Sprechtag der Dienststelle des Bürgerbeauftragten in Stavenhagen mit spezieller Beratung zum SGB II (ALG II/ Hartz IV)

Die Dienststelle des Bürgerbeauftragten des Landes Mecklenburg-Vorpommern, wird am 4. August 2020 einen Sprechtag in Stavenhagen mit spezieller Beratung in Angelegenheiten nach dem SGB II durchführen. Die hierfür zuständige Fachreferentin Kati Rogmann wird den Sprechtag durchführen.

Um Wartezeiten zu vermeiden, wird um telefonische Anmeldung über das Büro in Schwerin, Telefon 0385 5252709, gebeten. Der Sprechtag findet in der Amtsverwaltung (Bürger- und Verwaltungszentrum), Schloss 1, Stavenhagen statt.

Der Bürgerbeauftragte kann helfen, wenn es Probleme mit der öffentlichen Verwaltung im Land gibt und Rechte der Bürger verletzt wurden oder zu wahren sind. Er und seine Mitarbeiter beraten und unterstützen auch in sozialen Angelegenheiten. Im persönlichen Gespräch beim Sprechtag lassen sich Anliegen oft leichter und besser darlegen.

Der Bürgerbeauftragte bzw. die Fachleute seines Teams prüfen dann, ob und wie Unterstützung und Hilfe gegeben werden können. Hilfreich ist es, wenn Unterlagen – wie Bescheide und Schriftwechsel mit den Behörden – zum Termin mitgebracht werden.

26.000 Vollzeit-Beschäftigten im Kreis könnte im Alter Hartz IV drohen

Gefangen im Niedriglohn: 26.000 Vollzeit-Beschäftigte im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte verdienen weniger als 2.200 Euro brutto im Monat. Das sind 45 Prozent aller Menschen, die hier sozialversicherungspflichtig die volle Stundenzahl arbeiten. Darauf hat die IG Bauen-Agrar-Umwelt hingewiesen. Die IG BAU Ostmecklenburg-Vorpommern beruft sich dabei auf eine aktuelle Statistik der Arbeitsagentur.
Gewerkschafter Wolfgang Ehlert warnt: „Wer heute in Vollzeit weniger als 2.200 Euro verdient, der ist mit hoher Wahrscheinlichkeit im Alter auf staatliche Stütze angewiesen.“ Das ergebe sich aus Berechnungen der Bundesregierung. Danach muss ein Vollzeit-Arbeitnehmer im Schnitt mindestens 12,63 Euro pro Stunde verdienen, um nach 45 Beitragsjahren bei der Rente oberhalb der staatlichen Grundsicherung zu landen. „Einige werden zwar das Glück haben, dass der Ehepartner besser verdient und so die Renten-Haushaltskasse später aufbessert. Doch für viele ist die Rente selbst dann extrem knapp“, sagt Ehlert.