4,15 Millionen Euro für zusätzliche Sozialarbeit und bis zu 100 weitere FSJ-Plätze

Das Land stellt aus dem Bundesaktionsprogramm „Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche“ 4,151 Millionen Euro für zusätzliche Schulsozialarbeit sowie zusätzliche Freiwillige an Schulen, Einrichtungen der Kindertagesförderung sowie in der Kinder- und Jugendhilfe zur Verfügung.

Die Mittel sind für die Jahre 2021 bis 2023 vorgesehen. Zur Umsetzung der Maßnahmen wurden Bund-Länder-Vereinbarungen abgeschlossen, in denen die Länder darlegen, wofür sie das Geld ausgeben wollen.

Ziel des Aufholprogramms nach Corona ist es, dass Kinder und Jugendliche schnell pandemiebedingte Lernrückstände aufholen und Versäumtes auch hinsichtlich des sozialen Lernens und Miteinanders nachholen können. Wir wollen deshalb, dass Schulen sowie Einrichtungen der Kindertagesförderung und Jugendhilfe durch zusätzliche Schulsozialarbeit und durch zusätzliche Freiwillige im FSJ Kinder und Jugendliche unterstützen.

Für die personelle Ausweitung der Schulsozialarbeit sind rund 2,87 Millionen Euro vorgesehen, die vom Land in Form einer Zuwendung an die Landkreise und kreisfreien Städte für zusätzliche Stellen gewährt werden.

Etwa 1,28 Millionen Euro stehen für das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) zur Verfügung. Die Höhe der Zuwendung beträgt für jeden Teilnehmenden 535 Euro pro Monat. Die zugelassenen Träger melden die Anzahl der geplanten Teilnehmendenplätze. Die zur Verfügung stehenden Plätze werden linear auf alle Antragstellenden aufgeteilt.

Mit der Förderung werden ab dem 1. September bis zu 100 zusätzliche Plätze für Freiwilligendienstleistende im FSJ in Kitas, Schulen und Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe eingerichtet. Auch dadurch schaffen wir Kapazitäten, um Kindern ganz konkret bei der Bewältigung der Pandemiebelastungen zu helfen.

Aufholen nach Corona – mehr FSJ-Stellen

Mit dem „Aktionsprogramm Aufholen nach Corona“ werden zusätzliche Plätze für Freiwilligendienstleistende in Schulen und Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe für den Zeitraum vom 01.09.2021 bis 31.08.2023 gefördert. Bedarfsmeldungen von Trägern des FSJ für eine Förderung können bis zum 9. August 2021 beim LAGuS eingereicht werden.

Das Land Mecklenburg-Vorpommern gewährt mit Hilfe des „Aktionsprogramms Aufholen nach Corona“ Zuwendungen zur Durchführung des Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) mit dem Ziel der Förderung von sozialem Engagement und Erhöhung der individuellen Berufs- bzw. Studienwahlkompetenz von jungen Menschen bis zur Vollendung des 27. Lebensjahres.

Ziel des „Aktionsprogramms Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche“ ist es, dass alle Kinder und Jugendlichen schnell wieder aufholen und Versäumtes nachholen können. Das gilt nicht nur für den Lernstoff, sondern auch für ihr soziales Leben: Sie sollen Zeit haben für Freunde, Sport und Freizeit und die Unterstützung bekommen, die sie und ihre Familien jetzt brauchen. Mit Hilfe dieser Förderung können, neben den Zielen des § 3 des Gesetzes zur Förderung von Jugendfreiwilligendiensten (JFDG), Schulen und Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe in ihren Bemühungen, Kinder und Jugendliche bei der Bewältigung der Folgen der Pandemie zu helfen, durch die Freiwilligen im FSJ unterstützt werden.

Es sollen für den Zeitraum vom 01.09.2021 bis 31.08.2023 bis zu 100 zusätzliche Stellen ein-gerichtet werden. Die Zuwendung wird im Rahmen der Projektförderung in Form eines nicht rückzahlbaren Zuschusses als Festbetragsfinanzierung gewährt. Eine Einheit ist ein Monat, in dem ein junger Mensch am Freiwilligen Sozialen Jahr teilnimmt (Teilnehmendenmonat). Die Monatspauschale beträgt je Teilnehmenden 535,00 Euro. Insgesamt orientiert sich die Förderung an den Rahmenbedingungen für die Gewährung von Zuwendungen aus dem Europäischen Sozial-fonds für das FSJ.

Maßnahmen zur Durchführung eines FSJ, die bereits gemäß der Richtlinie zur Förderung des Freiwilligen Sozialen Jahres vom 18. August 2016 bewilligt wurden, werden im Rahmen dieser zusätzlichen Förderung nicht berücksichtigt. Voraussetzung für die Förderung ist weiterhin, dass der Antragstellende als Träger des Frei-willigen Sozialen Jahres in Mecklenburg-Vorpommern zugelassen ist und die Bestimmungen des JFDG während der Durchführung des Freiwilligen Sozialen Jahres eingehalten werden.

