Digitaler Impfausweis

Die Technik zur Erstellung eines Impfzertifikates mit QR-Code wurde am Donnerstag in den Impfzentren im Landkreis installiert und getestet. Ab sofort wird jedem Bürger bei der Impfung in den Impfzentren zusätzlich zum analogen Impfausweis das digitale Impfzertifikat mit QR-Code ausgestellt.

Personen, die ihre zweite Impfung im Impfzentrum noch erhalten, bekommen für die erste und zweite Impfung den digitalen Impfnachweis am Tag der Zweitimpfung vor Ort ausgestellt.

Für bereits vollständig geimpfte Personen wird es im Laufe der kommenden Woche über die Homepage des Landkreises die Möglichkeit der Nutzung eines Kontaktformulars geben, um die Ausstellung eines Impfzertifikates mit QR-Code zu beantragen.

50 Prozent der Erstimpfungen in Mecklenburg-Vorpommern erreicht

In Mecklenburg-Vorpommern sind nach einem knappen halben Jahr des Startes der bundesweiten Impfkampfkampagne (27. Dezember 2020) bereits knapp 50 Prozent (49,9 Prozent) der Gesamtbevölkerung erstgeimpft. Auch kurzfristig geplante Impf-Aktionen der vergangenen Tage wie beispielsweise in Rostock, Wismar, Greifswald, Schwerin oder auf Usedom haben eine große Beliebtheit erfahren. Die Nachfrage nach Impfstoff hält weiter an. Sie übersteigt momentan noch das Angebot an vorhandenen Impfstoffen. Dennoch: Aufgrund der Lockerungen und der Mutationen des Corona-Virus ist es wichtig, dass möglichst viele Menschen sich weiter impfen lassen. Gerade wenn sich wieder mehr Menschen treffen können, muss das Ansteckungsrisiko so gering wie möglich sein. Die vollständige Impfung ist und bleibt ein wirksamer Schutz gegen das Corona-Virus.

Bisher wurden in Mecklenburg-Vorpommern nach Angaben des Robert Koch-Institutes (Stand: 15.06.2021) 1.238.729 Impfungen verabreicht. Davon sind 802.472 Personen mindestens erstgeimpft (Impfquote: 49,9 Prozent). Als vollständig geimpft gelten 460.513 Personen (Impfquote 28,6 Prozent).

Impfpotential in MV bei 90 Prozent – besonders ältere Impfgruppen geimpft

In Mecklenburg-Vorpommern könnten von den 1,6 Millionen Einwohnern etwa 90 Prozent der Gesamtbevölkerung gegen das Corona-Virus geimpft werden. Etwa 10 Prozent der Bevölkerung sind unter 12 Jahre alt oder haben Erkrankungen, die eine entsprechende Impfung ausschließen würden. Inzwischen sind knapp 30 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft. Sie sind somit komplett geschützt.

Hauptimpfstoff beim Impfen ist BioNTech/Pfizer in Mecklenburg-Vorpommern

Der bislang über die Impfzentren, Betriebsärzte oder bei den niedergelassenen Ärzten am meisten verabreichte Impfstoff ist das Vakzin von BioNTech/Pfizer mit über ¾ der verabreichten Dosen (953.443 Impfdosen BioNTech/Pfizer von 1.238.729 verimpfter Gesamtdosen aller Impfstoffe in M-V). In der vergangenen Woche sind 122.000 Erst- und Zweitimpfungen an allen Impfstellen im Land verabreicht worden. Aufgrund der ausgebauten Infrastruktur hat M-V die Kapazitäten für doppelt so viele Impfungen. Momentan haben in den Impfzentren aufgrund der Impfstoffknappheit die Zweitimpfungen noch Vorrang.

Impfpriorisierung wird in Mecklenburg-Vorpommern aufgehoben

Am Montag wird die Impfpriorisierung auch in Mecklenburg-Vorpommern aufgehoben. In den Impfzentren und auch bei den Ärzten entfallen in MV die Priorisierungen beispielsweise nach Vorerkrankungen, Alter und Beruf. Somit kann sich grundsätzlich jeder für einen Impftermin registrieren lassen. Nach wie vor sind die Impfstoffmengen sowohl in den Impfzentren als auch bei den Ärzten sehr begrenzt. Es wird nicht jeder sofort einen Termin erhalten können, da aktuell sehr viele Zweitimpfungen anstehen.

