Aushang für Betriebe: Hinweise für Kunden

Mit dem neuen Gesetz- und Verordnungsblatt müssen Betriebe deutlich auf Hygienemaßnahmen hinweisen.

Damit die Handwerksbetriebe nahtlos die Anforderungen aus dem Gesetz- und Verordnungsblatt für Mecklenburg-Vorpommern 2020 Nr. 52 umsetzen können, stellt die Handwerkskammer OMV eine „Vorlage zum Hygiene- und Sicherheitskonzept“ und einen Aushang zum Selbstausdrucken erstellt.

Vorlage Hygiene- und Sicherheitskonzept

Hinweise Corona zum Aushang (2821kB)

Die Landesregierung hat einen Bußgeldkatalog für Ordnungswidrigkeiten gemäß der SARS-CoV-2-Bekämpfunsgverordnung des Landes herausgegeben. Er orientiert sich an den Regelungen anderer Bundesländer, trägt aber den konkreten Bußgeldtatbeständen der Landesverordnung Rechnung.

„Unternehmen des Jahres der Stadt Neubrandenburg“ gesucht

Noch bis zum 16. Oktober 2020 können sich in der Stadt Neubrandenburg ansässige Unternehmen für die Auszeichnung „Unternehmen des Jahres 2020“ bewerben. Das Gewinner-Unternehmen wird während des Neubrandenburger Bürgerempfangs am 4. Januar 2021 geehrt. Zusätzlich besteht für das ausgezeichnete Unternehmen die Möglichkeit der kostenfreien Teilnahme am Heimkehrer-Tag am 27. Dezember 2021 im Haus der Kultur und Bildung in Neubrandenburg.

Da Unternehmen wichtige gesellschaftliche Akteure sind und soziale Entwicklung positiv mitgestalten, beschloss die Stadtvertretung deren jährliche Würdigung. Wenn Sie sich als Unternehmen angesprochen fühlen oder ein Unternehmen kennen, das ausgezeichnet werden soll, dann nutzen Sie ab sofort den Online-Bewerbungsbogen.

Die Verwaltung nimmt eine Bewertung vor und unterbreitet der Stadtvertretung einen Entscheidungsvorschlag.

Handwerkskammer begleitet Mitgliedsbetriebe durch die Krise

Mit einer Corona-Sonderseite mit allen wichtigen Informationen und Formularen zu Soforthilfen, Kurzarbeitergeld sowie Stundungsmöglichkeiten und Hygienevorschriften sowie einer ständigen Erreichbarkeit per Hotline und Email unterstützte die Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern (HWK) in den letzten Wochen mehr als 3000 Betriebe im Kammerbezirk.

Die Coronakrise hat das Handwerk vor bisher nicht da gewesene Probleme gestellt. Viele Handwerksbetriebe mussten wochenlang schließen, bei anderen Unternehmen wurden kurzerhand Aufträge storniert oder verschoben. Zahlreiche neue Informationen und rechtliche Bestimmungen galt es täglich zu verarbeiten und umzusetzen. Die Handwerkskammer stand den regionalen Handwerksbetrieben dabei immer beratend zur Seite.

So nutzten beispielsweise mehr als 3000 Handwerksbetriebe die Hotlines der Handwerkskammer, mehr als 150 weitere Betriebe die Corona-Mail-Adresse der Kammer. „Handelte die Landesregierung sehr zügig und stellte finanzielle Unterstützungen für die Unternehmen bereit, so gab es doch zahlreiche Anfragen zum Antragsverfahren. Später standen Fragen zur Geschäftsöffnung und Hygienevorschriften im Vordergrund“, fasst Hauptgeschäftsführer Jens-Uwe Hopf von der HWK Ostmecklenburg-Vorpommern die Entwicklung der letzten Wochen zusammen.

Blitzumfragen der HWK – online oder telefonisch – dienten dazu, die Lage zu bewerten und Informationen und Empfehlungen aus dem Handwerk der Landesregierung zur Verfügung zu stellen. Da die Bildungszentren der HWK in Neustrelitz und Rostock ebenfalls schließen mussten, wurden verschiedene Bildungskurse wie teilweise im Bereich der Meisterschule per Webinar angeboten.

Eine Analyse der bisherigen Entwicklung verdeutlicht nach den Worten von Hauptgeschäftsführer Hopf u.a. die zunehmende Bedeutung der Digitalisierung und der damit verbundenen Breitbandversorgung im Land. Zudem müsse jetzt die Wirtschaft vor allem über Investitionen in Verkehrsinfrastrukturen, Breitband und Digitalisierung sowie Modernisierung öffentlicher Gebäude und Schulen sowie eine möglichst rasche Rückkehr zur Normalität wieder ins Laufen gebracht werden.

