Bauvorbereitungen im Kulturpark: Hand an Lösersteinmauer gelegt

Fotos: Stadt Neubrandenburg

Im Kulturparkeingang laufen die vorbereitenden Arbeiten für die Neugestaltung des Eingangsbereiches. Am Donnerstag wurden Elemente der sogenannten Lösersteinmauer in Handarbeit abgebaut. Dabei handelt es sich um Betonelemente aus DDR-Zeiten. Die Mauer wird im Zuge der Maßnahme in Teilen zurückgebaut. An dieser Stelle entstehen Sitzmöglichkeiten. Der Teil der Mauer, der als Einfriedung für die Villa dient, bleibt erhalten. Fehlende oder beschädigte Mauerteile werden dort wiederaufgebaut. Die Lösersteinmauer gehört zum Gartendenkmal Kulturpark und ist deshalb zu erhalten.

Der Kulturparkeingang wird im Rahmen des Interreg Va Projektes „Event- und Kulturpark Neubrandenburg und Koszalin“ neugestaltet. Neubrandenburg und die polnische Partnerstadt Koszalin können dabei im Rahmen des Kooperationsprogramms Interreg Va Mecklenburg-Vorpommern/Brandenburg/Polska auf Fördermittel zurückgreifen. Während die Vier-Tore-Stadt ihr Hauptaugenmerk auf den Kulturpark richtet, revitalisiert Koszalin seinen Park der Pommerschen Herzöge und die dortige Freilichtbühne.

Insgesamt stehen für beide Städte Fördergelder von 2,78 Millionen Euro zur Verfügung. Mit einem städtischen Eigenanteil von etwa 400 000 Euro werden rund 1,5 Millionen Euro in Neubrandenburg investiert.

So wird in Neubrandenburg bis 2022 eine Neugestaltung des Kulturparkeingangs erfolgen. Der Kulturpark mit dem angrenzenden Tollensesee wird durch die geplanten Maßnahmen wie beispielsweise eine Brücke über den Lindebach und die Gestaltung der Freianlagen im Eingangsbereich attraktiver und zukünftig noch besser an die Neubrandenburger Innenstadt angebunden sein.

Bewerbungsphase um den IHK-Medienpreis "RUFER 2020" startet

Bereits zum zwölften Mal loben die Industrie- und Handelskammern des Landes Mecklenburg-Vorpommern (IHKs in MV) den Medienpreis „RUFER“ ab dem 25. Februar 2020 aus. Mit diesem Preis soll ein anspruchsvoller, differenzierender und verantwortungsvoller Wirtschaftsjournalismus gefördert werden. Es können Print-, Hörfunk- und Fernseh- sowie online produzierte Beiträge eingereicht werden, die sich auf die Wirtschaft im Land Mecklenburg-Vorpommern beziehen, sich durch außergewöhnliches journalistisches Handwerk und hohe journalistische Ansprüche auszeichnen sowie im Jahr 2019 veröffentlicht wurden.

Der Medienpreis „RUFER“ der Industrie- und Handelskammern ist in den Kategorien Print, Hörfunk, Fernsehen und erstmals auch Online mit jeweils 2000 Euro dotiert. Daneben erhalten die Gewinner in den vier Kategorien eine etwa 30 Zentimeter hohe Bronzeskulptur, den „RUFER“. Dieses Auftragswerk schuf die Künstlerin Dorothea Maroske. Die Plastik symbolisiert die Kommunikation in ihrer Ursprünglichkeit und steht gleichzeitig als Zeichen für den Informationsaustausch in der modernen Welt. Die Ausschreibungsfrist läuft bis zum 31. März 2020. Eine unabhängige Jury wird die Bewertung der eingereichten Beiträge vornehmen.

Am 30. September 2020 werden die Preisträger in Greifswald im Unternehmen ml&s manufacturing, logistics and services GmbH und Co. KG öffentlich geehrt.
Die aktuellen Ausschreibungsunterlagen sowie weitere Informationen zum Medienpreis RUFER unter www.neubrandenburg.ihk.de.
Im vergangenen Jahr waren die Gewinner:
Torsten Roth, SVZ (Print),
Silke Hasselmann, Deutschlandfunk Kultur (Hörfunk) und
Anne Gänsicke (Fernsehen).
Der im Vorjahr noch als „Anerkennung Wirtschaft Online“ bezeichnete Preis wurde nicht vergeben.

