Lesen mit anderen Sinnen

Eine Ausstellung des Deutschen Zentrums für barrierefreies Lesen – dzb lesen

Wo? In der Regionalbibliothek, Marktplatz 1, 17033 Neubrandenburg
Wann? Im Dezember 2019 zu den Öffnungszeiten

Die speziellen Medien, die vom Deutschen Zentrum für barrierefreies Lesen, kurz dzb lesen, bereitgestellt werden, vermitteln einen Eindruck davon, wie vielfältig und kreativ der Zugang zu Literatur und Information für blinde und sehbeeinträchtigte Menschen gestaltet werden kann. Das dzb lesen produziert und verleiht Medienangebote der besonderen Art: Vom Tastbilderbuch „Der Grüffelo“ bis hin zu de.wikipedia.org/wiki/Taktile_Kommunikation taktilem Kartenmaterial, Noten in Punktschrift und barrierefreien Hörbüchern. Die Exponate können vor Ort „ertastet“ und ausprobiert werden.

Als Partnerbibliothek arbeitet die Regionalbibliothek eng mit dem dzb lesen zusammen. Im Rahmen der gemeinsamen Initiative „Chance Inklusion“ werden Nutzer mit eingeschränktem Sehvermögen und Interessierte zu den neuen barrierefreien Angeboten beraten.

Das DIALOGE-Festival sucht noch Bewerber aus ganz M-V für den Kulturpreis 2019

Das inklusive Landestheaterfestival DIALOGE wird auch dieses Jahr wieder und nunmehr bereits zum sechsten Mal Mecklenburg-Vorpommerns Kulturlandschaft bereichern und dabei auch das Thema Inklusion stärker als gewöhnlich in die Öffentlichkeit tragen. Vor allem aber bietet es eine hochwillkommene Möglichkeit, Kinder und Jugendliche mit und ohne Beeinträchtigungen künstlerisch miteinander tätig werden zu lassen.

Schon bevor das Festivals selbst im Oktober ein berühmtes inklusives Schweizer Theater nach Rostock holt und die Kinder und Jugendlichen eine Woche lang in sechs spannenden Workshops zusammenführt, lobt das Festivalteam – ebenfalls in guter Tradition – den DIALOGE Kulturpreis aus.

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„TV für Alle“ verbessert Auffindbarkeit von barrierefreien TV-Angeboten

Der gemeinnützige Berliner Verein Sozialhelden startet in Kooperation mit den Medienanstalten, ARD, ZDF und dem VAUNET das Inklusionsprojekt „TV für Alle“. Die neue Website www.tvfueralle.de zeigt im elektronischen Programmführer eine Übersicht der barrierefreien TV-Angebote in Deutschland. „TV für Alle“ erleichtert so das Suchen und Finden von TV-Sendungen mit Untertiteln und Audiodeskription. In einem weiteren Ausbauschritt soll zu online verfügbaren TV-Angeboten in deutscher Gebärdensprache verlinkt werden.

  • Menschen mit Behinderungen nutzen laut Studie überwiegend das Fernsehen als Mittel der Teilhabe
  • Medienanstalten, ARD, ZDF und VAUNET unterstützen neues Sozial-helden-Projekt „TV für Alle“ zum vereinfachten Finden barrierefreier TV-Angebote im deutschen Fernsehen

Menschen mit Behinderungen nutzen für ihre mediale Information und Unterhaltung überwiegend das Fernsehen. Laut einer Studie zum Mediennutzungsverhalten von Menschen mit Behinderungen im Auftrag der Medienanstalten und der Aktion Mensch ist das Fernsehen deren Hauptmedium für die gesellschaftliche Teilhabe. Neben Informationen und Nachrichten werden auch Unterhaltungs- und Service-Sendungen gerne angeschaut, um „mitreden” und teilhaben zu können.

Bereits heute sind zahlreiche Sendungen des deutschen Fernsehens in barrierefreier Fassung verfügbar. Mit der neuen digitalen und barrierefreien Programmzeitschrift „TV für Alle“ können die Nutzerinnen und Nutzer unter www.tvfueralle.de die Senderübersicht nach barrierefreien TV-Angeboten für Menschen mit Seh- oder Hörbehinderungen filtern.
„Aktuelle Fernsehzeitschriften haben zwar oft einen kleinen Hinweis, ob es zu der Sendung Untertitel oder Audiodeskriptionen gibt, aber eine kompakte und filterbare Abbildung zu diesen Angeboten bestand bisher leider nicht”, erklärt Sozialhelden-Vorstand und „TV für Alle“-Projektleiter Raul Krauthausen.
Das Auffinden von mit Audiodeskriptionen oder Untertiteln versehenen Sendungen wird mit „TV für Alle“ künftig stark vereinfacht. Informatio-nen zu TV-Angeboten in deutscher Gebärdensprache sollen bald folgen.