Für die Bedarfsplanung wird gebeten, bis spätestens 09. August 2021 die Anzahl der geplanten Teilnehmendenplätze in den o.g. Einsatzbereichen für den Zeitraum 01.09.2021 bis 31.08.2023 per E-Mail (franziska.pelz@lagus.mv-regierung.de) mitzuteilen. Mitteilungen nach diesem Datum können für die Berechnung der zu vergebenden Plätze nur berücksichtigt werden, wenn freie Plätze zur Verfügung stehen. Die Aufteilung der zur Verfügung stehenden Teilnehmendenplätze (100 Plätze) erfolgt linear auf alle Antragstellenden.

Über das Ergebnis der Bedarfsprüfung werden die FSJ-Träger zeitnah in Kenntnis gesetzt und gebeten, entsprechende Förderanträge zu stellen. Die konkrete Aufteilung der Plätze auf die einzelnen Träger, sowie die Erklärung über die Einhaltung der Bestimmungen des Jugendfreiwilligendienstegesetzes, sind Bestandteil der späteren Antragstellung.

Land fördert 100 zusätzliche FSJ-Stellen in Kitas

Für das bevorstehende Freiwillige Soziale Jahr 2020/ 2021 stehen bis zu 100 zusätzliche Plätze für Freiwilligendienstleistende in Kindertagestätten zur Verfügung. Das Land stellt dafür Mittel aus dem MV-Schutzfonds und dem Europäischen Sozialfonds (ESF) in Höhe von bis zu 550.000 Euro bereit.

Damit können Kitas kurzfristig personelle Unterstützung erhalten und es bedeutet zugleich eine Chance für sozial engagierte junge Menschen bis 27 Jahre, wertvolle berufliche Erfahrungen zu sammeln.

Das Land übernimmt Kosten in Höhe von durchschnittlich 535 Euro im Monat je zusätzlicher FSJ-Stelle. Der Träger des Freiwilligen Sozialen Jahres steuert einen monatlichen Eigenanteil von 200 Euro pro FSJ-Stelle bei. Anträge können beim Landesamt für Gesundheit und Soziales gestellt werden. Voraussetzung für die Förderung ist, dass der Antragstellende als Träger des Freiwilligen Sozialen Jahres in Mecklenburg-Vorpommern zugelassen ist.

Durch die Hygiene- und Schutzauflagen haben Kitas einen erhöhten Personalbedarf, der beispielsweise durch den Einsatz von Freiwilligendienstleistenden aufgefangen werden kann, was die Grundidee zur Einrichtung der zusätzlichen FSJ-Stellen im Kita-Bereich darstellt.

Gleichzeitig geht das Sozialministerium von einem erhöhten Bedarf für ein FSJ aus, da Schulabsolvent/inn/en aufgrund der Corona-Pandemie mit ihrer Studienentscheidung zögern und Auslandsjahre auch nur eingeschränkt realisiert werden können.

Direktlink: Infos zum Antragsverfahren für bis zu 100 zusätzliche FSJ-Stellen für den Bereich der Kindertagesförderung

Überbrückungsmöglichkeiten zwischen Schule und Ausbildung oder Studium

Soziale Dienste wie das „Freiwillige Soziale Jahr“ (FSJ), das „Freiwillige Ökologische Jahr“ (FÖJ) oder auch der „Freiwillige Wehrdienst“ (FWD), Au Pair, Work & Travel, Bundesfreiwilligendienst oder der internationale Freiwilligendienst bieten sinnvolle Alternativen, wenn man die Zeit bis zum Ausbildungs- oder Studienbeginn überbrücken will oder muss.

Jugendliche haben die Möglichkeit, nach der Schulzeit in einem freiwilligen Jahr praktische Erfahrungen in unterschiedlichen Bereichen zu sammeln. Am bekanntesten sind das Freiwillige Soziale Jahr im Bereich Gesundheit, Pflege oder Erziehung (FSJ) und das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ). Genauso möglich ist ein Freiwilliges Soziales Jahr in der Denkmalpflege, in der Politik oder Wissenschaft. Den Bundesfreiwilligendienst gibt es seit knapp vier Jahren und dazu kommen unter bestimmten Voraussetzungen auch freiwillige Dienste im Ausland. Der Freiwillige Wehrdienst (FWD) ist ebenso eine Alternative.

Wann: 19. März 2019 von 14 bis 17 Uhr | 15 Uhr: Vortrag zum Bundesfreiwilligendienst
Wo: Neubrandenburger Berufsinformationszentrum (BiZ), Ponyweg 37

Um 15 Uhr hält Benedikt Prüfer, Berater beim Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben, einen Vortrag zum Bundesfreiwilligendienst.

„Viele wollen sich nach der Schulzeit komplett neu orientieren, in der Praxis lernen, ihre eigenen Fähigkeiten testen und anderen Menschen helfen. Im Berufsinformationszentrum stellen wir verschiedene Möglichkeiten der Überbrückung gemeinsam mit Anbietern solcher Freiwilligendienste vor“, informiert BiZ-Leiterin Sabine Queitzsch.

Informationen oder Anfragen unter Tel. 0395/766 1500 oder per Mail an: neubrandenburg.biz@arbeitsagentur.de