MV-Gipfel: Weitere Lockerungen in den Bereichen Schule und Kultur

Beim MV-Gipfel haben sich die Landesregierung, Vertreterinnen und Vertreter von Kommunen, Gewerkschaften, Sozialverbänden und der Wirtschaft auf weitere Lockerungsschritte an den Schulen und im Kulturbereich verständigt. Ermöglicht werden diese Schritte durch den zusätzlichen Schutz, den der Einsatz von Schnell- bzw. Selbsttests für Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler bietet sowie durch das Vorziehen der Impfungen für Lehrkräfte. Noch vor Ostern sollen in Regionen wieder mehr Schülerinnen und Schüler die Schulen besuchen können und Präsenzunterricht erhalten. Auch für Kultureinrichtungen gibt es Öffnungsschritte.

„Nach den erheblichen Einschränkungen der vergangenen drei Monate müssen Schülerinnen und Schüler dringend wieder zurückkehren können in die Schule“, sagte Bildungs- und Kulturministerin Bettina Martin. „Das gilt insbesondere für die größeren Schulkinder, die teilweise seit vor Weihnachten im Distanzunterricht lernen. Dort, wo die Inzidenz zwischen 50 und 100 liegt, soll das vom 22. März an – begleitet von Schnell- und Selbsttests – wieder möglich sein. Unseren Stufenplan für die Schulen entwickeln wir entsprechend weiter“, erläuterte Martin.

Bereits am Montag, 8. März, greift die nächste Stufe an Schulen in Regionen, wo die Inzidenz verlässlich unter 50 liegt. „In der Hansestadt Rostock und im Landkreis Vorpommern-Rügen erhalten Jugendliche ab der Jahrgangsstufe 7 ab morgen Wechselunterricht.  Das Land hat 2 Millionen Selbsttests bestellt. Außerdem werden bereits seit dem 1. März Lehrkräfte in Grundschulen durch medizinisch geschultes Personal der Johanniter einmal wöchentlich getestet. Ziel ist, dass es ab dem 22. März in den Regionen wieder Präsenzunterricht geben wird, wo die Inzidenz zwischen 50 und 100 liegt. Dort werden die Klassen 1 bis 6 Regelbetrieb haben, natürlich mit weiterhin strengen Hygieneregeln. Die Klassen der weiterführenden und beruflichen Schulen erhalten Präsenzunterricht im Wechselbetrieb. Die Abschlussklassen bleiben zur Prüfungsvorbereitung weiterhin im Regelbetrieb im Präsenzunterricht.

Die Regelungen für Schulen für Regionen mit einer 7-Tage-Inzidenz über 100, wird das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur in den kommenden Tagen bekannt geben. Zuvor finden noch Gespräche mit der kommunalen Ebene statt.

Martin rief zudem Lehrkräfte und die weiteren Beschäftigten an Grund- und Förderschulen auf, vom Impfangebot gegen Covid-19 Gebrauch zu machen. Am vergangenen Freitag haben in Mecklenburg-Vorpommern die Impfungen für die Lehrkräfte an den Grund- und Förderschulen begonnen. Gerade in Grund- und Förderschulen ist es schwierig, den geforderten Mindestabstand untereinander immer einzuhalten. Hier ist die Impfung besonders wichtig. Deshalb gehören Beschäftigte in diesen Schulen jetzt auch zu der Bevölkerungsgruppe mit hoher Priorität.

Die Vereinbarungen des MV-Gipfels eröffnen auch den Kulturschaffenden eine wichtige Perspektive. Das kulturelle Leben ist für die Gesellschaft gerade in diesen schwierigen Zeiten enorm wichtig. Unter bestimmten Voraussetzungen sind schon ab dem 8. März Besuche in Museen, Galerien, Gedenkstätten, Bibliotheken und Archiven wieder möglich. Auch die Buchläden sind ab morgen wieder geöffnet.

Der Hochschulbetrieb wird über einen gesonderten Erlass und in Absprache mit den Hochschulleitungen geregelt.

Die wichtigsten Regelungen für Schule und Kultur im Überblick:

Landesweite Öffnungsschritte 

Ab dem 8. März gilt unabhängig von der Inzidenz („Sockelöffnung“):

  • Buchläden können wieder öffnen.

In Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer 7-Tagesinzidenz von über 150 werden diese Öffnungsschritte rückgängig gemacht.

