Kindergeld auch nach Ende der Schulzeit

Rund 13.000 Schülerinnen und Schüler beenden zum Sommer 2020 in Mecklenburg-Vorpommern ihre Schulzeit. Zahlreiche Jugendliche starten mit einer Berufsausbildung, beginnen ein Studium, jobben oder gehen ins FSJ. „In dieser Lebensphase gibt es viele familiäre und persönliche Veränderungen, die auch den Anspruch auf Kindergeld betreffen können. Um das Kindergeld nahtlos weiterzahlen zu können, benötigen wir dazu entsprechende Mitteilungen und Nachweise der Eltern. Zurzeit werden durch die Familienkasse Nord Anschreiben an die Eltern verschickt, deren Kinder die Schule beendet haben und die älter als 18 Jahre sind“, erklärt der Leiter der Familienkasse Nord, Guntram Bombor.

Veränderungen nach Ende der Schulausbildung sollten zeitnah mittels Übersendung des Nachweises an die Familienkasse Nord mitgeteilt werden. Eine Kopie der Studienbescheinigung oder des unterzeichneten Ausbildungsvertrages ist – unter Angabe der Kindergeldnummer – völlig ausreichend. Zahlreiche Formulare zu unterschiedlichen Veränderungen stehen auch im Online-Formulardienst unter www.familienkasse.de bereit.

Dauert die Unterbrechung länger als vier Monate seit Schulende, genügt der Nachweis, dass sich das Kind um einen Ausbildungs- oder Studienplatz bemüht, beispielsweise anhand von Bewerbungsschreiben und/oder Rückmeldungen dazu. Eine Meldung bei der Arbeitsagentur ist nur in wenigen Einzelfällen notwendig, z. B. wenn sich das Kind entscheidet, direkt in das Berufsleben zu starten, sich also um einen Arbeitsplatz bemüht.

Eltern können sich bei Bedarf auch telefonisch informieren. Die Familienkasse ist von Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr gebührenfrei unter der Telefonnummer 0800 45555 30 zu erreichen.

Für Eltern in Mecklenburg-Vorpommern gelten die folgenden Kommunikationswege:
Postanschrift, zentral, alle Schreiben an:
Familienkasse Nord, 20069 Hamburg
oder telefonisch: 0800 4 5555 30 (kostenfrei)

Die Familienkasse Nord mit Sitz in Hamburg ist für die drei norddeutschen Bundesländer Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg zuständig. In den ersten fünf Monaten des Jahres erhielten Eltern aus Mecklenburg-Vorpommern insgesamt 301 Millionen Euro an Kindergeld ausgezahlt.

Familien sollen mit 300 Euro Kinderbonus unterstützt werden, da sie während der Corona-Krise besonderen Belastungen ausgesetzt sind. Das hat die Bundesregierung beschlossen. Den Kinderbonus soll es für jedes Kind geben, für das auch Anspruch auf Kindergeld besteht. Ein Antrag ist nicht nötig.

Der Kinderbonus ist Teil des Corona-Konjunkturpakets, wie der Koalitionsausschuss jüngst beschlossen hat. Wann Familien mit der finanziellen Hilfe rechnen können, hängt vom weiteren Verfahren der Gesetzgebung ab. Insgesamt wird der Bund 4,3 Milliarden Euro für den Kinderbonus aufwenden.

Die Familienkasse informiert über Auszahlung

Eltern müssen den Kinderbonus nicht beantragen. Sie werden sobald wie möglich von ihrer Familienkasse über die Auszahlung informiert. Der Kinderbonus wird nicht mit den Leistungen der Grundsicherung für Arbeitsuchende (Arbeitslosengeld II) verrechnet. Das teilt das Bundesministerium für Familie in seiner aktuellen Meldung Corona-Konjunkturpaket: Starker Impuls für Familien und Kinder mit.

Weitere Hilfe für Familien: Notfall-KiZ

Familien, deren Einkommen wegen der Corona-Krise nicht mehr zum Lebensunterhalt reicht, können derzeit mit dem „Notfall-KiZ“ leichter den Kinderzuschlag bekommen.

