Orgel ist Instrument des Jahres 2021

Orgel in der Dorfkirche Parum (Orgel des Monats Mai), Foto: Friedrich Drese, Orgelmuseum Malchow

Die Orgel ist das Instrument des Jahres 2021 und der Heimatverband Mecklenburg-Vorpommern stellt gemeinsam mit seinem Mitgliedsverein Windladen e.V. und dem Mecklenburgischen Orgelmuseum Malchow die Orgel des Monats auf seiner Webseite vor. Bisher haben wir bereits die Instrumente in den Dorfkirchen in Ducherow, Wanzka, Ruchow und Wusterhusen vorgestellt. Jeweils am 15. des Monats geben wir eine neue Orgel des Monats bekannt. Die Orgel des Monats Mai erklingt in Parum. Gern stellt der Heimatverband auf der Webseite weitere dieser Instrumente vor. Schicken Sie dazu ein Bild und eine kurze Beschreibung an die Geschäftsstelle in Schwerin.

„Wir laden Sie ein, die Orgel in Ihrer Nähe und die Orgelvielfalt in Mecklenburg-Vorpommern zu entdecken“, sagt Anna-Konstanze Schröder, Geschäftsführerin des Heimatverbandes Mecklenburg-Vorpommern. „Die Kirchgemeinden und Kirchbauvereine kümmern sich gut um diesen Heimatschatz. Darüber hinaus sind alle aufgerufen, die Orgeln zu erhalten und darauf zu musizieren.“

Orgeln sind besondere Instrumente: Ihr Klang ist speziell für den Raum konzipiert, in dem sie stehen und sie haben unter den mechanischen Instrumenten die größte Klangvielfalt. Man spielt sie auf Tasten, es ertönen dadurch viele unterschiedliche Pfeifen aus Holz und Metall. Die meisten Orgeln sind in Kirchen zu finden und umgekehrt ist fast jede Kirche mit einer Orgel ausgestattet. Je nach Erbauungsjahr folgt die Klangfarbe dem Geschmack der Zeit, sodass man beim Klang einer Orgel auch in die Geschichte des Ortes hineinhören kann. Vor diesem Hintergrund organisiert der Verein Windladen e.V. die Orgelfestspiele, um regionale Musikgeschichte erfahrbar zu machen. Weil es momentan keine Konzerte mit Besucherpräsenz geben kann, werden alle Musiken aufgezeichnet. Sie sind bei Youtube bzw. auf der Webseite www.orgelspiele.de zu sehen und zu hören.

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Plattdeutsches Wort 2021 – Endspurt und Gewinnchance für junge Leute

Plattdeutsch-Freunde in Deutschland suchen das „schönste plattdeutsche Wort“ 2021. Vorschläge in drei Kategorien können noch bis zum 3. Mai beim Stavenhagener Fritz-Reuter-Literaturmuseum oder beim Heimatverband MV eingereicht werden. Es sind schon zahlreiche Zuschriften eingegangen. Besonders möchten die Veranstalter die jungen Plattakteure motivieren, sich an der Ausschreibung zu beteiligen. Für alle, die nicht älter als 25 Jahre alt sind, werden 50 Tragetaschen mit dem plattdeutschen Wort „Ballerdutje“ verlost. Also geben Bewerber/innen bei ihren Zuschriften bitte auch ihr Alter an oder reichen es nach, wenn sie sich schon beteiligt haben. Auch hier ist der Rechtsweg ausgeschlossen.

Hier die Bedingungen für die Beteiligung an der Suche nach dem plattdeutschen Wort 2021:

Vorschläge können Sie in diesen drei Kategorien einreichen:

  1. das schönste plattdeutsche Wort
  2. den besten aktuellen plattdeutschen Ausdruck (eine Neuschöpfung sozusagen)
  3. die liebste Redensart oder das liebste Sprichwort.

Für jede Kategorie soll pro Einsendung nur ein Beispiel gegeben werden, das heißt, es muss sich erst einmal selbst entschieden werden. Dort, wo mehrere Wörter/Ausdrücke/Redensarten aufgeschrieben sind, wählen wir für den Wettbewerb nur das erste in der Reihe! Die Jury wird aus Vertreter/innen des Heimatverbandes MV und des Fritz-Reuter-Literaturmuseums gebildet.

