Seniorprofessorinnen verstärken Hochschule

Die Hochschule Neubrandenburg hat erstmalig die Bezeichnung ‚Seniorprofessorin‘ verliehen und beschreitet damit weitere Wege einer nachhaltigen Forschung.

Vera Sparschuh und Marion Musiol sind nun die ersten Professorinnen, die diese Bezeichnung tragen dürfen. „Ich freue mich sehr, dass wir die beiden erfahrenen Hochschullehrinnen für ein weiteres Engagement für uns gewinnen konnten“, so Rektor Gerd Teschke. Beide werden sich aktiv im Fachbereich Soziale Arbeit, Bildung und Erziehung einbringen sowie forschen.

Für einen befristeten Zeitraum von bis zu fünf Jahren können hauptamtliche Professor/inn/en, die altersbedingt aus dem Hochschuldienst ausgeschieden sind, die Bezeichnung ‚Seniorprofessor*in‘ verliehen bekommen. Wichtig ist dabei, dass sie Aufgaben der Forschung, die aus Drittmitteln finanziert werden, vorübergehend weiterhin wahrnehmen.

Die Vergabe der Bezeichnung kann einmalig um maximal weitere fünf Jahre verlängert werden, endet jedoch spätestens mit Vollendung des 75. Lebensjahres.

Die wahren Kosten von Lebensmitteln

Was kosten uns Lebensmittel wirklich? Dieser Frage sind Forschende der Universität Greifswald und der Universität Augsburg in einem Praxisprojekt mit der PENNY Markt GmbH nachgegangen. Für dieses haben die Wissenschaftler*innen die ökologischen Folgekosten verschiedener Lebensmittel berechnet. Das Projekt soll den großen Unterschied des Verkaufspreises von Lebensmitteln und deren wirklichen Wert darlegen. Vor allem tierische Produkte schneiden nach den Berechnungen schlecht ab.

Für die Berechnung werden die Faktoren der Treibhausgasemissionen, der reaktiven Stickstoffemissionen, des Energieverbrauchs und der Landnutzungsänderungen, verursacht durch biologische und konventionelle Lebensmittelerzeugung, bepreist. Errechnet werden also die wahren Preise von Lebensmitteln, die nicht nur die Produktionskosten, sondern auch ökologische und soziale Folgekosten, welche während der landwirtschaftlichen Produktion anfallen, abdecken.

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Bewerbungsfrist für den LUDWIG-BÖLKOW-Technologiepreis 2020 gestartet

Die Ausschreibung für den LUDWIG-BÖLKOW-Technologiepreis 2020 hat begonnen – bis zum 31. August 2020 können sich Unternehmen, Einzelpersonen und Projektgruppen von Forschungseinrichtungen aus Mecklenburg-Vorpommern bewerben. Ausgezeichnet werden neuartige Innovationen in Form von Produkten, Verfahren und technologischen Dienstleistungen.

Um den „LUDWIG-BÖLKOW-Technologiepreis Mecklenburg-Vorpommern“ können sich Unternehmen, Einzelpersonen und auch Projektgruppen von Forschungseinrichtungen bewerben, die in Mecklenburg-Vorpommern ansässig sind. Eine Jury bewertet die Einreichungen nach den folgenden Kriterien: technische bzw. wirtschaftliche Vorteile und Umsetzbarkeit; Neuheitsgrad, Aktualität, Anwendungsbreite; Nutzung des Technologietransfers zwischen Wissenschaft und Wirtschaft; unternehmerische Leistung, Risikobereitschaft, persönlicher Einsatz; wirtschaftlicher Erfolg mit dem Produkt/Verfahren, nachgewiesene Marktfähigkeit, geschaffene sowie zukünftige Arbeitsplätze. Die Jury besteht aus Vertretern des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern, den Industrie- und Handelskammern des Landes, den Universitäten und Hochschulen sowie Vertretern der Medien und der Finanzwirtschaft.

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Beteiligung an zwei Exzellenz-Forschungsverbünden

Die Professoren des Fachbereiches Gesundheit, Pflege, Management der Hochschule Neubrandenburg, Axel Mühlbacher und Stefan Schmidt, beteiligen sich jeweils an einem der vier Forschungsverbünde mit dem Schwerpunkt der Digitalisierung, die über das Exzellenzforschungsprogramm des Landes Mecklenburg-Vorpommern eine Förderung erhalten.

In der Pressemitteilung des Ministeriums heißt es dazu: „Eine unabhängige Fachjury hat aus 20 eingegangenen Bewerbungen vier Forschungsprojekte ausgewählt. Mit dem dritten Aufruf des Exzellenzforschungsprogramms sollen die Kapazitäten für hervorragende Forschung im Land um den Schwerpunkt Digitalisierung erweitert und der Forschungsstandort Mecklenburg-Vorpommern gestärkt werden. Die Förderung erfolgt mit Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) in der laufenden Förderperiode 2014 bis 2020. Den vier Verbünden stehen insgesamt 8,6 Millionen Euro zur Verfügung.“

Im Vorhaben „Evidenz-basierte Robot-Assistenz in der Neurorehabilitation (E-BRAiN)“ der Universitätsmedizin Greifswald gemeinsam mit der Universität Rostock, Universität Greifswald und der Hochschule Neubrandenburg wird im Kern zum Einsatz von Robotern in der Neurorehabilitation, vor allem in der Schlaganfallforschung, gearbeitet.

Das zweite Vorhaben „Digitales Trainieren von Pflege- und Gesundheitsmanagement (DigiCare)“ der Universität Rostock gemeinsam mit der Hochschule Neubrandenburg und dem Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen, Standort Rostock/Greifswald, wird sich mit der Entwicklung von innovativen digitalen Modulen für Studiengänge im Bereich der Pflege unter Nutzung Künstlicher Intelligenz beschäftigen.

Die Förderung der Forschungsverbünde erfolgt aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds.