Vermehrte Diebstähle von Geldbörsen

Am Dienstag kam es im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte vermehrt zu Geldbörsendiebstählen aus Taschen, während sich Geschädigte in und vor Supermärkten aufhielten.

Die Beamten der Polizei(haupt-)reviere nahmen am 15.06.2021 jeweils Strafanzeigen wegen der Diebstähle in Waren, Penzlin, Feldberg und Neubrandenburg auf. In allen Fällen handelte es sich nach derzeitigen Erkenntnissen um unbekannte Täter, die in der Zeit von 11:00 Uhr bis 13:45 Uhr des 15.06.2021 agierten. Die Geldbörsen der Geschädigten befanden sich in Handtaschen oder Rucksäcken, die teilweise verschlossen am Körper getragen wurden oder an Einkaufskörben hingen.
Alle Taten blieben durch die Geschädigten unbemerkt, sodass der Polizei derzeit keine Personenbeschreibungen zu den Tätern vorliegt. In einem Fall gelang es den Tätern unmittelbar nach der Tat, 1000 EUR Bargeld vom Konto eines Geschädigten abzuholen.

Die Beamtem im Landkreis MSE registrierten in den vergangenen Monaten zeitweise vermehrt Diebstähle von Geldbörsen in oder vor Supermärkten. Deshalb bitten wir die Bevölkerung, sensibel und achtsam mit den persönlichen Sachen umzugehen. Behalten Sie Ihre Geldbörsen stets unter Verschluss und im Auge. Verstauen Sie diese niemals in offenen Beuteln, die dann an Einkaufskörben transportiert werden. Tragen Sie die Geldbörsen besser gut gesichert am eigenen Körper, sodass Niemand unbemerkt Zugriff erlangt.

Diebstahl einer Geldbörse – Ungewöhnlicher Dieb identifiziert

Gestern Abend (21. April 2021, 20:30 Uhr) meldete ein Hinweisgeber aus dem Amtsbereich Torgelow-Ferdinandshof den Diebstahl seiner Geldbörse aus seiner Wohnung.

Hierbei handelte es sich um eine Art Kellnerportemonnaie mit fast 2.000 Euro Bargeld Inhalt. Nach ersten Angaben sei nicht ganz klar, ob es sich hierbei um einen Wohnungseinbruchsdiebstahl oder aber um eine Wegnahme – etwa durch Besucher – handelte.

Die eingesetzten Kräfte des Polizeireviers Ueckermünde begaben sich schließlich zur Wohnung des Hinweisgebers, um der vermeintlichen Diebstahlshandlung auf den Grund zu gehen.

Wenig später stellte sich heraus: Das Portemonnaie lag unter dem Bett im Schlafzimmer des Mannes. Offensichtlich hatte die Geldbörse so sehr das Interesse seiner Katze geweckt, dass diese das mutmaßliche Diebesgut vom Wohnzimmer ins Schlafzimmer verlagert hatte.

So kam der Mann nur mit einem Schrecken davon. Künftig wird er sich sicherlich zweimal überlegen, wohin er seinen wertvollen Besitz ablegt.

Polizei warnt vor Abzocke bei Geldanlagen im Internet

Momentan häufen sich in der Region die Anrufe von falschen Polizisten, die Bargeld sicherstellen wollen, weil sie eine Diebesbande mit Adresslisten gefasst haben. Viele ältere Menschen haben diese Anrufe seit gestern Abend der Einsatzleitstelle gemeldet. Bisher ist niemand darauf herein gefallen.

Anders gestaltet sich jedoch ein Betrugsfall, der gestern angezeigt wurde: Ein 81-jähriger Mann aus der Nähe von Demmin wollte über eine Online-Handelsplattform in Bitcoin investieren und verlor 40.500 EUR.

Der Deutsche wollte im Oktober 2020 Geld anlegen. Dazu investierte er 1000 EUR über eine Online-Handelsplattform in zwei Bitcoins. Durch Anrufe und E-Mails eines angeblichen Brokers der Coinibank wurde er gedrängt, noch mehr zu investieren, es sei eine gute Zeit zum Handel.

Der Senior investierte nach und nach noch weitere 35.000 EUR. Auf der Website wurde ihm auf seinem Konto bereits ein Gewinn von über 185.000 EUR angezeigt. Als sogenannter „Goldkunde“ wurde er aufgefordert, sich seinen Gewinn auszahlen zu lassen, da sich dieser verdoppelt habe. Dieser Aufforderung kam der Geschädigte nach und verlangte von der Coinibank die Auszahlung des Geldes. Plötzlich sollte er jedoch 27.000 EUR an Brokergebühren zahlen. Der Mann konnte das Geld nicht aufbringen und zahlte „nur“ 4.500 EUR für einen geringeren Gewinnerhalt.