Verkündet werden sollen die Siegerworte 2021 am 30. Mai beim 7. „Plattdütsch Bäukerdag“ im Botanischen Garten in Rostock, dem Auftakt zur Plattdeutschen Woche in M-V (30.05.-06.06.).

Die erfolgreichen Einsendungen werden mit einem kleinen Überraschungspaket aus dem Fritz-Reuter-Literaturmuseum belohnt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Die Veranstalter warten auf Vorschläge, die auf eine Postkarte oder in den Computer geschrieben und bis zum 03. Mai 2021 gesendet werden sollten an den:
Heimatverband Mecklenburg-Vorpommern e.V.
Schulstraße 28
17379 Ferdinandshof
E-Mail: stark[at]heimatverband-mv.de

oder an das

Fritz-Reuter-Literaturmuseum
Markt 1
17153 Stavenhagen
Telefon 039954 21072
Fax: 039954 27 98 34
E-Mail: literaturmuseum[at]stavenhagen.de

 

Plattdeutsches Wort des Jahres 2021 gesucht

Wer beim Text eher an kauderwelsh denkt, scrolle etwas weiter nach unten …

De Heimatverband MV un dat Fritz-Reuter-Literaturmuseum röpen ok 2021 wedder up, dat plattdütsche Wurt von’t Johr tau kören. Wi säuken „weltwied“ dat schönste plattdütsche Wurt in de drei Kategorien:

  1. dat schönste plattdütsche Wurt
  2. den besten aktuellen plattdütschen Utdruck
  3. de beste Redensort oder dat beste Sprichwurt.

För jede Kategorie sall jeder Insender, jede Insenderin blot ein Vörschlag maken. Dat Wurt oder de Utdruck möt all in Gebruk sien, nich blot bi de Insender.

För den Insender oder de Insenderin vun dat Siegerwurt / aktuellen Utdruck / Redensort – dat is jeweils dat mit de meisten Punkte von de nedderdütsche Jury – giwwt’t wedder ’n lütten Pries von’t Fritz-Reuter-Literaturmuseum. Dorbi is de Rechtsweg ausgeschlossen. Verkünd’t warden soll’n de Siegerwürd ditmal an’n 30. Maimånd, up‘n 7. „Plattdütsch Bäukerdag“ in’n Botan‘schen Gorn tau Rostock. Dat is ok dei ierst Dach von dei Plattdüütsch Woch“ in M-V (30.05.-06.06.2021).

Wi bidden Sei: Schriewen S‘ Ehr Wurt, aktuellen Utdruck orrer Redensort up ’ne Postkort orrer in den Computer un schicken S‘ dat bet tau’n 03. Maimand (03.05.2021) an den:

Heimatverband Mecklenburg-Vorpommern e.V.
Schulstraße 28
17379 Ferdinandshof
E-Mail: stark[at]heimatverband-mv.de

oder an das

Fritz-Reuter-Literaturmuseum
Markt 1
17153 Stavenhagen
Telefon 039954 21072
Fax: 039954 279834
E-Mail: literaturmuseum[at]stavenhagen.de

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Heimatverband ruft auf zur 1. Plattdeutschen Woche in MV

Der Heimatverband M-V e.V. ruft alle Interessierten auf, sich an der 1. Plattdeutschen Woche in Mecklenburg-Vorpommern zu beteiligen. Der Aufruf richtet sich an Vereine, Verbände, Schulen, Künstler/innen, Kommunen, Medien, an alle Plattsprecher und an der plattdeutschen Sprache Interessierten. Schirmherrin ist die Ministerpräsidentin unseres Landes, Manuela Schwesig.

Beteiligen Sie sich mit Ihren guten Ideen und dezentralen, vielfältigen kleinen Veranstaltungen, mit plattdeutschen Lesungen und Theaterstücken, mit musikalischen Programmen. Sprechen Sie Platt: in der Öffentlichkeit, in Ihrer Behörde, bei der Arbeit, in der Schule, beim Einkauf, im Altenheim oder in der Kita, zu Hause im Freundes- und Bekanntenkreis.

