herzplatt – Mitmachen und Herz zeigen für die plattdeutsche Sprache

herzplatt ein Zeichen. Alle Plattschnacker/innen und Plattdeutschliebhaber/innen werden dazu aufgerufen, sich am #herzplatt-Projekt zu beteiligen: Geben Sie der plattdeutschen Sprache Ihr Gesicht, egal ob aus Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg oder Brasilien. Machen Sie von sich ein Foto mit einem Herz, finden Sie ein Wort, das Ihre Herzenshaltung für plattdeutsch beschreibt und laden Sie es auf der Webseite von Lütt Mariken hoch. Alle Fotos werden bis Ende des Jahres in einer Bildergalerie auf Lütt-Marikens Internetseite www.luett-mariken.de und beim Heimatverband MV veröffentlicht.

Plattdeutsch ist so beliebt wie nie zuvor und ein unverzichtbarer Teil unserer Heimat und Kultur. Mitmachen geht ganz einfach:

  1. Foto von sich mit einem Herz aufnehmen.
  2. Das Formular auf www.luett-mariken.de ausfüllen.
  3. Den Satz „Plattdeutsch ist für mich … .“/ „Plattdüütsch is för mi … .“ mit nur einem Wort vervollständigen.
  4. Foto hochladen.
  5. Fertig.

Beim Foto sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Ob in Tracht, Arbeits- oder Alltagskleidung, mit einem Herz im Sand, aus Naturmaterialien gelegt oder mit den Händen geformt. Noch bis zum 30.06.2021 können die #herzplatt-Fotos hochgeladen werden. Alle Fotos werden bis Ende des Jahres in einer Bildergalerie auf Lütt-Marikens Internetseite www.luett-mariken.de veröffentlicht und innerhalb der Plattdeutschen Woche zusätzlich auf dem Instagram- und Facebook-Profil von Lütt-Mariken und dem HMV präsentiert.

Johanna Bojarra und Marita Bojarra rufen zu plattdeutscher Fotoaktion auf, Foto: Aranka Bojarra

Doch wer steckt eigentlich hinter dem Projekt? Hinter „Lütt-Mariken“ verbirgt sich in erster Linie die Rostocker Plattschnackerin Johanna Bojarra (32). Seit Kindheitstagen wird sie von der plattdeutschen Sprache umgeben, ist von Beginn an Mitglied beim Heimatverband MV und seit 2020 Delegierte für Mecklenburg-Vorpommern beim „Bundesraat för Nedderdüütsch“. Gemeinsam mit ihrer Mutter Marita „Mariken“ Bojarra brachte sie das Bilderbuch „Plattdüütsch mit Lütt-Mariken“ heraus. Im vergangenen Jahr veröffentlichte sie die Internetseite www.luett-mariken.de mit Informationen rund um die plattdeutsche Sprache, mit plattdeutschen Sprüchen und einem plattdeutschen Online-Wörterbuch.

„Mir ist es eine Herzensangelegenheit, die plattdeutsche Sprache durch eine solche Aktion weiter zu verbreiten, zu erhalten und so die Plattschnacker*innen sichtbar zu machen. Von uns gibt es nämlich mehr als man denkt“, sagt Johanna Bojarra.

Weitere Informationen:

Fürs Fenster: „Mit Abstand mein Lieblingsbuch“

Nach der Regenbogen-Mal-Aktion im vergangenen Frühling, ruft die Regionalbibliothek jetzt zu einer neuen Aktion auf: Die Mitarbeiterinnen wollen die Fenster des Hauses wieder mit Bildern schmücken. „Mit Abstand mein Lieblingsbuch“ lautet das Motto.

Wer mitmachen möchte, kann sich seine Lieblingslektüre einfach vor das Gesicht halten oder in einer anderen Form präsentieren, das Foto mit Vornamen und Alter versehen und an die E-Mail-Adresse stephanie.pallentin@neubrandenburg.de schicken.

Die Einsendungen werden bis zum 16. Januar 2021 in den Schaufenstern der Bibliothek präsentiert.

Herbstferien bei den Jungen Künsten

Schwertschwingender-Keramik-Schneider oder Photoshoppender-Grafitti-Rockstar?
Kreative Herbstferien im Haus der jungen Künste

Ob mit dem Degen, mit der Nähmaschine, mit der Sprühdose, mit der E-Gitarre oder mit einem feuchten Batzen Ton in der Hand – in den Herbstferien können sich Kinder und Jugendliche zwischen 8 und 27 Jahren in der Jugendkunstschule Neubrandenburg kreativ austoben.

Im „Haus der jungen Künste“ an der Hochstraße 13 in der Neubrandenburger Oststadt werden Kurse und Projekte zu verschiedenen Themen angeboten. Den Auftakt bilden die drei Kurse „Theaterfechten“, „Graffiti – Workshop (2 Tage)“ und „Glitzer-Glotzie-Kuscheltiere nähen“, die jeweils am Montag, den 5. Oktober um 10 Uhr beginnen (der Fechtkurs findet am Einsteingymnasium statt).

Am Dienstag und Mittwoch (6./7. Oktober) finden in der Jugendkunstschule die Ehrenamtstage statt. Unter Anleitung von Ehrenamtlichen können von 9 bis 16 Uhr kostenlos „Filztiere und Handytaschen“ und einen Tag später „Makramee-Armbänder und Taschen“ gestaltet werden.

Wer gerne mit den Händen arbeitet, es aber lieber etwas erdiger mag, der findet in der „Offenen Keramikwerkstatt“ am Donnerstag, den 8. Oktober dazu Gelegenheit. Und wer seine Keramik nicht nur formen sondern auch bemalen will, dem steht dazu die Keramikmalwerkstatt am Dienstag, den 6. Oktober und am Freitag, den 9. Oktober offen. Die Keramikkurse finden jeweils von 14 bis 18 Uhr in den Räumen des Fachbereichs Keramik am Juri-Gagarin-Ring 35 statt.

Bandluft schnuppern? Kinder und Jugendliche, die ein Instrument spielen, haben in den Herbstferien die Möglichkeit, gemeinsam mit anderen jungen Musikern vom Bandleben echter Rock- und Popstars zu kosten. Gemeinsames Proben und Jammen steht auf dem Programm und zwar am Donnerstag zwischen 17 und 19 Uhr. Und es hat Zoom gemacht…

Am Donnerstag, den 8. Oktober und am darauffolgenden Freitag wird es etwas technischer. Wer „Von der Pike auf Fotografieren lernen“ will, kann sich für den gleichnamigen Kurs anmelden. Erste Schritte mit der digitalen Spiegelreflexkamera aber auch Tricks und Kniffe für richtig gute Handyfotos sind Inhalte dieses Kurses. Ergänzt durch eine Einführung in das Bildbearbeitungsprogramm Photoshop, entsteht in diesen zwei Tagen ein Plakat, dass man sich im eigenen Zimmer aufhängen kann.

Bei dieser Fülle an spannenden Kursen ist für jeden kreativen Kopf etwas dabei. Wer die Fachbereiche im Vorfeld kennenlernen möchte, kann gern auch in den offenen Werkstätten vorbei schauen. Anmeldungen und weitere Informationen sind unter www.junge-kuenste.de zu finden oder telefonisch unter: 0395 77824822

Street Art passt in kein Museum / Fotokunst, Malerei und Graffiti auf dem Boulevard

Ab dem 4. Juli 2020 präsentieren sich auf dem Neubrandenburger Boulevard Graffitikünstler, Maler und Fotografen in einer besonderen Form der „Street-Art-Ausstellung“. Hierzu werden auf der Turmstraße mehrere Street-Art-Wände aufgestellt, die künstlerisch gestaltet wurden.

Drei Flächen bleiben für die Besucher reserviert: Hier kann sich am 4. Juli von 10 bis 16 Uhr unter künstlerischer Anleitung jeder ausprobieren, der Spaß an Farbe und Gestaltung hat. Jeden Samstag im Juli gibt es außerdem Live-Musik mit Marshall und Bert Wenndorff.

Corona, Baustelle, Baumfällungen – der Neubrandenburger Boulevard macht harte Zeiten durch. Umso wichtiger ist es, ihn mit Inspiration zu beleben. Das eigene Umfeld auf kreative Weise mitzugestalten ist eine Idee, die sich besonders in der Straßenkunst widerspiegelt: Kunst für Jedermann, die unterhält, aber auch zum Nachdenken anregt.

Dass die Neubrandenburger ein durchaus kunstsinniger und kunstkritischer Menschenschlag sind, bewiesen sie bereits bei der viel diskutierten Schaufenster-Kunstausstellung. Angeregt durch den großen Zuspruch und auf der Suche nach attraktiven Angeboten für Einheimische und Urlaubsgäste entwickelte sich die Idee für eine Ausstellung im öffentlichen Raum.

Teilnehmende Künstler sind unter anderem: Bernd Lasdin, T.J.F. Rauch, Thomas Oppermann, Steffen Peter, Heiko Kühl, Paul Raddatz, Tom Wollenberg, Master Dee, Felix Gest, Christian Heim, Denis Steinborn.

Fotoausstellung in Penzlin

Vom 28.06. bis 05.10.2020 findet im Voß-Haus Penzlin „Olymp“ eine Fotoausstellung statt.

Die erlebnisreiche, sehenswerte Landschaft im Amt Penzliner Land ist Thema dieser neuen Fotoausstellung, die von mehreren Fotografen zusammengestellt wurde. Irmtraud Kittner, Sven Flechner und Wolfgang Fuhrmann stellten stimmungsreiche Fotos zur Verfügung, die uns und Gästen der Region interessante Anregungen für Ausflüge in die Umgebung bieten.

Ausstellungseröffnung Freitag, 26.06.2020, 16:00 Uhr

KunstOffen 2020

KunstOffen findet auch in diesem Jahr zu Pfingsten von Sonnabend, den 30. Mai, bis Montag, den 1. Juni 2020, im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte statt.

