Corona-Krise: Land will Regelstudienzeit verlängern

Landtag berät über Änderung des Landeshochschulgesetzes

In Mecklenburg-Vorpommern soll die individuelle Regelstudienzeit um ein Semester verlängert werden. Mit einer Änderung des Landeshochschulgesetzes soll dafür die rechtliche Grundlage geschaffen werden. Grund sind die pandemiebedingten Einschränkungen im Sommersemester 2020 an den Hochschulen.

Der Landtag hat am Mittwoch in erster Lesung über die Gesetzesänderung beraten. Eine bundeseinheitliche Lösung wäre dafür nur konsequent gewesen. Doch sie läßt auf sich warten und kam schließlich gar nicht. Eine längere Studienzeit würde insbesondere die Studierenden, die auf BAföG angewiesen sind, besonders hart treffen, wenn sie dadurch die BAföG-relevante Studien- bzw. Förderungshöchstdauer überschreiten.

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Ausstellungseröffnung Schicksal Treuhand – Treuhand Schicksale, 25. September 2020, 14-15 Uhr, Regionalmuseum

Am 25. September 2020 wird Rektor Professor Gerd Teschke im Neubrandenburger Regionalmuseum die Ausstellung Schicksal Treuhand – Treuhand Schicksale eröffnen. Zusammen mit den Zeitzeugen Heinz Schewe, Irmtraut Steinert und Jörgen Sönderby soll die Ausstellung vorgestellt und erlebbar gemacht werden.

Professor Gerd Teschke zur Ausstellung: „Die Ausstellung Schicksal Treuhand – Treuhand Schicksale geht für mich zurück auf eine Diskussionsrunde an der evangelischen Akademie Loccum zum Thema „30 Jahre Mauerfall: Unterschiede in der Entwicklung von west- und ostdeutschen Berufsbiografien“.

In diesem Kontext wurden über die Treuhandausstellung verschiedene persönliche Berufsbiografien in der Nachwendezeit näher beleuchtet. Dieses Thema reicht in meiner Wahrnehmung bis in die heutige Zeit hinein und ist verbunden mit ganz persönlichen Schicksalen.

Mit Unterstützung der Rosa-Luxemburg-Stiftung, des Regionalmuseums und der Hochschule ist es gelungen, diese Ausstellung für die Zeit vom 26.09. bis 08.11. nach Neubrandenburg zu holen. Von besonderem Interesse sind sicher vier „Treuhand Schicksale“ aus der Neubrandenburger Nachwendezeit, die einen zusätzlichen Ausstellungteil ausmachen werden; sie gewähren einen besonderen und ganz persönlichen Einblick in jene Zeit, mit ihren speziellen Umständen.“

Netzwerkarbeit ganz praktisch

Seit Mai 2020 gibt es ein International Career Centre an der Hochschule Nubrandenburg (kurz: ICC). Mit dem Service des International Career Centre sollen internationale Studierende bei der Vorbereitung auf den Einstieg in das Arbeitsleben professionell unterstützt werden.

Seit kurzem gibt es eine eigene Website: https://www.hs-nb.de/icc

Innerhalb des Projekts geht es um die Vermittlung internationaler Studierenden der Hochschule Neubrandenburg an regionale Unternehmen und entsprechende Institutionen. Ebenfalls angedacht ist die Vermittlung von Praxisstellen entsprechend des Studienfelds der Studierenden. Des Weiteren möchte das ICC den Studierenden die Möglichkeit eröffnen, eine Mentoring-Beziehung mit einer/m Mentorin einzugehen und an studienbegleitenden Seminaren im Bereich Karriere teilzunehmen.

Grundvoraussetzung für diesen Service ist der Aufbau eines Netzwerks.

Innerhalb der Hochschule als auch extern wird noch nach Partner/innen gesucht, die Teil des Netzwerks des ICC werden möchten bzw. entsprechende Kontakte vermitteln können.

