Bevölkerungszahl im Land ist erstmals seit 2017 wieder leicht gestiegen

Wie das Statistische Amt Mecklenburg-Vorpommern mitteilt, lebten zum Ende des Jahres 2020 insgesamt 1 610 774 Personen im Land und damit 2 636 (+ 0,2 Prozent) Einwohnerinnen und Einwohner mehr als im Jahr zuvor. Der Bevölkerungszuwachs ist vor allem auf den positiven Wanderungssaldo zurückzuführen.

Im Jahr 2020 wurden 12 061 Kinder lebend geboren, 569 Kinder (- 4,5 Prozent) weniger als im Vorjahr. Im selben Zeitraum starben 21 854 Menschen und damit 152 Personen (0,7 Prozent) mehr als im Jahr 2019.

Der Überschuss der Sterbefälle über die Zahl der Geburten wurde jedoch durch den gestiegenen Wanderungsgewinn übertroffen. Im Jahr 2020 haben 44 647 Menschen ihren Hauptwohnsitz nach Mecklenburg-Vorpommern verlegt, während 32 066 Personen in ein anderes Bundesland oder ins Ausland gezogen sind. Daraus ergibt sich ein Wanderungsgewinn von 12 581 Personen, das sind 4 538 Personen (56,4 Prozent) mehr als im Vorjahr (8 043 Personen).

Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite des Statistischen Amtes Mecklenburg-Vorpommern unter der Rubrik Statistik/Zahlen-und-Fakten/Gesellschaft-&-Staat/Bevölkerung.

Vier-Tore-Stadt setzt auf stabile Bevölkerungsentwicklung und auf Wachstum

Foto: Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg
Foto: Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg

Die Vier-Tore-Stadt kann erstmals anhand eines Demografieberichtes eine analytische Betrachtung der Bevölkerungsentwicklung präsentieren. Auf der Internetseite www.neubrandenburg.de ist der Bericht ab sofort abrufbar.

In dem Bericht werden die aktuellen demografischen Entwicklungen und ihre Auswirkungen auf die Bevölkerungsstruktur, Entwicklung der Geburten und der Gestorbenen sowie die Wanderungsbewegungen über die Stadtgrenze und die innerstädtischen Umzüge über die Stadtgebietsgrenzen dargestellt. Der Stadt wird eine stabile Bevölkerungsentwicklung prognostiziert, wenngleich „die gegenwärtige Bevölkerungsentwicklung der Vier-Tore-Stadt gekennzeichnet ist, durch ein niedriges Geburtenniveau in Verbindung mit einem Gestorbenenüberschuss, einer steigenden Lebenserwartung der Menschen, einer alternden Alters- und Geschlechtsstruktur und Abwanderung junger Menschen“, heißt es in dem Bericht. Diese Entwicklungen haben einen nachhaltigen Einfluss auf die Bevölkerungsstruktur und zeigen sich im Ausmaß der demographischen Alterung der Bevölkerung in Verbindung mit einer schrumpfenden Einwohnerzahl. Ausführlich dargestellt werden zudem die aktuellen demografischen Entwicklungen und ihre Auswirkungen auf die Bevölkerungsstruktur.

Die Ausrichtung für die Vier-Tore-Stadt hat Oberbürgermeister Silvio Witt bereits 2018 verkündet. Er setzt sich für Stadtgestaltung ein, die sich nicht auf die prognostizierten schrumpfenden Bevölkerungszahlen konzentriert, sondern auf Wachstum. „Ich sehe Neubrandenburg als eine weiterhin wachsende Stadt. Unsere stadtplanerischen Aktivitäten sollten sich daher auch auf ein Wachstum ausrichten.“ Die Entwicklung der vergangenen Jahre spreche für dieses Ziel. Neubrandenburg hat nicht nur einen riesigen Schuldenberg abgebaut, sondern setzt auch auf strategisch klugen Wohnungsbau, neue Infrastrukturansätze und eine starke Wirtschaft als einen der wichtigsten Pfeiler für die Entwicklung der Stadt.

In dem Demografiebericht wird bestätigt: „Die stabile Bevölkerungsentwicklung der Stadt Neubrandenburg in den vergangenen Jahren ist Ausdruck einer gefestigten Wirtschaftsstruktur und einer positiven Ausstrahlungskraft in seiner Funktion als Oberzentrum.“

Für den Demografiebericht wurden die Einwohnerdaten als Abzug aus dem Melderegister erhoben. Die Statistikstelle der Verwaltung lieferte unter anderem detaillierte und kleinräumige Zahlen. Die in dem Bericht verwendeten Daten beruhen auf dem jeweils aktuellsten verfügbaren Stand.

Es ist beabsichtigt, künftig regelmäßig einen Demografiebericht zur demografischen Entwicklung der Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg zu veröffentlichen. Auf die vorliegende Analyse der aktuellen Bevölkerungsentwicklung aufbauend, wird zeitnah eine Bevölkerungsprognose zur künftigen Einwohnerentwicklung der Stadt Neubrandenburg und seiner Stadtgebiete folgen.