Handwerkskammer OMV berät Betriebe

Die Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern hat zum Coronavirus für die Handwerksbetriebe aus dem Kammerbezirk eine Hotline eingerichtet, die von Montag bis Freitag jeweils von 8 Uhr bis 18 Uhr unter der Nummer 0381 4549-162 (Rostock) und 0395 5593-131 (Neubrandenburg) erreichbar ist.

So unterstützt und berät die Handwerkskammer die regionalen Handwerksunternehmen u.a. bei arbeitsrechtlichen Themen bzw. zu Fragen der wirtschaftlichen Folgen wie beispielsweise zum Kurzarbeitergeld.

Sofortprogramm zur Unterstützung der Wirtschaft in M-V

Die Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern ist entschlossen, die Auswirkungen auf die Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern durch zielgerichtete Maßnahmen so weit wie möglich abzufedern. Hierfür beschließt sie nachfolgendes 100-Millionen-EURO-Sofortprogramm sowie weitere Maßnahmen:

1. Fortsetzung bestehender Bürgschafts- und Darlehensinstrumente

Die Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern unterstützt betroffene Unternehmen im Rahmen der bewährten Bürgschafts- und Darlehensinstrumente. Sie wird notwendige Flexibilisierungen und Vereinfachungen vornehmen, um den Betroffenen schnellstmöglich helfen zu können.

2. Landesbürgschaften

Darüber hinaus wird die Landesregierung ein Landes-Bürgschaftsprogramm für Liquiditätshilfen für besonders von der Corona-Krise betroffene Unternehmen auflegen. Die diesbezüglichen Anträge sollen schnell und vorrangig in einem standardisierten Verfahren bearbeitet werden.

Das Land Mecklenburg-Vorpommern beteiligt sich außerdem durch die Erhöhung seines Rückbürgschaftsanteils an der Verdoppelung des Bürgschaftsvolumens der Bürgschaftsbank Mecklenburg-Vorpommern für Kredite von Hausbanken von 1,25 Mio. Euro auf bis zu 2,5 Mio. Euro pro Einzelfall.

Bürgschaften bis zu einem Kreditvolumen in Höhe von 250.000 Euro können ab sofort in einem abgekürzten und vereinfachten Verfahren durch die Bürgschaftsbank ohne weitere Gremienbeteiligung entschieden werden.
Um den Unternehmen schnellstmöglich helfen zu können, werden die Verfahren durch eine Erweiterung der Möglichkeit für Expressbürgschaften beschleunigt. Damit werden Zusagen der Bürgschaftsbank innerhalb von 24 Stunden ermöglicht.

3. Liquiditätshilfen für Kleine und Mittelständische Unternehmen (KMU)

Es wird eine Liquiditätsunterstützung für KMU und Freiberufler durch rückzahlbare Zuschüsse bis 20.000 Euro eingeführt. Die Mittel sollen in einem vereinfachten Verfahren durch die Gesellschaft für Arbeitsmarkt und Strukturentwicklung ausgereicht werden (GSA). Darüber hinaus wird eine weitere Liquiditätsunterstützung für betriebliche Ausgaben von KMU durch rückzahlbare Zuschüsse bis 200.000 Euro eingeführt. Die vorgenannten rückzahlbaren Zuschüsse sind als nachrangig zu behandeln.

4. Verfahrensbeschleunigungen für Landeszuschüsse

Die Auszahlung von Investitionszuschüssen aus dem Programm der GRW an geförderte Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, von Investitionszuschüssen an Kommunen im Rahmen der Infrastrukturförderung sowie von Forschungs- und Entwicklungszuschüssen für Unternehmen und private Forschungseinrichtungen soll innerhalb von einer Woche nach Eingang der Mittelanforderung erfolgen.

5. Finanzwirtschaftliche Maßnahmen

Die Landesregierung wird die vom Bund ergriffenen Maßnahmen zur Flexibilisierung im Steuerbereich umfassend anwenden. Hierzu gehört die großzügige Genehmigung von Anträgen auf:

a. zinslose Steuerstundung,
b. Herabsetzung der Vorauszahlungen auf die Einkommen- und Körperschaft- und Gewerbesteuer und
c. der Erlass von Säumniszuschlägen.

Von Vollstreckungsmaßnahmen der Finanzbehörden soll, soweit vertretbar, abgesehen werden. Die vorbenannten Maßnahmen gelten vom Zeitpunkt der Veröffentlichung durch das Bundesministerium der Finanzen bis zum 31.12.2020.

