Virtuelle Klassenräumen

Das Rechenzentrum der Universität Greifswald unterstützt ab sofort Schulen des Landes Mecklenburg-Vorpommern beim Onlineunterricht. Im Rahmen einer Amtshilfe wird das System BigBlueButton kostenfrei zur Nutzung bereitgestellt, um die derzeitig schwierige Lehr- und Lernsituation zu verbessern. Das Alexander-von-Humboldt-Gymnasium Greifswald hat dieses Angebot bereits angenommen und nutzt das System für den virtuellen Unterricht.

Zu Beginn des Sommersemesters hatte das Universitätsrechenzentrum Greifswald (URZ) eine neue Infrastruktur für den Onlinelehrbetrieb bereitgestellt. So konnte trotz der Kontaktbeschränkungen der Lehrbetrieb digital abgesichert werden. Die einzige technische Voraussetzung ist, dass eine teilnehmende Schule Moodle als Lernplattform betreibt. Sofern diese vorhanden ist, wird die Moodle-Installation der Schule einfach mit den virtuellen Hörsälen/Klassenräumen der Universität Greifswald verbunden.

Interessierte Schulen könne sich bei Interesse per E-Mail an urz@uni-greifswald.de an das Universitätsrechenzentrum Greifswald wenden. Das Angebot zur Nutzung von BigBlueButton kann solange aufrechterhalten werden, wie Kapazitäten zur Verfügung stehen und der universitäre Lehrbetrieb nicht gefährdet ist.

Virtueller Hochschulinfotag

Vom heimischen Sofa aus in den Live-Chat zum Grundschullehramt einklicken, in einer Online-Networking-Lounge mit Studierenden ins Gespräch kommen und Uni-Führungen genießen: Das ist beim ersten virtuellen Hochschulinfotag der Universität Greifswald möglich. Dieser findet am 28. Mai 2020 von 14:00 bis 18:00 Uhr statt.

Zum ersten Mal öffnet die Universität Greifswald virtuelle Hörsaaltüren für alle Studieninteressierten, Eltern und Lehrer*innen. Aufgrund der Kontaktbeschränkungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie wurde der Hochschulinformationstag als Online-Erlebnis organisiert. Interessierte können sich kostenlos und ortsunabhängig über ein Studium in Greifswald informieren.

Über 90 Studiengänge präsentieren sich. Die Fachbereiche geben in On-Demand Videovorträgen und einer Mediathek Einblicke in ihre Institute und Studienangebote. In Live-Chats an mehr als zehn virtuellen Informationsständen und einer digitalen Networking-Lounge haben Besucher/innen die Möglichkeit, zu allen Fragen rund um ein Studium an der Universität Greifswald mit Fachvertreter*innen in Kontakt zu treten.

Das vollständige Programm sowie den Link zur Anmeldung gibt es unter www.uni-greifswald.de/hochschulinformationstage. Die kostenfreie Registrierung ist bis zum Ende der Veranstaltung jederzeit – auch spontan – möglich. Ausführlich vorgestellt werden an dem Tag erstmals auch neue Studienangebote, die zum Wintersemester 2020/2021 an der Universität Greifswald starten, wie „Grundschullehramt“ oder das Beifach „Bilinguales Lehren und Lernen“. Auch Studierende der Universität und Interessenten für einen Masterstudiengang finden ein umfangreiches Informationsangebot im Rahmen des Online-Events.

Versammlungen im Bereich des PP Neubrandenburg

Im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Neubrandenburg fanden am gestrigen Montag (11.05.2020) in den drei Landkreisen insgesamt sieben Versammlungen statt, zu denen zuvor über soziale Netzwerke aufgerufen worden war. Die Versammlungen wurden als „Montagsspaziergang“ bzw. „Abendspaziergang“ deklariert und hatten die bestehenden Corona-Schutzverordnungen zum Thema.

