durch den Projektleiter Christian Meyer.

Unterstützt wird das Projekt von den Programmen „Zusammenhalt durch Teilhabe“, dem Europäischen Sozialfonds sowie der Mecklenburgischen und Pommerschen Kirchenzeitung.

Mehr Infos und das Programmheft in Kürze unter: www.kirche-mv.de/Filmreihe-Starke-Stuecke.html

KINO-PROGRAMM-Termine

  • Das brandneue Testament Kunstkirche Eickelberg, 29. Juli, 20.00 Uhr
  • Maria Magdalena Klosterkirche Wanzka, 30. Juli, 20.00 Uhr
  • Styx Kirche Eldena, 31. Juli, 20.00 Uhr
  • Polnische Ostern Kirche Lärz, 4. August, 20.00 Uhr
  • Das weiße Band Kirche Lüdershagen, 5. August, 20.00 Uhr
  • Manchester by the Sea Kirche Kastorf, 6. August, 20.00 Uhr
  • Einsam Zweisam Kirche Klütz, 7.August, 20.00 Uhr
  • Maria Magdalena Kapelle Jagetzow, 11. August, 20.00 Uhr
  • La Vérité – Leben und lügen lassen Kirche Helpt, 12. August, 20.00 Uhr
  • Familienbande Kirche Neverin, 13. August, 19.30 Uhr
  • Sorry we missed you Kirche Bibow, 14. August, 19.30 Uhr
  • Einsam Zweisam Kirche Dreveskirchen, 19. August, 19.30 Uhr
  • Und der Zukunft zugewandt Kapelle Alt Pansow, 20. August, 19.30 Uhr
  • Einsam Zweisam Pfarrscheune Wattmannshagen, 21. August, 19.30 Uhr
  • Die Todesautomatik Kirche Gadebusch, 26. August, 19.30 Uhr
  • Another Year Kirche Zarnekow, 27. August, 19.30 Uhr
  • Wie im Himmel Kirche Schwarz, 28. August, 19.30 Uhr
  • Gundermann Kirche Daberkow, 2. September, 19.30 Uhr
  • Tel Aviv on fire Kirche Groß Nemerow, 3. September, 19.30 Uhr
  • Lara Pfarrscheune Wattmanshagen, 4. September, 19.30 Uhr
  • Madame Mallory und der Duft von Curry Kirche Groß Bünzow, 9. September, 19.30 Uhr
  • Green Book Kirche Körchow, 10. September, 19.00 Uhr
  • In Zeiten des abnehmenden Lichts Kirche Siggelkow, 11. September, 19.00 Uhr
  • Another Year Kirche Neuenkirchen, 16. September, 19.00 Uhr
  • Lara Kirche Friedrichshagen, 17. September, 19.00 Uhr
  • Green Book Kirche Bibow, 18. September, 19.00 Uhr
  • Wieviel Erde braucht der Mensch Kirche Gadebusch, 23. September, 19.00 Uhr
  • Lara Kirche Schaprode, 24. September, 19.00 Uhr
  • Und der Zukunft zugewandt Pfarrkirche Dargun, 25. September, 19.00 Uhr
  • EL 0livio – Der Olivenbaum Kirche Kavelstorf, 30. September, 19.00 Uhr
  • Ein Lied in Gottes Ohr Kirche Iven, 1. Oktober, 19.00 Uhr
  • Styx Kirche Kasnevitz, 2. Oktober, 19.00 Uhr
  • Der unverhoffte Charme des Geldes Kirche Rosenow, 14. Oktober, 19.00 Uhr
  • Wer hat eigentlich die Liebe erfunden Kirche Uelitz, 15. Oktober, 19.00 Uhr
  • Rabbi Wolf Kirche Horst, 16. Oktober, 19.00 Uhr
  • Madame Mallory und der Duft von Curry Kirche Groß Teetzleben, 21. Oktober, 19.00 Uhr
  • Stilles Land Altes Pfarrhaus Groß Bisdorf, 22. Oktober, 19.00 Uhr
  • EL 0livio – Der Olivenbaum Kirche Kladow, 23. Oktober, 19.00 Uhr
  • Am Ende kommen Touristen Pfarrscheune Sülstorf, 29. Oktober, 19.00 Uhr
  • Green Book Kirche Herrnburg, 4. November, 19.00 Uhr
  • Der Leuchtturm Kirche Uelitz, 5. November, 19.00 Uhr
  • La Vérité – Leben und lügen lassen Kirchturm Warsow, 6. November, 19.00 Uhr