Was eine Mentorenschaft ist und warum es sich lohnt dafür anzumelden, finden Interessierte unter der Rubrik „Informationen für Mentor*innen“: https://www.hs-nb.de/studium-weiterbildung/im-studium/international-office/internationalcareercentre/informationen-fuer-mentorinnen-unternehmen-und-institutionen/

Maskenpflicht auf dem Campus der Neubrandenburger Hochschule

Auf dem Campus und in den Gebäuden der Hochschule sind ab Montag, 07.09.2020, Mund-Nasen-Bedeckungen verpflichtend zu tragen. Laufende Rückreisen aus vielen Urlaubsgebieten, die bundesweit steigenden Infektionszahlen und die in Aussicht stehenden Anreisen von Studierenden geben Anlass, die Hygienemaßnahmen an der Hochschule Neubrandenburg anzupassen.

Das Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen (MNB) ist ab Montag für Studierende, Beschäftigte und Gäste auf dem Campus und in den Gebäuden verpflichtend. Wenn in Räumen die Plätze eingenommen wurden, durch die die Abstände eingehalten werden können, kann die Mund-Nasen-Bedeckung abgesetzt werden. Diese Regelung gilt auch für die Büronutzung und z. B. für Besprechungsräume. Ausnahmen sind nur mit Attest zulässig.

Der Hygieneplan Corona wird demnächst insgesamt aktualisiert. Die Mund-Nasen-Bedeckungen hat jeder selbst vorzuhalten. Wichtig sind MNB insbesondere dann, wenn der Mindestabstand von 1,5 m nicht kontinuierlich eingehalten werden kann (bspw. auf den Fluren, Toiletten etc.). Handwerkerinnen und Handwerker sind nur dann nicht zum Tragen der MNB verpflichtet, wenn sie in Räumen allein oder in ihren Teams unter sich arbeiten. Bitte halten Sie sich an die Vorschriften.

Mehr Studienplätze für zukünftige Lehrkräfte an beruflichen Schulen

Die Hochschule Neubrandenburg und die Universität Rostock bilden ab dem kommenden Wintersemester 2020/2021 verstärkt Lehrerinnen und Lehrer für die beruflichen Schulen aus. Die duale berufliche Ausbildung ist einer der Grundpfeiler der Ausbildung im Land. Dafür brauchen wir gut ausgebildete, fachlich versierte und engagierte Berufsschullehrerinnen und -lehrer. Gerade in den Gesundheitsberufen und im sozialen Bereich wird der Bedarf an Fachkräften in den kommenden Jahren steigen.

Ein Schwerpunkt des 200-Mio-Euro-Schulpaktes ist es, mehr Lehrkräfte im Land auszubilden. In einer Teilzielvereinbarung haben sich das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur und die Hochschule Neubrandenburg geeinigt, die beiden Bachelorstudiengänge „Berufspädagogik für Gesundheitsfachberufe“ und „Berufspädagogik für Soziale Arbeit, Sozialpädagogik und Kindheitspädagogik“ dauerhaft fortzuführen und mehr Studienplätze anzubieten.

In beiden Studiengängen werden jeweils jährlich 25 Plätze für Studienanfängerinnen und -anfänger bereitgestellt. Bislang haben seit 2014 an der Hochschule Neubrandenburg jährlich zwischen 15 und 20 junge Menschen diese Fächer studiert. Des Weiteren wird in Kooperation mit der Universität Rostock die Studienstruktur flexibilisiert. So ist geplant – je nach Nebenfachwahl – ein siebensemestriges oder sechssemestriges Bachelorstudium zu absolvieren. Nach dem berufspädagogischen Bachelorstudiengang wechseln die Absolventinnen und Absolventen in den Masterstudiengang „Berufspädagogik für Gesundheits- und Sozialberufe“ an der Universität Rostock. Dadurch wird den Studierenden ermöglicht, ein allgemeinbildendes Zweitfach an der Universität Rostock zu erwerben.

