Zum Streik der Müllwerker

Im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte sind Müllwerker des Entsorgungsunternehmens REMONDIS am Morgen des 25. Mai 2020 in einen Warnstreik getreten.
Darüber ist die kommunale Abfallwirtschaft im Umweltamt des Landkreises von ihrem Vertragspartner informiert worden.

Wie der Dezernent Torsten Fritz sagte, sei vorerst noch unklar, wie viele Müllwerker streiken und wie lange. „Es werden trotzdem Mülltonnen im Laufe der nächsten Tage geleert. Deshalb bitten wir die Bürgerinnen und Bürger, die Tonnen zum Leeren stehen zu lassen, auch wenn sich noch nicht sagen lässt, wann der Inhalt entsorgt wird.“

Leere Batterien zur grünen Sammelbox bringen

Auf den Wertstoffhöfen des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte können aus technischen Gründen derzeit keine leeren Batterien angenommen werden.

Die Bürgerinnen und Bürger sind deshalb gebeten, für die Entsorgung der Batterien die bekannten grünen Sammelboxen im Einzelhandel zu nutzen.

Abwasser-Entsorgung läuft reibungslos

Zähne putzen, Duschen, Wäsche waschen, Geschirr spülen, der tägliche Gang aufs Örtchen – alles kein Problem dank unserer Abwasserbeseitigung. Und die arbeitet selbstverständlich auch unter Corona-Bedingungen zuverlässig. Dafür sorgen die Neubrandenburger Wasserbetriebe neu-wab als Teil der Neubrandenburger Stadtwerke – in der Stadt selbst und im Umland.

Ähnlich wie bei der Feuerwehr sind die Ingenieure, Meister, Vorarbeiter oder Monteure immer abwechselnd in Bereitschaft. 835 Kilometer ist das Abwasserkanalnetz lang, das sie betreuen. 220 Pumpwerke gehören dazu. All das muss regelmäßig gereinigt und gespült werden – und natürlich sind auch immer wieder Verstopfungen zu beseitigen. Umso größer ist die Freude über den Neuzugang bei der neu-wab-Mannschaft. Der nagelneue und lang erwartete Schlammsaugwagen ist gerade eingetroffen und steht jetzt für seine ersten Einsätze bereit. Er soll das nunmehr 23 Jahre alte Tankfahrzeug ersetzen, das zuletzt allzu oft in die Werkstatt musste.

Alles, was in den häuslichen Abflüssen landet, gelangt am Ende zur Neubrandenburger Kläranlage und wird dort zur Entsorgung aufbereitet. Im Umland übernimmt die neu-wab für sieben weitere Kläranlagen die Verantwortung. Damit im Fall einer Infektion mit dem Coronavirus oder einer angeordneten Quarantäne nicht die gesamte neu-wab Mannschaft ausgeschaltet ist, sind die Kollegen jetzt in getrennte Teams eingeteilt. So handhaben es derzeit auch viele andere systemrelevante Unternehmen. „Entsorgungssicherheit gewährleisten“ hat oberste Priorität.

Dank einer guten Planung ist das Unternehmen neu-wab auch auf diese außergewöhnlichen Zeiten gut vorbereitet. Lokale Dienstleister unterstützen beim Einsatz am Kanalnetz, Lieferanten bringen zuverlässig notwendige Hilfsmittel für den Einsatz in der Kläranlage oder im Kanalnetz. Auch die Klärschlammentsorgung klappt nach wie vor reibungslos. Die Transporte gehen täglich zur Verbrennung nach Stavenhagen. Gut zu wissen, dass auch die Abwasserexperten selbstverständlich für uns alle da sind!

Übrigens: Toiletten sind keine Mülleimer. Weder Feuchttücher, Wattestäbchen oder andere Hygieneartikel gehören dort hinein, noch Farben, Speisereste oder Medikamente. Feuchttücher beispielsweise sind reißfest und zersetzen sich deshalb nicht, was zu Verstopfungen führt. Speisereste verkleben die Kanalisation und locken Schädlinge an. Farben und Medikamente verunreinigen das Wasser und können in der Kläranlage nur mit großem Aufwand abgebaut werden.

Corona stellt auch Abfallentsorgung vor besondere Herausforderungen

Die Corona-Epidemie und die Maßnahmen zur Bekämpfung des SARS-CoV-2-Virus stellen auch die Abfallentsorgung in Mecklenburg-Vorpommern vor besondere Heraus­forderungen. Zum einem fällt mehr Abfall an, weil sich deutlich mehr Menschen als sonst zu Hause aufhalten. Damit die Restabfalltonnen nicht überquellen, sind Abfallvermeidung und die richtige Abfalltrennung gerade wichtiger denn je. Viele nutzen die Corona-Zwangspause zudem auch, um Keller und Dachböden zu entrümpeln.

Das Robert-Koch-Institut (RKI) empfiehlt für die Abfallentsorgung von Haushalten, in denen infizierte Personen, begründete Verdachtsfälle oder sonstige Personen in häuslicher Quarantäne leben bestimmte Vorsichtsmaßnahmen.