Im Nachhinein meldeten sich angebliche Bankangestellte und ein Anwalt aus Israel bei ihm. Der Anwalt teilte ihm mit, dass er sich mit den Betrügern auskennen würde und verlangte über 4000 EUR an Gebühren. Dieses Geld zahlte der Geschädigte nicht und erstattete Anzeige. Er verlor somit insgesamt 40.500 EUR.

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Senioren in Röbel und Eggesin werden Opfer von Internetbetrügern und verlieren viel Geld

In den vergangenen Tagen ist es Betrügern in gleich zwei Fällen gelungen, ältere Opfer um ihr Erspartes zu bringen.

In Röbel verlor ein Rentner im Alter von 86 Jahren durch einen Betrug im TAN-Verfahren über 30.000 EUR. Am Telefon meldete sich ein Herr Schmidt von der Hausbank des Mannes. Er gab an, dass der Generator für die mobilen Transaktionsnummern überprüft werden müsse. Er forderte den 86-Jährigen auf, insgesamt drei TAN für das Onlinebanking zu generieren. Das machte der Geschädigte und gab die Nummern telefonisch weiter. Herr Schmidt sagte ihm, dass das Gerät unbedingt ausgetauscht werden müsse. Erst als ein echter Angestellter der Hausbank einen Tag später telefonisch nachfragte, ob die Überweisung in Ausland rechtmäßig sei, fiel der Betrug auf.

E-Mail der Sparkasse

In Eggesin ist ein 74-Jähriger Opfer einer Pishing-Mail geworden. Die Verbraucherzentrale warnt bereits vor dieser Mail, welche angeblich von der Sparkasse stammt. Unter den aktuellen Warnungen/Pishing Radar hat die Verbraucherzentrale auf ihrer Homepage ein Beispiel dieser Mails eingestellt. Die Masche ist in ganz Deutschland die gleiche: Die Opfer erhalten eine E-Mail von der angeblichen „Sparkassen-Finanzgruppe“, welche täuschend echt aussieht. Aufgrund der Covid-Pandemie hätten sich die Sparkassenverbände zusammengeschlossen und ein neues System entwickelt – das SVOB (Sparkasse-Verbindet-Online-Banking). Es werden zahlreiche Vorzüge, wie z.B. der Wegfall von Kontoführungsgebühren, aufgezählt und eine zeitliche Dringlichkeit dargelegt, da ein Lockdowns möglich ist und die Umstellung zügig erfolgen müsse. Das alte System wird abgeschaltet und durch SVOB ersetzt. Der Empfänger der E-Mail gelangt über einen Button zur Registration. So klickte auch der 74-Jährige auf „Weiter“ und wurde an eine Maske geleitet, in welche er sämtliche persönlichen Angaben, Kontodaten, Kartennummern und die PIN für das Onlinebanking eingab. Schließlich erhielt der Senior einen Anruf von einem angeblichen Sparkassen Mitarbeiter, der ihn aufforderte TAN zu generieren, um den gesamten Vorgang zu verifizieren. Der Geschädigte gab zwei TAN telefonisch weiter. Nur einen Tag später erhielt der Mann erneut diese E-Mail, mit der Aufforderung sich zu registrieren. Das machte ihn stutzig und als er sein Konto einsah, musste er feststellen, dass knapp 9000 EUR von seinem Konto abgebucht worden sind.

Bitte behandeln Sie Ihre TAN wie die PIN Ihrer EC-Karten. Diese dürfen in keinem Fall telefonisch weiteregegeben werden. Geben Sie auch keine Kontodaten oder andere sensible Informationen am Telefon preis!

Sofern in dieser Meldung kein gesonderter Hinweis ergeht, haben alle genannten Personen die deutsche Staatsangehörigkeit.

Kurzarbeitergeld wird unter bestimmten Voraussetzungen erhöht

Das Gesetz zur weiteren Abfederung der sozialen und wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie (Sozialschutzpaket II) wurde Ende Mai 2020 im Bun­des­gesetzblatt veröffent­licht. Enthalten sind darin auch Änderungen zur Höhe des Kurzarbeitergeldes und zu den Hinzuverdienstmöglichkeiten während der Kurzarbeit.

