Polizeieinsatz aufgrund einer nicht angemeldeten Veranstaltung in Jarmen

In den frühen Dienstagmorgenstunden (08. Dezember 2020, gegen 02:45 Uhr) wurde der Polizei die Blockade des Zentrallagers eines Lebensmitteldiscounters in Jarmen durch mehrere Traktoren gemeldet. Wenig später versammelten sich immer mehr Fahrzeuge – Autos und auch Traktoren – vor Ort, um gegen die aktuelle Agrarpolitik zu demonstrieren. An der Spitze nahmen etwa vierzig Personen an der Veranstaltung teil. Die Polizei zählte insgesamt 16 Traktoren und mehrere Fahrzeuge, die gegen 07:30 Uhr bereits so stark das Gelände versperrten, dass sich LKWs, die auf das Gelände fahren wollten, bis hin zur Bundesstraße 110 anstauten.

Durch die Polizei und die Versammlungsbehörde wurde die Aktion der Landwirte als Versammlung eingestuft, für die keine Anmeldung vorlag. Unter den Versammlungsteilnehmern fand sich jedoch schnell ein verantwortlicher Versammlungsleiter. Um den Versammlungsteilnehmern das Grundrecht der Versammlungsfreiheit zu gewähren, wurde ihnen nach Rücksprache mit der Versammlungsbehörde um 08.00 Uhr die Möglichkeit eingeräumt, für weitere 20 Minuten die Versammlung durchzuführen.

Die Versammlungsteilnehmer verhielten sich sehr kooperativ und erklärten um 08.20 Uhr die Versammlung schließlich für beendet und räumten freiwillig die Zufahrt zum Zwischenlager des Lebensmitteldiscounters. Das Entfernen der schweren Landmaschinen gestaltete sich aufgrund der geringen Straßenbreite und dem bereits angestauten LKW-Verkehr sehr zeitintensiv, sodass die Strecke erst gegen 09.45 Uhr wieder frei befahrbar war. Ansonsten verlief die unangemeldete Versammlung jedoch störungsfrei.

In Alt Plestlin steht die erste Wasserwanderkirche Deutschlands

Das Wasserwandergebiet der naturnahen Peene, die sich auf fast 100 Kilometern zwischen Verchen und Anklam durch Bruchwälder und Flussauen schlängelt, gilt als „Amazonas des Nordens“. Neben den Schönheiten der Natur hat dieses Eldorado für Paddler und Kanuten mit der ersten Wasserwanderkirche Deutschlands in Alt Plestlin jetzt eine weitere Besonderheit zu bieten. In der gerade erst sanierten Feldsteinkirche mit Fachwerkturm finden Wasserwandernde nun die Gelegenheit zum spirituellen Auftanken.

Die Kirche befindet sich im Unteren Peenetal, wenige hundert Meter vom Ufer der Peene und einem Wasserwanderrastplatz entfernt. In der dortigen Hafenmeisterei ist auch der Kirchenschlüssel hinterlegt. Interessierte sind eingeladen, sich den Schlüssel abzuholen und dann eigenständig die Kirche zu besuchen, so Arnold Pett, Pastor der Kirchengemeinde Jarmen-Tutow, zu der die Kirche gehört.

In der Kirche bestehe beispielsweise die Möglichkeit, in der Stille zu beten oder eine Kerze anzuzünden. Gern sei er auch bereit, für Wasserwandernde auf Wunsch abendliche Andachten zu halten, so der Pastor. Um die Menschen auf die Wasserwanderkirche aufmerksam zu machen, hat Arnold Pett eigens ein Schild entworfen und anfertigen lassen. Auf blauem Grund ist eine weiße Kirche mit blauen Wellen zu sehen, darüber die Aufschrift „Wasserwanderkirche Alt Plestlin“.

Hausboot mit Schräglage im Hafen von Jarmen

Die Beamten der Wasserschutzpolizeiinspektion Wolgast erhielten während ihrer Bootsstreife am Dienstag, 23.06.2020, gegen 13:00 Uhr den Hinweis, dass ein Hausboot im Hafenbereich von Jarmen fährt, dessen Heck teilweise unter Wasser zu sein schien.

Die Beamten konnten wenig später das Hausboot ausfindig machen. Die Überprüfung des gemieteten Hausboots ergab, dass sich etwa 100 Liter Wasser im Rumpf im Bereich der Batterien befanden, der Fäkalientank mit 800 Litern seine Kapazitätsgrenze erreicht hatte und der Frischwassertank leer war.

Das Hausboot war durch die so nicht mehr fahrtüchtig und wurde in den Hafen Jarmen begleitet. Aufgrund der festgestellten Mängel ist das Bootszeugnis erloschen. Dem Vermieter gegenüber wurde eine vorläufige Festlegeverfügung ausgesprochen.

