Gespenstisch aber ungefährlich

Besorgte Bürger meldeten sich in den letzten Tagen vermehrt zu eingesponnenen Sträuchern und darin befindliche Raupen. Nicht selten wurde vermutet, dass es sich um den gesundheitsgefährdenden Eichenprozessionsspinner handelt. Aber dem ist nicht so! Verursacher sind ungefährliche Raupen der Gespinstmotten der Schmetterlingsfamilie (Yponomeutidae). Die Raupen sondern Gespinstfäden ab, um sich vor Fraßfeinden, wie Vögel, und ungünstiger Witterung zu schützen.

In manchen Jahren kommt es zu Massenvermehrungen. Dann werden ganze Pflanzen eingesponnen und komplett kahl gefressen.
Weder für die Gehölze, noch für Anwohner oder Spaziergänger sind diese sonderbar anmutenden Naturschauspiele eine Gefahr! Die befallenen Büsche und Bäume treiben in der Regel wieder aus.

Um den Garten gespinstfrei zu halten, sollten Kleingärtner ihre Bäume im Frühjahr kontrollieren und sofort erste, bewohnte Nester ausschneiden und ggf. verbrennen oder im Hausmüll entsorgen. Biologische Gegenspieler sind verschiedene Nützlinge wie Raubwanzen, parasitierende Wespen und Meisen. Sie lassen sich durch Insektenhotels, Steinhaufen und Nistkästen in die Gärten locken.
Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln ist sinnlos. Die Raupen werden durch das Gespinst geschützt, so dass Insektizide sie nicht erreichen.
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Die Wasserschutzpolizei informiert über Verhaltensregeln beim Baden

Am 17.06.2021 verunglückten drei Personen beim Baden bzw. Schwimmen tödlich. Bei zwei Verunglückten mussten umfangreiche Suchmaßnahmen mit mehreren Rettungskräften und -mitteln eingeleitet worden, die letztendlich zum Auffinden der Personen führten.

Die Wasserschutzpolizei Mecklenburg-Vorpommern will aus diesem aktuellen Anlass hier direkt einige Verhaltensregeln für ein sicheres Bade- und Wassersporterlebnis mit auf den Weg geben:

  • Gerade bei den derzeit herrschenden hohen Temperaturen ist ein Abkühlen vor dem Baden gehen unbedingt erforderlich.
  • Sicheres Schwimmen ist Pflicht – egal ob Sie als Badegast oder Wassersportler unterwegs sind.
  • Das Tragen von Schwimmwesten auf Wasserfahrzeugen sollte ein Selbstverständnis für Sie sein.
  • Gegenseitige Rücksichtnahme von Wassersportlern und Badegästen ist oberstes Gebot.
  • Informieren Sie sich vorab über das Wetter und behalten Sie es auch während Ihrer Aktivitäten immer im Blick.
  • Geben Sie immer jemanden Bescheid, wenn Sie allein aufs Wasser gehen. So kann notfalls Hilfe geholt werden, sollten Sie nach Ablauf des vereinbarten Zeitfensters nicht zurück sein.
  • Führen Sie Ihr Mobiltelefon aufgeladen und wasserdicht verpackt während Ihrer Aktivität mit.
  • Die Wasserschutzpolizei empfiehlt Ihnen mindestens zu zweit schwimmen, paddeln oder surfen zu gehen.

Strom sparen im Urlaub: Einfach abschalten!

Der einfachste Weg, um Strom zu sparen, ist der, nur Geräte einzuschalten, die wirklich derzeit gebraucht werden. Im Umkehrschluss bedeutet das, konsequent alle abzuschalten oder auszuziehen, die während der eigenen Abwesenheit nicht gebraucht werden. Ein kleiner Rundgang durch die eigenen vier Wände hilft, keinen Energiefresser zu vergessen.

Boiler und Heizungen sind besonders hungrige Energiefresser, denen man während längerer Urlaube im Sommer eine Pause gönnen kann. Das Warmhalten des Wassers kostet Energie, daher lohnt sich das Abschalten bei Abwesenheit. Um den Gefahren, die von Legionellen ausgehen, vorzubeugen, sollten etwa zehn Liter aus allen Wasserhähnen nach dem Urlaub abgelassen werden, bevor das Wasser wieder genutzt wird. Das genügt, um das abgestandene Wasser in den Rohren auszutauschen.

