Zwei geglückte Betrüge in Neubrandenburg und Grimmen

Am Donnerstag mussten die Beamten gleich zwei Anzeigen aufnehmen, bei denen ältere Menschen durch Betrüge um ihr Erspartes gebracht wurden. Der erste Fall ereignete sich in der Neubrandenburger Oststadt. Die Filialleiterin eines Supermarktes hatte sich bei der Polizei gemeldet und so eine 80-jährige Deutsche vor Schlimmeren bewahrt. Der Hinweisgeberin war am 19.11.20 aufgefallen, dass tags zuvor auffallend viele Gutscheinkarten gekauft wurden. Sie fragte ihre Mitarbeiter, welche den Kauf durch eine ältere Dame bestätigten. Diese Dame, bei der es sich um die 80-Jährige handelt, erschien nun wieder im Supermarkt und wollte dieses Mal Bargeld in Höhe von 2000 EUR abheben. Hier schritt die Filialleiterin ein, sprach mit der Geschädigten und informierte die Polizei.

Die eingesetzten Beamten mussten feststellen, dass die Seniorin zu Hause Google-Play-Karten im Wert von 2.500 EUR zu liegen hatte. Die Codefelder waren allesamt freigerubbelt. Die 80-Jährige gab an, dass sie am Mittwoch (18.11.20) den ersten Anruf erhalten habe und ihr ein Mann in akzentfreiem Deutsch erklärte, dass sie 49.000 EUR gewonnen habe, sie jedoch Gebühren zahlen müsse. Dann gab er ihr genaue Anweisungen, wie sie die Gutscheinkarten zu erwerben habe und fragte in einem späteren Telefonat nach den Codes. Wie viele der Codes sie letztlich durchgegeben hat, muss noch geklärt werden. Dadurch dass die Karten jedoch freigerubbelt sind, sind sie entwertet und können nicht mehr zurückgegeben werden.

Am 19.11.20 rief der Mann erneut an und forderte von der Frau nun 2000 EUR in bar. Als sie das Geld im Supermarkt holen wollte, wurde sie glücklicherweise von der Filialleiterin aufgehalten. Die eingesetzten Beamten sahen auch das Telefon der Seniorin ein und stellten fest, dass an den beiden Tagen insgesamt neun Anrufe einer Nummer mit Bonner Vorwahl eingegangen waren. Sie führten nochmals ein eindringliches Gespräch mit der Geschädigten und klärten sie über die Masche auf.

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Rund 25.000 Euro weg – 49-Jährige fällt auf digitalen Liebesbetrug herein

Eine 49 Jahre alte deutsche Frau aus der Region Grimmen hat durch „love scamming“ – also Liebesbetrug im Internet – rund 25.000 Euro verloren. Sie hatte vor einigen Monaten über Facebook einen angeblich in Kabul (Afghanistan) stationierten „General“ kennengelernt. Er gab sich als Mann Ende 50 aus, der einen „Freigabebefehl“ benötige, um das südasiatische Land wieder verlassen zu können. Er bat sie, eine Mail an die Vereinten Nationen (UN) zu verfassen und um seine Freilassung zu bitten. Dazu gab er ihr eine (natürlich falsche) E-Mail-Adresse. Nachdem die Frau den Auftrag erledigt hatte, kamen von eben dieser Mail-Adresse Geldforderungen. Diese sollten über einen gewissen Zeitraum überwiesen werden – zum Beispiel für Flüge, Bearbeitungsgebühren und eine Auslöse.

Als kürzlich weitere Geldforderungen der UN kamen, wurde die Frau stutzig und erstattete Anzeige bei der Polizei.
Die Kriminalpolizeiinspektion Anklam hat die Ermittlungen aufgenommen.

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