Zwei Betrugsfälle in Zusammenhang mit GoogleKarten

In Neubrandenburg ist es am 03.03.2021 zu zwei Betrugsversuchen in Zusammenhang mit dem Erwerb von Google-Play Karten gekommen. Dank aufmerksamer Mitarbeiter wurde in einem Fall die Polizei rechtzeitig informiert, sodass der drohende, eintretende Schaden abgewendet werden konnte. Im einem weiteren Fall richtete sich der Betrugsversuch gegen eine neue Opfergruppe.

Im ersten Fall wurde eine Mitarbeiterin eines Lebensmittelfachmarktes in der Neubrandenburger Innenstadt zur Mittagzeit des 03.03.2021 stutzig, als ein Kunde Gutscheinkarten im Wert von 900 EUR kaufen wollte. Aufgrund der hohen Anzahl der Gutscheinkarten und zeitgleich stattfindenden Telefonaten zwischen dem Geschädigten und einer Frau, die scheinbar auf die Aktivierung der Karten ausgerichtet war, vermutete die Mitarbeiterin einen Betrug. Verkauft hat sie dem Kunden lediglich zwei Gutscheinkarten, so wie es die interne Marktanweisung vorsieht.

Der Kunde verließ das Geschäft anschließend zielgerichtet zu einem nahegelegenen Drogeriefachmarkt. Die aufmerksame Mitarbeiterin handelte umsichtig und informierte neben der Polizei ebenso die Mitarbeiter der Drogerie über ihren Verdacht. Sie lag goldrichtig: Der Mann hatte die Absicht, in der Drogerie weitere Gutscheinkarten zu kaufen.

Gegenüber eingesetzten Beamten des Polizeihauptreviers Neubrandenburg gab der 68-jährige, deutsche Geschädigte an, am Vortag einen Anruf einer Frau Klein erhalten zu haben. Diese teilte ihm mit, dass er in einem Gewinnspiel des Veranstalters Andreas Hoffmann 38.000 EUR gewonnen hätte. Zur Auszahlung dieses Betrages müsse er Google-Play-Karten im Wert von 900 EUR erwerben. Der finanzielle Schaden für den Geschädigten konnte glücklicherweise abgewendet werden. Die Mitarbeiterin des Lebensmittelmarktes konnte die gekauften Gutscheinkarten zurückbuchen und dem Geschädigten die 200 EUR wieder auszahlen.

Im zweiten Fall richtete sich der versuchte Betrug gegen eine Mitarbeiterin eines Neubrandenburger Lebensmittelmarktes. Sie erhielt am 03.03.2021 gegen 17:30 Uhr, während ihrer Tätigkeit im Kassenbereich des Marktes, einen Anruf auf dem dienstlichen Telefon. Ein bislang unbekannter Mann gab sich als Mitarbeiter der Firma „Google-Play“ aus und übermittelte der Geschädigten, dass in Zukunft keine Google-Play-Karten im Wert von 15 EUR bis 500 EUR verkauft werden dürfen. Um diese Karten aus dem Verkauf zu nehmen, sei es erforderlich, eine Sperrung der Karten vorzunehmen. Hierzu übergab der unbekannte Mann den Hörer an seine „Mitarbeiterin“, eine bislang ebenfalls unbekannte Person. Sie schilderte der Geschädigten die weiteren Schritte. Nun musste die Geschädigte alle Google-Play-Karten an jeder vorhandenen Kasse des Marktes einscannen und den Aktivierungscode am Telefon übermitteln.

Nachdem die 55-jährige, deutsche Geschädigte mehrere Gutscheinkarten aktivierte, fiel ihr der Betrug auf. Es ist Schaden in Höhe von 2800 EUR entstanden. Beamte des Kriminalkommissariates Neubrandenburg führen die Ermittlungen wegen der Betrugsstraftaten.

Die Polizei weist weiterhin eindringlich darauf hin, dass es im Falle eines Gewinns in einem Gewinnspiel niemals eine Vorkasse gibt, insbesondere nicht in Form von Gutschein-Codes oder Ähnlichem. Hören Sie in solchen Fällen auf Ihr Bauchgefühl. Wenn Ihnen etwas komisch vorkommt, scheuen Sie nicht, um Rat zu bitten. Die Betrugsmaschen der Kriminellen ändern sich, aber Ihr Instinkt bleibt. Bleiben Sie in Kontakt mit Ihrer Außenwelt, sprechen Sie z.B. mit Angehörigen oder Freunden und informieren Sie die Polizei.

