Hinweis bezüglich der Afrikanischen Schweinepest

Auf Grund des amtlich festgestellten Ausbruchs der Afrikanischen Schweinepest im benachbarten Bundesland Brandenburg werden im Rahmen der Früherkennungsmaßnahmen die Jagdausübungsberechtigten eines jeden Jagdbezirkes hiermit angehalten, ihre Jagdbezirke in größerem Maße als gewöhnlich zu kontrollieren und dabei gezielt nach verendetem Schwarzwild zu suchen.

Aufgefundenes Fallwild beim Schwarzwild ist unverzüglich dem Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt des Landkreises zu melden bzw. mittels entsprechenden Proben amtlich abklären zu lassen. Durch Verkehr verunfalltes Schwarzwild ist ebenfalls auf den ASP-Virusnachweis beproben zu lassen.

Wichtiger Hinweis für Jäger – Neuer Abgabeort für Trichinenproben

Ab dem 1. Oktober 2020 ist in Neubrandenburg die Annahme von Trichinenproben am Standort des Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamtes in der Gartenstraße 17 nicht mehr möglich. Sondern die Annahme der Trichinenproben, einschließlich Blutproben, erfolgt ab Oktober im Bürgerservicezentrum des Landkreises in Neubrandenburg in der Lindenstraße 63 (TIG) Haus A. Eine Voranmeldung zur Probenabgabe ist nicht erforderlich, aber das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes.

Proben, die an den Untersuchungstagen (Dienstag und Donnerstag) abgegeben werden, werden nur dann am gleichen Tag untersucht, wenn sie bis 9 Uhr im Bürgerservicezentrum abgegeben wurden. Proben, die an diesen Tagen nach 9 Uhr abgegeben werden, können erst am folgenden Untersuchungstag untersucht werden. Die gestempelten Wildursprungsscheine werden unverzüglich nach Abschluss der Untersuchung in den mit der Probe abgegebenen Briefumschlägen verschickt.

Bei Trichinenfreiheit erfolgt die Freigabe der dienstags untersuchten Proben mittwochs 8 Uhr, die der donnerstags untersuchten Proben freitags 8 Uhr ohne weitere Benachrichtigung. Im Falle von Trichinenfunden werden die betreffenden Jäger sofort telefonisch informiert. Deshalb ist die Angabe einer Telefonnummer auf dem Wildursprungsschein unbedingt erforderlich.

Röhrchen für Blutproben sind im Bürgerservicezentrum erhältlich. Die Untersuchungsgebühr von 7 Euro je Probe wird nach entsprechender Zahlungsanweisung der Mitarbeiter des Bürgerservicezentrums am Kassenautomaten eingezahlt. Das ist mit Bargeld oder Kartenzahlung möglich.

In den Bürgerservicezentren Demmin und Neustrelitz und am Standort des Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamtes in Waren (Müritz) bleibt es bei der Abgabe der Trichinenproben wie gewohnt. Die Öffnungszeiten der Bürgerservicezentren des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte sind wie folgt:
Montag 8 bis 12 Uhr und 13 bis 16 Uhr
Dienstag 8 bis 12 Uhr und 13 bis 17:30 Uhr
Mittwoch 8 bis 12 Uhr
Donnerstag 8 bis 12 Uhr und 13 bis 16 Uhr
Freitag 8 bis 12 Uhr

70-jähriger Jäger bei Jagdunfall verletzt

Am Abend des 25.07.2020 ist es in einem Waldstück bei Groß Vielen zu einem Jagdunfall gekommen, durch welchen ein 70-jähriger deutscher Jäger lebensbedrohlich verletzt wurde. Der 70-Jährige wurde sofort mit dem Rettungswagen in das Neubrandenburger Klinikum gebracht, wo eine Notoperation erfolgte. Der 70-Jährige schwebt nicht mehr in Lebensgefahr, benötigt aber weiter medizinische Betreuung im Krankenhaus.

Nach bisherigen Erkenntnissen wird von einem Jagdunfall ausgegangen. Der 70-Jährige war zusammen mit einem 59-jährigen deutschen Jäger in dem besagten Waldgebiet zum Jagen. Beide Jäger kommen nicht aus unserem Bundesland Mecklenburg-Vorpommern. Nach der Jagdausübung, gegen 22:30 Uhr, verstauten sie ihre Waffen wieder im Fahrzeug. Nach derzeitigem Kenntnisstand löste sich dabei ein Schuss bei der Waffe des 70-Jährigen, so dass er sich selbst anschoss und verletzte. Da auf Grund der vorgefundenen Spuren und Auswertung der ärztlichen Untersuchung nicht ausgeschlossen werden kann, dass der Schuss auch aus der Waffe des 59-jährigen Jägers gekommen sein könnte, wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Körperverletzung eingeleitet.

In den kommenden Tagen folgen weitere Untersuchungen, die der Aufklärung des Sachverhalts dienen sollen. Diese finden in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Neubrandenburg statt.

