IG BAU Ostmecklenburg-Vorpommern fordert besseren Schutz von Erntehelfern

Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) Ostmecklenburg-Vorpommern hat die Einhaltung der Arbeitsschutz- und Hygienevorschriften in der Landwirtschaft angemahnt. „Saisonbeschäftigte in der Region, die in der Ernte und Aussaat arbeiten, tragen ein besonders hohes Risiko, an Covid-19 zu erkranken. Ein Großteil der Erntehelfer ist nach wie vor in Gemeinschaftsunterkünften untergebracht.

Genauso gefährlich ist es, wenn Beschäftigte in Sammeltransporten zu den Feldern gefahren werden“, kritisiert IG BAU-Bezirksvorsitzender Wolfgang Ehlert. Die Unternehmen müssten alles dafür tun, dass die Branche nicht zum Corona-Hotspot werde. Außerdem seien verstärkte Arbeitsschutz- und Hygienekontrollen der Behörden notwendig. Saisonbeschäftigte dürften nicht ungeschützter sein als Menschen, die in Büros oder auf Baustellen arbeiteten. Nach Angaben der Arbeitsagentur beschäftigt die Landwirtschaft im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte rund 3.100 Menschen.

„Mehrere Corona-Ausbrüche in der Fleischbranche, aber auch auf Bauernhöfen haben im vergangenen Jahr gezeigt, wie wichtig der Arbeits- und Gesundheitsschutz in der Pandemie ist“, so Ehlert. Die überwiegend aus Osteuropa stammenden Saisonkräfte sorgten dafür, dass in den Supermärkten Spargel, Erdbeeren und Gurken nicht ausgingen. Dabei arbeiteten sie zu niedrigen Löhnen und häufig ohne Krankenversicherungsschutz. Nach einer neuen Regelung können Erntehelfer in diesem Jahr 102 statt wie bislang 70 Tage lang sozialversicherungsfrei in der Landwirtschaft arbeiten, was sie in ihrer sozialen Absicherung schlechterstellt, kritisiert die Gewerkschaft.

Feierliche Übergabe der Erntekrone

Auf der diesjährigen Herbst-Sitzung des Kreistages, am 24. September 2018, fand die nun schon fast traditionelle Übergabe der Erntekrone an den Kreistag statt. Gebunden wurde die Krone, die in diesem Jahr nur aus Weizenähren besteht, vom Basedower Landfrauenverband. Der Vorsitzende des Bauernverbandes Altentreptow e.V., Tilo Radloff (r.) überreichte sie Landrat Heiko Kärger (l.) und Kreistagspräsident Thomas Diener (m.), die sie dankend entgegennahmen.
Auch in diesem Jahr litt die Ernte der Bauern unter den Witterungsbedingungen. War es im letzten Jahr noch der Regen, der den Bauern zu schaffen machte, so brachte sie in diesem Jahr die anhaltende Hitze zum Schwitzen. Auch ist dies der Grund, warum die Erntekrone in diesem Jahr etwas kleiner ausfiel. Die Größe der Ähren ist kleiner als normalerweise üblich, so Tilo Radloff.
Momentan wird noch einem würdigen Ort zur Aufbewahrung gesucht. Die Krone vom letzten Jahr, die immer sehr liebevoll und professionell durch die Landfrauen und Bauernverbände in unserem Landkreis gebunden wird, konnte von den Besuchern des Agroneums bewundert werden.