Hebesätze in den Gemeinden der IHK-Region Neubrandenburg gestiegen

In der ersten Hälfte dieses Jahres haben im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte 34 Gemeinden mindestens einen der Hebesätze für die Grundsteuer oder die Gewerbesteuer angehoben. Im Landkreis Vorpommern-Greifswald waren es sogar 56 Kommunen. Die Hebesätze der Grundsteuer B, d. h. die Grundsteuer, die auf allen Grundstücken außer land- und forstwirtschaftlichen Flächen lastet, wurden im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte insgesamt in 22 Kommunen angehoben.
Für Unternehmen kommt in 25 Kommunen die Anhebung der Gewerbesteuerhebesätze hinzu.

Im Landkreis Vorpommern-Greifswald gab es in 44 Gemeinden eine Erhöhung der Hebesätze der Grundsteuer B und in 41 Gemeinden eine Anhebung der Hebesätze für die Gewerbesteuer. Auch die Hebesätze der Grundsteuer A wurden in erheblichem Umfang erhöht. Im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte wurden sie in 32 Gemeinden angehoben, im Landkreis Vorpommern-Greifswald sogar in 49. Lediglich in zwei Gemeinden ist es zu Senkungen der Hebesätze gekommen. So hat die Gemeinde Grabowhöfe den Gewerbesteuerhebesatz von 380 % auf 330 % gesenkt und die Gemeinde Schmatzin die Hebesätze für die Grundsteuern.

An der absoluten Höhe der Hebesätze hat sich nichts geändert. So bleibt Spitzenreiter bei dem Hebesatz für die Gewerbesteuer die Stadt Neubrandenburg mit 440 %, Kublank mit 420 %, Lindetal mit 405 % und dann folgen weitere elf Gemeinden mit 400 %. Im Landkreis Vorpommern-Greifswald bleiben die Gemeinden Jatznick, die Stadt Torgelow und Wackerow führend mit 450 %, gefolgt von der Hansestadt Greifswald mit 425 % und weiteren 18 Kommunen mit 400 %. Bei der Grundsteuer B liegt die Stadt Neubrandenburg mit 550 % noch immer an der Spitze, gefolgt von Göhren-Lebbin mit 500 % und der Stadt Woldegk mit 450 %. Im Landkreis Vorpommern-Greifswald liegt die Gemeinde Wackerow mit 700 % vor Behrenhoff mit 600 % und den Städten Anklam und Pasewalk jeweils mit 490 %. Die Hansestadt Greifswald und die Stadt Eggesin verlangen beide 480 %.

Insgesamt haben von den gelisteten 285 Kommunen der Landkreise Mecklenburgische Seenplatte und Vorpommern-Greifswald ca. ein Drittel ihre Hebesätze bislang für das Jahr 2020 nach oben angepasst. Dadurch ergibt sich eine zusätzliche Belastung für die Unternehmen, welche ohnehin schon mit den Folgen der Corona-Pandemie zu kämpfen haben. Die größten Anhebungen für die Gewerbesteuerhebesätze müssen die Unternehmen in Burg Stargard mit einer Steigerung um 51 %-Punkte, in Rosenow um 50 %-Punkte, in Schönhausen um 66 %-Punkte, in Utzedel um 80 %-Punkte, in Zirchow um 60 %-Punkte und in Stavenhagen um 61 %-Punkte hinnehmen.

Positiv ist, dass Grabowhöfe den Hebesatz für die Gewerbesteuer immerhin um 50 %-Punkte gesenkt hat. Für die Berechnung der Steuerkraftzahlen zu den Realsteuern werden im Finanzausgleichsgesetz M-V für die Grundsteuer A 323 %, Grundsteuer B 427 % und die Gewerbesteuer 381 % als Nivellierungshebesatz angesetzt. Bezüglich der Grundsteuer A wird der Nivellierungshebesatz in 112, in Bezug auf die Grundsteuer B in 35 und der Gewerbesteuerhebesatz in 39 Gemeinden überschritten. Auf dem Niveau dieses Hebesatzes liegen derzeit bzgl. der Grundsteuer A 29 Gemeinden. Die Nivellierungshebesätze werden ferner in Bezug auf die Grundsteuer B in 45 und die Gewerbesteuer in 31 Kommunen erreicht.