Darüber hinaus ist wichtig, dass elektrische Geräte wirklich vom Netz getrennt sind und nicht etwa im Standby-Modus laufen. Leuchtende Lämpchen und Displays, die die Uhrzeit anzeigen, geben einen Hinweis darauf, wer vom Stromnetz zapft. Doch Achtung: Einige Geräte ziehen auch Strom im Standby, ohne dass ein Lämpchen darauf hindeutet. Je nach Anzahl und Art der Geräte kann der „Leerlauf“ der Geräte in einem drei-Personen-Haushalt bis zu 20 Prozent der Stromkosten ausmachen.

Besonders Computer, Spielekonsolen und andere Unterhaltungselektronik verbrauchen im Standby-Modus viel Strom. Auch Router, Repeater und Festnetztelefone können bedenkenlos ausgezogen werden. Viele Router verbrauchen ähnlich viel Strom wie ein sparsamer Kühlschrank. Im Dauerbetrieb kommen jährlich bis zu 40 Euro zusammen.

Mit Mehrfachsteckdosen sind gleich eine Reihe an Geräten mit einem Klick vom Netz genommen. Bei der Kühlschranktür sollte stets darauf geachtet werden, dass diese richtig geschlossen ist. Vor längeren Reisen ist zu empfehlen, den Inhalt im Vorfeld der Reise aufzubrauchen und das Gefrierfach abzutauen. Eine Eisschicht von einem Zentimeter kann den Stromverbrauch um bis zu 15 Prozent erhöhen. Zudem steigert ein regelmäßiges Abtauen die Lebensdauer von Gefriergeräten.

Einfach die Sicherung rauszunehmen, um dem gesamten Haushalt eine Sommerpause zu gönnen, erscheint naheliegend. Davor sollte nochmal gründlich überlegt werden, ob wirklich kein Gerät während der eigenen Abwesenheit Strom benötigt. Eine nicht abgetaute Gefriertruhe oder eine abgeschaltete Alarmanlage können für Überraschungen bei der Wiederkehr sorgen.

Fragen zu effizienten Haushaltsgeräten und zu Möglichkeiten Energie im Haushalt zu sparen, beantwortet die Energieberatung der Verbraucherzentrale kostenlos. Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de oder kostenfrei unter 0800 809 802 400. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Bienenwachstücher – Die beste Alternative?

Foto: Bienenwachstuch Quelle: RikaC/Pixabay

Bienenwachstücher sind im Trend. Es gibt sie in verschiedenen Farben, Größen und Preisklassen. Bienenwachstücher sollen sich zum Einpacken von Frühstücksbroten, Obst, Gemüse, Käse oder zum Abdecken und Einfrieren von Lebensmitteln eignen. Sie werden als Alternative zu Klarsichtfolie und Alufolie beworben.

Einiges sollte man jedoch bei der Verwendung von Bienenwachstüchern beachten. Da diese Tücher keine hohen Temperaturen vertragen, sind sie zum Einpacken von warmen Lebensmitteln nicht geeignet. Einige Hersteller weisen zusätzlich darauf hin, dass fett- und säurehaltige Lebensmittel, wie z. B. Wurst, Käse oder Zitronen, nicht in den Kontakt mit den Tüchern gebracht werden sollten. Für die Reinigung der Tücher empfehlen Hersteller kaltes Wasser und etwas Spülmittel oder lauwarmes Wasser. Für rohes Fleisch und Fisch sind sie deshalb nicht geeignet. Hier ist eine Reinigung der Kontaktflächen mit heißem Wasser und Spülmittel erforderlich.

Die Wachstücher haben nur eine begrenzte Lebensdauer. Die Wachsschicht wird, je länger sie im Gebrauch sind, brüchig und damit durchlässig für Keime. Viele Anbieter schreiben eine Verwendungsdauer von 1 bis 2 Jahren oder eine Anzahl der ungefähren Benutzung auf ihr Produkt.
Fazit: Bienenwachstücher sehen oft schön aus, aber sie haben keine besonders lange Nutzungsdauer und sind zum Beispiel im Vergleich zu Mehrwegbehältnissen aus Glas, Keramik und Edelstahl relativ teuer.

Wenn alle Verwendungshinweise beachtet werden, können Bienenwachstücher eine gute Alternative zu Klarsichtfolie und Alufolie sein. Um Müll zu vermeiden, sind sie jedoch nicht notwendig. Schüsseln mit Essensresten kann man zum Beispiel mit einem Teller abdecken. Schulbrote sind in einer Mehrwegdose aus Edelstahl bestens aufgehoben.

Verbraucherzentrale MV warnt!

