30. Nordischer Klang startet ins Open Air: Im Juli und August wird Greifswald zum Zentrum nordeuropäischer Kultur in Deutschland

Nach einem erfolgreichen digitalen Start ins 30. Jubiläumsjahr mit mehr als 2000 Online-Zuschauer*innen im Mai wird das beliebte Kulturfestival Nordischer Klang in den Zeiträumen 20.-25. Juli und 13.-30. August mit Konzerten, Ausstellungen sowie weiteren Kulturveranstaltungen vor Ort in Greifswald fortgesetzt. Insgesamt rund fünfzig Künstlerinnen und Künstler aus Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Norwegen und Schweden werden zum Festival erwartet.

„Wir freuen uns, unserem interessierten Publikum, das schon seit langem die Landesgrenzen Mecklenburg-Vorpommerns überschreitet, wieder einen facettenreichen kulturellen Höhepunkt bieten zu können. In diesen herausfordernden Zeiten ist es besonders wichtig, verlässliche und starke Partner an seiner Seite zu wissen, ohne die die Umsetzung des Festivals nicht möglich wäre. Dafür bedankt sich das Festival herzlich bei allen beteiligten Förderern, Partnern und Unterstützern“, so Festivalleiter Prof. Dr. Marko Pantermöller.

Die vorwiegend unter freiem Himmel stattfindenden Konzerte werden unter Einhaltung der geltenden Covid19-Schutzmaßnahmen und Hygienevorkehrungen in verschiedenen Greifswalder Veranstaltungsorten realisiert. „Brillante Klassik, feurige Barocklieder, beseelter Afro Pop, fröhlicher Swing, groovy Reggae-Soul, treibende Electrobeats, knisternder Flamenco, feinsinniger Jazz, fesselnder Folk, ausgelassene Salsa und puschende Ethnotronica – alles ist dabei um nicht nur den Norden, sondern auch den Sommer gehörig zu feiern“, freut sich der Künstlerische Leiter Dr. Frithjof Strauß.

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Eine Erststimme ohne Einfluss auf das Wahlergebnis – Wer wählt eine chancenlose Partei?

Bei den letzten Bundestagswahlen gingen zwischen 25 und 40 Prozent aller Erststimmen an chancenlose Kandidat/inn/en. In ihrem Vortrag „Eine Erststimme ohne Einfluss auf das Wahlergebnis – Wer wählt eine chancenlose Partei?“ erfahren Sie von Prof. Dr. Corinna Kröber, wer chancenlose Kandidat/inn/en wählt und warum.

Der digitale Vortrag findet am Mittwoch, 30. Juni 2021, ab 17:00 Uhr im Rahmen der Familien-Universität statt. Den Link zur Veranstaltung finden Sie kurz vor Beginn der Vorlesung auf unserer Internetseite www.uni-greifswald.de/famlienuni.

Chancenlose Kandidat/inn/en sind jene, die weder die meisten noch zweitmeisten Stimmen erzielen. Für den Ausgang der Wahlentscheidung im Wahlkreis haben Erststimmen, die an diese Kandidat/inn/en gehen, keine Konsequenz. In der politikwissenschaftlichen Forschung werden sie daher „verschwendete“ Stimmen genannt. Welche Menschen „verschwenden“ ihre Erststimme? Warum tun sie das? Fehlen ihnen wichtige Informationen, um eine einflussreichere Wahlentscheidung zu treffen? Sollen so Signale an andere Wähler/innen für zukünftige Wahlen gesendet werden? Handelt es sich um ein Zeichen des politischen Protests?

Der Vortrag der Politikwissenschaftlerin Corinna Körber gibt Antworten auf diese Fragen. Er zeigt, welche sozialen Eigenschaften Menschen gemeinsam haben, die chancenlose Parteien wählen. Wie also wirken sich Bildung, Einkommen, Geschlecht und Alter auf die Wahrscheinlichkeit aus, eine Stimme zu verschwenden? Welche Beweggründe stehen hinter diesem Wahlverhalten? Basierend auf Daten aus Deutschland, Großbritannien und Frankreich werden die wichtigsten sozialen Faktoren herausgearbeitet. Die Forschung lässt Rückschlüsse darauf zu, wie im Wahlprozess gesellschaftliche Ungleichheit verstärkt und abgeschwächt wird.

