Neubrandenburger liefert Filmmaterial fürs „Westfernsehen“ – Gesprächsrunde mit Aram Radomski und Joachim Hamster Damm

30 Jahre Friedliche Revolution – Das Thema wird zum Ende des Jahres noch einmal mit interessanten Gesprächspartnern am Donnerstag, 5. Dezember, im Stadtarchiv (Seiteneingang über die Darrenstraße) aufgenommen. Erwartet werden der Fotograf Aram Radomski (Träger des Bundesverdienstkreuzes) und der Puppenspieler und Bühnenbildner Joachim Hamster Damm.

Radomski war zu DDR-Zeiten politischer Häftling und drehte im Herbst ´89 aus einer Leipziger Kirche heimlich Demo-Filme und leitete diese an das „Westfernsehen“ weiter. Hamster Damm schuf mit dem Plakat „Großmutter, warum hast Du so große Zähne?“ eine häufig gezeigte Karikatur von Egon Krenz, der 1989 als Nachfolger Erich Honeckers SED-Generalsekretär und Staatsratsvorsitzender der DDR war.

Beide haben ihre Spuren in Neubrandenburg hinterlassen, aber sie werden kaum noch mit der Vier-Tore-Stadt in Verbindung gebracht.

Kathrin Matern, freie Journalistin beim NDR in Neubrandenburg, wird das Gespräch am 5. Dezember moderieren. Ab 19 Uhr ist Gelegenheit, die beiden Gäste im Stadtarchiv zu treffen. Es ist der Tag, an dem vor 30 Jahren in Neubrandenburg die Stasi-Zentrale besetzt und versiegelt wurde.

Aram Radomski
Aram Radomski ist in Neubrandenburg geboren. Er galt zu DDR-Zeiten als Oppositioneller und war politischer Häftling. Seine Filmaufnahmen von den Montagsdemonstrationen in Leipzig wurden in den bundesdeutschen Medien ausgestrahlt.

Joachim Hamster Damm
Joachim Hamster Damm ist in Saalfeld geboren. Er war Ausstattungsleiter am Kammertheater in Neubrandenburg.

Die Veranstaltung im Stadtarchiv reiht sich ein in die Themenwoche, die im Oktober unter dem Motto „Zeit im Umbruch – Erinnerung an die friedliche Revolution von 1989“ in Neubrandenburg stattfand.

Mit Künstlerinnen ins Gespräch kommen

Am Donnerstag, den 26. Juli, um 17 Uhr kommen Iris Thürmer und Barbara Camilla Tucholski in der Kunstsammlung Neubrandenburg mit Interessenten ins Gespräch. Die beiden Künstlerinnen waren für den diesjährigen Kunstpreis der Mecklenburgischen Versicherungsgruppe nominiert. Ihre Werke sind in der aktuellen Sonderausstellung FÜNF POSITIONEN DER GEGENWART IN MECKLENBURG-VORPOMMERN zu sehen. Im Gespräch mit Besucherinnen und Besuchern erklären sie ihr höchst unterschiedliches Schaffen und beantworten Fragen zu ihren Arbeiten. Alle Ausstellungen des Hauses sind an diesem Tag bis 19 Uhr zugänglich (Eintritt: 6,00 EUR, ermäßigt 3,00 EUR).