Es gibt viele Möglichkeiten und viel mehr Menschen, die Platt sprechen und verstehen, als wir denken. Wir sorgen gemeinsam mit Ihnen dafür, dass unsere schöne Sprache öffentlich deutlich sichtbarer und lauter und vielfältiger hörbar wird. Die ersten Veranstaltungen sind schon geplant: –

Auftaktveranstaltung der Plattdeutschen Woche ist der „Plattdütsch Bäukerdag“ am 30. Mai, der bereits zum 7. Mal im Botanischen Garten in Rostock organisiert wird. – Vom 1.-6. Juni findet das 1. „Festival up Platt“ mit Figurentheater, Konzert und Comedy statt, durchgeführt vom Landesverband Freier Theater in Zusammenarbeit mit dem Heimatverband M-V und dem Soziokulturellen Zentrum St. Spiritus in Greifswald. –

Abschlussveranstaltung ist am 06.06. auf der großen Bühne auf dem Mecklenburg-Vorpommerntag in Greifswald. Maken Sei mit bi de Plattdüütsch Woch! Tipps und Tricks zum Mitmachen gibt es in Kürze auf der Webseite des Heimatverbandes M-V in einer virtuellen Kramkist. Dort finden Sie auch Materialien wie das Logo und Plakatvorlagen für Ihre Veranstaltung, Postkarten zum Werben oder Materialien wie Visitenkarten mit den wichtigsten Vokabeln für plattdeutsch im Alltag. Im „Atlas Niederdeutsch“ auf unserer Internetseite finden Sie Autoren*innen und Künstler*innen, die Sie für Ihre plattdeutsche Veranstaltungen engagieren können. Informieren Sie uns über Ihre Aktivitäten. Auf unserer Webseite tragen wir auch alle Veranstaltungen und Aktionen der „Plattdeutschen Woche“ ein. So entstehen ein buntes Programm und eine vielfältige Landkarte für Plattdeutsch in Mecklenburg-Vorpommern. Plattdeutsch lebt, wenn es gesprochen wird.

Ansprechpartnerin beim Heimatverband M-V e.V.: Dr. Karola Stark, Geschäftsstelle Vorpommern, Tel. 039778 286352 Mail: stark@heimatverband-mv.de www.heimatverband-mv.de

Informatschon tau die Plattdüütsch Woch in Mäkelborg-Vörpommern

Uproop tau dei 1. „Plattdüütsch Woch“ von’n 30.05. – 6.6.2021
Dei Heimatverband M-V e.V. wennt sik all Plattdüütschfrünn, in uns ierste Plattdüütschwoch düchtig mit tau måken. Mit unsen Uproop wennen wi uns an Vereinen un Krings, Schaulen, Künstler un Künstlerschen, Gemeinen, Medien, all Plattsnacker un all Frünn‘ von uns plattdüütsch Mudderspråk. Dei Patenschaft hett uns Lannesmudder Manuela Schwesig œwernåhmen.
Måken’s mit bi grote un lütte Tausåmendräpen, dörch plattdüütsche Läsungen, spälen’s plattdüütsch Theoter orrer måken’s Musik vonne Wåderkant. Snacken’s Platt wo’t mœglich is, dor wo Minschen tauhop kåmen un sik begägnen, in’t Rathus un bi dei Arbeit, inne Schaul un bi’t Inköpen, in’t Ollenhus un dei Spälschaul, tauhus mit Frünn‘ un Bekannte.

Dat gifft väle Mœglickeiten un noch väl mihr Minschen, dei Platt snacken un dat ok verståhn. Wi as Heimatverband willen mit Sei tausåmen dorför inståhn, dat œwerall dor, wo sik Minschen begägnen, uns schöne Mudderspråk up männig Oort un Wies lud tau hüren is.
Dei iersten Uplöpp sünd all plant:

  • Dei Plattdüütsch Woch fangt an mit denn „Plattdütsch Bäukerdag“ an’n 30. Maimånd, dei all taun 7.Mål in’n Botanischen Gorn in Rostock stattfinnen deit.
  • Von’n 01.-06. Rosenmånd (Juni) finnt dat „Festival up Platt“ statt. Dei Lannesverband „Friee Theoter“ organisiert in Tausåmenarbeit mit denn Heimatverband MV un dat Soziokulturell‘ Zentrum St. Spiritus Griepswold Figurentheoter,- Konzert- un Kommedivörstellungen.
  • An’n 06.06 ennt diei Plattdüütschwoch up dei grote Bühn von’n Mäkelborg- Vörpommerndach in Griepswold.

All sünd inlad’t mittaumåken bi dei Plattdüütsch Woch!

