Corona: Aktuelle Lage im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte

Weil sich immer mehr Menschen im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte mit dem Corona-Virus anstecken, hat Landrat Heiko Kärger weitere Einschränkungen verfügt, um die Ausbreitung zu mildern. Für die Amtsbereiche, in denen in den zurückliegenden Tagen Pflegeheime, Pflegedienste, Gesundheitseinrichtungen und Schulen vermehrt Infektionen aufgetreten sind, gelten nun besondere Regeln. Das betrifft die Einwohner in den Gemeinden der Amtsbereiche Friedland, Woldegk und Stargarder Land.

Die 22. Allgemeinverfügung, die am 27. November in Kraft getreten ist, schränkt in diesen genannten Regionen die Besuche in vollstationären Pflegeeinrichtungen ein. So dürfen Besuche nur in dafür vorgesehenen Besucherzimmern stattfinden, in denen die Hygieneregeln eingehalten werden. Dazu gehören unter anderem die Desinfektion von Händen und das Tragen des Mund-Nasen-Schutzes. Besucher sind auf kürzestem Wege vom Personal der Einrichtung zu dem Besucherzimmer zu geleiten. Ausnahmen sind möglich, wenn beispielsweise der Heimbewohner nicht in der Lage ist, sein Zimmer zu verlassen, oder wenn er ein Einzelzimmer bewohnt.

„Wir sehen uns zu dieser Maßnahme gezwungen, weil wir verhindern wollen, das in weitere Pflegeheime im Nordosten unseres Landkreises Covid-19 hineingetragen wird“, sagte Landrat Heiko Kärger zur Begründung der neuen Festlegungen. Die meisten Ansteckungen seien „von draußen“ gekommen. Das könne man weitestgehend verhindern, wenn alle aufmerksamer und zum Schutz der Heimbewohner rücksichtsvoller mit der Situation umgehen.

Eine weitere Allgemeinverfügung betrifft den Freizeitsport. „Wir müssen in den genannten 3 Amtsbereichen die Sporthallen und anderen Sportstätten für den Jugend- und Freizeitsport schließen“, so der Landrat. Das betrifft den Trainings- und den Wettkampfbetrieb. Ausschließlich Sportunterricht darf stattfinden. Im Freien kann Sport getrieben werden, sofern er individuell oder mit Angehörigen des eigenen Hausstands abläuft. „Oder anders gesagt: Joggen und Walken sind natürlich nicht verboten“, betonte Heiko Kärger.

Ihm sei bewusst, dass die Schließung der Sporthallen für den Freizeitsport für die Kinder und Jugendlichen in den Sportvereinen in diesen Zeiten eine zusätzliche herbe Belastung ist. „Aber wir haben zurzeit das Problem, dass in der Freizeit die Ansteckungen über diese Durchmischung in andere Schulen und Kitas gelangen. Das macht die Nachverfolgung von Kontakten immer schwieriger und vor allem trägt das zur schnellen Verbreitung des Virus bei“, erklärte der Landrat.

Die Allgemeinverfügung zur Schließung der Sporthallen für den Freizeitsport in den Amtsbereichen Friedland, Woldegk und Stargarder Land tritt am kommenden Montag, den 30. November 2020, in Kraft. Beide Verfügungen sind auf der Internetseite des Landkreises bekannt gemacht.

In Zusammenhang mit dem Geschehen im Pflegeheim in Friedland wurden am Mittwochabend und am Donnerstag 19 weitere Bewohner und 4 Mitarbeiter positiv gemeldet. Es handelt sich um die Ergebnisse einer Reihenuntersuchung im Heim. Das Geschehen ist bisher im Wesentlichen auf einen Wohnbereich beschränkt.

In der Kooperativen Gesamtschule in Altentreptow müssen ab heute, wegen der Infektion eines Lehrers und eines Schülers, die Schüler der Klassenstufe 10 und 6 weiterer Klassen in die Quarantäne gehen.

Corona: Aktuelle Lage im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte

Die Zahl der täglichen Neuinfektionen im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte nimmt leider nach wie vor nicht ab. Wie schon in den zurückliegenden Tagen musste das Gesundheitsamt nun vermehrt Schülern und Lehrern Quarantäne verordnen.

In der Grundschule Jürgenstorf sind alle Schüler und Lehrer von notwendiger Quarantäne betroffen. Deshalb kann dort bis zum 6. Dezember kein Unterricht stattfinden.

