Radtour einmal anders

Die Mecklenburgische Seenplatte und insbesondere die Müritz ist vielen vor allem als Urlaubs- und Tourismusgebiet bekannt. Weit weniger wissen um die bewegte Geschichte der Region während der Zeit des Nationalsozialismus. Die Spuren dieses dunklen Kapitels der Vergangenheit sind oft verwischt und schwierig zu erkennen. Dabei gibt es auch entlang der Müritz zahlreiche Gedenkorte, die an diese Zeit und die Verbrechen der Nationalsozialisten erinnern.

Hiermit möchten die Gesellschaft der Europäischen Akademien e.V. und die Europäische Akademie MV e.V. alle Interessierten herzlich zur „Erinnerungskul(Tour) – Geschichte an alternativen Orten (er)fahren. Mit dem Rad rund um die Müritz!“ vom 30.07. bis 03.08.2021 einladen, es soll sich gemeinsam auf Spurensuche begeben werden.

Weitere Informationen finden Sie im Flyer unten.

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Oststadt-Ausstellung öffnet am Samstag

Thomas Möller vor der Ausstellung (Foto: privat)

Am 27.03.2021 von 13:00 bis 15:00 Uhr öffnet im Lindetalcenter Neubrandenburg die Ausstellung „50 Jahre Neubrandenburger Oststadt“ für Besucher.

Der Oststadt e.V. hat mit dem Lindetalcenter eine kleine Ausstellung mit Möbel, Haushaltsgegenstände, Spielzeug, Dokumenten und Hausbüchern zusammengestellt. Wer Lust hat, kann dort in Erinnerungen an die alte Oststadt schwelgen und in alten Zeitungen blättern.

Thomas Möller wird einiges zur Geschichte der Oststadt und des Oststadt e.V. erzählen. Wer noch alte Bilder zur Geschichte der Oststadt hat, kann diese gerne mitbringen.

Auf Hygiene Regel wird geachtet und Zutritt ist nur mit Maske gestattet.

Oststadt-Ausstellung öffnet an zwei Samstagen

Thomas Möller vor der Ausstellung (Foto: privat)

Am 20.03.2021 und am 27.03.2021, jeweils von 13:00 bis 15:00 Uhr öffnet im Lindetalcenter Neubrandenburg die Ausstellung „50 Jahre Neubrandenburger Oststadt“ für Besucher.

Der Oststadt e.V. hat mit dem Lindetalcenter eine kleine Ausstellung mit Möbel, Haushaltsgegenstände, Spielzeug, Dokumenten und Hausbüchern zusammengestellt. Wer Lust hat, kann dort in Erinnerungen an die alte Oststadt schwelgen und in alten Zeitungen blättern.

Thomas Möller wird einiges zur Geschichte der Oststadt und des Oststadt e.V. erzählen. Wer noch alte Bilder zur Geschichte der Oststadt hat, kann diese gerne mitbringen.

Auf Hygiene Regel wird geachtet und Zutritt ist nur mit Maske gestattet.

Runder Tisch Landesgeschichte konstituiert sich

Bild: Kartenauschnitt, Johann Baptist Homann (1664-1724): Ducatus Meklenburgici tabula generalis. Verlag: Nürnberg Homann Johann Baptist, Erscheinungsdatum: 1712; Vorlage aus dem Besitz der Sondersammlung der Universität Rostock; Sammlung HMV/Ortschronikenportal-MV

Am 5. Dezember trafen sich 15 Vertreter/innen unterschiedlichster Einrichtungen, die sich der Erforschung und Vermittlung der Regionalgeschichte in Mecklenburg-Vorpommern verpflichtet fühlen. Sie haben über die prekäre personelle und finanzielle Situation der Landesgeschichte sowohl an den Universitäten, den Bibliotheken und Archiven als auch im Bereich des ehrenamtlichen Engagements beraten.

Der Heimatverband Mecklenburg-Vorpommern hatte zum Online-Austausch eingeladen. Schon lange ist die Landesgeschichte in Not: Lehrstühle für Pommersche oder Mecklenburgische Landesgeschichte wurden abgeschafft. Damit fehlt nicht nur Forschung in diesem Bereich, sondern auch die Ausbildung des akademischen Nachwuchses und der Lehrer/innen sind gefährdet. Die Archive und Bibliotheken im Land sind finanziell und personell so schlecht ausgestattet, dass sie z.T. geschlossen bleiben oder jährlich neu um ihre Finanzierung bangen müssen. Der Wossidlo-Forschungsstelle droht als eigenständiger Einrichtung das Aus.

Die Aufarbeitung und Vermittlung der Landesgeschichte kann einen entscheidenden Beitrag zur Identitätsbildung und Demokratieerziehung im Lande leisten. Dafür braucht es jedoch eine langfristige institutionelle Verankerung und nicht einen schrittweisen Abbau.