In Demmin nahmen etwa 100, in Neubrandenburg etwa 200, in Malchow 25, in Waren 50, in Neustrelitz zehn, in Greifswald 13 und in Stralsund 30 Personen an den Versammlungen teil. Die Teilnehmer der Versammlungen kamen aus den unterschiedlichsten gesellschaftspolitischen Lagern und waren nicht klar zueinander abgrenzbar. Teilweise handelte es sich um Familien mit Kindern. Nur eine der Versammlungen (Demmin) war zuvor angemeldet worden. Ein Verantwortlicher oder Versammlungsleiter gab sich lediglich in Demmin zu erkennen.

Die sogenannten Spaziergänge begannen gegen 19:00 Uhr größtenteils in den Innenstädten und dauerten im Durchschnitt etwa eine Stunde. Durch die Teilnehmer wurden keine Plakate mitgeführt oder Reden gehalten. Die Teilnehmer wurden an allen Orten von Funkstreifenwagenbesatzungen begleitet. Dabei wurden nach bisheriger Einschätzung keine Verstöße gegen die vorgeschriebenen Abstandsregelungen festgestellt. Die Versammlungsteilnehmer verhielten sich friedlich und kooperativ. Ein polizeiliches Einschreiten war in keinem Fall erforderlich.

Bei der größten Versammlung in Neubrandenburg nahmen etwa 200 Personen teil. Der Aufruf in den sozialen Netzwerken war vielfach geteilt worden. Zehn Beamte schützen die Versammlung. Die Teilnehmer begaben sich vom Marktplatz über den Friedrich-Engels-Ring wieder zurück zum Marktplatz. Den Versammlungsteilnehmern setzten sich auf der Aufzugsstrecke eine 21-jährige deutsche Frau und zwei deutsche Männer (42 und 24 Jahre alt) in den Weg. Daraufhin wurde die Frau von drei bisher unbekannten Männern bespuckt und getreten. Sie wurde leicht verletzt. Die Polizei nahm eine Anzeige wegen Körperverletzung auf.

In den sozialen Netzwerken wird häufig die Frage gestellt, warum die Polizei die Versammlungen nicht aufgelöst hat, obwohl diese nicht angemeldet waren. Für Versammlungen sind originär die Versammlungsbehörden der Landkreise zuständig, deren Vertreter teilweise auch vor Ort waren. Die Versammlungsfreiheit ist ein Grundrecht und genießt nach Artikel 8 des Grundgesetzes einen besonderen Schutz. Die eingesetzten Kräfte wägten in allen Orten dieses hohe Recht auf freie Meinungsäußerung ab und wahrten die Grundsätze der Verhältnismäßigkeit. Das Nichtanmelden einer Versammlung führt nicht automatisch zu deren Auflösung. Die Versammlungen in allen sieben Orten verliefen friedlich und ohne Störungen. Die Durchführung einer nicht angemeldeten Versammlung ist gemäß § 26 Nr. 2 Versammlungsgesetz straf- bzw. bußgeldbewährt. Entsprechende Anzeigen gegen Unbekannt werden erstattet.

In den kommenden Tagen werden sich die Polizeiinspektionen Anklam, Stralsund und Neubrandenburg mit den örtlich zuständigen Versammlungsbehörden besprechen und abstimmen, wie künftige Versammlungen möglichst sicher und unter Einhaltung der Corona-Schutz-Verordnung durchgeführt werden können.

Die Polizei achtet das Grundrecht der Versammlungsfreiheit als ein hohes Gut. Sie möchte an Verantwortliche appellieren, Versammlungen spätestens 48 Stunden vor der Bekanntgabe bei der zuständigen Versammlungsbehörde anzumelden. Dies ermöglicht der Polizei, den erforderlichen Schutz der Versammlungsteilnehmer, zum Beispiel durch verkehrslenkende Maßnahmen und Begleitung, zu gewährleisten, etwaige Gefährdungen auszuschließen und mit dem Versammlungsleiter vor Ort in kooperativen Gesprächen die sichere Durchführung der Versammlung zu erörtern.