Einlass ist jeweils eine halbe Stunde vor Veranstaltungsbeginn. Das Platzangebot ist derzeit teils begrenzt. Filmgespräch findet im Anschluss statt. Die Einhaltung der verordneten Hygiene- und Abstandsregeln wird gewährleistet. Die Veranstaltungen sind kostenfrei, um eine Spende zur Deckung der Kosten wird gebeten.

Start der Filmreihe „Starke Stücke – Berührt und diskutiert“ – 29. Juli

Start der Filmreihe „Starke Stücke – Berührt und diskutiert“ – 29. Juli um 20:00 Uhr – Eröffnung der Filmreihe mit der preisgekrönten belgisch-französischen Komödie „Das brandneue Testament“ in der Kunstkirche Eickelberg (Landkreis Rostock)

Gestartet wird mit einem Film, der auf humorvolle Weise große theologische Fragen aufwirft, und dabei vor allem eines ermöglicht: Die Welt und die eigene Biografie im Licht einer unterhaltsamen Erzählung zu betrachten. Ein Film, der den Zuschauern die Einzigartigkeit des eigenen Lebens, die Beschränkung der Lebenszeit und die Notwendigkeit von Entscheidungen vor Augen führt.

Auch in diesem Jahr ist die WIR-Initiative wieder mit dabei, wenn es heißt „Film ab!“ Insgesamt gibt es von Juli bis November landesweit 42 Kinoabende, bei denen 29 verschiedene deutsche und internationale Filme in Dorfkirchen und Pfarrscheunen gezeigt werden.

Mit der Filmreihe soll ein Beitrag zu kulturellen Angeboten im ländlichen Raum geleistet werden und die Möglichkeit des Austausches und der Begegnung befördert werden. Die Kirchengemeinden wählen aus einem erstellten Kanon ihre Filme aus. Mit der Filmreihe sollen emotional berührende und kontroverse Filme auf die Leinwand und ins offene Gespräch gebracht werden. Filme mit Themen, die Fragen aufwerfen und dazu führen eigene Positionen zu überdenken und im Gespräch miteinander den Blick zu weiten.

Das Angebot ist vielfältig: Vom neuen DDR-Drama „Und der Zukunft zugewandt“ von Bernd Böhlich, über den österreichischen Streifen „Lara“ mit Corinna Harfouch in der Hauptrolle und den Erfolgsfilm „Gundermann“ von Andreas Dresen bis hin zum neuesten Werk des französischen Regisseurs Cédric Klapisch: „Einsam zweisam“. Ein aktuelles Thema wird mit dem US-amerikanischen Film „Green Book“ aufgegriffen, in dem ein afroamerikanischer Pianist von Weltrang 1962 eine Konzertreise in den Süden der USA unternimmt; gemeinsam mit einem Türsteher aus der Bronx, den er als Fahrer und Bodyguard anheuert. Trotz deutlicher Unterschiede entwickeln die Männer bald ein unerwartetes Verhältnis. Auf der Tour erleben sie Rassismus und geraten in Gefahr in einer Ära der Segregation und Rassentrennung. Weitere Filmtitel, die alle bestes Programmkino bieten, sind z. B.: „Sorry we missed you“; „Another year“ oder „Wer hat eigentlich die Liebe erfunden“, „El olivio – Der Olivenbaum“ und „Wie im Himmel“.