Nachmeldung zu: Polizeieinsatz wegen Bedrohung mittels Schusswaffe

Wie bereits berichtet, kam es Donnerstag Abend (23. April 2020, 19:45 Uhr) zu einem größeren Polizeieinsatz in Jarmen. Hintergrund war eine Bedrohung mittels einer Schusswaffe. Nach ersten Erkenntnissen kam es zuvor zwischen den Hausbewohnern – einer 37 Jahre alten Frau und ihrem 47-jährigen Lebensgefährten – und einem Bekannten, welcher bei den beiden für eine kurze Zeit nächtigte, zu Streitereien. Daraufhin bedrohte der 29-jährige Mann das Paar mit einer Schusswaffe, die ihm in einem Handgemenge abgenommen werden konnte. Die Frau konnte mit der Waffe das Haus verlassen. Auch ihr Lebensgefährte konnte kurz darauf aus dem Haus flüchten, er erlitt allerdings leichte Verletzungen im Halsbereich, die ihm vermutlich mittels eines Messers zugefügt wurden. Er wurde zur Behandlung ins Krankenhaus nach Greifswald gebracht.

Im Rahmen des Einsatzes waren die Kolleginnen und Kollegen der Schutzpolizei mit 13 Streifenwagen, die Kriminalpolizei, ein Polizeihubschrauber und Spezialkräfte des LKA M-V vor Ort. Der Tatverdächtige konnte zunächst über die angrenzende Ackerfläche flüchten, durch einen eingesetzten Polizeihund konnte er jedoch schnell ausfindig gemacht werden. Der Fährtenhund Erwin führte die Kollegen zu einem Hochstand, wo der Mann auch festgestellt und anschließend festgenommen werden konnte.

Der Tatverdächtige ist bereits vor einiger Zeit ins Visier der Kriminalpolizei in Wolgast geraten. Gegen ihn lag ein offener Haftbefehl vor, weil er beschuldigt wird, für einen Raubüberfall auf eine Tankstelle in Brünzow am 10. Februar 2020 verantwortlich zu sein (Pressemitteilungen vom 11. und 21. Februar 2020). Er war für die Polizei zunächst nicht greifbar, da er ohne festen Wohnsitz gewesen ist. Nachdem der in der vergangenen Nacht festgenommen worden ist, hatte man ihm rechtliches Gehör angeboten, allerdings wollte er sich zu den Vorwürfen nicht weiter äußern. Heute Nachmittag wurde der 29-Jährige nun einem Haftrichter vorgeführt – der Haftbefehl wegen des Raubüberfalls auf die Tankstelle wurde vollstreckt, sodass der Mann nun in die JVA Bützow gebracht wurde.

Polizeieinsatz wegen Bedrohung mittels Schusswaffe

Am 23.04.2020 gegen 19:45 Uhr ist es zu einem größeren Polizeieinsatz in der Ortschaft Jarmen-Kronsberg gekommen. Hintergrund des Einsatzes war eine Bedrohung mittels einer Schusswaffe.

Am Donnerstagabend, dem 23.04.2020, ging in der Einsatzleitstelle in Neubrandenburg der Notruf einer Hinweisgeberin zu einer Bedrohung mit einer Pistole ein. Die Hinweisgeberin gab an, dass eine ihr unbekannte männliche Personen ihren Lebensgefährten in ihrem Wohnhaus mit einer Pistole bedroht hatte. Die Hinweisgeberin und ihr Lebensgefährte hätten das Haus verlassen können und der Tatverdächtige befinde sich allein im Wohnhaus.

Daraufhin kamen insgesamt dreizehn Funkstreifenwagen der Polizeihauptreviere Anklam, Greifswald, Neubrandenburg, Neustrelitz, Demmin und der Polizeireviere Friedland und Heringsdorf, sowie der Kriminaldauerdienst zum Einsatz. Zur weiteren Unterstützung wurden der Polizeihubschrauber und die Spezialkräfte des LKA M-V zum Ereignisort beordert.

Mit Eintreffen der eingesetzten Kräfte verließ eine verletzte männliche Person das Haus. Die Person wurde durch die eingesetzten Kräfte in Empfang genommen. Es stellte sich heraus, dass es sich hierbei um den Lebensgefährten der Hinweisgeberin handelte. Die verletzte Person wurde mit dem Rettungswagen ins Klinikum nach Greifswald verbracht und dort ärztlich versorgt.

Auf Grund des umfangreichen Polizeieinsatzes hat der Tatverdächtige im Laufe der Abendstunden seine ausweglose Situation erkannt und sich den Polizeikräften ergeben. Der 29-jährige Tatverdächtige wurde vorläufig festgenommen und zum Polizeihauptrevier Anklam gebracht. Am 24.04.2020 erfolgte die richterliche Vorführung. Unterstützt wurde der polizeiliche Einsatz durch die Feuerwehr Jarmen und das THW der Ortsgruppen Greifswald und Demmin.