Mehr Informationen zum Notfall-KiZ erhalten Sie auf der Seite Kinderzuschlag: Das ist der Notfall-KiZ.

Corona-Virus: Vorrangige Nutzung der Online-Dienstleistungen empfohlen

Viele Leistungen können bequem und sicher jederzeit von zu Hause aus geregelt werden. Aufgrund der aktuellen Lage im Zusammenhang mit dem Corona-Virus bitten die Geschäftsführungen der Agentur für Arbeit Neubrandenburg, der Jobcenter der Mecklenburgischen Seenplatte und der Familienkasse Nord, von nicht notwendigen persönlichen Vorsprachen abzusehen und vorranging die Online-Dienstleistungen zu nutzen.

Agentur für Arbeit

Das Serviceangebot steht unter www.arbeitsagentur.de zu jeder Zeit an jedem Ort online zur Verfügung. Direkt auf der Startseite gibt es im oberen Bereich einen schnellen Zugriff auf das elektronische Serviceangebot (eService). Arbeitsuchende Menschen und Arbeitgeber können darüber mit den Beraterinnen und Beratern der Agentur für Arbeit in Kontakt bleiben, die eigenen Daten in der Jobbörse pflegen und Vermittlungsvorschläge oder Bewerbungen online erhalten. Mit der Jobsuche App stehen über 1 Million Jobs immer und überall online zur Verfügung.

Endet ein Arbeitsverhältnis, muss umgehend eine Meldung zur Arbeitsuche erfolgen, sofern Leistungen der Arbeitsagentur erwünscht sind. Die eServices bieten die Möglichkeit, sich von jedem PC, Tablet oder Smartphone und von jedem Ort arbeitsuchend zu melden. Über diesen Weg erhalten Kundinnen und Kunden auch einen Termin für ein persönliches Gespräch, welches weiterhin zur Identitätsprüfung bei Arbeitslosmeldung erforderlich ist.

Ein Antrag auf Arbeitslosengeld lässt sich ebenfalls online stellen. Beim Ausfüllen wird der Nutzer interaktiv begleitet. Um fehlerhafte Eingaben zu vermeiden, werden die Daten sofort auf Plausibilität geprüft. Alle Angaben werden über einen sicheren Kanal an die Agentur für Arbeit übermittelt. Der Schutz der persönlichen Daten ist sichergestellt, da sich jeder Nutzer beim erstmaligen Aufruf der eServices mit seinem Benutzernamen und Kennwort individuell registriert.

Jobcenter

Die Online-Dienste der Jobcenter sind unter http://jobcenter.digital verfügbar. Dort können die Kundinnen und Kunden online die Weiterbewilligung von Leistungen beantragen und Veränderungen mitteilen. Mit wenigen Klicks sind die Daten eingegeben und die Formulare können online ausgefüllt und sicher verschickt werden.

Familienkasse

Anträge auf Kindergeld und auf Kinderzuschlag, Veränderungen persönlicher Verhältnisse oder die Aufnahme eines Studiums bzw. einer Berufsausbildung können jederzeit online über www.familienkasse.de mitgeteilt werden. Hier finden Sie alle benötigten Vorlagen, die über die Anschrift Familienkasse Nord, 20069 Hamburg zugesandt werden können.

Falschmeldung zum Thema Kinderzuschlag sorgte für Irritationen

In den sozialen Medien verbreitete sich in den vergangenen Tagen die Falschmeldung, dass jeder Empfänger von Kindergeld auch einen Anspruch auf Kinderzuschlag (KiZ) in Höhe von 185 Euro hat. Die bisherige obere Einkommensgrenze wurde zum 01.01.2020 zwar aufgehoben, damit hat aber nicht jede oder jeder Kindergeldempfänger automatisch Anspruch auf ergänzende Leistungen durch den Kinderzuschlag. Dies wurde über die sozialen Medien fälscherweise behauptet und verbreitet.

Der Kindergeldzuschlag richtet sich in erster Linie an Familien und Alleinerziehende, die mit ihrem unteren Einkommen ihren eigenen Lebensunterhalt zwar bestreiten können, dies aber schwierig wird, wenn auch Kinder versorgt werden müssen. Der Kinderzuschlag kann, abhängig von der finanziellen Situation der Familie, pro Kind bis zu maximal 185 Euro monatlich betragen.