Die Unternehmen im Land zeigen hohe Ausbildungsbereitschaft zur Corona-Zeit

Gute Nachrichten für alle Auszubildenden und Jugendlichen, die bald eine Lehre beginnen wollen: Trotz der momentanen Corona-Situation ist die Ausbildungsbereitschaft der IHK-Ausbildungsbetriebe im Land ungebrochen hoch. Wie aus einer aktuellen Blitz-Ausbildungsumfrage der Industrie- und Handelskammern in Mecklenburg-Vorpommern hervorgeht, führten 80 Prozent der befragten Unternehmen ihre Berufsausbildung organisatorisch unverändert im Unternehmen fort, während ein Fünftel mobiles Lernen praktizierte.

Überdies wollen rund 60 Prozent der antwortenden Unternehmen ihre Auszubildenden nach dem erfolgreichen Abschluss ihrer Berufsausbildung übernehmen. Die für eine Nicht-Übernahme genannten Gründe resultieren u.a. daraus, dass eine Übernahme nicht ansteht, da lediglich Auszubildende im ersten und zweiten Lehrjahr beschäftigt sind, dass die Auszubildenden in einen anderen Betrieb wechseln, dass sie einen weiteren Beruf erlernen oder ein Studium beginnen wollen bzw. im Unternehmen keine freien Stellen vorhanden sind.

Und: 80 Prozent der Befragten hatten für dieses Jahr geplant, Auszubildende einzustellen. „Das ist ein starkes Signal für die berufliche Zukunft vieler junger Menschen in unserem Land“, freut sich Torsten Haasch, Hauptgeschäftsführer der geschäftsführenden IHK der Landesarbeitsgemeinschaft über diese positiven Zahlen. „Dass vier von fünf Unternehmen eine hohe Ausbildungsbereitschaft zeigen, hängt auch mit der Tatsachse zusammen, dass gerade kleine Betriebe nur alle drei Jahre jeweils einen Auszubildenden einstellen“, so Haasch weiter.

An der Blitz-Ausbildungsumfrage hatten sich insgesamt 206 IHK-Ausbildungsbetriebe beteiligt. „Unsere Betriebe wissen, dass sich das Problem der fehlenden Fachkräfte auch nach der Corona-Zeit fortsetzen und ein Risiko für ihre weitere wirtschaftliche Entwicklung bleiben wird. Mit der Dualen Berufsausbildung sichern sie sich jedoch den Fachkräftebedarf von morgen“, betonte Haasch.

Weitere Ergebnisse dieser Umfrage besagen: Berufsschulunterricht und Rekrutierungsmethoden werden sich über kurz oder lang nachhaltig verändern. „Mobiles Learning“ gewinnt zunehmend an Bedeutung, weil es Berufsausbildung in den Wochen des Lockdowns sichergestellt hat. Und: Neben persönlichen Bewerbungsgesprächen gibt es künftig auch mehr Telefon- und Videointerviews, um neue Auszubildende einzustellen. Diese Formen wurden seit Beginn der Corona-Pandemie von rund 20 Prozent der Firmen eingesetzt.

Schriftliche Abschlussprüfungen begannen am Dienstag

Am Dienstag (16. Juni) begannen im Bereich der IHK Neubrandenburg für das östliche Mecklenburg-Vorpommern die schriftlichen Azubi-Abschlussprüfungen. Diese waren wegen der Corona-Pandemie auf den jetzigen Zeitpunkt verlegt worden.

Nunmehr fanden bundesweit die schriftlichen Abschlussprüfungen in den gewerblich-technischen Berufen und am 18. sowie 19. Juni in den kaufmännisch-verwandten Berufen statt. Zusätzlich finden in einigen Berufen (z. B. Chemie- und Biologielaborant, Fachkraft für Schutz und Sicherheit) die regulären schriftlichen Abschlussprüfungen statt. Insgesamt prüft die IHK in diesen Sommerwochen 1250 Prüfungsteilnehmer in rund 100 Berufen.

Am Dienstag (16. Juni) fand in Neubrandenburg die Prüfung in drei umwelttechnischen Berufen (Fachkraft für Abwassertechnik, Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft und Fachkraft für Wasserversorgungstechnik) statt. Zehn Prüflinge nahmen die gestellten Aufgaben in Angriff. Diese zehn kommen aus drei IHK-Bereichen – neben Neubrandenburg sind Auszubildende aus Ostbrandenburg und Potsdam dabei. Die Kammer Neubrandenburg leistet bei dieser Prüfung „Amtshilfe“ gegenüber den benachbarten IHKs.