VZMV – Sie haben gewonnen …. Verbraucherzentrale warnt vor unserioösen Anrufen

Allein am dieser Tag gingen mehrere Anrufe von Verbrauchern bei der Beratungsstelle Rostock ein, denen durch Anrufe von angeblichen Rechtsanwaltskanzleien fröhlich offeriert wurde: „Sie haben gewonnen.“

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Um den Gewinn erhalten zu können, wurde den Verbrauchern vermittelt, sie müssten Amazon-Gutscheine in Höhe von 750 Euro kaufen. Bevor sie dies taten, riefen sie glücklicherweise bei der Verbraucherzentrale an und die Verbraucherschützer konnten sie davon abhalten. Denn durch das Freirubbeln der Codes auf den Gutscheinen und Weitergabe an den vermeintlichen „Gewinnausschütter“ am Telefon, wäre das Geld der Verbraucher verloren.

Bei anderen Verbrauchern meldete sich eine Rechtsanwaltskanzlei aus Österreich, die Gewinne in Höhe von 91.000 Euro auszahlen wollte. Potentielle Gewinner müssten vor der Auszahlung jedoch an die Rechtsanwaltskanzlei Bearbeitungs- und Verwaltungsgebühren von 1.500 Euro überweisen. Auch hier konnte die Zahlung abgewehrt werden.

Die Verbraucherzentrale rät: Überlegen Sie bei überraschenden Gewinnanrufen, ob Sie überhaupt jemals an einem Gewinnspiel teilgenommen haben. Geben Sie nicht bereitwillig Ihre Daten und Kontoverbindungen heraus. Für seriöse Gewinne muss niemals Geld im Voraus gezahlt werden. Dies gilt auch für Gutscheinkarten, die für eine angebliche Gewinnauszahlung käuflich erworben und frei gerubbelt werden sollen.

Sollten Sie unsicher sein, wenden Sie sich an die Verbraucherzentrale oder die Beratungsstellen der Polizei.

VZMV: Das Fake-Gewinnspiel auf Facebook

Eine Verbraucherin machte die Verbraucherzentrale M-V auf das Gewinnspiel einer Autohaus Berning GmbH auf Facebook aufmerksam. Der vermeintliche Anbieter verkündet dem Nutzer, dass infolge der Corona-Krise die Produktion zwar stillsteht, man aber die Lager dennoch leeren muss. Aus diesem Grund will der Anbieter etwas Gutes tun und 15 Golf an treue Nutzer verlosen. Dafür soll der Nutzer den Beitrag bis zum 17.04.2020 teilen, kommentieren und die Anbieterseite mit „Gefällt mir“ markieren.

Vielen Nutzern ist nicht klar, dass es bei derartigen Gewinnspielen keine Gewinne gibt. Die Masche ist ein alter Hut: dem Nutzer wird suggeriert, dass es aus fiktivem oder realem Anlass etwas Großartiges zu gewinnen gibt. Und welcher Anlass eignet sich dafür besser als die derzeitige (Ausnahme)-Situation. Die Voraussetzungen der Teilnahme – kommentieren, teilen, liken und eine persönliche Nachricht schicken.

Nun könnte man meinen: „Wenn man da mal mitspielt, passiert doch nichts!“. Das ist ein Irrtum, denn die Leichtgläubigkeit lässt sich der Ersteller solcher Seiten mit den Daten der Nutzer bezahlen. Ab einer bestimmten Teilnehmerzahl werden die Nutzer zu einem neuen Link weitergeleitet. Über diesen gelangt man zu diversen Partnerprogrammen, für die der Ersteller Provision, der Nutzer dagegen bestenfalls lästige Werbung erhält.

