Corona: Zur aktuellen Lage im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte

1. Der Landkreis hat am heutigen Montag weitere Impfdosen erhalten. Damit können in dieser Woche erneut 975 Menschen in der Mecklenburgischen Seenplatte geimpft werden. Die vier mobilen Impfteams werden in Pflegeheimen in Mirow, Waren (Müritz), Neubrandenburg, Demmin, Friedland, Woldegk und Feldberg unterwegs sein.

Ein weiterer Teil des Impfstoffs geht an Krankenhäuser im Landkreis, die diesmal keine eigene Zuteilung bekommen. Eine weitere Impfstofflieferung wird im Verlauf der Woche erwartet.

2. Erstmalig wird ab morgen auch im Impfzentrum in Neubrandenburg geimpft. Wie bekannt, hat das Land Mecklenburg-Vorpommern über 80-jährige angeschrieben und zur Impfung eingeladen. Sie erhalten auf Wunsch über eine eigens vom Land eingerichtete Hotline einen Impftermin.

Der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte rechnet damit, dass zum jetzigen Zeitpunkt täglich bis zu 25 Personen in das Impfzentrum kommen werden. Ab Dienstag, den 12. Januar, pendelt deshalb auch im Stundentakt ein Sonderbus mit der Liniennummer 300 vom ZOB Neubrandenburg ab 7:40 Uhr bis 16:40 Uhr und von dort auch wieder zurück.

Das zweite Impfzentrum des Landkreises in der Turnhalle vom Regionalen Beruflichen Bildungszentrum Müritz (RBB-Müritz) in Waren (Müritz) wird ab dem 19. Januar 2021 für Impfungen zur Verfügung stehen.

3. Die Infektionslage im Pflegeheim in Malchow hat sich deutlich entspannt. Wie das Gesundheitsamt mitteilt, hat es in den zurückliegenden Tagen dort keine weiteren Ansteckungen gegeben.

Dennoch: Die Lage in den Senioren- und Pflegeeinrichtungen bleibt im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte ein Problem. Der Virus wird vom Pflegepersonal oder von Besuchern eingetragen, die keine Krankheitssymptome haben. Die regelmäßigen Schnelltests sind zwar hilfreich, jedoch nicht so zuverlässig wie ein Labortest. Deshalb ergeht immer wieder der Appell an alle, die mit Menschen aus den Risikogruppen zu tun haben, sich und diese besonders zu schützen.

4. Als Bestandteil des Entsorgungssystems bleiben die Wertstoffhöfe im Landkreis offen. Bei der Abgabe von Wertstoffen, Grünschnitt, Elektroschrott usw. im Freien sind selbstverständlich die bekannten Corona-Regeln einzuhalten.

Abfallentsorgung in Neubrandenburg

Der Rhythmus bleibt wie gehabt

Wegen eines technischen Fehlers, werden auf der Internetseite des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte beim Abfalltourenplan 2021 für einige Straßen in Neubrandenburg fehlerhafte oder gar keine Daten angezeigt. Das betrifft die Straßen die in alphabetischer Reihenfolge zwischen „N“, Neustrelitzer Straße, bis „Z“, Zur Wüstung.

Das Entsorgungsunternehmen weist darauf hin, dass sich im Tourenplan der Stadt Neubrandenburg im neuen Jahr 2021 der Entsorgungsrhythmus jedoch nicht ändert. Wer also seine Restmülltonne alle 14 Tage herausgestellt hat, stellt sie, ausgehend vom letzten Termin im Dezember, weiterhin alle 14 Tage heraus.

Dasselbe gilt für die 28-tägliche Leerung und für den Rhythmus der Biotonne und der Papiertonne. An der Behebung des Fehlers wird gearbeitet. Spätestens ab 4. Januar 2021 sind die korrekten Abfuhrtermine auch für die genannten Straßen auf der Internetseite www.lk-mecklenburgische-seenplatte.de abrufbar.

Zum Streik der Müllwerker

Im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte sind Müllwerker des Entsorgungsunternehmens REMONDIS am Morgen des 25. Mai 2020 in einen Warnstreik getreten.
Darüber ist die kommunale Abfallwirtschaft im Umweltamt des Landkreises von ihrem Vertragspartner informiert worden.

Wie der Dezernent Torsten Fritz sagte, sei vorerst noch unklar, wie viele Müllwerker streiken und wie lange. „Es werden trotzdem Mülltonnen im Laufe der nächsten Tage geleert. Deshalb bitten wir die Bürgerinnen und Bürger, die Tonnen zum Leeren stehen zu lassen, auch wenn sich noch nicht sagen lässt, wann der Inhalt entsorgt wird.“

Leere Batterien zur grünen Sammelbox bringen

Auf den Wertstoffhöfen des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte können aus technischen Gründen derzeit keine leeren Batterien angenommen werden.

Die Bürgerinnen und Bürger sind deshalb gebeten, für die Entsorgung der Batterien die bekannten grünen Sammelboxen im Einzelhandel zu nutzen.

Abwasser-Entsorgung läuft reibungslos

Zähne putzen, Duschen, Wäsche waschen, Geschirr spülen, der tägliche Gang aufs Örtchen – alles kein Problem dank unserer Abwasserbeseitigung. Und die arbeitet selbstverständlich auch unter Corona-Bedingungen zuverlässig. Dafür sorgen die Neubrandenburger Wasserbetriebe neu-wab als Teil der Neubrandenburger Stadtwerke – in der Stadt selbst und im Umland.