Roter Teppich ans Meer – Mecklenburg-Vorpommern soll Filmland werden

„Unser roter Teppich führt heute nicht nur ans Meer, sondern direkt in eine neue Ära der Filmförderung in Mecklenburg-Vorpommern. Wir schaffen klare Strukturen, geben mehr Geld und positionieren Mecklenburg-Vorpommern als Filmland“, sagte der Chef der Staatskanzlei, Staatssekretär Dr. Heiko Geue anlässlich des Empfangs zur 70. Berlinale in der Landesvertretung Mecklenburg-Vorpommern. „Unser Land wird wieder verstärkt als Film- und Fernsehland wahrgenommen. Das wollen wir gemeinsam mit den Verantwortlichen ausbauen und stärken.“

„Wir wollen die große filmische Tradition Ostdeutschlands pflegen und weiterentwickeln“, kündigte Geue an. „Unsere Filmförderung soll helfen, Geschichten aus Mecklenburg-Vorpommern zu erzählen. Erzählt von erfahrenen Filmemacherinnen und Filmemachern, aber auch von jungen Talenten, die wir auf ihrem Weg begleiten wollen.“

Kern der Pläne ist die Gründung einer landeseigenen „MV Filmförderung gGmbH“ mit Sitz in Schwerin und Wismar. Diese soll für die Filmförderung zuständig sein, Filmemacherinnen und Filmemacher beraten und auch die Festival- und Kinoförderung übernehmen. Mit der neuen Fördergesellschaft wird unter anderem die Förderung von Spielfilmen von Produzentinnen und Produzenten aus Mecklenburg-Vorpommern möglich. „Eine eigene Filmförderung ist Voraussetzung dafür, dass heimische Produktionen auch von der Filmförderung des Bundes profitieren können, sagte Geue. Zu den zur Verfügung stehenden Mitteln ergänzte er: „Es stehen künftig deutlich mehr Mittel für die Filmförderung zur Verfügung.“ Dafür sei bereits mit dem Doppelhaushalt 2020/2021 Vorsorge getroffen worden. „In diesem Jahr werden es drei Millionen, 2021 vier Millionen Euro sein.“

Angemerkt

Wie sage ich doch immer schon sehr gern: „Wir haben ja nicht viel hier, aber wenn wir etwas haben, dann ist es Gegend.“ Die kann sich auch wunderbar in Film und Fernsehen nicht nur als Kulisse machen. Also ist eine Filmförderung in Mecklenburg-Vorpommern sicher eine gute Idee. Der Standort Wismar bietet sich da auf jeden Fall an, sitzt doch auch schon das Landesfilmzentrum in der Hansestadt, konzentrieren sich hier Kompetenzen und vielleicht auch etwas Infrastruktur. Aber warum Schwerin? Ok, es ist unsere Landeshauptstadt. Und sonst?

Wenn man einer solchen Einrichtung schon zwei Sitze gönnt, warum beide im westlichsten Teil Westmecklenburgs? Wird die Osthälfte auch hier wieder mal abgehängt? An mangelnder Expertise kann es nicht liegen; wohl nur mal wieder daran, dass aus Schweriner Sicht des Landes gefühlte Ostgrenze die A19 ist.

200.000 Euro für die Medienbildung in M-V

Medienanstalt Mecklenburg-Vorpommern fördert auch 2020 viele Projekte und Bürgermedien

Die Medienanstalt Mecklenburg-Vorpommern (MMV) fördert in diesem Jahr knapp 20 Projekte und Bürgermedien im ganzen Land, in denen Medienbildung und Medienkompetenz vermittelt werden. Das hat der Medienausschuss Mecklenburg-Vorpommern (MAMV), das Entscheidungsgremium der Medienanstalt, auf seiner Sitzung am 29. Januar 2020 entschieden. Für das Jahr 2020 stehen insgesamt rund 200.000 Euro zur Verfügung.