Bei einer 7-Tages-Inzidenz zwischen 50 und 100 gilt zusätzlich:

  • Kulturelle Ausstellungen, Museen und Gedenkstätten und ähnliche Einrichtungen, Archive und Bibliotheken können ebenfalls mit Terminvereinbarung wieder besucht werden.
  • Messen zur beruflichen Orientierung können mit Terminvereinbarung wieder durchgeführt werden.

Diese Öffnungsschritte werden landesweit zurückgenommen, wenn die Landesinzidenz über 100 steigt. Gleiches gilt, wenn dies in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt geschieht.

Ab dem 22. März gilt bei einer 7-Tages-Inzidenz von 50 bis 100 und der Vorlage eines tagesaktuellen Schnell- oder Selbsttestes zusätzlich:

  • Theater, Konzert- und Opernhäuser sowie Kinos öffnen für Besucher, die einen tagesaktuellen negativen Covid-19-Schnell- oder Selbsttest vorlegen können.

Die Lockerungsschritte werden wieder außer Kraft gesetzt, wenn die landesweite 7-Tages-Inzidenz über 100 steigt. Das Gleiche gilt, wenn dies in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt geschieht.

Regionale Öffnungsschritte

Das Infektionsgeschehen in den Landkreisen und kreisfreien Städten entwickelt sich sehr unterschiedlich. Einige liegen deutlich über dem Landes- und Bundesdurchschnitt, andere zählen zu den Kreisen und kreisfreien Städten mit den bundesweit niedrigsten Inzidenzwerten. Letzteren soll die Möglichkeit zu weiteren Öffnungsschritten gegeben werden. Landkreise mit einer 7-Tages-Inzidenz von unter 50 Neuinfektionen pro Woche an mindestens 7 aufeinander folgenden Tagen können folgende Lockerungen ermöglichen:

  • Besuch von kulturellen Ausstellungen, Museen und Gedenkstätten und ähnliche Einrichtungen sowie Bibliotheken und Archiven ohne Terminvereinbarungen.

Steigt die Inzidenz in diesen Regionen über 50, müssen diese Öffnungsschritte wieder rückgängig gemacht werden.

Rückfallklausel und Notbremse 

Wenn in den Landkreisen und kreisfreien Städten, die von regionalen Öffnungsschritten Gebrauch gemacht haben, die 7-Tages-Inzidenz von 50 Neuinfektionen an drei aufeinanderfolgenden Tagen überschritten wird, müssen die Lockerungen wieder rückgängig gemacht werden.

Für die Öffnungsschritte zwischen 50 und 100 gilt, dass diese ab einer Überschreitung der 7-Tages-Inzidenz von 100 an drei aufeinander folgenden Tagen in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt wieder rückgängig gemacht werden. Dabei wird bewertet, ob es sich jeweils um ein diffuses oder regional klar abgrenzbares Infektionsgeschehen handelt. Dieselben Kriterien gelten für die landesweite Rücknahme von Lockerungen.

Ausstellungseröffnung: „Eine Hoffnung lernt(e) laufen – Schritte in die Freiheit“

Die Ausstellung „Umbruch Ost – Lebenswelten im Wandel“ der Bundesstiftung Aufarbeitung wirft einen Blick auf die dem Herbst 89 folgenden Ereignisse und Umbrüche. Diese machten auch vor Mecklenburg-Vorpommern und Waren (Müritz) nicht halt.

Die Bilder und Texte der Ausstellung werden durch Exponate und Materialien – unter anderem aus dem Bestand des Stadtgeschichtlichen Museums Waren (Müritz) – ergänzt.

Zur Eröffnung der Ausstellung laden die Europäische Akademie Mecklenburg-Vorpommern und das Stadtgeschichtliche Museum Waren (Müritz) alle Interessierten ganz herzlich am 30. September ab 17:00 Uhr in den Rathaussaal Waren, Neuer Markt 1, ein. Eine vorherige Anmeldung ist aufgrund der begrenzten Platzzahl erwünscht.

Ausstellungseröffnung Schicksal Treuhand – Treuhand Schicksale, 25. September 2020, 14-15 Uhr, Regionalmuseum

Am 25. September 2020 wird Rektor Professor Gerd Teschke im Neubrandenburger Regionalmuseum die Ausstellung Schicksal Treuhand – Treuhand Schicksale eröffnen. Zusammen mit den Zeitzeugen Heinz Schewe, Irmtraut Steinert und Jörgen Sönderby soll die Ausstellung vorgestellt und erlebbar gemacht werden.

