Gewalt gegen Frauen geht uns alle an

Der „Internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen“ ist ein Aktionstag zur Bekämpfung von Diskriminierung und Gewalt gegenüber Frauen und Mädchen. Er wird jedes Jahr am 25. November begangen.

Häusliche Gewalt umfasst körperliche, sexualisierte, emotionale, soziale und ökonomische Gewalt zwischen Personen, die in einer engen Beziehung zueinanderstehen. In erster Linie richtet sich häusliche Gewalt gegen Frauen und Kinder, seltener gegen Männer und kommt in allen sozialen Schichten vor. Häusliche Gewalt ist keine Privatsache, sie ist ein klarer Verstoß gegen das Menschenrecht auf körperliche und seelische Unversehrtheit.

Jede dritte Frau in Deutschland ist mindestens einmal in ihrem Leben von physischer und/oder sexualisierter Gewalt betroffen, besagen Statistiken. Etwa jede vierte Frau wird mindestens einmal Opfer körperlicher oder sexueller Gewalt durch ihren aktuellen oder früheren Partner.

Das Beratungs- und Hilfenetz der Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg und des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte bietet bei häuslicher und sexualisierter Gewalt sowie bei Stalking gemeinsam Unterstützung an. Fünf Beratungsstellen, ein Frauen- und Kinderschutzhaus sowie die Gleichstellungsbeauftragten der Vier-Tore-Stadt und des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte ermutigen Betroffene „bei Gewalt kein Blatt vor den Mund zu nehmen“ und das Schweigen zu brechen um sich Hilfe zu holen.

Informationen und Kontaktadressen sind auf der neuen Kooperations-Landingpage unter www.hilfe-bei-gewalt.de zu finden.

Hilfeangebote für Opfer häuslicher Gewalt nun auch in Supermärkten

Kontaktbeschränkungen und Existenzängste infolge der Corona-Krise belasten Familien und Partnerschaften – in dieser Ausnahmesituation können Konflikte und häusliche Gewalt zunehmen.

„Das eigene Zuhause ist leider nicht für alle ein sicherer Ort“, verdeutlicht Gleichstellungsministerin Stefanie Drese. Deshalb informiert das Sozialministerium verstärkt über Beratungs- und Hilfsangebote für Opfer von häuslicher Gewalt. „Durch verschiedene bundes- und landesweite Initiativen wollen wir Betroffene auf alternativen Wegen außerhalb der eigenen vier Wände erreichen und Anlaufstellen aufzeigen“, so Drese.

So unterstützt Mecklenburg-Vorpommern die bundesweite Aktion „Zuhause nicht sicher?“, die über Hilfeangebote für Betroffene von häuslicher Gewalt in den großen Einzelhandelsketten informiert. Bundesweit werden in etwa 26.000 Supermärkten Plakate im Kassenbereich, an den Ein- und Ausgängen an den Schwarzen Brettern aufgehängt. Auch auf der Rückseite vieler Kassenzettel finden sich Informationen über Angebote.
„Im Zentrum steht dabei das Hilfetelefon ‚Gewalt gegen Frauen‘. Unter der bundeseinheitlichen Nummer 08000 116 016 sind telefonische Beratungen jeden Tag rund um die Uhr in Deutsch und 17 Fremdsprachen möglich“, betont Drese. Weiterführende Informationen, Hilfeangebote sowie ausdruckbare Poster-Vorlagen und Infoblätter gibt es im Internet unter www.staerker-als-gewalt.de.

Darüber hinaus weitet auch das Netzwerk „Hilfe bei häuslicher und sexualisierter Gewalt“ in Mecklenburg-Vorpommern sein Informationsangebot aus. Hierbei steht die plakative Vermittlung der Beratungs- und Hilfsangebote vor Ort im Mittelpunkt. Drese: „Durch Aushänge in Hausfluren, in Apotheken oder kleinen Läden sollen neben Betroffenen auch Nachbarn oder Bekannte sensibilisiert und örtliche Beratungs- und Hilfsangebote direkt aufgezeigt werden.“

Auf der Homepage der Landeskoordinierungsstelle www.cora-mv.de/ sind die Adressen und Telefonnummern der Einrichtungen in Mecklenburg-Vorpommern aufgelistet, die Hilfe für Betroffene häuslicher und sexualisierter Gewalt anbieten.