Veranstalter der Kino-Gesprächsreihe ist der Evangelisch-Lutherische Kirchenkreis Mecklenburg, in Kooperation mit dem Pommerschen Evangelischen Kirchenkreis, den beteiligten Kirchengemeinden. Weitere Kooperationspartner sind die Initiative „WIR – Erfolg braucht Vielfalt“, das Projekt „Kirche stärkt Demokratie“ und die Filmland Mecklenburg-Vorpommern gGmbH. Organisiert werden die Filmabende durch den Projektleiter Christian Meyer.

Unterstützt wird das Projekt von den Programmen „Zusammenhalt durch Teilhabe“, dem Europäischen Sozialfonds sowie der Mecklenburgischen und Pommerschen Kirchenzeitung.

Mehr Infos und das Programmheft in Kürze unter: www.kirche-mv.de/Filmreihe-Starke-Stuecke.html

KINO-PROGRAMM-Termine

  • Das brandneue Testament Kunstkirche Eickelberg, 29. Juli, 20.00 Uhr
  • Maria Magdalena Klosterkirche Wanzka, 30. Juli, 20.00 Uhr
  • Styx Kirche Eldena, 31. Juli, 20.00 Uhr
  • Polnische Ostern Kirche Lärz, 4. August, 20.00 Uhr
  • Das weiße Band Kirche Lüdershagen, 5. August, 20.00 Uhr
  • Manchester by the Sea Kirche Kastorf, 6. August, 20.00 Uhr
  • Einsam Zweisam Kirche Klütz, 7.August, 20.00 Uhr
  • Maria Magdalena Kapelle Jagetzow, 11. August, 20.00 Uhr
  • La Vérité – Leben und lügen lassen Kirche Helpt, 12. August, 20.00 Uhr
  • Familienbande Kirche Neverin, 13. August, 19.30 Uhr
  • Sorry we missed you Kirche Bibow, 14. August, 19.30 Uhr
  • Einsam Zweisam Kirche Dreveskirchen, 19. August, 19.30 Uhr
  • Und der Zukunft zugewandt Kapelle Alt Pansow, 20. August, 19.30 Uhr
  • Einsam Zweisam Pfarrscheune Wattmannshagen, 21. August, 19.30 Uhr
  • Die Todesautomatik Kirche Gadebusch, 26. August, 19.30 Uhr
  • Another Year Kirche Zarnekow, 27. August, 19.30 Uhr
  • Wie im Himmel Kirche Schwarz, 28. August, 19.30 Uhr
  • Gundermann Kirche Daberkow, 2. September, 19.30 Uhr
  • Tel Aviv on fire Kirche Groß Nemerow, 3. September, 19.30 Uhr
  • Lara Pfarrscheune Wattmanshagen, 4. September, 19.30 Uhr
  • Madame Mallory und der Duft von Curry Kirche Groß Bünzow, 9. September, 19.30 Uhr
  • Green Book Kirche Körchow, 10. September, 19.00 Uhr
  • In Zeiten des abnehmenden Lichts Kirche Siggelkow, 11. September, 19.00 Uhr
  • Another Year Kirche Neuenkirchen, 16. September, 19.00 Uhr
  • Lara Kirche Friedrichshagen, 17. September, 19.00 Uhr
  • Green Book Kirche Bibow, 18. September, 19.00 Uhr
  • Wieviel Erde braucht der Mensch Kirche Gadebusch, 23. September, 19.00 Uhr
  • Lara Kirche Schaprode, 24. September, 19.00 Uhr
  • Und der Zukunft zugewandt Pfarrkirche Dargun, 25. September, 19.00 Uhr
  • EL 0livio – Der Olivenbaum Kirche Kavelstorf, 30. September, 19.00 Uhr
  • Ein Lied in Gottes Ohr Kirche Iven, 1. Oktober, 19.00 Uhr
  • Styx Kirche Kasnevitz, 2. Oktober, 19.00 Uhr
  • Der unverhoffte Charme des Geldes Kirche Rosenow, 14. Oktober, 19.00 Uhr
  • Wer hat eigentlich die Liebe erfunden Kirche Uelitz, 15. Oktober, 19.00 Uhr
  • Rabbi Wolf Kirche Horst, 16. Oktober, 19.00 Uhr
  • Madame Mallory und der Duft von Curry Kirche Groß Teetzleben, 21. Oktober, 19.00 Uhr
  • Stilles Land Altes Pfarrhaus Groß Bisdorf, 22. Oktober, 19.00 Uhr
  • EL 0livio – Der Olivenbaum Kirche Kladow, 23. Oktober, 19.00 Uhr
  • Am Ende kommen Touristen Pfarrscheune Sülstorf, 29. Oktober, 19.00 Uhr
  • Green Book Kirche Herrnburg, 4. November, 19.00 Uhr
  • Der Leuchtturm Kirche Uelitz, 5. November, 19.00 Uhr
  • La Vérité – Leben und lügen lassen Kirchturm Warsow, 6. November, 19.00 Uhr