Professor Gerd Teschke zur Ausstellung: „Die Ausstellung Schicksal Treuhand – Treuhand Schicksale geht für mich zurück auf eine Diskussionsrunde an der evangelischen Akademie Loccum zum Thema „30 Jahre Mauerfall: Unterschiede in der Entwicklung von west- und ostdeutschen Berufsbiografien“.

In diesem Kontext wurden über die Treuhandausstellung verschiedene persönliche Berufsbiografien in der Nachwendezeit näher beleuchtet. Dieses Thema reicht in meiner Wahrnehmung bis in die heutige Zeit hinein und ist verbunden mit ganz persönlichen Schicksalen.

Mit Unterstützung der Rosa-Luxemburg-Stiftung, des Regionalmuseums und der Hochschule ist es gelungen, diese Ausstellung für die Zeit vom 26.09. bis 08.11. nach Neubrandenburg zu holen. Von besonderem Interesse sind sicher vier „Treuhand Schicksale“ aus der Neubrandenburger Nachwendezeit, die einen zusätzlichen Ausstellungteil ausmachen werden; sie gewähren einen besonderen und ganz persönlichen Einblick in jene Zeit, mit ihren speziellen Umständen.“

Eröffnung Wolfspfad – neuer Erlebnispfad im Müritz-Nationalpark

Ein neuer Erlebnispfad im Müritz-Nationalpark vermittelt auf zwei aufregenden Kilometern Kindern und Erwachsenen fundiertes Wolfswissen. Er wurde am 03.09.2020 von Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft und Umwelt, mit mit vielen Kindern sowie Andrea und Alexander Borchard vom Familotel Rookhus erprobt und eingeweiht.

Die Lebensweise und die Geschichte des Wolfs werden durch liebevoll gestaltete Stationen von den Wolfsexpert*innen Lotta und Lars vermittelt und laden zum Mitmachen ein: Seit wann sind die Wölfe wieder hier? Wo leben und was fressen sie? Und: sind diese Tiere gefährlich für den Menschen?

All diese Fragen werden entlang des interaktiven Wanderweges beantwortet. Mithilfe von Köpfchen und Körpereinsatz können Verhaltensmuster von Wölfen erlernt und so besser verstanden werden. Wem das Stillsitzen schwer fällt, setzt die Sprache der Wölfe in aktives Spiel um und inspiziert die historische Wolfsfanggrube. In der Märchenhütte werden die Mythen um das sagenumwobene Tier aufgegriffen und Licht ins Dunkel gebracht. Getreu dem Motto des Nationalparks „Natur Natur sein lassen“ vermittelt der Erlebnispfad fundiertes Wissen aus der Wolfsforschung für einen besonnenen Umgang mit dem faszinierenden Säugetier.

Alexander Borchard liest den Kindern in der Märchenhütte ein Wolfsgeschichte vor. Groß und Klein, wie auch Minister Till Backhaus sind ganz leise und lauschen gespannt. (Foto: Ulrich Meßner, Nationalparkamt Müritz)

Eröffnungsakt für das Digitale Innovationszentrum in Neubrandenburg

In den letzten zwei Jahren haben Stadt und Hochschule Neubrandenburg sowie die Crossmedia-Agentur 13° auf Grundlage der Digitalen Agenda M-V Anstrengungen unternommen, in Neubrandenburg ein Digitales Innovationszentrum mit Unterstützung des Landes zu installieren. Nachdem im Oktober und November bereits erste landesweite Konferenzen zum Thema „Digitales M-V“ stattgefunden haben und nun auch MitarbeiterInnen eingestellt wurden, wird das Digitale Innovationszentrum Neubrandenburg nun offiziell eröffnet.

Der Eröffnungsakt findet im „Meet.Discuss.Create“-Format am Freitag, 6. März 2020, von 11:00 bis 13:00 Uhr in den Räumlichkeiten in der Gerstenstraße 2, 17034 Neubrandenburg statt. Alle Interessierten sind sehr herzlich eingeladen.