Gefördert werden Projekte für Kinder, Jugendliche, Erwachsene sowie Seniorinnen und Senioren, in denen u. a. Computerspiele, Programmierung, Algorithmen, das Internet und die sogenannten sozialen Netzwerke thematisiert werden. Begleitend zu den Chancen und Möglichkeiten in diesem weiten Themenfeld werden aber auch Risiken beim Datenschutz aufgezeigt sowie Mediensuchtverhalten und Cybermobbing behandelt.

Unterstützt werden auch Projekte, in denen der praktische Umgang mit Kameras, Licht und Aufnahmegeräten erlernt werden kann, um dann Fernseh- und Filmbeiträge beziehungsweise eigene Radiosendungen zu produzieren. Diese können dann z. B. in den Programmen der Offenen Kanäle der Medienanstalt gesendet oder für Online-Medien – wie Blogs, YouTube oder Vimeo – genutzt werden. Dabei lernen die Teilnehmenden, wie unterschiedliche Medien funktionieren und wirken, wie man kritisch mit Medien umgehen sollte und welche medialen Manipulationen möglich sind.

Die Medienanstalt Mecklenburg-Vorpommern fördert zudem lokale Bürgermedien im Land. Hier können Interessierte u. a. eine unabhängige journalistische Berichterstattung erlernen und praktizieren. Bürgermedien fördern neben der Medienkompetenz den gesellschaftlichen Meinungs- und Willensbildungsprozess und sind aktiver Kern eines jeden demokratischen Gemeinwesens.

Hintergrund
Die Vermittlung von Medienkompetenz ist eine der wichtigsten Aufgaben der Medienanstalt Mecklenburg-Vorpommern. Seit zwanzig Jahren gibt die Medienanstalt – auch aufgrund von drei „Kooperationsvereinbarungen zur Förderung der Medienkompetenz in Mecklenburg-Vorpommern“, die 2007, 2011 und zuletzt 2015 zwischen der Staatskanzlei M-V, dem Innenministerium M-V, dem Bildungsministerium M-V, dem Sozialministerium M-V, dem Landesdatenschutz M-V und der Medienanstalt M-V geschlossen wurden – mit ihrer Medienkompetenz-Förderung viele medienpädagogische Impulse im Land. Allein im Jahr 2019 wurden 17 Projekte und Bürgermedien mit insgesamt ca. 200.000 Euro unterstützt.

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der Medienanstalt Mecklenburg-Vorpommern unter www.medienanstalt-mv.de.

Land lobt Kulturpreis 2020 aus – Vorschläge bis 31. März 2020

Das Land Mecklenburg-Vorpommern lobt auch in diesem Jahr den Landeskulturpreis als Haupt- und Förderpreis aus. Die Auszeichnungen werden durch die Ministerpräsidentin verliehen.

Vorschläge für Preisträgerinnen und Preisträger können bis zum 31. März 2020 im Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur eingereicht werden. Der Hauptpreis ist mit 10.000 Euro, der Förderpreis mit 5.000 Euro dotiert.

Mit dem Kulturpreis werden die künstlerischen oder kulturellen Leistungen einer Persönlichkeit oder einer Gruppe aus allen Bereichen von Kunst und Kultur gewürdigt. Für die Verleihung kann ein einzelnes Werk oder das Gesamtschaffen maßgeblich sein. Der Hauptpreis und Förderpreis sollen Leistungen von höchster Qualität anerkennen und besonders innovative Projekte berücksichtigen. Vorausgesetzt wird ein enger Bezug zu Land und Leuten. Eigenbewerbungen sind nicht zulässig.