Ähnlich wie bei der Feuerwehr sind die Ingenieure, Meister, Vorarbeiter oder Monteure immer abwechselnd in Bereitschaft. 835 Kilometer ist das Abwasserkanalnetz lang, das sie betreuen. 220 Pumpwerke gehören dazu. All das muss regelmäßig gereinigt und gespült werden – und natürlich sind auch immer wieder Verstopfungen zu beseitigen. Umso größer ist die Freude über den Neuzugang bei der neu-wab-Mannschaft. Der nagelneue und lang erwartete Schlammsaugwagen ist gerade eingetroffen und steht jetzt für seine ersten Einsätze bereit. Er soll das nunmehr 23 Jahre alte Tankfahrzeug ersetzen, das zuletzt allzu oft in die Werkstatt musste.

Alles, was in den häuslichen Abflüssen landet, gelangt am Ende zur Neubrandenburger Kläranlage und wird dort zur Entsorgung aufbereitet. Im Umland übernimmt die neu-wab für sieben weitere Kläranlagen die Verantwortung. Damit im Fall einer Infektion mit dem Coronavirus oder einer angeordneten Quarantäne nicht die gesamte neu-wab Mannschaft ausgeschaltet ist, sind die Kollegen jetzt in getrennte Teams eingeteilt. So handhaben es derzeit auch viele andere systemrelevante Unternehmen. „Entsorgungssicherheit gewährleisten“ hat oberste Priorität.

Dank einer guten Planung ist das Unternehmen neu-wab auch auf diese außergewöhnlichen Zeiten gut vorbereitet. Lokale Dienstleister unterstützen beim Einsatz am Kanalnetz, Lieferanten bringen zuverlässig notwendige Hilfsmittel für den Einsatz in der Kläranlage oder im Kanalnetz. Auch die Klärschlammentsorgung klappt nach wie vor reibungslos. Die Transporte gehen täglich zur Verbrennung nach Stavenhagen. Gut zu wissen, dass auch die Abwasserexperten selbstverständlich für uns alle da sind!

Übrigens: Toiletten sind keine Mülleimer. Weder Feuchttücher, Wattestäbchen oder andere Hygieneartikel gehören dort hinein, noch Farben, Speisereste oder Medikamente. Feuchttücher beispielsweise sind reißfest und zersetzen sich deshalb nicht, was zu Verstopfungen führt. Speisereste verkleben die Kanalisation und locken Schädlinge an. Farben und Medikamente verunreinigen das Wasser und können in der Kläranlage nur mit großem Aufwand abgebaut werden.

Corona stellt auch Abfallentsorgung vor besondere Herausforderungen

Die Corona-Epidemie und die Maßnahmen zur Bekämpfung des SARS-CoV-2-Virus stellen auch die Abfallentsorgung in Mecklenburg-Vorpommern vor besondere Heraus­forderungen. Zum einem fällt mehr Abfall an, weil sich deutlich mehr Menschen als sonst zu Hause aufhalten. Damit die Restabfalltonnen nicht überquellen, sind Abfallvermeidung und die richtige Abfalltrennung gerade wichtiger denn je. Viele nutzen die Corona-Zwangspause zudem auch, um Keller und Dachböden zu entrümpeln.

Das Robert-Koch-Institut (RKI) empfiehlt für die Abfallentsorgung von Haushalten, in denen infizierte Personen, begründete Verdachtsfälle oder sonstige Personen in häuslicher Quarantäne leben bestimmte Vorsichtsmaßnahmen.

Für diese Haushalte rät das Umweltweltministerium M-V gemäß den Empfehlungen des RKI zu folgendem Umgang mit Abfällen – auch wenn bisher keine Fälle bekannt sind, bei denen sich Personen durch Berührung von kontami­nierten Gegenständen angesteckt haben:

  • Neben dem Restmüll sind auch Verpackungsabfälle (gelber Sack), Altpapier und Biomüll ausschließlich über die Restmülltonne (graue Tonne) zu entsorgen.
  • Sämtliche Abfälle, die durch das Virus kontaminiert sein könnten, sind in Abfallsäcken zu entsorgen. Einzelgegenstände wie beispielsweise Taschentücher sind nicht lose in Abfalltonnen zu werfen.
  • Abfallsäcke sind sicher zu verschließen.
  • Spitze und scharfe Gegenstände sind in bruch- und durchstich­sicheren Einwegbehältnissen zu verpacken.
  • Müllsäcke sind möglichst sicher zu verstauen, so dass keine Tiere damit in Kontakt kommen.
  • Glasabfälle und Pfandverpackungen sowie Elektro- und Elektronikabfälle, Batterien und Schadstoffe sind nicht über den Hausmüll zu entsorgen, sondern nach Gesundung und Aufhebung der Quarantäne wie gewohnt getrennt zu entsorgen.

Für alle anderen privaten Haushalte in Mecklenburg-Vorpommern, in denen keine infizierten Personen, keine begründeten Verdachtsfälle und auch keine sonstigen Personen in häuslicher Quarantäne leben, gilt weiterhin uneingeschränkt das Gebot der Abfalltrennung. Es gelten die entsprechenden Hinweise des Abfallentsor­gers.

Wertstoffannahmehof in Woldegk eingeschränkt geöffnet

Der Wertstoffannahmehof in Woldegk ist krankheitsbedingt nur an zwei Tagen geöffnet.
Das teilt das Entsorgungsunternehmen remondis mit.
Der Annahmehof ist vorerst montags von 13 bis 17 Uhr und mittwochs von 14 bis 17 Uhr geöffnet.