Einlass ist jeweils eine halbe Stunde vor Veranstaltungsbeginn. Das Platzangebot ist derzeit teils begrenzt. Filmgespräch findet im Anschluss statt. Die Einhaltung der verordneten Hygiene- und Abstandsregeln wird gewährleistet. Die Veranstaltungen sind kostenfrei, um eine Spende zur Deckung der Kosten wird gebeten.

Nordkirche veröffentlicht Handlungsempfehlungen für kirchliches Leben

Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) hat heute (1. Mai) umfassende Handlungsempfehlungen für das kirchliche Leben im weiteren Verlauf der Corona-Pandemie veröffentlicht. Ein entsprechendes Schreiben ist über die Kirchenkreise an die fast 1.000 Kirchengemeinden sowie an kirchliche Einrichtungen versandt worden.

Hintergrund für die aktuellen Handlungsempfehlungen der Nordkirche sind entsprechende Verordnungen der Länder im Bereich der Nordkirche, die bereits erlassen worden sind bzw. erwartet werden. Demnach werden auf dem gesamten Gebiet der Nordkirche voraussichtlich ab dem 10. Mai erstmals wieder Sonntagsgottesdienste in Kirchen möglich sein. Die Entscheidung darüber, ob und ab wann diese Möglichkeit genutzt wird, sowie über konkrete Schutzkonzepte und Gottesdienstformen liegt bei den Kirchengemeinderäten, die dazu beraten und beschließen. Dies wird ebenso wie die Umsetzung der Schutzmaßnahmen vielerorts erst im Laufe der kommenden Wochen möglich sein.

Im Blick auf gottesdienstliche Zusammenkünfte empfiehlt die Nordkirche vor allem:

  • Mindestabstand von zwei Metern in allen Richtungen zwischen den Teilnehmenden (außer zwischen Angehörigen eines Haushaltes)
  • kleine Teilnehmer- bzw. Besucherzahl, orientiert an den Regelungen des jeweiligen Bundeslandes
  • Hygienemaßnahmen (Möglichkeit zur Hand-Desinfektion am Eingang, Tragen von Mund-Nasen-Schutz, auch „Alltagsmaske“ oder „Community-Maske“ genannt)
  • Aufnahme der Kontaktdaten der Teilnehmenden zur Nachverfolgung möglicher Infektionsketten
  • Bitte um Verzicht auf Teilnahme am Gottesdienst bei Krankheitssymptomen.

Um zu verhindern, dass Menschen aus Platzgründen nicht am Gottesdienst teilnehmen können, sind beispielsweise auch mehrere Gottesdienste zu verschiedenen Uhrzeiten oder Andachten an Wochentagen denkbar. Die Nordkirche empfiehlt zudem, das Online-Streaming weiterhin zu nutzen und auszubauen, auch für Gottesdienste, bei denen Teilnehmende physisch anwesend sind.

Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt hebt hervor: „Ich bin froh, dass die Kirchengemeinden auf dem Gebiet der Nordkirche nun wieder selbst entscheiden können, ob Gottesdienste in ihren Kirchen gefeiert werden. In den letzten Wochen ist deutlich geworden, dass viele Menschen innerhalb und außerhalb der christlichen Kirchen dem Sonntagsgottesdienst eine große Bedeutung beimessen – für ihr persönliches Glaubensleben ebenso wie für die öffentliche Relevanz des Evangeliums. Vor Ort ist nun jeweils abzuwägen, welcher Weg in den nächsten Wochen angebracht ist. Es wird Gemeinden geben, die sich für Gottesdienste unter den geltenden Schutz- und Hygienekonzepten entscheiden. Andere werden in letzter Zeit neu entwickelte und erprobte analoge und digitale Formen für Verkündigung und Gemeinschaft fortsetzen oder traditionelle und neue Formen kombinieren. Ich traue den Menschen in unserer Kirche zu, dass sie dazu auf dem Hintergrund ethischer und theologischer Abwägungen verantwortliche Entscheidungen treffen. Mit den vorliegenden Handlungsempfehlungen unserer Kirche bekommen die Verantwortlichen vor Ort dafür einen hilfreichen Orientierungsrahmen.“

Die Landesbischöfin fügt hinzu: „Für mich ist zentral, dass unser ganzes christliches Leben Gottesdienst ist: Auch die Begleitung von Kranken, Sterbenden, Einsamen gehört dazu, genauso wie die Fürsorge für Geflüchtete, sozial Schwache, Obdachlose und Menschen in Existenzangst. Aus dem christlichen Glauben heraus orientieren wir uns an Nächstenliebe und Barmherzigkeit, um  mitmenschlich Kirche zu sein.“

Darüber hinaus gibt die Nordkirche auch Empfehlungen für Taufen, Konfirmationen, Trauungen und Trauerfeiern sowie zu Fragen des kirchlichen Lebens insgesamt und des Dienstes von Pastorinnen, Pastoren und Mitarbeitenden. Verantwortlich für die Gestaltung des kirchlichen Lebens in den Kirchengemeinden sind laut Verfassung der Nordkirche die jeweiligen Kirchengemeinderäte. Das gilt auch für die Festlegung und Umsetzung der jeweiligen kirchengemeindlichen Schutzkonzepte. Dabei sind die Rechtsverordnungen der Bundesländer, die derzeit überarbeitet werden, einzuhalten.

Die Handlungsempfehlungen der Nordkirche spiegeln den Diskussionsprozess innerhalb der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) sowie zwischen EKD, Bundesregierung und Länderregierungen wider. Ihnen liegen auch eine Verständigung mit der katholischen Kirche sowie Gespräche mit jüdischen und muslimischen Religionsgemeinschaften zugrunde.

Die Handlungsempfehlungen der Nordkirche im Internet:

www.aktuell.nordkirche.de

Gottesdienste in Gotteshäusern ab 4. Mai unter strengen Corona-Auflagen wieder möglich

Die Landesregierung von M-V lässt ab dem 4. Mai 2020 Gottesdienste in Kirchen, Synagogen und Moscheen unter strengen Auflagen wieder zu. Allerdings muss den hohen Anforderungen des Infektionsschutzes Rechnung getragen werden. Die Nordkirche, die Erzbistümer Hamburg und Berlin, die Jüdischen Gemeinden und die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Schwerin haben umfassende Hygiene-Rahmenpläne erarbeitet.

Im Kern geht es darum, die Infektionsgefahr einzudämmen und Infektionswege zügig erkennen zu können. Daher dürfen ab 4. Mai nur eine bestimmte Anzahl an Besuchern in die Gotteshäuser eingelassen werden. Die Formel lautet: eine Person pro zehn Quadratmeter Innenraumfläche. Der Mindestabstand von 1,50 Meter muss eingehalten werden.