Der Eröffnungsakt wird von Minister Harry Glawe und Minister Christian Pegel, Oberbürgermeister Silvio Witt, Landrat Heiko Kärger und Rektor Prof. Gerd Teschke begleitet.
Zudem sind Impulsbeiträge von

  • Dr. Andreas Dikow, Geschäftsführer, Webasto Neubrandenburg GmbH
  • Katharina Clausohm, Managing Director, Clausohm-Software GmbH
  • Chris Papenfuß, Teamleiter Holographic, data experts gmbh
  • Martin Horst, Inhaber, 13° Crossmedia Agentur
  • Tommy Müller, Geschäftsführer, DJAMACAT GmbH

    zur Entwicklungsperspektive des Innovationszentrums geplant.

Anmeldung: www.digitalesmv.de/veranstaltungen/start-innovationszentrum-nb

Susanne Fröhlich eröffnet die 30. Auflage des Bücherfrühlings

Eine der bekanntesten Autorinnen Deutschlands eröffnet den diesjährigen Norddeutschen Bücherfrühling in Neubrandenburg. Susanne Fröhlich wird am 25. April um 19:30 Uhr die 30. Auflage im Haus der Kultur und Bildung eröffnen. Ihr neuster humorvoller Roman „Ausgemustert“, der Anfang Februar erscheint, ist das Buch des Abends.

Nach dem Mann ist vor dem Mann!
Was tun, wenn der Mann nach zwanzig Ehejahren plötzlich für eine viel Jüngere das gemeinsame Leben verlässt? Wenn einem mit Ende Vierzig, einer halbwüchsigen Tochter und einem Teilzeitjob ein Single-Dasein aufgedrängt wird, das man sich so ganz sicher nicht freiwillig ausgesucht hätte? Wenn Nachbarinnen plötzlich auf Distanz gehen, weil man als Venusfliegenfalle für brave Ehemänner gilt? Und nicht mal die eigenen Eltern Mitleid haben? Da hilft nur der Kaltstart in ein neues Leben und den Zumutungen des alten die Stirn zu bieten. Mit einem Tinder-Account und Männern, die die Suche nach dem Glück auch noch nicht aufgegeben haben.
Wie im echten Leben – nur lustiger: Susanne Fröhlich, hat eine Heldin zum Wiedererkennen geschaffen, die sich in diesem humorvollen Roman mit einer gehörigen Portion Selbstironie den Widrigkeiten des Lebens einer frisch verlassenen End-Vierzigerin stellt. (Quelle: Verlag)

Die Stadt mit ihren Kultureinrichtungen sowie Literaturvereine, Buchhandlungen und weitere Partner präsentieren die Veranstaltungsreihe gemeinsam und bieten ein abwechslungsreiches Programm, das ab April unter www.neubrandenburg.de veröffentlicht wird.

Der Vorverkauf für die Eröffnungsveranstaltung hat in dieser Woche begonnen.

Zwei neue Ausstellungen – Eröffnung mit Hochschulchor

Ab dem 15. Januar werden Studierende der Neubrandenburger Hochschule ihre künstlerischen Arbeiten im Laborgebäude Haus 2 präsentieren. Eine zweite Ausstellung im unteren Foyer des Hauptgebäudes Haus 1 zeigt eine große Auswahl von Fotografien.

Die Studierenden gestalten die Hochschule. Die erste Ausstellung veröffentlicht die wunderbaren Arbeiten von Studierenden, die am StudiumPlus-Kurs „Zeichnen – ein elementares Medium menschlichen Ausdrucks“ teilgenommen haben. Zur Eröffnung der Ausstellung „Hochschule I Kunst I Musik“ am 15. Januar (Donnerstag) um 16:00 Uhr im Laborgebäude Haus 2, im oberen Foyer, sind alle Interessierten sowie alle Freunde und Kommilitonen sehr herzlich eingeladen. Prorektorin, Professorin Marion Musiol, wird eröffnen. Der Hochschulchor wird die Veranstaltung musikalisch begleiten.

Die zweite Ausstellung ist eine umfangreiche Foto-Galerie, die besondere Momente und die Eindrücke der Studierenden von Jordanien vermitteln. Im September 2019 waren einige Studierende und Professor*innen im Rahmen eines DAAD-Forschungsprojektes zu zwei internationalen Konferenzen an der Al Balqa-Universität und der Deutsch-Jordanischen Universität nach Jordanien gereist. Im November 2019 war eine Gruppe Studierender an der German-Jordanien-Universität in Amman zu Gast. Die Foto-Ausstellung wird sicher auch von den Gästen des Neujahrskolloquiums am 16. Januar gern angeschaut. Passend zu diesem Anlass wird die Fotoausstellung eröffnet sein.