„Die Hochschule Neubrandenburg hat in Kooperation mit der Universität Rostock die berufspädagogischen Studiengänge seit 2014 im Angebot. Im Zuge der aktuellen Zielvereinbarungen 2021-2025 werden diese Angebote dauerhaft eingerichtet“, sagte Professor Gerd Teschke, Rektor der Hochschule Neubrandenburg. „In diesem Zusammenhang wird in Zusammenarbeit mit der Universität Rostock die Studienangebotsstruktur mit Blick auf Qualitätssicherung und Zweitfachwahl angepasst. So soll dieses Angebot sowohl in Mecklenburg-Vorpommern als auch bundesweit eine noch höhere Strahlkraft erlangen.“

Mit der Universität Rostock hat das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur vereinbart, die jährliche Aufnahmekapazität von 95 auf 120 Studienanfängerinnen und -anfänger zu erhöhen und die Ausbildung von Berufsschullehrkräften in Mecklenburg-Vorpommern zu verbessern. Für den Bachelor- und Masterstudiengang „Berufspädagogik für gewerblich-technische Fachrichtungen“ sowie „Wirtschaftspädagogik“ sollen innovative Studiengangmodelle wie z. B. ein Teilzeitstudium erprobt und digitale Lehr- und Lernformate entwickelt werden. Darüber hinaus sollen in Kooperation mit dem Kompetenzzentrum für berufliche Schulen und dem Institut für Qualitätsentwicklung Mecklenburg-Vorpommern die Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger nachqualifiziert werden.

„Ich freue ich mich sehr, dass es nun möglich ist, die Anzahl der Studienplätze in der Berufspädagogik auszubauen, um den künftigen Bedarf des Landes Mecklenburg-Vorpommern an Berufsschullehrerinnen und -lehrern mit qualifizierten Absolvierenden besser gerecht zu werden“, so der Rektor der Universität Rostock, Professor Wolfgang Schareck.

Neue Professorinnen und Professoren für die Hochschulen

Wissenschaftsstaatssekretärin Susanne Bowen hat am Montag in Schwerin zwei neuen Professorinnen und vier neuen Professoren für die Hochschulen im Land ihre Ernennungsurkunden überreicht. Die Professorinnen und Professoren treten am 1. September 2020 ihren Dienst an.

An der Neubrandenburger Hochschule sind das:

  • Dr. phil. Thomas Markert wurde zum Professor im Fach „Theorien und Methoden sozialer Arbeit, Bildung und Erziehung mit Schwerpunkt Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit“ am Fachbereich Soziale Arbeit, Bildung und Erziehung der Hochschule Neubrandenburg ernannt. Er ist bereits seit 2017 als Vertretungsprofessor für dieses Fach an der Hochschule Neubrandenburg tätig.
  • Der Akademische Rat PD Dr. phil. habil. Ulf Sauerbrey wurde zum Professor für „Kindheitspädagogik“ am Fachbereich Soziale Arbeit, Bildung und Erziehung der Hochschule Neubrandenburg ernannt. Seit 2019 ist Dr. Sauerbrey als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Erfurt beschäftigt.
  • Dr. agr. Maik Stöckmann wurde zum Professor im Fach „Landschaftsplanung/ Landschaftsinformatik“ am Fachbereich Landschaftswissenschaften und Geomatik der Hochschule Neubrandenburg ernannt. Er war seit 2009 als Gesellschafter-Geschäftsführer der KIG Kulturlandschaft und Informatik GmbH, Neubrandenburg, tätig.

Studiengang Soziale Arbeit bundesweit sichtbar

Die Kompetenzen der Lehrenden der Hochschule Neubrandenburg strahlt über die Region hinaus. Sie führt nicht nur eine hervorragende Lehre in der Theorie und Praxis durch, sondern engagiert sich auch ehrenamtlich und sehr erfolgreich in wichtigen bundesweiten Gremien. Eine solche Ehre zeigt wie praxisrelevant die Lehre an der Hochschule Neubrandenburg erfolgt.

Zu den vielfältigen Betätigungsfeldern der Professor/inn/en gehört neben der Lehre und Forschung auch der Wissenstransfer in die Gesellschaft und seine Gremien. Hier leistet Frau Prof. Dr. Steckelberg derart gute Arbeit, dass sie erneut in den Vorstand der wichtigsten akademischen Fachgesellschaft der Sozialen Arbeit in Deutschland gewählt worden ist. Dank dieses Engagement bleibt der Studiengang Soziale Arbeit der Hochschule Neubrandenburg in den Fachkreisen über die Landesgrenzen hinaus sehr gut sichtbar.

Die deutsche Gesellschaft für Arbeit (DGSA) widmet sich der Förderung der Disziplin und Profession Sozialer Arbeit und entfaltet dafür eine Reihe von Aktivitäten in Forschung, Theorie und Lehre.