Ob sich eine Antragstellung bei der zuständigen Familienkasse der Bundesagentur für Arbeit lohnt, können Sie einfach und schnell mit den KiZ-Lotsen unter www.kinderzuschlag.de herausfinden. Dort können Sie ggf. den Kinderzuschlag auch direkt online beantragen.

Weitere Informationen, Merkblätter, Standorte der Familienkassen sowie Antragsformulare zu den Themen Kinderzuschlag und Kindergeld finden Sie im Internet unter www.familienkasse.de. „Wir bedauern es sehr, dass es durch diese Falschmeldung zu Unannehmlichkeiten gekommen ist. Über die oben angegebenen Internetzugänge können Eltern mit niedrigeren Einkommen gut einschätzen, ob ein Anspruch auf Kinderzuschlag bestehen kann“, erklärt Knut Böhrnsen, Pressesprecher der Familienkasse Nord.

Was ist Kinderzuschlag?
Den Kinderzuschlag können Sie bekommen, wenn Ihr Einkommen für den eigenen Lebensunterhalt reicht, aber es nicht oder nur knapp ausreicht, um den gesamten Bedarf Ihrer Familie zu decken.

Voraussetzungen für Kinderzuschlag, die zusammen erfüllt sein müssen:

  • Ihr Kind lebt in Ihrem Haushalt, ist unter 25 Jahre alt und nicht verheiratet beziehungsweise nicht in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft.
  • Sie erhalten Kindergeld (oder eine vergleichbare Leistung) für Ihr Kind.
  • Das Bruttoeinkommen Ihrer Familie beträgt mindestens 900 Euro (Paare) beziehungsweise 600 Euro (Alleinerziehende).
  • Sie hätten genug Geld für den Unterhalt Ihrer Familie, wenn Sie zusätzlich zu Ihrem Einkommen Kinderzuschlag und eventuell Wohngeld erhalten würden.

Familienkasse Nord am 27. November geschlossen

Die acht regionalen Standorte der Familienkasse Nord bleiben am Mittwoch, den 27. November wegen einer ganztägigen innerbetrieblichen Veranstaltung geschlossen.

„Die eintägige Schließung hat keine rechtlichen oder finanziellen Auswirkungen. Üblicherweise werden Anträge auf Kindergeld oder Kinderzuschlag mit den dazugehörigen Unterlagen schriftlich bzw. online eingereicht. Angelegenheiten, die persönlich geklärt werden müssen, sollten Kundinnen und Kunden der Familienkasse Nord daher am Vortag oder aber am nächsten Werktag besprechen. Telefonische Auskünfte werden unabhängig von der Schließung wie gewohnt montags bis freitags in der Zeit von 08:00 bis 18:00 Uhr über das kostenfreie Servicetelefon erteilt: 0800 4 5555 30. Das Kindergeld wird selbstverständlich im gewohnten Rhythmus überwiesen“, erklärt Guntram Bombor, Leiter der Familienkasse Nord und bittet gleichzeitig um Verständnis bei den Eltern.

Familienkasse Nord geschlossen

Die acht regionalen Standorte der Familienkasse Nord bleiben am Donnerstag, den 4. April, wegen ganztägiger innerbetrieblicher Veranstaltungen geschlossen.

„Die eintägige Schließung habt keine rechtlichen oder finanziellen Auswirkungen. Üblicherweise werden Anträge auf Kindergeld oder Kinderzuschlag mit den dazugehörigen Unterlagen schriftlich bzw. online eingereicht. Angelegenheiten, die persönlich geklärt werden müssen, sollten Kundinnen und Kunden der Familienkasse Nord daher am Vortag oder aber am nächsten Werktag besprechen. Telefonische Auskünfte werden unabhängig von der Schließung wie gewohnt montags bis freitags in der Zeit von 08:00 bis 18:00 Uhr über das kostenfreie Servicetelefon erteilt: 0800 4 5555 30. Das Kindergeld wird selbstverständlich im gewohnten Rhythmus überwiesen“, erklärt Grit Ehlers, Leiterin der Familienkasse Nord und bittet gleichzeitig um Verständnis bei den Eltern.