Aktionstag "One Billion Rising"

Eine Milliarde erhebt sich gegen Gewalt

Die Sportjugend M-V und die Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg laden am Freitag (14. Februar) alle Interessierten zum gemeinsamen Bewegen-Erheben-Leben in die Innenstadt ein. Jedes Jahr zum 14. Februar findet weltweit der Aktionstag „One Billion Rising“ statt, um ein Ende der Gewalt gegen Frauen und Mädchen sowie Gleichstellung zu fordern. One Billion bezieht sich auf die von der UN geschätzten Zahl der Frauen, die weltweit Opfer von Gewalt werden. Auch in Mecklenburg-Vorpommern suchen jedes Jahr rund 4.000 Menschen Hilfe und Schutz vor häuslicher und sexualisierter Gewalt, zum größten Teil Frauen.

In der Zeit zwischen 16 und 17 Uhr findet eine Tanzdemonstration zum Aktionslied „Break the Chain“ in der Treptower Straße mit sportlichen Mitmachangeboten für Kinder statt. Außerdem kann man sich den ganzen Tag über im Markplatz-Center an Infoständen zum Thema Gewalt informieren. Oberbürgermeister Silvio Witt wird den „One Billion Rising“-Aktionstag in Neubrandenburg eröffnen.

Weitere Informationen unter: www.sportjugend-mv.de

Polizeieinsatz nach Ruhestörung – Schreckschusswaffe sichergestellt

Am Mittwoch, 22.01.2020, gegen 20:00 Uhr meldete ein Hinweisgeber der Einsatzleitstelle des Polizeipräsidiums Neubrandenburg ruhestörenden Lärm und Schussgeräusche aus einer Wohnung in der Mudder-Schulten-Straße auf dem Datzeberg.

Vor Ort konnten die Beamten des Polizeihauptreviers Neubrandenburg aus der betroffenen Wohnung lautes Poltern und aggressive Schreie einer Person hören. Da auf das Klingeln und Klopfen der Beamten nicht reagiert wurde und plötzliche keine Geräusche mehr zu hören waren, gingen die Beamten von einem Unglücksfall aus. Demzufolge wurde die Feuerwehr zur Türöffnung sowie ein Rettungswagen alarmiert.

Nachdem die Beamten die Wohnung betreten haben, fanden sie den 23-jährigen Wohnungsmieter unverletzt in seinem Bett vor. Da der alkoholisierte 23-Jährige den Beamten sofort aggressiv gegenübertrat, wurde er zur Gefahrenabwehr fixiert und gefesselt. Er wurde anschließend in Gewahrsam genommen und zum Polizeihauptrevier Neubrandenburg gebracht. Ein anschließend durchgeführter Drogentest zeigte ein positives Ergebnis. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,66 Promille.

In der Wohnung fanden die Beamten eine Schreckschusswaffe und Hinweise darauf, dass aus dieser Munition abgegeben wurde. Des Weiteren wurden ein Schlagring, ein waffenähnlicher Gegenstand sowie Utensilien, die auf den Anbau von Betäubungsmitteln hindeuten, aufgefunden und sichergestellt. Die Beamten des Kriminalkommissariats Neubrandenburg ermitteln gegen den Beschuldigten wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz und gegen das Betäubungsmittelgesetz. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der Beschuldigte aus dem Gewahrsam entlassen.

Erfolgreiche Volleyballmeisterschaften der Schulen unter dem Motto „Sport statt Gewalt“

Beste Spieler

Am 12.12.2019 fand das 18. Volleyballturnier der Neubrandenburger Schulen und Bildungseinrichtungen statt. Diese Veranstaltung stand wie in den Vorjahren unter dem Motto „Sport statt Gewalt“ und wurde in der Sporthalle des Albert-Einstein-Gymnasiums durchgeführt. „Sport statt Gewalt“ – das heißt Miteinander im fairen Wettkampf.

Insgesamt 12 Mannschaften aus Neubrandenburg und Altentreptow waren am Start, um in fairen, aber hart umkämpften Spielen die besten Mannschaften zu ermitteln. Neben dem gemeinsamen sportlichen Wettkampf stand auch der Präventionsgedanke im Mittelpunkt dieser Veranstaltung, da die Schüler und Auszubildenden mit den anwesenden Präventionsberatern ins Gespräch kommen konnten.