Nordischer Klang digital

Die nordischen Kulturtage in Greifswald finden vom 8. bis 16. Mai 2020 online statt

Die Veranstalter laden alle herzlich ein, Festival-Flair vom Sofa aus zu genießen – Das Greifswalder Nordeuropa-Festival wurde kurzerhand ins Internet verlegt und findet online statt!

Wer in diesem Frühling nicht auf nordische Festival-Eindrücke verzichten möchte, kann sich entlang des eigentlichen Festivalzeitplans durch unsere Beiträge klicken. Dank der großzügigen Unterstützung unserer Förderer und Partner, dank des Engagements des Klang-Teams und der kurzfristigen Bereitschaft vieler unserer diesjährigen Künstler/innen ist es gelungen, ein umfangreiches Online-Programm auf die Beine zu stellen. Es enthält neben Beiträgen auf dem Klang-Blog auch Wohnzimmerkonzerte. Die Veranstalter freuen sich u.a. auf Interviews, Portraits der Veranstaltungsorte, Podcasts, Fotostrecken, nordische Kochrezepte (Stichwort Kulinarischer Klang), und Konzerte per Videopremiere auf dem YouTube-Kanal des Festivals.

Das Festival steht unter der Schirmherrschaft der dänischen Kulturministerin Joy Mogensen und der Ministerpräsidentin Mecklenburg-Vorpommerns Manuela Schwesig. Gemeinsam wird das Deutsch-Dänische kulturelle Freundschaftsjahr gefeiert! Besuchen Sie gern unsere Homepage. Auf dem Klang-Blog finden Sie die Beiträge und Hinweise, in der Online-Programm-Übersicht können Sie stöbern und sich Ihre Highlights heraussuchen.

Die Videopremieren finden auf unserem YouTube-Kanal statt. Wenn Sie mögen, folgen Sie uns auf Instagram, Twitter und Facebook und verpassen keine unserer Aktionen. Das Klang-Team freut sich über Ihren Besuch und hofft, dass der virtuelle Nordische Klang Ihre Wohnzimmer zum Klingen bringt!

Virtuelle Ausstellung nimmt Interessierte mit auf eine Bilder-Reise

Bis zu seinem Tod im Jahr 1941 sammelte der Theologe und Palästinakundler Gustaf Dalman – in der nach ihm benannten Sammlung an der Universität Greifswald – rund 20 000 eigene und fremde Fotografien einer Kulturlandschaft auf dem Sprung zur Moderne. Dieser europaweit einmalige Bestand wurde nun mit dem Projekt „Das gelobte Land der Moderne“ von der Greifswalder Theologin, Kunsthistorikerin und Kustodin der Sammlung – Dr. Karin Berkemann – erstmals umfassend bildwissenschaftlich ausgewertet und mit den Aufnahmen deutscher Reisender nach der Staatsgründung Israels (1948) verglichen. Jetzt können Interessierte einen ersten virtuellen Blick auf die Ausstellung werfen.

Gustaf Dalman hielt nicht viel von Knipsern. Wenn der deutsche Palästinakundler ab 1899 zwischen Aleppo und Alexandria unterwegs war, ließ er sich Zeit. Er beobachtete, griff zum Notizbuch und zur Kamera: sachlich, stilvoll, immer auf Augenhöhe mit seinem Gegenüber, sei es nun ein Mensch oder ein Klappspaten. Fotografieren war für Dalman gleichbedeutend mit Forschen. Mit dieser Haltung prägte er eine ganze Generation von deutschen Theologen, die in die Region reisten. Viele ihrer Bildmotive wiederholen sich bei den Touristen nach 1948, nach der Gründung des Staates Israel. Für das Projekt wurden insgesamt rund 50 000 Abzüge und Dias aus rund 100 Jahren gesichtet und ausgewertet. In der Zusammenschau fügen sich die Fotografien heute zur vielschichtigen Topografie einer Region, die drei Weltreligionen und ungezählten Kulturgläubigen als heilig gilt.