6. Digitale Unterstützung für KMU

Das Digitalisierungsministerium wird beauftragt, gemeinsam mit dem Einzelhandelsverband und den Digitalisierungspartnern im Land den Aufbau einer landeseigenen Online-Handelsplattform für Einzelhändler und Produkte für Verbraucher jeglicher Art aus dem Land Schritt für Schritt aufzubauen. Diese soll aus Mitteln der digitalen Agenda, hier den Fördermitteln für die Förderung von KMU bei Digitalisierungsmaßnahmen, finanziert und mit den Mitteln eines kollaborativen Arbeitsprozesses mit den digitalen Talenten und der Kreativwirtschaft im Land möglichst kurzfristig entwickelt und mit ersten Bausteinen möglichst zeitnah umgesetzt werden, beispielsweise mittels eines Online-Hackathon.

7. Austausch mit Unternehmen, Wirtschaftsvertretern und Gewerkschaften

Die Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern wird sich fortlaufend mit Unternehmen, Wirtschaftsvertretern und Gewerkschaften austauschen, um aus erster Hand Informationen zu den Auswirkungen auf die Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern zu erhalten und bedarfsgerecht steuernd eingreifen zu können.

Die genannten Ministerien werden gebeten, die erforderlichen Regelungen für die unter Teil B Ziffer 1. bis 7. genannten Vorhaben zu erlassen und umzusetzen.

(nach Infos der Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern)

Handwerksbetriebe von Beschränkungen vorerst nicht betroffen – Handwerk weiterhin tätig

Die Handwerkskammern in Mecklenburg-Vorpommern begrüßen die heute von der Landesregierung verkündeten Maßnahmen gegen die weitere Ausbreitung des Corona-Virus. Demnach sind von den angeordneten Schließungen Handwerksbetriebe und Dienstleister nicht betroffen. Auch Friseure, Kosmetiker, Reparaturdienstleistungen oder Reinigungsgewerbe stehen der Bevölkerung weiter zur Verfügung.

„Seit gestern verzeichnen unsere beiden Handwerkskammern ein hohes Aufkommen an Nachfragen seitens der Betriebe. Die Unsicherheit ist spürbar. Nachdem die Landesregierung jetzt im Einzelnen aufgeführt hat, wer von den coronabedingten Einschränkungen betroffen ist, können unsere Berater Entwarnung geben. Die Handwerksbetriebe stehen für die Versorgung der Bevölkerung mit Produkten und Dienstleistungen weiterhin in vollem Umfang zur Verfügung“, sagt Gunnar Pohl, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Schwerin.

„Dies ist umso wichtiger, zumal unsere Betriebe gerade in den ländlichen Regionen die Grundversorgung für viele Bereiche leisten. In Zeiten einer angeordnet möglichst geringen Mobilität ist es umso wichtiger, dass wir in der Fläche des Landes ein stabiles Angebot wahren“, ergänzt Jens-Uwe Hopf, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern.

Beide Handwerkskammern haben seit der letzten Woche zentrale Hotlines für ihre Mitgliedsbetriebe geschaltet, die mit den betriebswirtschaftlichen Beratern der Kammern besetzt sind. In enger Abstimmung mit dem Wirtschaftsministerium werden die Mitglieder zu allen wesentlichen Fragen rund um die Corona-Krise und zu den Unterstützungs- und Hilfsangeboten auf Landes- und Bundesebene informiert und beraten. Die Angaben zu den Hotlines sowie ständig aktualisierte Informationen sind auf den Internetseiten www.hwk-schwerin.de und www.hwk-omv.de zu finden.

Achtung: Fake-E-Mails der "Organisation Transparenzregister e.V." mit Zahlungsaufforderung

Die Unternehmen in Deutschland müssen prüfen, ob eine Eintragung im Transparenzregister notwendig ist. In den letztem Tagen sind augenscheinlich zahlreiche Unternehmen von der „Organisation Transparenzregister e.V.“ aus Plauen per E-Mail angeschrieben worden. Diese Nachricht enthält die Betreffzeile: „Zahlungsaufforderung wegen Verstoß gegen das Geldwäschegesetz.“

Hierzu informiert die Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern wie folgt: Es ist richtig, dass Unternehmen prüfen müssen, ob sie zur Eintragung im Transparenzregister verpflichtet sind. Gegebenenfalls fehlende oder bisher nicht erfolgte Eintragungen sind unverzüglich nachzuholen. Diese können jedoch direkt auf der Seite www.transparenzregister.de durchgeführt werden oder, soweit möglich durch Ergänzungen im Handelsregister erfolgen.

Eine kostenträchtige „Hilfestellung“ des zuvor genannten Vereins ist nicht notwendig und sollte daher nicht in Anspruch genommen werden.