Stufenweise Erhöhung des Kurzarbeitergeldes

  • Bisher galt bereits bezüglich der Höhe des Kurzarbeitergeldes: Beschäftigte erhal­ten 60 Prozent des während der Kurzarbeit ausgefallenen Nettolohnes. Personen mit mindestens einem Kind bekommen 67 Prozent. Neu hinzu kommt die Regelung zur stufenweisen Erhöhung des Kurzarbeitergeldes, die nun befristet bis zum 31.12.2020 gilt.
  • Die Erhöhung erfolgt in zwei Schritten, zum vierten und siebten Bezugs­monat. Das Kurzarbeitergeld erhöht sich ab dem vierten Bezugsmonat auf 70 Pro­zent (beziehungsweise auf 77 Prozent für Personen mit mindestens einem Kind) und ab dem siebten Monat auf 80 Prozent (beziehungsweise 87 Prozent für Per­sonen mit mindestens einem Kind)
  • Dieser erhöhte Leistungsanspruch setzt jedoch voraus, dass im jeweiligen Kalen­de­r­monat für die Person in Kurzarbeit ein Entgeltausfall von min­destens 50 Prozent vorliegt. Diese Voraussetzungen gilt für beide Er­höh­ungs­stufen.
  • Zweierlei ist zu beachten: In die Berechnung der Höhe des Kurzarbeiter­geldes wird nicht der Betrieb, sondern die individuelle Bezugsdauer der jeweiligen Be­schäftigten einbezogen. Und: Der Referenzmonat für die Berechnung der indi­vidu­ellen Bezugsdauer ist der März 2020. Das be­deutet, dass die Zählung von Bezugsmonaten mit dem Monat März 2020 beginnt. Monate vor diesem Referenz­punkt, in denen eine Person bereits Kurzarbeitergeld bezogen hat, bleiben unbe­rück­sichtigt. Das erhöhte Kurzarbeitergeld kann also frühestens ab Juni 2020 bezogen werden.

Hinzuverdienstmöglichkeiten während der Kurzarbeit

  • Die Möglichkeit für Beschäftigte in Kurzarbeit, sich neben dem Kurzarbeiter­geld etwas hinzuverdienen zu können, ist für die Zeit vom 01. Mai 2020 bis 31. Dezem­ber 2020 für alle Berufe geöffnet worden.
  • Geringfügige Beschäftigungen bleiben an­rechnungsfrei. Das heißt, der Hinzuverdienst wird nicht vom Kurzarbeitergeld abgezogen.
  • Auch wenn Beschäftigte eine mehr als geringfügige Tätigkeit aufneh­men, bleibt diese bis zum Erreichen der vollen Höhe des bisherigen Nettomonats­einkommens anrechnungsfrei.
  • Dabei darf das Gesamteinkommen -aus noch gezahl­tem Arbeitsein­kom­men, dem Kurzarbeitergeld sowie dem Hinzuverdienst -das normale Netto­einkommen nicht übersteigen. Darüberhinausgehende Einnahmen kürzen das Kurzarbeitergeld.

Bundestag verabschiedet wegen Corona neues Gesetz zu Verbraucherrechten

Welche Zahlungen darf man stoppen?

Durch die derzeitige Corona-Pandemie geraten viele Verbraucher aufgrund von Einkommenseinbußen in finanzielle Nöte. Zur Abmilderung dieser Folgen wurde vom Bundestag ein Gesetz verabschiedet. Seit dem 1. April 2020 gelten neue Verbraucherrechte.

Verbraucher dürfen ihre Abschläge auf Strom, Gas und Wasser, die monatlichen Zahlungen für Telefon und Internet, den Beitrag für bestimmte Versicherungen (z. B. private Krankenversicherungen) und größere Raten für Konsumkredite vorübergehend aussetzen. Diese Zahlungsstundung gilt zunächst für drei Monate, also für April, Mai und Juni 2020.

Verbraucher müssen in dieser Zeit weder die Einstellung der Versorgung, also etwa eine Stromsperre) noch Mahn- und Inkassokosten befürchten. Alle Forderungen werden aber nicht erlassen, sondern müssen ab Juli nachgezahlt werden. Der Gesetzgeber hat sich vorbehalten, die Dauer dieser Sonderregung wenn notwendig bis September zu verlängern.

Voraussetzungen für einen Zahlungsaufschub sind:

  • ein stark vermindertes Einkommen durch die Corona-Krise,
  • das Einkommen reicht nicht mehr für einen angemessenen Lebensunterhalt,
  • es geht um laufende Kosten aus einem Vertrag für existenzielle Leistungen wie Miete, Energiekosten, Telefon und Internet, Lebensmittel und notwendige Medikamente, Unterhaltsleistungen
  • der Vertrag wurde vor dem 08.03.2020 geschlossen.

Für alle Fragen rund um die neuen Regelungen können Sie sich gern an die Beratungsstelle Rostock der Verbraucherzentrale wenden.

MV-Schutzfonds: 20 Millionen Euro für die Kultur bereitgestellt

Die Landesregierung unterstützt in der Corona-Krise Künstlerinnen, Künstler, Kulturschaffende, Träger der allgemeinen und politischen Weiterbildung sowie Gedenkstätten mit insgesamt 20 Millionen Euro.

Das Kabinett hat am Dienstag in seiner telefonischen Sitzung die entsprechenden Auszahlungsbedingungen für die Schutzleistungen beschlossen.

Die Millionenhilfen sind Teil des MV-Schutzfonds des Landes, der insgesamt 1,1 Milliarden Euro umfasst.