Vorschläge sind einzureichen bis zum 31. März 2020 an:
Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern
Abteilung Kultur
Werderstr. 124
19055 Schwerin
E-Mail: poststelle@bm.mv-regierung.de
Informationen: www.regierung-mv.de/Landesregierung/bm/Kultur/Kulturpreise/

Internationale Grüne Woche: Wirtschaftsförderung für ländliche Regionen

Vom 17. bis 26. Januar 2020 stehen die Zeichen auf dem Berliner ExpoCenter City unter dem Berliner Funkturm wieder auf Grün. Die 85. Internationale Grüne Woche Berlin seit 1926 wartet erneut mit Superlativen auf: 1.810 Aussteller aus 72 Ländern – 62 aus Mecklenburg-Vorpommern und 12 aus der dem Landkreis Mecklenburgische Seenplatte – präsentieren sich auf der weltgrößten Messe für Landwirtschaft, Ernährung und Gartenbau.

Zum 21. Mal sind Unternehmen aus der Seenplatte auf der IGW, zeigen in der MV-Länderhalle 5.2.b das breite Spektrum unserer ländlichen Region – vom handgefertigten Baumkuchen der Familienkonditorei Komander aus Grammentin, dem kreativen Eisgenuss made by Jackle & Heidi aus Neubrandenburg, den individuellen Kreationen der Käsemanufaktur Bollewick oder der Hanf Farm Melz bis zur modern gelebten Fischereitradition der Müritzfischer.

Unterstützt vom Landkreis und den drei regionalen Sparkassen Neubrandenburg-Demmin, Mecklenburg-Strelitz und Müritz-Sparkasse haben so selbst kleinste Unternehmen die Möglichkeit, sich auf einer internationalen Leitmesse zu präsentieren. Oder – wie Landrat Heiko Kärger es sieht: „Das ist mein Verständnis von Wirtschaftsförderung für unsere ländliche Region.“

Ministerin Stefanie Drese bei Sportlern zu Gast

Fotos: Stadt Neubrandenburg

Neubrandenburg bildet mit Leichtathletik, Kanu-Rennsport und Triathlon einen von drei Olympiastützpunkten in Mecklenburg-Vorpommern und bietet mit der Vereinslandschaft, dem Sportgymnasium und den Sportstätten optimale Bedingungen für den Leistungssport. Stefanie Drese, Ministerin für Soziales, Integration und Gleichstellung, ist am Freitag einer Einladung von Oberbürgermeister Silvio Witt gefolgt und hat sich vor Ort ein Bild von den Gegebenheiten gemacht.

Dabei ging es unter anderem um den Erhalt des Olympiastützpunktes in seiner jetzigen Form. Die Entscheidung wird nicht im Land getroffen. Die Landesministerin sagte aber: „Wir werden gemeinsam Rahmenbedingungen schaffen, dass im Bund hoffentlich eine Entscheidung in unserem Sinne fällt.“

Bis Ende 2020 ist der Olympiastützpunkt gesichert. Besonders die Triathleten, die sich auf den Nachwuchsleistungssport ausgerichtet haben, bangen darüber hinaus um ihren Status. Mit dem Oberbürgermeister sind die Verantwortlichen seit längerer Zeit deshalb im Gespräch. „Wir müssen zusammen mit dem Land für den Erhalt des Olympiastützpunktes ein starkes Signal setzen“, betonte Oberbürgermeister Silvio Witt.

Stefanie Drese kam bei ihrem Besuch im Jahnsportforum, im Sportgymnasium und in der Schwimmhalle mit Trainern und Sportlern ins Gespräch. Gleichzeitig machte sie sich ein Bild von den Sportstätten in der Vier-Tore-Stadt. Oberbürgermeister Silvio Witt verwies in diesem Zusammenhang auf anstehende Investitionen. Derzeit wird in der Großen Krauthöferstraße eine neue Sporthalle gebaut. Der Landkreis baut auf dem Datzeberg ebenfalls neu. Die Sanierung der Stadthalle soll noch in diesem Jahr beginnen.

Ein großes Thema in der Stadt ist die Schwimmhalle. Bis Ende des Jahres wird geprüft, welchen Anforderungen eine neue Halle entsprechen muss. Die Standortfrage muss geklärt werden und die Kosten und Finanzierung. Mit dem Jahnstadion befinde sich die Verwaltung ebenfalls in der Planungsphase und auch Sanierungsarbeiten am fast 25 Jahre alten Jahnsportforum sind ein großes Thema.