Den Link zur digitalen Vorlesung finden Sie kurz vor Veranstaltungsbeginn auf unserer Internetseite www.uni-greifswald.de/familienuni. Eine Anmeldung ist nicht nötig. Für unseren Livestream nutzen wir den Dienst DFNconf des Vereins zur Förderung eines Deutschen Forschungsnetzes e. V.

Digitale Familien-Universität Greifswald
Vorlesung von Prof. Dr. Corinna Kröber
Mittwoch, 30. Juni 2021, 17:00 Uhr

Erster universitärer Studiengang zur klinischen Pflege in Mecklenburg-Vorpommern

Ab dem kommenden Wintersemester können Interessierte in Greifswald das Fach „Klinische Pflegewissenschaft“ studieren. Greifswald ist die erste Universität in Mecklenburg-Vorpommern, die diesen Studiengang anbietet. Es ist neben Human- und Zahnmedizin das dritte Fach an der Unimedizin und wird in dem neu gegründeten Institut für Klinische Pflegewissenschaften und interprofessionelle Lehre verankert. Die Unimedizin startet mit 30 Studienplätzen. Die Berufsaussichten gelten als hervorragend. Wie wichtig die Pflege ist, sei vielen Menschen erst während der Pandemie wirklich klargeworden, urteilt Prof. Karlhans Endlich. „Doch auch die Pflege muss weiterentwickelt und professionalisiert werden“, betont der kommissarische Wissenschaftliche Vorstand der Unimedizin: „Dazu brauchen wir akademisches Spitzenpersonal, das beides kann: forschen und pflegen. Ich bin stolz, dass wir diesen Brückenschlag jetzt anbieten können.“

Bisher gibt es in Deutschland überwiegend duale Studiengänge oder Angebote an Fachhochschulen. Dabei kooperieren die Bildungsträger mit Krankenhäusern, sind aber nicht institutionell verbunden. Zudem wird immer wieder die Kritik laut, dass wegen der Praxisbetonung die Forschung zu kurz komme. Der wissenschaftliche Anspruch sei geringer. Bislang gibt es nur zwei Medizinische Hochschulen in Deutschland, die einen solchen Studiengang anbieten. Prof. Wolfgang Hoffmann, Leiter der Abteilung Versorgungsepidemiologie und Community Health, beschreibt das künftige Profil des Greifswalder Pflegestudiengangs: „Die Studierenden erwerben Wissen und Fähigkeiten jenseits des traditionellen Silodenkens. Sie verbinden nicht nur Forschung und Pflege, sondern bereiten sich auch auf berufsübergreifende Zusammenarbeit vor, um die Bevölkerung sowohl stationär als auch ambulant bestmöglich versorgen zu können.“ Hoffmann betont, dass „wir die Verbindung zu unseren medizinischen Studiengängen selbstverständlich nutzen und das Denken und Handeln im Team als einen Schwerpunkt ansehen“. Künftig bereiten sich angehende Ärzt/inn/e/n, Pflegewissenschaftler/innen und Pflegefachkräfte schon während ihrer Ausbildung auf interprofessionelles Arbeiten vor.

Ein weiterer Vorteil des neuen, sechs Semester umfassenden Studienangebotes besteht darin, dass die Absolvent/inn/en zukünftig neben dem berufsqualifizierenden Hochschulabschluss als Bachelor of Science im Fach „Klinische Pflegewissenschaft“ auch die Berufsqualifikation als Pflegefachfrau bzw. Pflegefachmann erhalten. Studiendekan Prof. Hans Grabe erklärt: „Wir brauchen Top-Frauen und Top-Männer, die vor Ort neue Versorgungsansätze entwickeln und empirisch belastbar untersuchen.“ Langfristig würden sich nur solche evidenzbasierten Vorschläge durchsetzen, ist er sich sicher: „Damit wird die Unimedizin Greifswald zum Innovationstreiber.“ Die Absolventen hätten nach diesem dreijährigen Studium „hervorragende Berufs-Chancen“.

Das Land unterstützt den Aufbau des grundständigen Bachelor-Studiengangs, der neben Humanmedizin und Zahnheilkunde angeboten wird. Prof. Karlhans Endlich versichert: „Wir sind dem Gesundheitsministerium und dem Bildungsministerium ausgesprochen dankbar dafür, dass sie uns mit ihrer weitreichenden Förderung dieses Angebot überhaupt erst ermöglichen.“ Bildungsministerin Bettina Martin und Gesundheitsminister Harry Glawe hätten sich persönlich engagiert und die Unimedizin ermutigt.