Für diese Haushalte rät das Umweltweltministerium M-V gemäß den Empfehlungen des RKI zu folgendem Umgang mit Abfällen – auch wenn bisher keine Fälle bekannt sind, bei denen sich Personen durch Berührung von kontami­nierten Gegenständen angesteckt haben:

  • Neben dem Restmüll sind auch Verpackungsabfälle (gelber Sack), Altpapier und Biomüll ausschließlich über die Restmülltonne (graue Tonne) zu entsorgen.
  • Sämtliche Abfälle, die durch das Virus kontaminiert sein könnten, sind in Abfallsäcken zu entsorgen. Einzelgegenstände wie beispielsweise Taschentücher sind nicht lose in Abfalltonnen zu werfen.
  • Abfallsäcke sind sicher zu verschließen.
  • Spitze und scharfe Gegenstände sind in bruch- und durchstich­sicheren Einwegbehältnissen zu verpacken.
  • Müllsäcke sind möglichst sicher zu verstauen, so dass keine Tiere damit in Kontakt kommen.
  • Glasabfälle und Pfandverpackungen sowie Elektro- und Elektronikabfälle, Batterien und Schadstoffe sind nicht über den Hausmüll zu entsorgen, sondern nach Gesundung und Aufhebung der Quarantäne wie gewohnt getrennt zu entsorgen.

Für alle anderen privaten Haushalte in Mecklenburg-Vorpommern, in denen keine infizierten Personen, keine begründeten Verdachtsfälle und auch keine sonstigen Personen in häuslicher Quarantäne leben, gilt weiterhin uneingeschränkt das Gebot der Abfalltrennung. Es gelten die entsprechenden Hinweise des Abfallentsor­gers.

Wertstoffannahmehof in Woldegk eingeschränkt geöffnet

Der Wertstoffannahmehof in Woldegk ist krankheitsbedingt nur an zwei Tagen geöffnet.
Das teilt das Entsorgungsunternehmen remondis mit.
Der Annahmehof ist vorerst montags von 13 bis 17 Uhr und mittwochs von 14 bis 17 Uhr geöffnet.

Müllentsorgung: 28-Tage-Rhythmus beginnt

Ab der 14. Kalenderwoche, am 30. März 2020, startet im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte die 28-tägliche Leerung für 60-l-Mülltonnen. Das betrifft die Haushalte, die eine 28-tägliche Leerung beantragt und eine rote Gebührenmarke erhalten haben. Sie stellen ab jetzt ihre schwarze Tonne nur noch alle 28 Tage zur Leerung bereit.

Die konkreten Terminen sind, wie gewohnt, auf der Internetseite www.lk-mecklenburgische-seenplatte.de zu finden. Von der Startseite geht es mit einem Klick auf das Foto mit der Papier- und der Mülltonne unter „Abfall & Müll“ direkt zum Tourenplan. Dort sind der Wohnort und die Straße oder der Ortsteil einzugeben und das Kästchen „Restmülltonne 28-täglicher Rhythmus“ anzuklicken. Dann erscheinen alle Termine bis zum Jahresende.

Wer keinen Zugang zum Internet hat, erfährt auf der Seite 2 im kommenden Kreisanzeiger, der am 28. März 2020 erscheint, wie man mit Hilfe des Tourenplans im Abfallratgeber die neuen Termine selbst ermitteln kann.

Für unsere älteren Mitbürger ist auch hier in diesen Tagen Unterstützung gefragt. Nachbarn, Kinder oder Enkel könnten behilflich sein, um die Termine schnell und unkompliziert von der Internetseite herunterzuladen – ganz gleich, wie weit entfernt sie wohnen.

Jetzt bitte nicht entrümpeln

Da viele Menschen pandemiebedingt zu Hause sind, nutzen sie die Zeit, um zu entrümpeln.

Die Recyclinghöfe haben in den vergangenen Tagen ein verstärktes Besucheraufkommen verzeichnet. So nachvollziehbar es ist, die jetzige Zeit für einen Frühjahrsputz zu nutzen, bitten die kommunalen Entsorger, diese Arbeiten bzw. die Entsorgung der anfallenden Abfälle auf einen späteren Zeitpunkt zu vertagen.

Das hat im Wesentlichen zwei Gründe:

Zum einen sind die Wertstoffhöfe aktuell so stark frequentiert, dass teilweise der gebotene Abstand zwischen den Mitarbeitern und den Kunden sowie auch zwischen den Kunden selbst nicht mehr gewahrt werden kann.

Zum anderen ziehen Abfallwirtschaftsbetriebe in Krisenzeiten Personal von Recyclinghöfen ab, um diese Mitarbeiter gemäß für die Sammeltouren einsetzen zu können.

Denn Priorität der Betriebe hat gerade in diesen Zeiten, die Entsorgung von medizinischen Abfällen sowie von hygienisch risikobehafteten Rest- und Bioabfällen, um die Ausbreitung von Krankheiten zu verhindern.

Aus denselben Gründen gibt es derzeit längere Wartezeiten bei der Anmeldung von Sperrmüll. Die übliche Wartezeit von drei Wochen ist derzeit nicht einzuhalten.