Der Tipp der Verbraucherzentrale: Falsche Gewinnspiele sind häufig daran zu erkennen, dass entweder der Name eines bekannten Unternehmens missbraucht oder ein Phantasiename benutzt wird. Der Nutzer wird zum Teilen und Liken „gezwungen“; Teilnahmebedingungen für das Spiel fehlen. Zudem gibt es weder echte Kontaktmöglichkeiten noch ein Impressum. Achten Sie darauf, ehe Sie Ihre Daten preisgeben!

Gewinnchance für alle, die sich 2019 trauen

Unter dem Motto „Jetzt Termin sichern!“ öffnet das Standesamt am 1. September 2018 in der Zeit von 10 bis 16 Uhr für einen „Tag der offenen Tür“ im Rahmen des Vier-Tore-Festes seine Pforten. Künftige Brautpaare können sich an diesem Tag ausführlich rund um den schönsten Tag im Leben informieren.
Erstmals ist es an diesem Tag möglich, sich einen Eheschließungstermin für das Jahr 2019 zu sichern. Wer sich traut, hat gleichzeitig die Chance auf einen Gewinn.
Unter allen Heiratswilligen, die sich an diesem Tag einen Eheschließungstermin reservieren, werden folgende Preise ausgelost:

  1. Preis: Ein Einkaufsgutschein in Höhe von 150 Euro für ein Brautkleid – – einzulösen in Rostock
  2. Preis: Bereitstellung eines Wunschfahrzeugs (je nach Verfügbarkeit) für den Hochzeitstag – gesponsert von einem Neubrandenburger Autohaus
  3. Preis: Eine Brautkiste im Wert von 40 Euro – gesponsert von einer Rostocker Firma

Um gewinnberechtigt zu sein, müssen die Teilnehmer persönlich zur Verlosung am Friedländer Tor anwesend sein (1. September 2018, 15 Uhr, Bühne Friedländer Tor).
Die Standesbeamten wünschen in jeder Hinsicht „Viel Glück“.

Angemerkt

Wenn ein Amt, dass zur Neubrandenburger Stadtverwaltung gehört, aus Anlass eines Neubrandenburger Stadtfestes einen Tag der Offenen Tür macht, und dabei Preise auslobt, damit Besucher im kommenden Jahr wieder in das Neubrandenburger Amt kommen, das übrigens in einem Neubrandenburger Wahrzeichen untergebracht ist, dicht an einem Neubrandenburger Hauptverkehrsknoten, dann ist es sicher sinnvoll, dass der 1. und 3. Preis in Rostock ausgegeben wird.

Europäisches Ziehungskomitee lockt mit Gewinnversprechen – Werbeschreiben in unzähligen Briefkästen bundesweit

Versprochen wird eine 100-prozentige Gewinnchance, für die mit dem ehemaligen Fußballnationalspieler Thomas Helmer geworben wird. Vor diesen und ähnlichen Gewinnversprechen warnt die Verbraucherzentrale MV. In den letzten Tagen haben mehrere Verbraucher aus ganz Deutschland die Verbraucherzentrale darüber informiert, dass sie Post vom „Europäischen Ziehungskomitee“ erhalten haben. Der Inhalt: „Sie wurden für die Deutschlandziehung ausgewählt und haben somit eine 100-prozentige Gewinnchance!“ Dahinter steckt ein Trick. „Werbeanrufe sind verboten. Mit einem persönlich adressierten Brief versucht das Unternehmen dieses Verbot zu umgehen“ warnen die Rostocker Verbraucherschützer. Denn der Verbraucher soll beim Unternehmen anrufen, um seinen Gewinn geltend zu machen.
Unter den Gewinnen sind nur wenige Geldpreise, dafür „tausende Gratis-Tippreihen bei Lotto“. Das beinhaltet keinen bezahlten Lottoschein, sondern tatsächlich erhält man nur sechs Zahlen plus Zusatzzahl genannt. Das ist der „garantierte Gewinn“. Auffällig ist, dass im Briefkopf nur eine Postfachadresse angegeben ist und kein konkreter Kontakt angegeben ist. „Wir raten von solchen Gewinnversprechen ab. Oftmals steckt die Absicht dahinter, am Telefon ein zusätzliches Produkt zu verkaufen“, so Wiebke Cornelius von der Beratungsstelle Rostock. Verbraucher sollten daher nicht darauf eingehen und Widerspruch gegen die Datenverarbeitung beim Unternehmen einlegen.