Henwies un por Kniffs taun Mitmåken gifft dat bäten låters up dei Websied von’n Heimatverband in’n virtuell Kråmkist. Dor finnen’s denn ok dat Logo un Anrägungen, woans Sei vör ehr eigen Plattdüütschangebote Reklåme måken kœnen, äbenso finnen’s dor Reklåme-Postkorten, Visitenkorten mit wichtige Wür för Plattdüütsch in’n Olldach. Henwiesen willen wi up unsen „Atlas Nedderdüütsch“ in’t Internet mit all uns plattdüütschen Schriewerslüd, dei man ok tau Plattdüütschdräpen inladen kann. Låten Sei uns ok weiten, wat sei vörhemm‘, dormit wi all Akschonen in’n Tausåmenhang mit dei „Plattdüütsch Woch“ up uns Websied utposaunen kœnen. So kümmt ’n buntet Programm up’e Plattdüütschlandkort von Mäkelborg-Vörpommern tausamen.
Plattdüütsch läwt, wenn man’t snackt!
Taustännig för dei Plattdüütsch Woch in Heimatverband e.V. is: Fru Dr. Karola Stark, Geschäftsstelle Vorpommern, Tel. 039778 286352 Mail: stark@heimatverband-mv.de

Hein Hannemann up Platt

Mit Unterstützung des Heimatverbandes M-V hat der Lexikus-Verlag aus Rostock ein neues Buch herausgebracht: „Hein Hannemann. Läuschen von de Wåterkant“ von Sophie Kloerss. Wie der Titel es schon verrät, handelt es sich bei dieser Neuerscheinung der Abenteuer des Rostocker Jungen um eine Übertragung ins Niederdeutsche.

Vorlage ist das Kinder- und Jugendbuch „Hein Hannemann. Eine Geschichte von der Waterkant“, das erstmals 1923 erschien. Die Neuauflage 2009 (Edition Godewind – ein Imprint des Lexikus Verlages) wurde möglich dank einer Initiative der Mitglieder des Fördervereins der Stadtbibliothek Wismar. Und auch das vorliegende Buch ist ein Gemeinschaftswerk, diesmal vom Heimatverband Mecklenburg-Vorpommern e. V., dem Kompetenzzentrum für Niederdeutschdidaktik der Universität Greifswald und dem Lexikus Verlag.

Die Arbeit der 22 ehrenamtlichen Übersetzer ist besonders zu würdigen, sie sind alle namentlich auf dem Titelblatt aufgeführt. Und weil bei so vielen Akteuren nicht alles aus einem Guss sein kann, hat Frau Ulrike Stern, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Kompetenzzentrum für Niederdeutschdidaktik der Universität Greifswald, Redaktion, Lektorat und Korrektorat sowie die Vereinheitlichung für den mecklenburgisch-vorpommerschen Sprachraum übernommen. Damit die Abenteuer Hein Hannemanns und seiner Freunde auch für den schulischen Plattdeutschunterricht genutzt werden können, hat Frau Stern didaktische Hilfen erarbeitet, die mittels eines QR-Codes aufgerufen werden können.

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Wechsel in der Geschäftsstelle des Heimatverbandes in Vorpommern

Heimatverband verabschiedet Christian Peplow und begrüßt Dr. Karola Stark

Bei der Verabschiedung von Christian Peplow vor dem Eingang zum Büro der Geschäftsstelle in Ferdinandshof, vlnr: Christian Peplow, Dr. Anna-Konstanze Schröder, Patrick Dahlemann, Dr. Cornelia Nenz, Foto: Gerlind Schlecker/Sammlung HMV

Der Jahreswechsel 2020/21 brachte dem Heimatverband auch einen Wechsel in der Leitung seiner Geschäftsstelle in Ferdinandshof. Christian Peplow beendete seine erfolgreiche Arbeit im Verband zum Jahresende und Dr. Karola Stark nimmt ab dem 11. Januar die Arbeit in der Geschäftsstelle auf.

Herr Peplow bleibt dem Heimatverband im Bereich Niederdeutsch und als Vorsitzender des Niederdeutschen Bühnenbundes ehrenamtlich verbunden.
„Der Sitz der Geschäftsstelle des Heimatverbandes in Ferdinandshof war eine gute Wahl. Die Besetzung mit Christian Peplow sogar noch eine bessere. Dank seiner engagierten Arbeit konnten die Niederdeutschsprecher und Heimatforscher vernetzt und die Präsenz des Heimatverbandes spürbar in Vorpommern erhöht werden. Das stärkt die regionale Identität und passt hervorragend zu unseren Zielen als Landesregierung. Als Landeskind Vorpommerns hat er genau den richtigen Riecher für Themen und Menschen“, erklärt Vorpommern-Staatssekretär Patrick Dahlemann.