Impfkampagne kommt voran

Die Terminvergabe für die Impfzentren erfolgt weiter über die Hotline des Landes oder über das Online-Tool im Internet. Terminvereinbarungen bei den niedergelassenen Ärzten werden bilateral mit der jeweiligen Arztpraxis vereinbart. Über eine Million Impfungen wurden in MV bereits durchgeführt. Damit sind bereits über 320.000 Menschen bei uns im Land vollständig geimpft (20 Prozent) und über 720.000 haben bereits eine erste Impfung erhalten (knapp 45 Prozent).

Infrastruktur steht – Land für mehr Impfungen bereit

In Mecklenburg-Vorpommern ist ein leistungsstarkes Impfnetz im gesamten Land aufgebaut und etabliert worden. Das besteht aus den Impfzentren, mobilen Teams und aus den niedergelassenen Ärzten und nun auch aus den Betriebsärzten. Die aufgebaute Struktur hat sich bewährt. Allerdings bestimmen die vorhandenen Liefermengen auch die Impfgeschwindigkeit bei uns in Mecklenburg-Vorpommern. Je mehr Impfstoff da ist, umso mehr Termine können vergeben werden. Im Durchschnitt werden mit den vorhandenen Impfstellen etwa 18.000 Impfungen pro Tag vorgenommen. Das Potenzial reichte für die doppelte Menge.

Auch Betriebsärzte impfen – Belieferung erfolgt über den Bund

Mit der Aufhebung der Impfpriorisierung können auch die Betriebsärztinnen und -ärzte in die Impfkampagne einbezogen werden. Deren Belieferung erfolgt – wie bei den niedergelassenen Ärzten – entsprechend der Liefermengen des Bundes über den pharmazeutischen Großhandel und die Apotheken an die Betriebsärzte unabhängig vom Land. Die Betriebsärzte vereinbaren Termine direkt mit den Betrieben.

Eine Millionen Impfungen in Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommern sind eine Millionen Impfungen verabreicht worden. Seit gut fünf Monaten wird in Mecklenburg-Vorpommern gegen das Corona-Virus geimpft. Das leistungsstarke Impfnetz besteht aus den Impfzentren, mobilen Teams und aus den niedergelassenen Ärzten. Im Juni kommen die Betriebsärzte hinzu. Die Terminvergabe über das Callcenter und das Online Tool für die Impfzentren oder auch bei den Ärzten funktioniert. Auch wenn es hier und da mal ruckelt, wird gemeinsam mit den Beteiligten nach Lösungen gesucht.

Impfungen in Alten- und Pflegeheimen

Mit den Impfungen wurde am 27. Dezember 2020 begonnen. Zuerst wurde die besonders vulnerable Altersgruppe der über 80-Jährigen geimpft, insbesondere in Alten- und Pflegeheimen. Aktuell wird in den Priorisierungsgruppen 1,2 und 3 geimpft. Ab dem 07.06.2021 sollen die Priorisierungen insgesamt aufgehoben werden.

Impfen ist freiwillige Entscheidung

Bisher wurden in Mecklenburg-Vorpommern nach Angaben des Robert Koch-Institutes (Stand: 02.06.2021) 1.013.259 Impfungen verabreicht. Davon sind 710.163 Personen erstgeimpft (Impfquote: 44,2 Prozent). Als vollständig geimpft gelten 303.096 Personen (Impfquote 18,8 Prozent). Impfen ist und bleibt eine freiwillige Entscheidung. Das gilt für Erwachsene, genauso wie für mögliche anstehende Impfungen bei Kindern und Jugendlichen. In Mecklenburg-Vorpommern werden vier von der Europäischen Arzneimittelbhörde (EMA) zugelassene Impfstoffe verimpft. Hierzu zählen neben BioNTec/Pfizer auch AstraZeneca, Moderna und Johnson & Johnson. Bis Ende Juni kommen nochmal mindestens 555.000 Impfdosen nach gegenwärtigem Stand ins Land.