Die virtuelle Ausstellung „Das gelobte Land der Moderne“ präsentiert Amateurfotografien zwischen Aleppo und Alexandria aus dem 20. Jahrhundert – und beschreibt damit den Blick der deutschen Reisenden: Manche von ihnen suchten mit der Kamera das Altertümliche, andere die Zeichen einer neuen Zeit. Um diese doppelte Perspektive nachzuzeichnen, folgt die virtuelle Ausstellung dem Verlauf einer Reise. Ausgewählte Motive zeigen, wie sich die Anfahrt vom Schiff auf das Flugzeug verlagerte. Wie mit dem Tourismus auch die Fotografie in die Kulturlandschaft Palästina kam. Wie sich unterwegs intensive Gemeinschaften bildeten und in Bildern gefestigt wurden. Wie die Aufnahmen daheim im Album oder Diavortrag zur Erzählung gefügt und weitergegeben wurden.

Weitere Informationen Die virtuelle Ausstellung konnte das Gustaf-Dalman-Institut mit der Deutschen Digitalen Bibliothek (DDB Studio) umsetzen.

Sprechtag Recht am 12. Februar in der IHK-Zweigstelle Greifswald

Kammerzugehörige Unternehmen können zu allen rechtlichen Fragen, die sich im betrieblichen Alltag stellen, die Rechtsberatung der IHK Neubrandenburg für das östliche Mecklenburg-Vorpommern in Anspruch nehmen. Egal, ob im Arbeits-, Gesellschafts- oder Gewerberecht: Die Kammer erteilt Rechtsauskünfte und berät zur aktuellen Rechtslage. Interessiere Unternehmer entscheiden, ob der Kontakt, telefonisch, per E-Mail oder in Form eines persönlichen, vertraulichen Gesprächs erfolgt.

Darüber hinaus bietet die IHK regelmäßig einmal monatlich an jedem zweiten Mittwoch einen Sprechtag Recht in ihrer Zweigstelle in Greifswald (Domstraße 39A) an. Der nächste Termin ist am 12. Februar ab neun Uhr.

Zur Terminplanung wird um vorherige Anmeldung bei Daniela Hausmann unter Telefon 0395 55 97-214 oder per E-Mail daniela.hausmann@neubrandenburg.ihk.de gebeten.

Tag der Heimatbildung

Bildquelle: „Fossile Schätze“/“Heimatschätze aus der Heimatschatzkiste“ / „Heimatschatzkiste“ – Steffi Meyer/P-67 Industries

Der Heimatverband Mecklenburg-Vorpommern lädt alle pädagogischen Fachkräfte, Grund- und Berufsschullehrer/innen sowie weitere Interessierte am Freitag, den 28.02.2020, um 10:00 Uhr zum Tag der Heimatbildung in das Pommersche Landesmuseum in Greifswald ein. Die Teilnehmenden erhalten Einblicke in die Heimatschatzkiste und viele praktische Anregungen für den Arbeitsalltag.

Es werden Workshops zur Regionalgeschichte, Kunst, norddeutschen Kinder- und Volksliedern und zur Plattdeutschvermittlung angeboten. Unter www.heimatverband-mv.de/tag-der-heimatbildung.html erfolgt die Anmeldung für die ganztägige Veranstaltung. Außerdem kann man sich dort über das vielfältige Fortbildungsangebot zur Heimatschatzkiste informieren.

Die Veranstaltung ist kostenfrei. Anmeldeschluss ist der 23.02.2020. Bei Fragen kann man sich an die Projektleiterin Johanna Bojarra unter heimatschatzkiste@heimatverband-mv.de oder unter 0385/5777 3715 wenden.

Der nächste Tag der Heimatbildung findet am 27.3.20 im Kreidemuseum auf Rügen statt.