In der Regionalschule Nord und in der Regionalschule Ost in Neubrandenburg mussten weitere Klassenstufen abgesondert werden. Absonderungen sind außerdem in der Regionalschule in Woldegk, im Förderzentrum in Friedland, und in den beruflichen Schulen in Demmin, Neubrandenburg und Waren (Müritz) verordnet worden.

Von neuen Infektionsfällen betroffen sind zudem 2 Kindereinrichtungen in Neubrandenburg sowie eine Kita in Friedland.

Weitere positive Fälle sind in den Pflegeheimen in Woldegk und Friedland sowie in Tagestätten und ambulanten Pflegestrukturen in Altentreptow und Waren (Müritz) festgestellt worden.

In Friedland ist außerdem größeres Frisörgeschäft betroffen.

Diebstahl von Solarmodulen – Zeugen gesucht!

Im Zeitraum vom 14.11.2020 bis 21.11.2020 verschafften sich unbekannte Täter durch Auftrennen eines Zaunes unberechtigt Zugang zum Solarpark des Friedländer Ortsteiles Ramelow und entwendeten 140 Solarmodule im Wert von etwa 25.000,- Euro.

Durch die eingesetzten Beamten des Polizeireviers Friedland wurde eine Strafanzeige aufgenommen, die Spurensicherung erfolgte durch den Kriminaldauerdienst der Polizeiinspektion Neubrandenburg.

In diesem Zusammenhang bittet die Polizei um Hinweise aus der Bevölkerung. Sachdienliche Hinweise können an das Polizeirevier Friedland (Tel. 039601 3000), jede andere Polizeidienststelle oder über die Internetwache unter www.polizei.mvnet.de gegeben werden.

Polizeieinsatz wegen unzulässigen Lärms endet in Gewahrsamnahme

Am Dienstagabend, 17.11.2020, gegen 22:30 Uhr kam es in der Wollweberstraße in Friedland zu einem Polizeieinsatz aufgrund unzulässigen Lärms.

Anwohner riefen die Polizei, weil ein 34-jähriger, deutscher Wohnungsinhaber seine Musik zu laut abspielte. Die eingesetzten Beamten des Polizeireviers Friedland konnten beim Eintreffen den geschilderten Lärm bereits vor dem Wohnhaus wahrnehmen. Als sie daraufhin mit dem Verursacher der lauten Musik sprechen wollten, setzte sich dieser aktiv bei der Sachverhaltsaufklärung zur Wehr. Er trat mit Füßen in Richtung der Beamten und bespuckte sie. Zudem versuchte er, die Beamten zu beißen, was ihm aber auf Grund deren Kleidung und Schutzausrüstung nicht gelungen ist. Folglich haben sie den Wohnungsinhaber in Gewahrsam genommen.

In seiner Wohnung fanden sie Beamten geringe Mengen Betäubungsmittel sowie Utensilien zum Betäubungsmittelkonsum, die sie sicherstellten. Bei dem Einsatz wurde niemand verletzt. Gegen den Wohnungsinhaber ermittelt nun die Kriminalkommissariatsaußenstelle Friedland wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz sowie wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte.

Zeugenaufruf nach Einbruchsdiebstahl in ein Einfamilienhaus

Am 16.11.2020 kam es in der Zeit von 08:00 Uhr bis 13:00 Uhr zu einem Einbruchsdiebstahl in ein Einfamilienhaus im Ortsteil Jatzke in Friedland.

Bislang unbekannte Täter verschafften sich in Abwesenheit der Eigentümer gewaltsam Zutritt zum Wohnhaus und durchwühlten sämtliche Wohnräume des Erdgeschosses. Nach ersten Erkenntnissen wurde Schmuck im Wert von 2.000 EUR und 50.000 EUR in bar sowie mehrere Bausparverträge und Geldkarten entwendet.

Der Kriminaldauerdienst Neubrandenburg war zur Spurensuche und-sicherung am Tatort. Die weiteren Ermittlungen führt die Kriminalkommissariatsaußenstelle Friedland.

Es werden Zeugen gesucht, die im besagten Tatzeitraum auffällige Personen- oder Fahrzeugbewegungen in Jatzke wahrgenommen haben oder andere sachdienliche Hinweise geben können. Diese werden gebeten, sich bei der Polizei in Friedland unter 039601 300 224 oder im Internet unter www.polizei.mvnet.de zu melden.

Videowagen im Einsatz – diverse massive Geschwindigkeitsverstöße festgestellt – Fahrzeug und Führerschein eines Rasers wurden beschlagnahmt

Am vergangenen Wochenende führte eine Videowagenbesatzung des Autobahn- und Verkehrspolizeirevieres Altentreptow eine Verkehrsüberwachung im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte durch. Besonderes Augenmerk legten die Beamten dabei auf die zweispurigen Straßen in Neubrandenburg, da auf diesen wiederholt Raser die Verkehrssicherheit gefährden.