Registrierung zur Terminvergabe bei Priorität 3 erweitert – Impfstoff Johnson & Johnson in Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommern wird die Registrierung für die Terminvergabe für weitere Personengruppen für die Priorität 3 nach Bundesimpfverordnung möglich. „Die Terminvergabe für die Priorität 3 kann an der Impf-Hotline des Landes und auch im Internet über das online-Tool für Impfungen in den Impfzentren erfolgen. Auch bei den niedergelassenen Ärzten, die in die Impfkampagne eingebunden sind, können weiter Impftermine für alle Personen der Priorität 3 vereinbart werden. Mehr Menschen erhalten die Möglichkeit, einen Impftermin zu bekommen. Das wird leider aufgrund der vorhandenen Impfstoffknappheit nicht überall sofort klappen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Dienstag.

Impf-Hotline und online-Buchung

Über die Impfzentren und über das online-Tool (www.corona-impftermin-mv.de) war eine Terminvergabe der Priorität 3 bislang nur für bestimmte Cluster- und Berufsgruppen möglich, d. h. Lehrkräfte der weiterführenden Schulen, Polizei, Feuerwehr und Hilfsorganisationen. „Jetzt wird die Möglichkeit sich registrieren zu lassen mit den Öffnungen an der Telefon-Hotline und im Internet deutlich erweitert. Die Gruppe ist insgesamt sehr groß. Mehr Impfungen erfolgen je nach Verfügbarkeit des Impfstoffes“, so Glawe weiter. Für die Hotline gelten die gleichen Regelungen, wie für das online- Tool, das heißt, zum jetzigen Zeitpunkt werden Priorität 1, Priorität 2 und die Priorität 3 terminiert.

Zur Priorität 3 zählen nach Bundesimpfverordnung beispielsweise über 60-Jährige; Personen mit HIV-Infektion, Autoimmunerkrankungen, rheumatologische Erkrankungen, Asthma, Wahlhelferinnen und Wahlhelfer sowie Personen, die in besonders relevanter Position in Einrichtungen und Unternehmen der kritischen Infrastruktur tätig sind, insbesondere im Apothekenwesen, in der Pharmawirtschaft, im Bestattungswesen, in der Ernährungswirtschaft, in der Wasser- und Energieversorgung, in der Abwasserentsorgung und Abfallwirtschaft, im Transport- und Verkehrswesen sowie in der Informationstechnik und im Telekommunikationswesen sowie Personen, die im Lebensmitteleinzelhandel tätig sind.

Impfen bei niedergelassenen Ärzten

Bei den niedergelassenen Ärzten, die in die Impfkampagne eingebunden sind, können Impftermine ebenso für alle Personen der Prioritäten 1 bis 3 vereinbart werden. „Die Terminabsprachen erfolgen direkt mit den Praxen der niedergelassenen Ärzte auf der Grundlage der vorhandenen Impfstoffmengen. Das bedeutet auch: Nicht jeder Hausarzt ist automatisch ein ´Impfarzt´. Aber: es gibt wiederum auch Hausärzte, die die Impfung für Menschen ermöglichen, die nicht in der ´eigenen Patientenkartei´ stehen und zum Impfen kommen wollen. Der Verwurf von Impfdosen muss vermieden werden“, machte Glawe deutlich. In Mecklenburg-Vorpommern gibt es 1.700 Impfärzte – das sind Hausärzte oder auch Fachärzte.