Es ist vorgesehen, den Studiengang aus Mitteln des „Europäischen Sozialfonds“ (ESF) bis zum Ende des Sommersemesters 2027 zu unterstützten. Die Gesamtkosten des Studienganges betragen maximal 7,7 Millionen Euro. Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit plant, in der Förderperiode 2021 bis 2027 insgesamt bis zu fünf Millionen Euro ESF-Mittel zur Verfügung zu stellen. Das Bildungsministerium des Landes unterstützt den Aufbau in diesem Zeitraum mit etwas mehr als einer Million Euro.

Weiterführende Informationen zum Bachelorstudiengang unter: https://ecampus2.med.uni-greifswald.de/org/klinische-pflegewissenschaften-b-sc/

Jugendforum Bioökonomie: Schülerinnen und Schüler erarbeiten Visionen für eine nachhaltige Bioökonomie im Nordosten

Symbolbild Bioökonomie – @Jan Meßerschmidt

Wie können Jugendliche den Wandel zur Bioökonomie mitgestalten? Auf diese Frage will das Verbundprojekt Jugendforum Bioökonomie (Jufo B) der Hochschule Neubrandenburg und der Universität Greifswald eine Antwort geben. Das im Wissenschaftsjahr 2020/21 geförderte Projekt bringt junge Menschen im Nordosten Deutschlands zusammen, um gemeinsam Vorstellungen von einer bioökonomischen Transformation der Wirtschaft zu erarbeiten und diese an Akteure aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft heranzutragen.

Am 21. April 2021 trafen sich mehr als 40 Schüler/innen zur digitalen Auftaktveranstaltung. Was ist überhaupt Bioökonomie? Was für Produkte können aus Hanf, Löwenzahn, Stroh oder Algen entstehen? Wovon werden wir uns in Zukunft ernähren? Kann Bioökonomie das Klima schützen? Welche Chancen bietet die Bioökonomie der Region Vorpommern? Das Jugendforum Bioökonomie will junge Menschen zu Akteuren der bioökonomischen Transformation machen und in die Bearbeitung konkreter Fragestellungen einbinden.

Für die praktische Umsetzung wurden Jugendliche der Klassenstufen 10 und 11 aus fünf Gymnasien in Greifswald, Neubrandenburg, Stralsund, Anklam und Ueckermünde gewonnen. Von April bis Dezember 2021 lernen sie in Vorträgen, Workshops und Exkursionen mit Wissenschaftler/inne/n und Unternehmer/inne/n die Bandbreite der Bioökonomie kennen. Ziel ist es, die Ideen und Forderungen der Jugendlichen in einem gemeinsamen Abschlussdokument zusammenzufassen. Dieses soll im Rahmen der fünften Bioökonomiekonferenz Anklam Ende Oktober 2021 an Vertreter/innen aus Politik und Wirtschaft übergeben werden.

„Das Jugendforum Bioökonomie ist ein einzigartiges Projekt nicht nur in Deutschland, sondern wohl sogar in ganz Europa“, so Dr. Dr. hc Christian Patermann, einer der Wegbereiter der Bioökonomie in Europa bei der Auftaktveranstaltung. Der ehemalige Programmdirektor für Biotechnologie, Landwirtschaft und Nahrungsmittel in der EU und Gründungsmitglied im ersten Bioökonomierat Deutschlands, erläuterte den Schüler*innen das Spektrum der Bioökonomie und bezog sich dabei auf die Nachhaltigkeitsziele der Europäischen Union. Die Schüler/innen zeigten in einer Blitzumfrage besonders großes Interesse an wissenschaftlichen Themen.

Stellvertretend für viele brachte Kai Wilhelm vom Albert-Einstein-Gymnasium in Neubrandenburg die Motivation der Schüler/innen auf den Punkt: „Wir wollen mit dem Projekt etwas bewirken, um besser und nachhaltiger zu leben.“ „Für die Universität Greifswald und die Hochschule Neubrandenburg ist das Jugendforum Bioökonomie eine wichtige Kommunikationsplattform, um Jugendliche für das Thema Bioökonomie zu sensibilisieren und zu qualifizieren. Mit der Einbindung in unser Bündnis Plant³ ist es ein weiterer Baustein, der dazu beiträgt, die Gesellschaft für nachhaltige Wertschöpfung zu begeistern.“, freut sich Dr. Stefan Seiberling, Leiter des Zentrums- für Forschungsförderung und Transfer der Universität Greifswald. Weitere Informationen Das Jugendforum Bioökonomie gehört zu 16 neu ausgewählten Projekten im Wissenschaftsjahr 2020/21 – Bioökonomie. Es wird unter Leitung der Hochschule Neubrandenburg im Verbund mit der Universität Greifswald und in Kooperation mit der WITENO GmbH und der Förder- und Entwicklungsgesellschaft Vorpommern-Greifswald mbH (FEG) umgesetzt und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.