„Oft werden Inhalte in Gebärdensprache erst nach Ausstrahlung im Fernsehen in einer Gebärdensprachfassung in die Mediatheken der Sender eingestellt. Eine entsprechende Verlinkung auf diese Inhalte wollen wir in einer weiteren Ausbaustufe von „TV für Alle“ vornehmen”, erklärt Raul Krauthausen. Besonders stolz ist der Inklusions-Aktivist da-rauf, dass das Projekt unter der Moderation der Medienanstalten so-wohl vom öffentlich-rechtlichen als auch vom privatem Rundfunk sowie den Medienanstalten unterstützt wird.

Die Vorsitzende der Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten Cornelia Holsten: „Die Medienanstalten engagieren sich schon lange im Bereich Barrierefreiheit und mediale Teilhabe. Unsere Studie gemein-sam mit Aktion Mensch hat gezeigt, dass es nach wie vor große Defizite bei der Auffindbarkeit von barrierefreien Angeboten gibt. Daher war es uns auch so wichtig, für die Ermöglichung des Projekts „TV für Alle“ ARD, ZDF und VAUNET zusammenzutrommeln. Meine Hoffnung ist, dass die digitale Programmzeitschrift ein gelungenes Best Practice wird, da-mit zukünftig überall, wo Programmangebote dargestellt werden, In-formationen über barrierefreie Angebote selbstverständlich werden.“

Neben dem Service für Menschen mit Behinderungen kann die digitale Programmauskunft „TV für Alle” auch ohne Filter genutzt werden und eine Übersicht für jede Zuschauerin und jeden Zuschauer geben. Raul Krauthausen hat auch noch einen Tipp parat: „Wem zum Beispiel die Fußballkommentatoren nicht so gefallen, der kann gerne mal auf den Audiodeskriptions-Kanal wechseln und sich somit auch ein Fußballspiel nebenbei angucken oder besser gesagt: hören. Denn diese zusätzlichen Services kommen letztlich allen Menschen zugute.”
Das Projekt „TV für Alle“ wird technisch von der Agentur Henkelhiedl mit der Datenbereitstellung durch Media-Press realisiert. Die Seite ist für Smartphones optimiert, so dass nicht extra eine App installiert werden muss.

Arbeitsagenturchef Besse und Landrat Kärger verliehen an sechs Unternehmen Inklusionspreis

Neubrandenburgs Arbeitsagenturchef Thomas Besse und der Landrat des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte, Heiko Kärger, haben Freitag (30. November) den „Inklusionspreis“ an sechs Unternehmen vom Autohaus, über eine Landfleischerei bis hin zum Steuerbüro vergeben, die sich bei der Ausbildung und Beschäftigung von Menschen mit Behinderung besonders engagiert haben. Die Arbeitsagentur vergibt diese Auszeichnung zum dritten Mal. Der Preis ist nicht dotiert.

Inklusion schafft Mehrwert für Unternehmen: Das zeigt der Inklusionspreis, den die Neubrandenburger Arbeitsagentur heute in Altentreptow zum dritten Mal an sechs inklusionsstarke Unternehmen verliehen hat. „Wir wollen vorbildliches unternehmerisches Handeln auszeichnen, das die Potenziale von Menschen mit Behinderungen sichtbar macht und auch anderen Unternehmen zeigen, dass sich die Beschäftigung von Menschen mit Handicap lohnt “, erklärt Besse

In Anwesenheit von Landrat Heiko Kärger wurden die sechs Unternehmen ausgezeichnet. Mit seiner Gratulation würdigte Kärger das Engagement und die Vorbildfunktion der Preisträger: „Unsere Preisträger von heute sind die Vorreiter dafür, dass es eines Tages diesen Preis gar nicht mehr geben wird. Dann ist die Beschäftigung von Menschen mit Behinderung eine Selbstverständlichkeit geworden“, sagte er.

Die Preisträger wurden durch Juryentscheidung bestimmt.

Auswahlkriterien waren:

  • Innovative Lösungen
  • Vorbildcharakter und Übertragbarkeit
  • Überwinden besonderer Herausforderungen (z.B. aufgrund Art und Schwere der Behinderung)

Die Jury besteht aus fünf Mitarbeiter*innen der Neubrandenburger Arbeitsagentur, die über besondere Kenntnisse und Erfahrungen bei der Ausbildung und Beschäftigung von Menschen mit Behinderung verfügen.

Hintergrund
Arbeitgeber mit jahresdurchschnittlich monatlich mindestens 20 Arbeitsplätzen müssen auf mindestens 5 Prozent dieser Arbeitsplätze schwerbehinderte Menschen beschäftigen (§ 71 Abs. 1 SGB IX). Arbeitgeber, die dieser Vorgabe nicht nachkommen, müssen eine Ausgleichsabgabe zahlen. Die Höhe dieser Abgabe ist abhängig von der Beschäftigungsquote.