Last Minute-Aktion auf www.durchstarten-in-mv.de ist gestartet

Die „Last Minute-Aktion“ im Rahmen der Fachkräftekampagne Durchstarten in MV (www.durchstarten-in-mv.de) bietet freie Ausbildungsplätze an. Egal, ob es sich um einen vorhandenen Ausbildungsplatz im Unternehmen oder Schülerinnen und Schüler geht, die einen Ausbildungsplatz suchen: Es sollen Unternehmen und Ausbildungsinteressierte miteinander zusammengebracht werden. Darüber hinaus geht es bei der Aktion darum. junge Menschen auf die Ausbildungs- und Arbeitsmarktmöglichkeiten in ihrer Heimat aufmerksam machen.

Ende Mai gab es nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit 9.964 gemeldete Ausbildungsstellen (-1,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr). Dem stehen rund 6.079 (-14,4 Prozent) gemeldete Bewerber gegenüber. Zu den „Top Five“ der unbesetzten Ausbildungsplätze zählen: Kaufmann/-frau im Einzelhandel (375 unbesetzte Ausbildungsplätze), Koch (334); Verkäufer/in (307); Hotelfachmann/-frau: (288) und Restaurantfachmann/-frau (266).

Innerhalb der Last Minute-Aktion finden Ausbildungsinteressierte direkt auf der Startseite der Kampagnenwebsite www.durchstarten-in-mv.de alle offenen Ausbildungsangebote von Unternehmen, die für den Ausbildungsbeginn 2020 noch freie Lehrstellen zu besetzen haben. Aktuell sind rund 300 Last Minute-Angebote im Azubi-Atlas für potentielle Auszubildende freigeschaltet.

Das Wirtschaftsministerium und die Industrie- und Handelskammern in MV werben gemeinsam für die guten beruflichen Perspektiven in Mecklenburg-Vorpommern. Die Fachkräftekampagne Durchstarten in MV (www.durchstarten-in-mv.de) wird vom Wirtschaftsministerium MV und den Industrie- und Handelskammern im Land finanziert.

Alle Informationen zur Kampagne unter www.durchstarten-in-mv.de oder auch auf Instagram (www.instagram.com/durchstarteninmv), Facebook (www.facebook.com/DurchstartenInMV) oder YouTube (www.youtube.com/user/DeinLandDeineChance).

Fachkräftekampagne "Durchstarten in MV" erstmals mit Online-Live-Event zur digitalen Berufsorientierung in Mecklenburg-Vorpommern

Die Fachkräftekampagne „Durchstarten in MV“ (www.durchstarten-in-mv.de) plant für Donnerstag (11. Juni 2020, um 15:00 Uhr) erstmals ein Live-Event auf dem YouTube-Kanal der Kampagne (www.youtube.com/user/DeinLandDeineChance).

„Im Mittelpunkt steht das Thema Ausbildung. Es werden spannende Beiträge zu den Möglichkeiten der digitalen Berufsorientierung in Mecklenburg-Vorpommern gezeigt und nützliche Tipps fürs Auftreten im Bewerbungsgespräch gegeben. Wir wagen auch den Blick in die spannende Welt der Beruflichen Weiterbildung, denn nach der Ausbildung ist in MV noch lange nicht Schluss“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Mittwoch.

Am Donnerstag beantworten Vertreter der IHKs Fragen beziehungsweise präsentieren in Videos nützliche Informationen rund um das Thema Lehrstellen. Ebenso werben Unternehmen und Ausbildungsbotschafter für eine berufliche Ausbildung in ihrer Region. „Die duale Ausbildung ist oftmals eine der ersten Weichenstellungen für den beruflichen Lebensweg. Umso wichtiger ist es, sich vorab über die verschiedenen Ausbildungsmöglichkeiten zu informieren. Im Rahmen der Veranstaltung werden Azubis verschiedener Unternehmen einen Einblick in ihren Ausbildungsalltag geben. Sie nehmen Interessierte mit hinter die Kulissen ihres Ausbildungsbetriebes“, so Wirtschaftsminister Glawe weiter.