Impfstoff von Johnson & Johnson in Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommern sind die ersten Dosen des Impfstoffs von Johnson & Johnson eingetroffen. „Das ist nach BioNTec/Pfizer, Moderna und AstraZenca der vierte Impfstoff, der in der Europäischen Union von der EMA zur Vorbeugung von COVID-19 empfohlen wurde. Das Land hat bisher 9.600 Dosen des Impfstoffs erhalten. Circa 170 Dosen sind bisher im Land verimpft worden. Wann Mecklenburg-Vorpommern vom Bund mit weiteren Lieferungen mit dem Impfstoff Johnson & Johnson rechnen kann, steht noch nicht fest. Der Impfstoff soll aufgrund der geringen Mengen zunächst dort eingesetzt werden, wo die zu impfenden Personen nur schwer für eine Zweitimpfung zu erreichen sind. Er soll deshalb beispielsweise für Impfwillige im Maßregelvollzug, in Erstaufnahmeeinrichtungen oder auch in Obdachlosenheimen eingesetzt werden“, so Glawe weiter.

Nach der gestern erfolgten Empfehlung der Ständigen Impfkommission soll der Impfstoff von Johnson & Johnson jedoch grundsätzlich bei Personen zum Einsatz kommen, die das 60. Lebensjahr vollendet haben. „Darüber kann der Impfstoff aber auch bei Personen eingesetzt werden, die das 60. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und nach ärztlicher Aufklärung und individueller Risikoakzeptanz entscheiden, mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson geimpft werden zu wollen“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Gesundheitsminister Harry Glawe abschließend. Damit setzt Mecklenburg-Vorpommern den Beschluss der Gesundheitsministerkonferenz der Länder mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn um.

Keine Testbefreiung für Geimpfte im Klinikum

Das Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum hält trotz der im Land geltenden Erleichterungen für vollständig geimpfte Personen an seiner bewährten Strategie zu Testungen auf das Coronavirus SARS-CoV-2 fest. Aufgrund der besonderen Fürsorgepflicht für die anvertrauten Patienten gibt es im Krankenhaus keine Ausnahmen für geimpfte Patienten, Mitarbeitende oder Besucher, deren Zutritt unaufschiebbar ist. Das Krankenhaus bittet um Verständnis für diese Vorsichtsmaßnahme.

Zur Teststrategie des Klinikums gehört unter anderem, dass im Regelbetrieb jeder stationäre Patient zumindest bei seiner Aufnahme getestet wird. Patienten, die zu einer ambulanten Operation kommen, müssen ebenfalls negativ getestet sein. Darüber hinaus gehören umfangreiche vorsorgliche Testungen von Mitarbeitenden zur Strategie des Krankenhauses, unter anderem für die Teams in den Corona-Bereichen. Aktuell (Stand 06.05.2021) werden 27 COVID-19-Patienten im Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum behandelt, davon 10 auf der Intensivstation.

Zur aktuellen Lage im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte

Der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte hat auf seiner Internetseite www.lk-mecklenburgische-seenplatte.de die Darstellung der Bürgertestzentren und Bürgerteststellen übersichtlicher gestaltet. Auf einer interaktiven Karte sind nun auf einen Blick die Orte erkennbar, in denen man einen Bürgerschnelltest vornehmen lassen kann.

Mit einem Klick auf den gewünschten Ort erscheinen die Adresse und die Öffnungszeiten. Eine Tabelle komplettiert die Darstellung. Trotz der momentan sinkenden Zahl von Bürgerschnelltests bleiben die Angebote aktiv, weil damit zu rechnen ist, dass der Bedarf mit dem Lockern von Corona-Regeln wieder steigen wird. Sofern eine der Teststellen derzeit die Öffnungszeiten einschränkt, ist das auf der Karte und in der Tabelle vermerkt.

In den beiden Impfzentren des Landkreises und an einigen Außerstandorten werden in dieser Woche auch wieder sehr viele Zweitimpfungen vorgenommen. Wie das Impfmanagement des Landkreises mitteilt, werden jedoch zunehmend vereinbarte Termine nicht wahrgenommen. Auch Ärzte haben immer wieder das Problem, dass Patienten ihren Termin der Impfung nicht wahrnehmen, weil sie sich an anderer Stelle ebenfalls angemeldet hatten.

Selbstverständlich kann jeder Impfwillige selbst entscheiden, von wem er geimpft werden möchte. Jedoch bitten die Impfteams des Landkreises und die Ärzte der Region darum, dass Termine gegebenenfalls rechtzeitig abgesagt werden, damit andere Impfwillige dazu eingeladen werden können.