Außerdem müssen für jede religiöse Zusammenkunft in den Gotteshäusern Teilnehmerlisten geführt werden, um im Fall einer möglichen Corona-Infektion die Kette nachvollziehen zu können. Der Islamische Bund hat sich entschieden, vorerst weiterhin auf religiöse Veranstaltungen in Moscheen zu verzichten.

Ostersonntag erster Online-Auftritt für digitales Chorprojekt der Nordkirche

Über 30 Chöre mit rund 900 Sängerinnen und Sängern beteiligen sich mittlerweile am digitalen Chorprojekt „Sing To Hope Choir“, das der Fachbereich Popularmusik in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) vor zwei Wochen ins Leben gerufen hatte. Ziel ist es, allen Chorfans zwischen Flensburg und Greifswald eine Alternative zu den wegen des Coronavirus‘ abgesagten Chorproben zu bieten. Am Ostersonntag (12. April, 11:30 Uhr) wird es bereits eine erste gemeinsame Veröffentlichung im Internet geben: der digitale OsterHoffnungs-Chor 2020.

Jan Simowitsch, Leiter des Fachbereichs Popularmusik der Nordkirche: „Ostern heißt: Alles wird neu. Alles wird hell. Die Sonne geht auf. Das wollen wir mit den Sängerinnen und Sängern gemeinsam feiern! Am Ostersonntag lassen wir den derzeit größten Chor erklingen. Und dafür brauchen wir natürlich viele weitere Stimmen.“

„Morgenlicht“ heißt das Stück, das am Ostersonntag im Internet zu hören sein wird – als Chorvideo mit einem Zusammenschnitt möglichst vieler Aufnahmen von Teilnehmenden. Zu den prominenten Unterstützern des digitalen Chorprojektes gehört auch Gothart Magaard, Bischof im Sprengel Schleswig und Holstein: „Singen macht froh – das wissen wir alle. Und in Gemeinschaft macht es noch einmal mehr Freude“, sagt er. Deshalb vermissten derzeit sehr viele Menschen in der Nordkirche ihre Chöre und Chorproben. Magaard weiter: „Ich freue mich, dass mit diesem Osterprojekt die Freude am gemeinsamen Singen und die Osterfreude erlebbar werden und möchte alle motivieren, sich an diesem Projekt zu beteiligen. Mitmachen ist ganz einfach!“

Neben Noten und Hörbeispielen der einzelnen Chorstimmen zum Osterstück „Morgenlicht“ gibt es hier auch eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie Interessierte ihren Gesang ohne Aufwand selber aufnehmen können.

Bis Dienstag, 7. April 2020, können diese Aufnahme und ein Foto, das den Sänger oder die Sängerin bei der Aktion zeigt, an folgende E-Mail-Adresse geschickt werden: Jan.Simowitsch@popularmusik.nordkirche.de.

Sobald die Einschränkungen des öffentlichen Lebens aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus‘ aufgehoben sein werden, wollen sich alle beteiligten Sängerinnen und Sänger zu einem gemeinsamen – und dann analogem öffentlichen – Konzert treffen.

Corona-Krise: Nordkirche startet ab morgen kostenlose Seelsorge-Hotline

Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) bietet ab Dienstag, 24. März, eine kostenlose Seelsorge-Hotline für alle Menschen an, die unter den Folgen der Corona-Krise leiden. Unter der Nummer 0800 4540106 sind bis auf Weiteres täglich von 14 bis 18 Uhr ausgebildete Seelsorgerinnen und Seelsorger der Nordkirche erreichbar.

Menschen, die beispielsweise unter emotionalen und psychischen Belastungen oder sozialer Isolation leiden, sowie kranke und alte Menschen, die seelsorgerliche Begleitung brauchen, können sich an die Seelsorgerinnen und Seelsorger wenden.