Seit 2019 hat Christian Peplow die vorpommersche Geschäftsstelle aufgebaut. Unter seiner Leitung konnte er das Büro in Ferdinandshof als Anlaufstelle für die Heimatengagierten in Vorpommern und darüber hinaus mit den Aufgabenbereichen Niederdeutsch und Ortschroniken für ganz Mecklenburg-Vorpommern erfolgreich etablieren.

Insbesondere der Aufbau eines Netzwerks der Niederdeutschakteure im Land über den Atlas Niederdeutsch und die Runden Tische Plattdeutsch ist ihm zu verdanken. Auf diese Weise konnten unter anderem Projekte wie die Übersetzung des Jugendbuches Hein Hannemann ins Plattdeutsche mit über 20 Übersetzer/innen, die Würdigung von Alwine Wuthenow zu ihrem 200-jährigen Jubiläum, die Begleitung des plattdeutschen Hörmagazins „Dat Hürblatt“ und die erste Verleihung eines plattdeutschen Autorenpreises für junge Autor/inn/en unter 35 Jahren (Ü-35-Pries, Ü für plattdeutsch ünner, hochdeutsch unter) umgesetzt werden. Hinzu kam die tatkräftige Unterstützung der Engagierten im Arbeitskreis Ortschroniken, die das Ortschronikenportal gestalten, und die Vernetzung von Ortschronist/inn/en über Fachtagungen in Vorpommern.

Auf so mancher öffentlichen Veranstaltung konnte man Herrn Peplow als ein Gesicht des Heimatverbandes erleben, das am Stand oder auf der Bühne zum Heimatengagement einlädt. Er zeigte bei diesen Gelegenheiten, dass plattdeutsch eine zeitgemäße, alltagstaugliche Sprache ist. Leider muss Christian Peplow seine Stelle aus persönlichen Gründen aufgeben. Der Heimatverband MV freut sich auf die weitere Zusammenarbeit mit ihm in anderer Form.

„Im Namen des Verbandes bedanken ich mich für den Einsatz meines Kollegen Christian Peplow. Mit seinen vielen Begabungen hat er den Verband an entscheidenden Stellen geprägt. Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit im Bereich Niederdeutsch und Heimatforschung und wünschen ihm weiterhin gutes Gelingen bei allen seinen Vorhaben“, so die Geschäftsführerin des Heimatverbandes Dr. Anna-Konstanze Schröder.

Bei einer kleinen Verabschiedung in Corona-Zeiten im Dezember 2020 würdigten der Leiter des Amtes Torgelow-Ferdinandshof und Bürgermeister von Ferdinandshof Gerd Hamm, der Landtagsabgeordnete und Staatssekretär für Vorpommern Patrick Dahlemann, Dr. Cornelia Nenz und Gerlind Schlecker vom Vorstand des Heimatverbandes MV sowie Dr. Anna-Konstanze Schröder, Geschäftsführerin des Heimatverbandes die Arbeit von Christian Peplow.

Patrick Dahlemann: „Die Verabschiedung aus so persönlichen Gründen fällt natürlich schwer. Um so mehr wünsche ich Christian Peplow nur das Beste für seine Gesundheit. Das ist das allerwichtigste!“

Dr. Karola Stark, Foto: privat

Bereits zum 1. Januar konnte der Heimatverband Mecklenburg-Vorpommern mit Dr. Karola Stark eine würdige Nachfolgerin für die Leitung der vorpommerschen Geschäftsstelle gewinnen. Sie setzte sich im Dezember gegen 20 sehr gute Bewerber/innen durch, von denen 6 zum persönlichen Gespräch geladen worden waren. Ab dem 11. Januar nimmt sie die Arbeit in der Geschäftsstelle auf.

Die promovierte Historikerin blickt auf langjährige Erfahrungen in der Begleitung von Heimatstuben in der Region Uecker-Randow und von Heimatengagierten im ganzen Bundesland zurück. Mit ihrer Lebenserfahrung mit Stationen unter anderem in Kairo/Ägypten bringt sie weitere Perspektiven in den Verband ein. Eine offizielle Einführung und Wiedereröffnung der Geschäftsstelle kündigen wir für die Zeit an, in der persönliche Begegnungen wieder mit mehr Personen möglich sind.