Jäger ohne ersten Wohnsitz in MV dürfen hier derzeit nicht jagen

Trotz der allgemein bekannten Regelungen zum Schutz vor der schnellen Ausbreitung des Corona-Virus halten die Diskussionen über die Reisebeschränkungen in Deutschland an. Betroffen von der Landesverordnung sind auch Jäger, die ihren ersten Wohnsitz nicht in Mecklenburg-Vorpommern haben.

Dazu stellt der Minister für Landwirtschaft und Umwelt Dr. Till Backhaus erneut klar: „Die Corona-Krise zwingt uns alle zu Opfern. Und ich appelliere an die Einsicht der Menschen, die in unser schönes Land reisen wollen, um hier der Jagd nachzugehen: Dies ist derzeit grundsätzlich nicht möglich. Reisen in unser Land sind Menschen, die hier nicht ihren ersten Wohnsitz haben, nur dann erlaubt, wenn die Reisen für die berufliche Tätigkeit zwingend erforderlich sind. Dies trifft für Jäger in aller Regel nicht zu. Auch können sich Jagdausübungsberechtigte aus anderen Bundesländern hier durch ortsansässige Jäger vertreten lassen, wenn es zum Beispiel darum geht, den Verpflichtungen aus der Jagdverpachtung nachzukommen. Es ist eine Tatsache, dass Jägerinnen und Jäger für die Gesunderhaltung und Regulierung unserer Wildbestände und damit mittelbar für unsere Ernährungssicherheit eine wichtige Aufgabe übernehmen. Auch angesichts der Bedrohung durch die afrikanische Schweinepest schätze ich besonders das Engagement der Jägerschaft. Doch im Falle der gegenwärtigen Krise gilt es, zwischenmenschliche Kontakte auf ein Mindestmaß zu reduzieren. Jede Ausnahme von aktuellen Regelungen führt dabei zu neuen Diskussionen und Begehrlichkeiten, die am Ende die Akzeptanz dieser Regelungen schmälern. Das ist nicht im Interesse der Menschen in unserem Land.“

Zum neuen Jagdjahr 2020/21

Die untere Jagdbehörde teilt mit: zur Abschussplanung, Wildnachweisung und Jagdscheinerteilung

Abschussplanung: Schalenwild (mit Ausnahme von Schwarzwild) sowie Auer-, Birk- und Rackelwild darf nur auf Grund und im Rahmen eines Abschussplanes erlegt werden, der von der zuständigen Behörde im Einvernehmen mit dem Jagdbeirat zu bestätigen oder festzusetzen ist. Alle Eigen- und gemeinschaftlichen Jagdbezirke des Landkreises, die nicht am Erprobungsverfahren der Drei-Jahresabschussplanung teilnehmen, haben für die Wildarten Reh-, Rot- und Damwild Abschusspläne aufzustellen und zur Bestätigung bzw. Festsetzung (2-fach) einzureichen. Der Termin für die Vorlage der Abschusspläne für das Jagdjahr 2020/2021 wird bis zum 10.04.2020 festgelegt. Die Abschussplanformulare sind auf der Homepage des Landesjagdverbandes M-V erhältlich.

Wildnachweisung: Durch jeden Jagdausübungsberechtigten ist bis zum 10. April eines jeden Jahres der Jagdbehörde die Strecke des vorangegangenen Jagdjahres auf einem durch die oberste Jagdbehörde vorgeschriebenen Formblatt anzuzeigen. Hiervon unberührt ist eine Streckenmeldung an die zuständige Hegegemeinschaft. Das Formular Wildnachweisung ist im Internet u.a. auf der Homepage des Landesjagdverbandes M-V erhältlich. Es ist zwingend darauf zu achten, dass der Jagdbezirk entsprechend der Bezeichnung im Pachtvertrag und die örtlich zuständige Hegegemeinschaft benannt werden. Anderenfalls ist eine Zuordnung der Wildnachweisung nicht möglich. Falls die Meldung für eine Pächtergemeinschaft erfolgt, so sind Name und Anschrift des Sprechers sowie die Namen aller Jagdausübungsberechtigten aufzuführen. Es ist darauf zu achten, dass die Vor- und Rückseite der Wildnachweisung vollständig ausgefüllt werden, auch wenn kein Abschuss der dort aufgeführten Wildarten erfolgt ist. Die Wildnachweisung ist vom Verpächter zu unterzeichnen.