Zu Beginn des Turniers hat jeder Spieler einen Weihnachtsmann erhalten, welche vom Bethaniencenter gesponsert wurden. Die 12 Mannschaften boten den Zuschauern dann spannende und faire Spiele. Im Ergebnis konnte sich bei den Mädchen die Mannschaft des Albert-Einstein-Gymnasiums und bei den Jungs die Mannschaft des anderen Gymnasiums durchsetzen. Hier die Platzierungen:

Weiblich:

1. Platz Albert-Einstein-Gymnasium I
2. Platz Albert-Einstein-Gymnasium II
3. Platz RBB Gesundheit-Sozial- und Sonderpädagogik und Technik

Männlich:

1. Platz Das andere Gymnasium
2. Platz Das andere Gymnasium
3. Platz Albert-Einstein-Gymnasium I

Die drei Erstplazierten der Mädchen- und Jungsmannschaften haben Gutscheine für ihre Klassenkassen erhalten, welche durch das Bethaniencenter gesponsert wurden.

Auch die besten Spieler wurden durch die Polizeibeamten Torsten Dowe und Jörg Mielke sowie Herrn Peter Modemann geehrt. Bei den Mädchen hat Lisa Meier vom Albert-Einstein-Gymnasium und bei den Jungen hat Jonas Schuster vom anderen Gymnasium mit der Spielleistung überzeugt.

Ein besonderer Dank gilt neben dem PSV 90 Neubrandenburg e.V. insbesondere dem Bethaniencenter als Förderer dieser Veranstaltung sowie den Mitorganisatoren und Helfern des Albert-Einstein-Gymnasiums.

NEIN zu Gewalt an Frauen

Foto: Stadt Neubrandenburg

Am Montag war der Internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen. Dabei handelt es sich um einen Gedenk- und Aktionstag zur Bekämpfung von Diskriminierung und Gewalt jeder Form gegenüber Frauen und Mädchen. Neubrandenburgs Oberbürgermeister Silvio Witt nahm diesen Tag zum Anlass, um die Fahne „Frei leben ohne Gewalt“ an der Stadtverwaltung in der Lindenstraße 63 zu hissen. Die Fahne weht dort für eine Woche.

Bereits im Oktober vertrat Oberbürgermeister Silvio Witt als Präsidiumsmitglied des Deutschen Städtetages die Kommunen bei den Verhandlungen mit Bundesfamilienministerin Franziska Giffey und den Ministerinnen der Länder. Im Ergebnis der Sitzung wurde sich für mehr und besser ausgestattete Frauenhäuser und Beratungsstellen ausgesprochen. Der Bund will rund 120 Millionen Euro in den kommenden Jahren dafür bereitstellen.

„Jegliche Form von Gewalt gegen Frauen ist inakzeptabel. Von häuslicher Gewalt betroffene Frauen und Kinder brauchen schnellen und unbürokratischen Schutz. Wir wollen gemeinsam mit Bund und Ländern Prävention und Hilfsangebote verbessern“, so Oberbürgermeister Witt.

22-Jähriger aus Neubrandenburg übt Selbstjustiz

Am Sonnabend, 12.10.2019, um 23:45 Uhr, kam es zu einem strafrechtlich relevanten Sachverhalt im Drogenmilieu Neubrandenburgs. Im Rahmen der Selbstjustiz hatte der 22-jährige Tatverdächtige aus Neubrandenburg die Absicht den 20-jährigen Geschädigten bezüglich seiner Drogenverkäufe an Kinder und Jugendliche zur Rechenschaft zu ziehen.

Aus diesem Grund suchte er gemeinsam mit seiner 19-jährigen Freundin die Wohnung des mutmaßlichen Dealers auf und bedrohte ihn zunächst mit einem Schlagstock vor dem Haus. Anschließend verschaffte er sich gewaltsam Zugang zur Wohnung und durchsuchte dort alles. Die Tür wurde durch den 22-jährigen Tatverdächtigen eingetreten, während zwei unbeteiligte Zeugen sich in der Wohnung des Geschädigten befanden.

Die Beamten konnten die ‚Einbrecher‘ noch vor Ort stellen. Eine fahndungsmäßige Überprüfung der beiden Täter ergab, dass gegen den 22-Jährigen zwei Haftbefehle erlassen wurden. Er wurde hierauf festgenommen, um die Zuführung in die JVA zu gewährleisten. Gegen ihn und seine 19-jährige Mittäterin wurde Strafanzeige erstattet.

Aber auch gegen den 20-jährigen Geschädigten wurde eine Strafanzeige gefertigt, da die eingesetzten Beamten bei der Besichtigung der Wohnung in dieser geringe Mengen an Betäubungsmittel feststellten. Diese wurden sichergestellt.