Die leuchtend gelben Schirme und Sonnensegel weisen wie gewohnt den Weg und lassen erkennen, wo sich Kunst entdecken lässt. Bisher haben 90 Kunstschaffende angemeldet, dass sie ihre Höfe, Galerien und Ateliers öffnen werden. Besucher und Kulturliebhaber sind eingeladen, mit den Künstlern an den Veranstaltungsorten ins Gespräch zu kommen und Einblicke in die verschiedensten Kunstformen – von Malerei, Grafik, Keramik und Bildhauerei über Fotografie, Installation, Design, Gestaltung und Musik zu gewinnen.

Doch auch KunstOffen kann nur unter Einhaltung aktueller hygienischer Schutzmaßnahmen stattfinden. Deshalb verändern nun die Künstlerinnen und Künstler mit viel Kreativität und Ideenreichtum einige ihrer Programmpunkte. Sie bereiten interessante Alternativen vor. „Das stellt alle vor eine ungewöhnliche und große Herausforderung, sodass wir damit rechnen müssen, dass in den nächsten Tagen doch noch ein paar Absagen kommen werden“, sagt Cindy Schlüßler, die für Kultur und Kulturförderung beim Landkreis zuständig ist und bei der die organisatorischen Fäden zusammenlaufen.

Das Programmheft wird gerade gedruckt und bis Ende der Woche in den Touristinformationen sowie anderen öffentlichen Einrichtungen zum Mitnehmen ausliegen. Es ist schon jetzt auf der Internetseite des Tourismusverbandes Mecklenburgische Seenplatte unter www.mecklenburgische-seenplatte.de/kunstoffen abrufbar. Jedoch kann es – aus den besagten Gründen – noch Änderungen geben. Deshalb bietet es sich für die Besucher an, den aktuellen Stand kurz vor Pfingsten noch einmal auf der Internetseite abzurufen, wo das Programm laufend aktualisiert wird.

Virtuelle Ausstellung nimmt Interessierte mit auf eine Bilder-Reise

Bis zu seinem Tod im Jahr 1941 sammelte der Theologe und Palästinakundler Gustaf Dalman – in der nach ihm benannten Sammlung an der Universität Greifswald – rund 20 000 eigene und fremde Fotografien einer Kulturlandschaft auf dem Sprung zur Moderne. Dieser europaweit einmalige Bestand wurde nun mit dem Projekt „Das gelobte Land der Moderne“ von der Greifswalder Theologin, Kunsthistorikerin und Kustodin der Sammlung – Dr. Karin Berkemann – erstmals umfassend bildwissenschaftlich ausgewertet und mit den Aufnahmen deutscher Reisender nach der Staatsgründung Israels (1948) verglichen. Jetzt können Interessierte einen ersten virtuellen Blick auf die Ausstellung werfen.

Gustaf Dalman hielt nicht viel von Knipsern. Wenn der deutsche Palästinakundler ab 1899 zwischen Aleppo und Alexandria unterwegs war, ließ er sich Zeit. Er beobachtete, griff zum Notizbuch und zur Kamera: sachlich, stilvoll, immer auf Augenhöhe mit seinem Gegenüber, sei es nun ein Mensch oder ein Klappspaten. Fotografieren war für Dalman gleichbedeutend mit Forschen. Mit dieser Haltung prägte er eine ganze Generation von deutschen Theologen, die in die Region reisten. Viele ihrer Bildmotive wiederholen sich bei den Touristen nach 1948, nach der Gründung des Staates Israel. Für das Projekt wurden insgesamt rund 50 000 Abzüge und Dias aus rund 100 Jahren gesichtet und ausgewertet. In der Zusammenschau fügen sich die Fotografien heute zur vielschichtigen Topografie einer Region, die drei Weltreligionen und ungezählten Kulturgläubigen als heilig gilt.

Die virtuelle Ausstellung „Das gelobte Land der Moderne“ präsentiert Amateurfotografien zwischen Aleppo und Alexandria aus dem 20. Jahrhundert – und beschreibt damit den Blick der deutschen Reisenden: Manche von ihnen suchten mit der Kamera das Altertümliche, andere die Zeichen einer neuen Zeit. Um diese doppelte Perspektive nachzuzeichnen, folgt die virtuelle Ausstellung dem Verlauf einer Reise. Ausgewählte Motive zeigen, wie sich die Anfahrt vom Schiff auf das Flugzeug verlagerte. Wie mit dem Tourismus auch die Fotografie in die Kulturlandschaft Palästina kam. Wie sich unterwegs intensive Gemeinschaften bildeten und in Bildern gefestigt wurden. Wie die Aufnahmen daheim im Album oder Diavortrag zur Erzählung gefügt und weitergegeben wurden.

Weitere Informationen Die virtuelle Ausstellung konnte das Gustaf-Dalman-Institut mit der Deutschen Digitalen Bibliothek (DDB Studio) umsetzen.