Jagdscheinerteilung: Das neue Jagdjahr beginnt am 1. April 2020. Nach Maßgabe der für die Jagdscheinerteilung notwendigen Bearbeitungszeit ist der Antrag auf Jagdscheinerteilung mit dem hierfür notwendigen Zeitvorlauf zu beantragen. Wird ein Antrag auf Jagdscheinerteilung per Post eingereicht, ist eine Bearbeitungszeit von ca. 2 Wochen einzuplanen. Es ist möglich, dass in Ausnahmefällen das persönliche Erscheinen für die Jagdscheinerteilung notwendig ist. Es ist zu beachten, dass das Bedürfnis für den Besitz von Schusswaffen und Munition entfällt, wenn der Jagdschein seine Gültigkeit verliert. Ebenso erlischt der Pachtvertrag, wenn der Pächter nicht mehr im Besitz eines gültigen Jagdscheines ist. Für die Erteilung des Jagdscheines muss ein ausgefüllter Antrag (siehe Internetseite des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte), das Jagdscheinheft sowie eine gültige Jagdhaftpflichtversicherung für den gesamten Antragszeitraum vorliegen. Sollte der Jagdschein keinen Platz für weitere Eintragung aufweisen, ist zusätzlich ein Passbild mit einzureichen. Bei der Ersterteilung eines Jagdscheines sind zusätzlich das Prüfungszeugnis im Original sowie die Bescheinigung als kundige Person vorzulegen.

Die Gebühren für die Jagdscheinerteilung belaufen sich für einen Jagdschein für 1 Jagdjahr auf 95,50 € (70,00 € Jagdscheingebühr; 25,50 € Jagdabgabe), für 2 Jagdjahre auf 121,00 € (70,00 € Jagdscheingebühr; 51,00 € Jagdabgabe) und für 3 Jagdjahre auf 146,50 € (70,00 € Jagdscheingebühr; 76,50 € Jagdabgabe. Soweit Sie Anspruch auf eine Gebührenermäßigung haben, ist dies formlos im Antrag zu vermerken und durch eine Bestätigung des Dienstherrn nachzuweisen. Die Vorlage des Dienstausweises allein ist nicht ausreichend.

Allgemeine Hinweise
Die untere Jagdbehörde des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte weist noch einmal alle Jagdpächter darauf hin, dass Änderungen in Bezug auf das Pachtverhältnis, selbst Adressänderungen, innerhalb von vier Wochen der Jagdbehörde anzuzeigen sind. Verstöße hiergegen als Ordnungswidrigkeit geahndet werden.

Jagdschein: Jetzt zur Prüfung anmelden

Die nächste Prüfung zum Erwerb des ersten Jahresjagdscheins findet im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte vom 13. Januar bis 17. Januar und vom 20. April bis 24. April 2020 statt.

Gemäß § 6 Abs. 1 der Verordnung über die Prüfung zur Erlangung des ersten Jagdscheines des Landes Mecklenburg-Vorpommern hat sich der Prüfling bis spätestens zwei Wochen vor dem Prüfungstermin bei der Jagdbehörde zur Prüfung schriftlich anzumelden. Dazu sind auch die unter § 6 Abs. 1 Nr. 1 bis 4 der JägerPVO M-V geforderten Nachweise und eine Kopie des Personalausweises beizufügen.

Das Anmeldeformular können Sie hier auf der Webseite des Landkreises herunterladen bzw. in der Jagdbehörde des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte, Regionalstandort Demmin, Adolf-Pompe-Str. 12-15, 17109 Demmin erhalten.

Die Prüfung findet nur dann statt, wenn sich dafür mindestens acht Personen angemeldet haben.

Jäger auf der Fahrt ins Jagdrevier mit 1,6 Promille und Gewehr auf der Rückbank gestellt

Am Montag Abend, 26.08.2019, gegen 20:20 Uhr kontrollierten die Beamten des Polizeireviers Friedland in Neddemin am Bahnhof einen 64-jährigen Pkw-Fahrer. Der Fahrer war den Beamten zuvor aufgefallen, da er beim Vorbeifahren offenbar aus einer Bierflasche trank.

Während der Kontrolle stritt der sichtlich nervöse Fahrer den vorherigen Alkoholkonsum ab. Ein vor Ort durchgeführter Atemalkoholtest ergab allerdings eine Alkoholisierung von 1,6 Promille. Zudem stellten die Beamten auf der Rückbank des Pkw ein offen liegendes Gewehr fest. Es stellte sich heraus, dass der Fahrer Jäger ist und gerade auf dem Weg zur Kontrolle in sein Jagdrevier war. Entsprechende waffenrechtliche Erlaubnisse waren zwar vorhanden und wurden zur Kontrolle vorgelegt, dennoch wurde das ungeladene Gewehr aufgrund des ordnungsrechtlichen Verstoßes zur Gefahrenabwehr sichergestellt.

Des Weiteren wurde auch der Führerschein sichergestellt und die Weiterfahrt untersagt. Der Fahrer wurde anschließend zur Blutprobenentnahme ins Klinikum nach Neubrandenburg gebracht. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der Beschuldigte entlassen.

Ihn erwartet nun ein Ermittlungsverfahren wegen Trunkenheit im Straßenverkehr. Zudem wird die Jagdbehörde des Ordnungsamtes über den Sachverhalt informiert.