Betrugsmasche mit Nachnahme-Schreiben von Pignus

Ein Verbraucher suchte die Rostocker Beratungsstelle auf, weil er einen Brief der Firma Pignus, Postfach 100104 in 47878 Kempen, erhalten hatte. Für diesen Brief musste er bei der Post eine Nachnahmegebühr von 179 Euro bezahlen.

Im Schreiben wird dem Verbraucher suggeriert, dass die Firma Pignus mit diversen Adressagenturen und werbetreibenden Unternehmen im ständigen Kontakt stünde, ihn auf eine Schutzliste setze und jegliche Daten aus Datenbanken löschen könne, so dass der Verbraucher in kürzester Zeit eine deutliche Reduzierung der telefonischen Kundenwerbung spüren würde.

Als Kontakt wird eine Telefonnummer in Bosnien-Herzegowina und eine Anschrift in Sarajevo angegeben.

Die Verbraucherzentrale warnt: Bezahlen Sie Nachnahmegebühren nur, wenn Sie sicher den Absender kennen!

Wie viele Hülsenfrüchte sind drin? Ein Blick in die Zutatenliste lohnt sich

Am 10. Februar ist „Internationaler Tag der Hülsenfrüchte“. In den letzten Jahren erfreuen sich Hülsenfrüchte immer größerer Beliebtheit. Zu Recht – sie liefern nicht nur wertvolle Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe, sondern auch einen beachtlichen Anteil an hochwertigen Eiweißen. Damit bieten sie gerade Vegetariern oder Veganern eine gute Basis für eine ausgewogene Ernährung.

Das Angebot von Produkten mit Linsen, Erbsen, Bohnen und Co. ist größer denn je. Eintöpfe bzw. Suppen, Milch- und Fleischersatzprodukte aus Soja oder Lupine, Pasta aus Erbsen oder Brotaufstriche aus verschiedenen Hülsenfrüchten finden Verbraucher in den Supermarktregalen.

Der Gehalt an Hülsenfrüchten unterscheidet sich allerdings von Produkt zu Produkt. Wird eine Zutat in der Bezeichnung eines Lebensmittels genannt, zum Beispiel „Erbseneintopf“ oder durch Worte oder Bilder auf dem Produkt hervorgehoben, muss die Menge dieser Zutat als Prozentzahl angegeben werden. Meist erfolgt das in der Zutatenliste. Ein genauerer Blick auf das Etikett kann bei der Kaufentscheidung helfen.

Die Verbraucherzentrale Mecklenburg Vorpommern e.V. hat beispielsweise einige Brotaufstriche auf Linsenbasis genauer unter die Lupe genommen. Bei drei Aufstrichen unterschiedlicher Hersteller lag der Anteil roter Linsen zwischen 22 und 47 Prozent. Diese Angabe bezog sich laut Zutatenverzeichnis jeweils auf die gekochten Linsen. Bei anderen Aufstrichen ging aus der Kennzeichnung nicht hervor, ob sich der Anteil auf die getrockneten oder gegarten Linsen bezieht – ein Vergleich ist dann für Verbraucher schwierig.

Auf vielen Produkten mit Hülsenfrüchten wird mit „proteinreich“ oder „hoher Ballaststoffgehalt“ geworben. Für diese Aussagen gibt es klare Regeln. Wirbt der Hersteller zum Beispiel mit „hoher Proteingehalt“ oder „proteinreich“ müssen mindestens 20 Prozent der Kalorien auf den Proteinanteil entfallen.

Feuerwerk zum Jahreswechsel aus Amtssicht

Viele Menschen nehmen den Start des neuen Jahres zum Anlass, sich die Umsetzung guter Vorsätze vorzunehmen. Dem Partner besser zuzuhören, in der Schule besser aufzupassen oder öfter als bisher zum Instrument zu greifen, das man früher so gerne gespielt hat, könnten solche Wünsche für das kommende Jahr sein. Diese positive Energie, mit der man die Zukunft gestalten will, kann jedoch schnell verpuffen, wenn einen die ersten Minuten dieser Zukunft ins Krankenhaus bringen und die Umsetzung der Vorsätze böse durchkreuzen.

Silvester-Feuerwerk soll Spaß machen, kann aber gefährlich sein. „Wer nicht vorsichtig ist, kann unter Umständen Verbrennungen, starke Verletzungen und irreversible Schädigungen der Augen und Ohren davontragen, die das ganze restliche Leben beeinträchtigen können“, warnt Dr. Heiko Will, Erster Direktor des Landesamtes für Gesundheit und Soziales (LAGuS).

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