Familienkasse Nord an zwei Tagen geschlossen

Die acht regionalen Standorte der Familienkasse Nord bleiben am Mittwoch, den 27. März, und am Donnerstag, den 4. April, wegen ganztägiger innerbetrieblicher Veranstaltungen geschlossen.

„Die eintägigen Schließungen haben keine rechtlichen oder finanziellen Auswirkungen. Üblicherweise werden Anträge auf Kindergeld oder Kinderzuschlag mit den dazugehörigen Unterlagen schriftlich bzw. online eingereicht. Angelegenheiten, die persönlich geklärt werden müssen, sollten Kundinnen und Kunden der Familienkasse Nord daher am Vortag oder aber am nächsten Werktag besprechen. Telefonische Auskünfte werden unabhängig von der Schließung wie gewohnt montags bis freitags in der Zeit von 08:00 bis 18:00 Uhr über das kostenfreie Servicetelefon erteilt: 0800 4 5555 30. Das Kindergeld wird selbstverständlich im gewohnten Rhythmus überwiesen“, erklärt Grit Ehlers, Leiterin der Familienkasse Nord und bittet gleichzeitig um Verständnis bei den Eltern.

Hohe Kindergeldzahlungen im Jahr 2018 durch die Familienkasse Nord

Für die drei norddeutschen Bundesländer Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg ist die Familienkasse Nord mit ihrem zentralen Sitz in Hamburg verantwortlich und zahlte im vergangenen Jahr über 2,7 Milliarden Euro Kindergeld für 1.146.150 Kinder aus.
„Das Kindergeld ist eine besonders verlässliche Unterstützung für Familien. Auch wenn junge Eltern das Kindergeld mittlerweile online beantragen, ist in gewissen Lebenslagen eine persönliche Beratung unverzichtbar, die wir gern anbieten“, beschreibt Sönke Fock, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Hamburg, die Dienstleistung rund um das Kindergeld und den Kinderzuschlag.

Familienkasse distanziert sich von kommerziellen Internetanbietern: Antrag auf Kindergeld ist kostenlos

Die Familienkasse der Bundesagentur für Arbeit (BA) distanziert sich von kommerziellen Internetanbietern, die Kindergeldberechtigten gegen die Zahlung eines Entgelts die Abwicklung ihres Kindergeldantrags anbieten. Denn der Antrag auf Kindergeld bei der Familienkasse ist online möglich, kostenlos und datensicher.

Die Familienkasse hat bereits im Frühjahr 2018 die Möglichkeit eingerichtet, Kindergeld online zu beantragen. Aus Sicht der BA entsteht für Eltern bei der Nutzung des kommerziellen Portals daher keinerlei Mehrwert. „Wir können Berechtigten nur raten, einen Antrag auf Kindergeld immer direkt bei uns zu stellen. Wir garantieren für eine rasche, rechtssichere Bearbeitung – und nicht zuletzt für die Sicherheit der Daten“, so Karsten Bunk, Leiter der Familienkasse der BA.

Das Angebot der Behörde steht auf www.familienkasse.de zur Verfügung und lässt sich auf allen PCs, Laptops und marktüblichen mobilen Endgeräten nutzen. Der Service beinhaltet nahezu alle Lebenslagen. Eltern können sowohl für neugeborene, als auch für Kinder, die volljährig werden, einen Antrag stellen. Auch Nachweise über die Aufnahme eines Studiums oder einer Berufsausbildung können online eingereicht werden.

Im Internet, z.B. über Google, finden sich viele andere Angebote. Häufig sind diese aber nicht aktuell oder enthalten zum Teil nicht mehr gültige Formulare bzw. Merkblätter. Alle aktuellen Informationen, Antragsformulare und Nachweisvordrucke sind im Internet unter www.familienkasse.de verfügbar. Informationen gibt es auch telefonisch von Montag bis Freitag von 8.00 – 18.00 Uhr (gebührenfrei) unter 0800 4 5555 30.