Auch der Staatssekretär für Vorpommern und Landtagsabgeordnete Patrick Dahlemann freut sich: „Mit Dr. Karola Stark setzt der Heimatverband auf Erfahrung und Netzwerk in der so wichtigen Arbeit der Heimatpflege. Ich freue mich auch hier auf eine gute Zusammenarbeit. Wir haben viel vor.“

Die Einrichtung der Geschäftsstelle in Vorpommern wird mit Mitteln des Strategiefonds bis 2023 ermöglicht. Der Heimatverband MV ist dankbar für die großzügige Förderung und hofft auf eine Verstetigung dieser Stelle.

Runder Tisch Landesgeschichte konstituiert sich

Bild: Kartenauschnitt, Johann Baptist Homann (1664-1724): Ducatus Meklenburgici tabula generalis. Verlag: Nürnberg Homann Johann Baptist, Erscheinungsdatum: 1712; Vorlage aus dem Besitz der Sondersammlung der Universität Rostock; Sammlung HMV/Ortschronikenportal-MV

Am 5. Dezember trafen sich 15 Vertreter/innen unterschiedlichster Einrichtungen, die sich der Erforschung und Vermittlung der Regionalgeschichte in Mecklenburg-Vorpommern verpflichtet fühlen. Sie haben über die prekäre personelle und finanzielle Situation der Landesgeschichte sowohl an den Universitäten, den Bibliotheken und Archiven als auch im Bereich des ehrenamtlichen Engagements beraten.

Der Heimatverband Mecklenburg-Vorpommern hatte zum Online-Austausch eingeladen. Schon lange ist die Landesgeschichte in Not: Lehrstühle für Pommersche oder Mecklenburgische Landesgeschichte wurden abgeschafft. Damit fehlt nicht nur Forschung in diesem Bereich, sondern auch die Ausbildung des akademischen Nachwuchses und der Lehrer/innen sind gefährdet. Die Archive und Bibliotheken im Land sind finanziell und personell so schlecht ausgestattet, dass sie z.T. geschlossen bleiben oder jährlich neu um ihre Finanzierung bangen müssen. Der Wossidlo-Forschungsstelle droht als eigenständiger Einrichtung das Aus.

Die Aufarbeitung und Vermittlung der Landesgeschichte kann einen entscheidenden Beitrag zur Identitätsbildung und Demokratieerziehung im Lande leisten. Dafür braucht es jedoch eine langfristige institutionelle Verankerung und nicht einen schrittweisen Abbau.

Um den konstruktiven Austausch fortzusetzen, sich noch stärker zu vernetzen, konzeptionelle Vorschläge zu bündeln und gemeinsame Projekte zu entwickeln, wird sich der Kreis weiter treffen. Namentlich waren vertreten: Martin Buchsteiner (Heimatverband Mecklenburg-Vorpommern, Geschichtsdidaktik Universität Greifswald), Irmfried Garbe (Arbeitsgemeinschaft für Pommersche Kirchengeschichte), Michael Heinz (Stasi-Unterlagenarchiv, Gesellschaft zur Erforschung der Zeitgeschichte), Klaus-Dieter Kohrt (Pommerscher Greif, Heimatverband MV), Raiko Lippert (Verein Kulturgut Mecklenburg-Strelitz), Matthias Manke (Historische Kommission für Mecklenburg), Florian Ostrop (Stiftung Mecklenburg), Oliver Plessow (Didaktik der Geschichte Universität Rostock), Haik Porada (Historische Kommission für Pommern), Christoph Schmitt (Wossidlo-Forschungsstelle Universität Rostock, Gesellschaft zur Förderung des Wossidlo-Archivs, Heimatverband Mecklenburg-Vorpommern), Anna-Konstanze Schröder (Heimatverband MV), Antje Theise (Universitätsbibliothek Rostock), Andreas Wagner (Sprecherrat der AG Gedenkstätten), Wolfgang Eric Wagner (WWU Münster, Historische Kommission für Mecklenburg), Ralf-Gunnar Werlich (Historisches Institut Universität Greifswald).

Weitere Institutionen und Netzwerke sind eingeladen, sich am Runden Tisch zu beteiligen. Abschließend stellt Martin Buchsteiner, Vorsitzender des Heimatverbandes Mecklenburg-Vorpommern und Leiter der Geschichtsdidaktik an der Universität Greifswald fest: „Wir sind auf einem guten Weg!“