Um den konstruktiven Austausch fortzusetzen, sich noch stärker zu vernetzen, konzeptionelle Vorschläge zu bündeln und gemeinsame Projekte zu entwickeln, wird sich der Kreis weiter treffen. Namentlich waren vertreten: Martin Buchsteiner (Heimatverband Mecklenburg-Vorpommern, Geschichtsdidaktik Universität Greifswald), Irmfried Garbe (Arbeitsgemeinschaft für Pommersche Kirchengeschichte), Michael Heinz (Stasi-Unterlagenarchiv, Gesellschaft zur Erforschung der Zeitgeschichte), Klaus-Dieter Kohrt (Pommerscher Greif, Heimatverband MV), Raiko Lippert (Verein Kulturgut Mecklenburg-Strelitz), Matthias Manke (Historische Kommission für Mecklenburg), Florian Ostrop (Stiftung Mecklenburg), Oliver Plessow (Didaktik der Geschichte Universität Rostock), Haik Porada (Historische Kommission für Pommern), Christoph Schmitt (Wossidlo-Forschungsstelle Universität Rostock, Gesellschaft zur Förderung des Wossidlo-Archivs, Heimatverband Mecklenburg-Vorpommern), Anna-Konstanze Schröder (Heimatverband MV), Antje Theise (Universitätsbibliothek Rostock), Andreas Wagner (Sprecherrat der AG Gedenkstätten), Wolfgang Eric Wagner (WWU Münster, Historische Kommission für Mecklenburg), Ralf-Gunnar Werlich (Historisches Institut Universität Greifswald).

Weitere Institutionen und Netzwerke sind eingeladen, sich am Runden Tisch zu beteiligen. Abschließend stellt Martin Buchsteiner, Vorsitzender des Heimatverbandes Mecklenburg-Vorpommern und Leiter der Geschichtsdidaktik an der Universität Greifswald fest: „Wir sind auf einem guten Weg!“

Stasi-Unterlagen-Archiv bleibt in Neubrandenburg

Gute Nachrichten für das Stasi-Unterlagen-Archiv in der Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg: In der vergangenen Woche hat der Bundestag den Übergang in das Bundesarchiv zum 17. Juni 2021 beschlossen. Neubrandenburg wurde im Gesetz dauerhaft als Standort festgeschrieben.

„Ich bin froh, dass die Außenstelle unserer Stadt erhalten bleibt. Dort lagern die Unterlagen der ehemaligen Bezirksverwaltung für Staatssicherheit Neubrandenburg und damit stellt dieses Archiv einen wichtigen Pfeiler in der Aufarbeitung unserer DDR-Geschichte dar“, betonte Oberbürgermeister Silvio Witt. Rund 2.500 laufende Meter Unterlagen, darunter mehr als 800.000 Karteikarten sowie zahlreiche Bild- und Tondokumente zeugen von fast 40 Jahren Stasi-Überwachung im ehemaligen Bezirk Neubrandenburg. „In der Einrichtung besteht die Möglichkeit, einen Antrag auf Akteneinsicht zu stellen“, machte Silvio Witt deutlich. „Für die Bürgerinnen und Bürger bleibt diese Möglichkeit nun weiterbestehen.“

Besucherinnen und Besucher bekommen in der Außenstelle der Stasi-Unterlagenbehörde die Möglichkeit, sich ein Bild vom Wirken des ehemaligen Ministeriums für Staatssicherheit sowie vom Umfang der Aktenüberlieferung in der Vier-Tore-Stadt zu machen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter führen, wenn es die Corona-Maßgaben wieder zulassen, unter anderem durch Kartei- und Magazinräume. Sie erklären, wie die Stasi gearbeitet hat und warum sie in der Stadt ein Netz geheimer Wohnungen unterhielt. Gleichzeitig bietet die Einrichtung öffentliche Bildungsangebote an.

„Die Festschreibung des Standortes Neubrandenburg ist eine gute Nachricht für die Betroffenen, für die Demokratiebildung in Stadt und Region sowie natürlich für die Beschäftigten der Außenstelle“, betonte Außenstellenleiter Sebastian Richter.

Neubrandenburger Kochschule

Ein „Kochbuch der Neubrandenburger Kochschule“ ist im Buchhandel und im Museum (nach coronabedingter Schließung) ausgelegt.

Das Heft 52 in der Schriftenreihe des Regionalmuseums entstand auf Grundlage handschriftlicher Aufzeichnungen von Alma Kurth aus Bartow bei Altentreptow, die um 1910 die Vier-Tore-Städter Kochschule am Schützenwall besuchte. Ihre in Kurrentschrift festgehaltenen Notizen wurden von Museumsvereinsmitgliedern übertragen und sind in einer Auswahl von fast 50 Rezepten Anregung zum Nachkochen für traditionelle Speisen, Kuchen und Marmeladen.

Das Heft ist aus Anlass des 30-jährigen Jubiläums der Wiedergründung des Museumsvereins entstanden und wurde mit Unterstützung der „Gertrud und Franz Schubert Stiftung“ finanziert. Es ist für 10 Euro erhältlich. Die Illustrationen, Fotomotive von historischen Küchengerätschaften aus dem Bestand des Regionalmuseums, lieferte der Fotograf Thomas Kunsch.

Die Wiedergründung des Neubrandenburger Museumsvereins wird in der nächsten Sonderausstellung des Museums im Franziskanerkloster thematisiert.

Altes Handwerk – Unterwegs Rad und Ranger

Teerreste aus dem Teerofen, Foto: Nationalparkamt Müritz

Was wissen wir noch von alten Wassermühlen, Harzungen, Teeröfen, Köhlereien oder Steinschlägern? Radeln Sie mit dem Ranger zu den ehemaligen Arbeitsstätten unserer Eltern und Großeltern.
Fahrradausleihe vor Ort gegen eine Gebühr von 5 € möglich.

Wo? Jugendwaldheim Steinmühle, bei Carpin
Wann? Samstag, 19. September, 10:00 bis 13:00 Uhr
Etwa 8 Kilometer

Für die Führungen ist eine persönliche telefonische Anmeldung bis zum 18.09.2020, 13:30 Uhr unter 039824  252 80 erforderlich.