Am 13.11.2020 gegen 22 Uhr fiel den Beamten auf der Neustrelitzer Straße stadtauswärts ein schnell fahrendes Fahrzeug der Marke Audi auf. Sie folgten dem Fahrzeug und konnten in der weiteren Folge diverse Geschwindigkeitsverstöße beweissicher dokumentieren. Der Höhepunkt der Raserei des Audifahrers ereignete sich in der Straße Am Gartenbau in Neubrandenburg. Diese Straße ist nur knapp 5 m breit und verfügt über einen integrierten Radweg, so dass die zulässige Höchstgeschwindigkeit an dieser Stelle auf 30 km/h begrenzt ist. Der rücksichtslose Fahrzeugführer fuhr hier allerdings über 120 km/h und musste in den Kurven den Gegenfahrstreifen mitbenutzen. Auf einer folgenden Alleenstraße fuhr er zudem bei erlaubten 70 km/h eine Geschwindigkeit von über 130 km/h.

Aufgrund dieser rasanten Fahrweise gelang es den Polizeibeamten erst in der Ortschaft Bargensdorf, den Fahrzeugführer zu stoppen. Mit den Taten konfrontiert und trotz Belehrung äußerte der 27-jährige deutsche Fahrzeugführer, dass 120 km/h ganz normal sind und er das doch immer fahren würde. Obwohl er alleine unterwegs war, leiteten die Beamten gegen den 27-jährigen, aus der Müritzregion stammenden Audifahrer, ein Strafverfahren wegen des Verdachtes des sog. Verbotenen Kraftfahrzeugrennens gemäß §315d StGB ein. Demnach handelt auch der Fahrzeugführer strafbar, „…wer im Straßenverkehr sich als Kraftfahrzeugführer mit nicht angepasster Geschwindigkeit und grob verkehrswidrig und rücksichtslos fortbewegt, um eine höchstmögliche Geschwindigkeit zur erreichen.“ Bei Verurteilung drohen dem Pkw-Fahrer eine Geldstrafe oder sogar bis zu 2 Jahren Freiheitsstrafe.

Während der Kontrolle stellte sich heraus, dass der 27-Jährige in der Vergangenheit wiederholt mit Verkehrsstraftaten polizeilich in Erscheinung getreten war. So wurde gegen ihn unter anderem wegen Straßenverkehrsgefährdung, Nötigung im Straßenverkehr und mehreren Fahrten ohne erforderliche Fahrerlaubnis ermittelt. Erst im März 2020 wurde dem 27-Jährigen seine Fahrerlaubnis nach einem richterlichen Entzug neu erteilt. Aus diesen Gründen wurde die Bereitschaftsstaatsanwältin der Staatsanwaltschaft Neubrandenburg über den Sachverhalt informiert. Diese ordnete die sofortige Beschlagnahme des Führerscheins sowie des Audi A6 an. Bis zu einer richterlichen Entscheidung ist es dem 27-Jährigen nun untersagt, Kraftfahrzeuge jeglicher Art im öffentlichen Straßenverkehr zu führen.

In der Nacht von Freitag zum Samstag konnten die Beamten einen weiteren Raser feststellen. Ein 20-jähriger Fahranfänger aus dem Friedländer Bereich wurde mit seinem VW in der Woldegker Straße in Neubrandenburg bei erlaubten 50km/h mit 101 km/h (nach Abzug der Toleranz) gemessen. Der 20-Jährige muss nun mit einem Bußgeld in Höhe von 560 Euro, 2 Punkten und zwei Monaten Fahrverbot rechnen.

Auch in der Nacht von Samstag zu Sonntag stellten die Beamten mehrere Raser in Neubrandenburg fest. Gegen 21:30 Uhr fiel den Beamten auf dem Friedrich-Engels-Ring ein Skoda auf, welcher mit Geschwindigkeiten bis zu 110 km/h bei erlaubten 50km/h fuhr. Bei der anschließenden Kontrolle des 23-jährigen deutschen Fahrers stellten die Beamten zudem Atemalkoholgeruch fest. Der anschließend durchgeführte Atemalkoholtest hat einen Wert von 1,16 Promille ergeben. Gegen ihn wurde ein Strafverfahren wegen Trunkenheit im Straßenverkehr eingeleitet und sein Führerschein wurde beschlagnahmt.