Und das sind die Preisträger

  1. Fischgaststätte „Bootshaus“, Schillerstraße 21, 17033 Neubrandenburg
  2. DRK-Kreisverband Neubrandenburg e.V., Robert-Blum-Straße 34, 17033 Neubrandenburg
  3. Hoffmann & Partner GmbH Steuerberatungsgesellschaft – Niederlassung Waren, Fontanestraße 17, 17192 Waren (Müritz)
  4. Autohaus Lindenberg GmbH | Filiale Autohaus Tollensetal Altentreptow, Gewerbehof 4, 17087 Altentreptow
  5. Sanitätshaus Klein, Zierker Str. 55, 17235 Neustrelitz
  6. Torney Landfleischerei Pripsleben GmbH, Karlsplatz 10a, 17087 Altentreptow

Die Arbeitsagentur Neubrandenburg kann Arbeitgebern in vielen Fällen Förderleistungen für die Beschäftigung und Einstellung schwerbehinderter Menschen gewähren. Auskünfte erteilen die Ansprechpartner/-innen im Arbeitgeberservice von Arbeitsagentur und Jobcenter in der Seenplatte oder unsere Mitarbeiter/-innen der kostenlosen Arbeitgeberhotline 0800/4555520.

Kulturpreis DIALOGE für inklusive Kulturarbeit – Insgesamt 5000 Euro Preisgeld

Im Rahmen des Landestheaterfestivals DIALOGE verleiht die Europäische Stiftung für Innovative Bildung bereits zum 4. Mal den Kulturpreis DIALOGE für inklusive Kulturprojekte, auch Projektideen die noch einen finanziellen Anschub benötigen, können sich bewerben.
Der Kulturpreis DIALOGE würdigt die kulturelle Arbeit in Gruppen, in denen Kinder und Jugendliche oder andere junge Menschen (zwischen 0 und 100 Jahren) mit und ohne Behinderungen gemeinsam aktiv werden. Prämiert werden können Projekte aus allen künstlerischen Bereichen, z. B. Darstellendes Spiel & Tanz, Musik, Literatur, Bildende Kunst, Video, Film, Fotografie, Neue Medien sowie spartenübergreifende Projekte.
Die Bewerbung erfolgt in einem einfachen Bewerbungsformular (www.dialoge-festival-mv.de/kulturpreis-dialoge) Bewerbungsschluss ist der 30.09.2018. In der Jury sitzen verschiedene Experten, unter anderem die Inklusionsbeauftragte des Landes, Prof. Katja Koch.
Neben dem Hauptpreis werden unter den eingegangenen Bewerbungen zwei weitere Preise vergeben: Der Förderpreis DIALOGE würdigt ein Projekt, das sich auf einem hoffnungsvollen Weg befindet mit 1000 Euro. Der Sympathiepreis DIALOGE fördert mit 1000 Euro eine gute Idee.
„Manchmal hat man eine richtig gute Idee, aber es fehlt ein wenig Geld, um sie zu realisieren. Manchmal passt ein Projekt in keine Sparte so richtig rein und macht trotzdem richtig gute inklusive Kulturarbeit. Manchmal läuft ein Projekt zwar nicht so ganz rund, aber es basiert auf einer außerordentlich originellen Idee“, erläutert die die Jury.
Die Preisverleihung findet am 07.10.2018 im Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin im Anschluss an die Vorstellung „Der arme Heinrich“ vom inklusiven Ensemble DIE ECKIGEN aus Stralsund statt.

Arbeitgeber – Jetzt für den Inklusionspreis bewerben!

Unternehmen aus dem Landkreis der Mecklenburgischen Seenplatte können sich noch bis zum 05. Oktober um den begehrten Preis für ihr Engagement bei der Ausbildung und Beschäftigung von Menschen mit Handicap bewerben. Die Neubrandenburger Arbeitsagentur zeichnet besonders gute Beispiele mit dem „Inklusionspreis“ aus. Die Ehrung erfolgt mit einer Urkunde und ist nicht dotiert. Jedes Unternehmen, das sich für die Inklusion von Menschen mit Behinderungen engagiert, ist eingeladen, sich für den Inklusionspreis 2018 zu bewerben.
Die Jury achtet bei der Auswahl der Preisträger besonders auf: • Innovative Lösungen • Vorbildcharakter und Übertragbarkeit • Überwinden besonderer Herausforderungen (z.B. aufgrund Art und Schwere der Behinderung)
Unternehmer*innen können ihre Bewerbung noch bis zum 05. Oktober 2018 per Mail an das Pressebüro der Neubrandenburger Arbeitsagentur: Neubrandenburg.PresseMarketing@arbeitsagentur.de senden. Dazu genügen wenige Angaben zum Betrieb (Firmensitz, Anzahl der Beschäftigten/Auszubildenden, Anzahl der Beschäftigten/Auszubildenden mit Schwerbehinderung (inkl. Gleichstellung), sowie eine kurze Beschreibung der Maßnahmen, die Inklusion in ihrem Unternehmen fördern.