Alle Ausbildungsinteressierten vom Schüler bis zum Studienaussteiger sind eingeladen, an der kostenlosen Veranstaltung teilzunehmen und ihre Fragen zum Berufsstart in MV zu stellen. Fragen können auch gern vorab an das Projekt-Team von Durchstarten in MV gestellt werden (durchstarten@durchstarten-in-mv.de) oder Live während des Streams über die Social Media-Kanäle der Kampagne und den LiveChat auf www.durchstarten-in-mv.de.

Live-Event auf dem YouTube-Kanal der Kampagne
Wann? 11. Juni 2020, um 15:00 Uhr
Wo? ww.youtube.com/user/DeinLandDeineChance

Alle Informationen zur Kampagne unter www.durchstarten-in-mv.de oder auch auf Instagram (www.instagram.com/durchstarteninmv), Facebook (www.facebook.com/DurchstartenInMV) oder YouTube (www.youtube.com/user/DeinLandDeineChance).

IHK zeichnet 52 "TOP-Ausbildungsbetriebe 2020" aus

52 Firmen aus der Region der IHK Neubrandenburg für das östliche Mecklenburg-Vorpommern werden ab heute (10.06.2020) mit dem Titel „TOP-Ausbildungsbetrieb 2020“ ausgezeichnet. 28 von ihnen kommen aus dem Landkreis Mecklenburgische Seenplatte, 24 aus dem Landkreis Vorpommern-Greifswald.

„Diese Unternehmen stehen für eine Spitzen-Ausbildungsqualität in der Wirtschaftsregion mit attraktiven Ausbildungsberufen für junge Menschen in unserer Region und darüber hinaus“, gratuliert IHK-Präsident Dr. Wolfgang Blank.

Bewerben konnten sich alle Ausbildungsbetriebe, die mindestens seit fünf Jahren durchgehend in sehr guter Qualität in IHK-Berufen in der Region ausbilden. Nach einem formalen Check der Bewerbungsunterlagen durch die IHK Neubrandenburg zu Ausbildungszeiten, Einhaltung von Gesetzlichkeiten erfolgte die Durchsicht durch eine unabhängige Jury.

Die Entscheidung über die Verleihung des Titels „TOP-Ausbildungsbetrieb 2020“ oblag ausschließlich dieser Jury.
Da es in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie keine Auszeichnungsveranstaltung mit allen Unternehmen geben kann, wird zu jedem TOP-Ausbildungsbetrieb ein Kurz-Video von der IHK produziert.

Die Videos werden den Firmen zur Verfügung gestellt, so dass sie dieses auf ihren Internetseiten veröffentlichen und für die Eigenwerbung als hervorragendes Ausbildungsunternehmen verwenden können. Urkunden, Blumen und die eigens für den Wettbewerb hergestellte Trophäe erhalten die Firmen im Monat Juni

Bewerbungsfrist für den LUDWIG-BÖLKOW-Technologiepreis 2020 gestartet

Die Ausschreibung für den LUDWIG-BÖLKOW-Technologiepreis 2020 hat begonnen – bis zum 31. August 2020 können sich Unternehmen, Einzelpersonen und Projektgruppen von Forschungseinrichtungen aus Mecklenburg-Vorpommern bewerben. Ausgezeichnet werden neuartige Innovationen in Form von Produkten, Verfahren und technologischen Dienstleistungen.

Um den „LUDWIG-BÖLKOW-Technologiepreis Mecklenburg-Vorpommern“ können sich Unternehmen, Einzelpersonen und auch Projektgruppen von Forschungseinrichtungen bewerben, die in Mecklenburg-Vorpommern ansässig sind. Eine Jury bewertet die Einreichungen nach den folgenden Kriterien: technische bzw. wirtschaftliche Vorteile und Umsetzbarkeit; Neuheitsgrad, Aktualität, Anwendungsbreite; Nutzung des Technologietransfers zwischen Wissenschaft und Wirtschaft; unternehmerische Leistung, Risikobereitschaft, persönlicher Einsatz; wirtschaftlicher Erfolg mit dem Produkt/Verfahren, nachgewiesene Marktfähigkeit, geschaffene sowie zukünftige Arbeitsplätze. Die Jury besteht aus Vertretern des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern, den Industrie- und Handelskammern des Landes, den Universitäten und Hochschulen sowie Vertretern der Medien und der Finanzwirtschaft.

„Bewerbungsfrist für den LUDWIG-BÖLKOW-Technologiepreis 2020 gestartet“ weiterlesen