Weiterhin wurde ein 19-Jähriger aus dem Bereich der Feldberger Seenlandschaft gefilmt, wie er mit seinem Audi in der Nähe von Burg Stargard mit über 156 km/h fuhr bei erlaubten 100 km/h fuhr. In einer Ortschaft auf der Strecke nach Feldberg wurde er zudem mit 94 km/h gemessen. Allein wegen dieser Überschreitung von 44 km/h muss der Fahranfänger aufgrund des unterstellten Vorsatzes mit einem Bußgeld in Höhe von 400 Euro, 2 Punkten und einem Monat Fahrverbot rechnen. Im Rahmen der Kontrolle stellten die Beamten zudem fest, dass die Betriebserlaubnis seines Fahrzeuges aufgrund des ausgebauten Luftfilters und des nichtzulässigen Chiptunings erloschen ist.

Auch in der gestrigen Nacht vom Sonntag zum Montag haben die Polizeibeamten einen Raser ins Visier genommen. Gegen 23:30 Uhr konnten sie einen 24-jährigen Neubrandenburger messen, der in der Demminer Straße mit 61 km/ h zu viel unterwegs war. Diesen sich den Beamten gegenüber uneinsichtig zeigenden Fahrzeugführer erwartet nun ein Bußgeld in Höhe von 960 Euro, 3 Monate Fahrverbot und 2 Punkte.

Neben den hier genannten Sachverhalten haben die Beamten sieben weitere Fahrzeugführer festgestellt, die deutlich zu schnell gefahren sind, so dass Bußgelbverfahren eingeleitet wurden. Die Polizei appelliert an die Vernunft der Fahrzeugführer: Bitte nehmt das Fuß vom Gas – für eure Sicherheit und die Sicherheit aller anderen Verkehrsteilnehmer! Wir werden weiter kontrollieren, Strafverfahren einleiten sowie im Einzelfall Führerscheine und auch Fahrzeuge beschlagnahmen.

Zwei Betrüge geglückt

Am Donnerstag wurden in Neubrandenburg insgesamt zehn Betrugsfälle angezeigt, in denen sich der Anrufer als Polizist ausgab. Die Gründe des Anrufes waren unterschiedlich, vom Verkehrsunfall eines Verwandten, bis zur Kaution, oder die gefasste Diebesbande. Die Dunkelziffer ist wahrscheinlich sehr hoch.

Leider hat einer der Anrufe Erfolg gehabt. In den Mittagsstunden rief ein Thomas Krüger von der Kriminalpolizei bei einem 77-jährigen Deutschen an. Dem Neubrandenburger wurde am Telefon weisgemacht, dass eine Diebesbande gefasst wurde. Einer der Täter konnte jedoch flüchten. Die anderen Tatverdächtigen hätten einen Zettel mit Namen, Anschrift und Bankdaten des Geschädigten dabei gehabt, daher fürchte die Polizei nun um seine Sicherheit. Man wolle dem flüchtigen Täter eine Falle stellen und benötige dafür Geld als Lockmittel. Das Geld sollte der Senior auf ein ausländisches Konto überweisen. Der 77-Jährige begab sich zur Bank und überwies über 5000 EUR. Als er wieder zu Hause war, riefen die Betrüger erneut an und gaben an, weitere 8000 EUR zu benötigen, um des Täters habhaft zu werden. Das Geld würde er sofort nach Ergreifung wieder bekommen. Daraufhin wurde der Geschädigte skeptisch und informierte die echte Polizei. Diese Masche ist in dieser leichten Abwandlung neu. Üblicherweise will der falsche Polizist die Wertgegenstände sicherstellen, damit sie nicht gestohlen werden und schickt Kollegen in zivil, die sie abholen.

In der Nähe von Friedland ist eine Frau auf den Liebesbetrug (Romance Scam) hereingefallen. Die 63-jährige Deutsche wurde über Facebook von einem angeblichen General der United Nation angeschrieben. Er nannte sich Robert Kienäppel. Es wurden über längere Zeit zahlreiche Liebesbekundungen ausgetauscht. Schließlich teilte er ihr mit, dass er sich auf geheimer Mission in Kabul befände. Er wolle jedoch aus diesem Einsatz raus und sich zur Ruhe setzen. Dazu müsse er sich freikaufen. Die Geschädigte korrespondierte per Mail mit der „United Nation“ und bat dort um den Freikauf des Generals. Dieser wurde gewährt und sie überwies über 5000 EUR an ein ausländisches Konto. Durch ihre Hausbank wurde ihr später mitgeteilt, dass es sich wahrscheinlich um Betrug handelt und die 63-Jährige erstattete Anzeige.