Die Wissenschaftsjahre sind eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gemeinsam mit Wissenschaft im Dialog (WiD). Im Wissenschaftsjahr 2020/21 – Bioökonomie sind Bürgerinnen und Bürger dazu eingeladen, im Dialog mit Wissenschaft und Forschung den Wandel hin zu nachhaltigen, biobasierten Produktions- und Konsumweisen zu diskutieren. In vielfältigen Formaten wird das Konzept der Bioökonomie mit all seinen Potenzialen und Herausforderungen erlebbar gemacht und aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet.

In 2021 stehen insbesondere die UN-Nachhaltigkeitsziele (SDGs) im Fokus. Wissenschaftsjahr 2020/21 – Bioökonomie

Projektvorstellung: 3 Fragen an Jugendforum Bioökonomie

Drei Hochschulen – eine gemeinsame Party: Am 8. April startet erstmals eine hochschulübergreifende digitale Ersti-Party

Drei Hochschulen – drei Dancefloors: Am 8. April startet ab 20:00 Uhr die digitale Erstsemesterparty des Gründungsverbunds StartUP NORD°OST°. Die Gründungsagenturen der drei Hochschulen Greifswald, Neubrandenburg und Stralsund sowie die studentische Initiative Gründungswerft e. V. laden zur digitalen „Ersti-Party“ ein. Mit dabei sind DJs aus allen drei Standorten, die ihre Moves in die WG-Küchen und Wohnzimmer der Studierenden streamen werden.

Die Aktion soll trotz pandemiebedingter Absage aller Veranstaltungen den Studierenden gegenseitiges Kennenlernen und Vernetzen erleichtern und über die Absagen der traditionellen Erstsemesterparties etwas hinwegtrösten. Über den Zugang www.festival-nordost.de können sich alle Interessierten in die Digitalparty einloggen; bis mindestens 24 Uhr werden die DJs ihre Musik bereitstellen.

Die Partygänger können während der Aktion durchgängig mit den DJs und anderen Gästen interagieren und medial die Region, die Verbundpartner von StartUP NORD°OST° und die regionale Startup Szene entdecken. StartUP NORD°OST° ist ein Verbund aus den Hochschulen in Greifswald, Neubrandenburg und Stralsund sowie der WITENO GmbH und der Sparkasse Vorpommern. Das Projekt wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie im Rahmen des Programms EXIST-Potentiale gefördert. Ziel ist es, gemeinsam die Zahl von Gründungen aus der Wissenschaft zu erhöhen und so Studierenden bzw. Wissenschaftlern eine zusätzliche Karriereperspektive in der Region zu ermöglichen.

Polizei warnt vor neuer Betrugsmasche über Messengerdienst: ´Hallo Mama, ich habe eine neue Handynummer´

Ein Ehepaar aus der Nähe von Greifswald (57 und 62 Jahre) erstatte am Dienstag (16.03.2021) Anzeige bei der Polizei, weil sie Opfer eines Betruges wurden. Die Dame erhielt über den Messengerdienst „WhatsApp“ eine Nachricht von einer unbekannten Telefonnummer und einer unbekannten Person, die sich als ihre Tochter ausgab.

Mit den Worten „Hallo Mama, ich habe eine neue Telefonnummer. Handy und SIM ist kaputt. Ich ließ das Handy fallen und ein Auto fuhr darüber. Die alte Nummer kann entfernt werden“ und weiteren Nachrichten konnte der unbekannte Täter ihr Vertrauen gewinnen. In einer weiteren Nachricht wurde auch von einer offenen Rechnung über mehr als 2.000 Euro berichtet. Aufgrund des zerstörten Handys und des nun nicht mehr zur Verfügung stehenden Internetbankings hätte die angebliche Tochter keine Möglichkeit mehr gehabt, das Geld selbst zu überweisen. Schnell wurde die Bitte geäußert, dass die Mutter den Betrag überweisen soll. Sie hätte das Geld schnellstmöglich zurückbekommen.

Die 57-jährige Frau war zunächst misstrauisch und wollte wissen, wofür das Geld sei. Die angebliche Tochter gab aber zu verstehen, dass sie sich keine Sorgen machen soll und es sich um eine alte Rechnung handele. Hinzu kam, dass die Rechnung zeitnah bezahlt werden müsste. Der Täter übte somit zusätzlichen Druck aus. Schlussendlich gelang es dem Betrüger, die Frau dazu zu bewegen, das Geld von ihrem Ehemann überweisen zu lassen. Durch ein Überweisungslimit konnte jedoch nur ein Teil des Betrages sofort überwiesen werden. Der Rest sollte in den kommenden Tagen folgen.

Durch das professionelle Handeln des Täters ging das Ehepaar von eine Kommunikation mit der echten Tochter und nicht von einem Betrug aus. Nachdem der Ehemann am darauffolgenden Tag mit der wirklichen Tochter telefonierte, flog der Betrug schlussendlich auf.

Vor allem in den letzten Wochen ist diese neue Betrugsmasche in einzelnen Teilen von Deutschland bekannt geworden. Im Landkreis Vorpommern-Greifswald ist dies der erste registrierte Fall.

Die Polizei rät daher: sollten Sie eine solche oder ähnliche Nachricht erhalten, seien Sie misstrauisch. Rufen Sie die betreffende Person (z. B. Tochter oder Sohn) an und vergewissern Sie sich. Stellen Sie persönliche Fragen, die nur von der betreffenden Person beantwortet werden können. Sollten Zweifel bestehen, melden Sie den Vorfall der Polizei. Sollte bereits Geld überwiesen worden sein, setzen Sie sich umgehend mit der Bank und der Polizei in Verbindung.

Alle genannten Personen, außer der oder die unbekannten Täter, sind deutsche Staatsangehörige.

Letztendlich sinnlose Flucht mittels Verfolgungsjagd vor der Polizei

Am Montagabend, 15.03.2021, um 22:18 Uhr meldete eine Greifswalder Funkstreife einen flüchtenden PKW auf der L35 aus Richtung Greifswald in Richtung Jarmen im Landkreis Vorpommern-Greifswald. Der Fahrer eines PKW Seat entzog sich mit ca. 200 km/h einer Kontrolle durch die Polizei.

Kurz vor der Anschlussstelle der A20 Gützkow hatten die verfolgenden Polizeibeamten das flüchtende Fahrzeug aus den Augen verloren. Zunächst gelang es nicht, das Fahrzeug im Rahmen von Fahndungsmaßnahmen festzustellen.

Am 16.03.2021 gegen 00:15 Uhr bemerkten Streifenbeamte des Polizeireviers Friedland den gesuchten PKW Seat auf der B 198 am Ortsausgang Woldegk, im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte. Als der Fahrer des PKW die Beamten bemerkte flüchtete er erneut mit sehr hoher Geschwindigkeit. Diesmal raste er auf der B 198 von Woldegk aus in Richtung Prenzlau im Land Brandenburg.

Der Sichtkontakt brach dieses Mal auf Höhe der Ortschaft Wolfshagen ab. Die Polizei des Landes Brandenburg wurde in die Fahndung einbezogen. Weiterhin befanden sich Beamte des Landesbereitschaftspolizeiamtes M-V und die Bundespolizei zur Fahndung im Einsatz. Polizeibeamte des Landes Brandenburg stellten dann kurz vor Prenzlau, an der Abfahrt Klinkow, den gesuchten PKW Seat fest. Dieser war verlassen worden und vom Fahrer fehlte jede Spur.

Nachdem vor Ort mehrere Polizeikräfte zur Suche zusammengezogen wurden, kam eine männliche Person auf die Beamten zu. Es handelte sich um den Fahrzeughalter, einen 31-jährigen Mann aus Greifswald.

Der PKW wurde zur Spurensicherung sichergestellt, der 31-Jährige nach Anklam gebracht, um auch an seinen Sachen Spuren zu sichern. Für sein rücksichtsloses und verkehrswidriges Verhalten muss er sich jetzt strafrechtlich verantworten. Personen kamen glücklicherweise nicht zu Schaden. Der Führerschein des jungen Mannes wurde sichergestellt.