Fünf Kraftfahrzeugführer unter dem Einfluss von Rauschmitteln festgestellt

Im Rahmen europaweiter Verkehrskontrollen mit dem Schwerpunkt Drogen und Alkohol führte die Polizeiinspektion Neubrandenburg im gesamten Landkreis Verkehrskontrollen durch. In fünf Fällen wurden von den Beamten Verstöße erfasst.

Bereits gegen Mitternacht wurde in Neubrandenburg ein 26-jähriger Pkw-Fahrer einer Kontrolle unterzogen. Gegenüber den Polizeibeamten räumte er den Konsum von Cannabis ein. Bei der Durchsuchung der Person und des Fahrzeugs fanden die Beamten eine geringe Menge Drogen sowie Konsumutensilien.

Nur eine Stunde später stoppten Beamte des Polizeihauptreviers Neustrelitz einen 41-jährigen Pkw-Fahrer in Granzow. Hierbei fiel den Beamten eine Alkoholflasche auf der Rücksitzbank auf. Eigenen Angaben zu Folge war der Betroffene auf dem Weg von der Arbeit nach Hause und hatte vor Fahrtantritt zwei Bier getrunken. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von 0,87 Promille.

Gegen 6 Uhr stellten Beamte in Waren einen 39-jährigen Fahrzeugführer fest. Bei der Kontrolle wies er körperliche Auffälligkeiten auf, die auf einen Drogenkonsum hindeuteten. Ein Vortest konnte nicht durchgeführt werden, weshalb eine Blutprobe entnommen wurde.
Bei einer stationären Verkehrskontrolle in Rechlin stellten Beamte des Polizeireviers Röbel gleich zwei Fahrzeugführer unter Alkoholeinfluss fest. Gegen 08:45 Uhr wurde ein 54-Jähriger mit seinem Pkw in die Kontrollstelle gewunken. Eine Atemalkoholkontrolle ergab einen Wert von 0,65 Promille. Gegen ihn und alle vorgenannten Fahrzeugführer wurde ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. Es erwartet sie mindestens eine Geldstrafe in Höhe von 500 Euro, 2 Punkte in Flensburg und ein einmonatiges Fahrverbot.

Nur zwei Stunden später wurde an gleicher Stelle ein 70-jähriger Pkw-Fahrer kontrolliert. Ein auch bei ihm durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,44 Promille. Gegen den Mann eröffneten die Beamten ein Strafverfahren wegen Trunkenheit im Verkehr und veranlassten die Entnahme einer Blutprobe. Außerdem stellten sie den Führerschein des Mannes sicher. Auf absehbare Zeit ist ihm das Führen von Kraftfahrzeugen im öffentlichen Straßenverkehr somit untersagt.

Bei allen festgestellten Fahrzeugführern handelte es sich um deutsche Staatsangehörige.

Einsatz der Drogenfahnder

In einem Ermittlungskomplex mit mehreren Verfahren gegen insgesamt zwölf Beschuldigte ist es den Beamten der Kriminalpolizeiinspektion Neubrandenburg gelungen, ein regelrechtes Netzwerk aufzudecken, welches die Beschuldigten zur Begehung verschiedener Straftaten errichtet hatten. Dabei ging es unter anderem um Verdacht des illegalen Handels mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge, Freiheitsberaubung und Erpressung.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Neubrandenburg wurden Durchsuchungsbeschlüsse für insgesamt zehn Objekte erlassen. Diese Beschlüsse wurden gestern (15.06.21) zeitgleich umgesetzt. Dabei kamen fast 100 Beamte im Bereich Stavenhagen, in Neubrandenburg, bei Bützow und in Eberswalde zum Einsatz. Die hiesigen Ermittler erhielten dabei von Kräften der Landespolizei Brandenburg, unserem Landesbereitschaftspolizeiamt, Diensthundführern und Spezialkräften des LKA Unterstützung.

Bei dem Einsatz beschlagnahmten die Ermittler insgesamt über 35.000 EUR Bargeld, einen „bunten Strauß“ an Betäubungsmitteln (von Marihuana, über Amphetamin bis Heroin) im Wert von über 17.000 EUR, diverse Arzneimittel, sechs Waffen – eine davon scharf, und ein in Baden-Württemberg entwendetes Pedelec. An einem Einsatzort im Raum Stavenhagen stellten die Beamten außerdem die Entziehung elektrischer Energie fest. Ein Techniker des Stromanbieters beseitigte die Manipulation.

Drei Hauptbeschuldigte (zwei deutsche Männer im Alter von 33 und 34 Jahren und eine deutsche Frau im Alter von 25 Jahren) wurden vorläufig festgenommen und gestern und heute einem Haftrichter vorgeführt. Gegen die beschuldigten Männer wurde Untersuchungshaftbefehl erlassen und sie wurden in Justizvollzugsanstalten verbracht. Gegen die 25-Jährige wurde ein bereits bestehender Haftbefehl vollstreckt und sie befindet sich in einer JVA. Der Beschluss eines Untersuchungshaftbefehls gegen sie wird weiter geprüft.

Rauschgiftkriminalität nimmt in Mecklenburg-Vorpommern weiter zu

Die Delikte im Bereich der Rauschgiftkriminalität sind im Jahr 2020 erneut gestiegen. Insgesamt wurden 8.739 Fälle der Rauschgiftkriminalität in Mecklenburg-Vorpommern registriert. Damit ist die Anzahl der bekannt gewordenen Rauschgiftstraftaten um 4,6% gegenüber dem Vorjahr gestiegen (2019: 8.351 Fälle) und erreicht erneut einen Höchststand seit Erfassung der Delikte. Der Anteil der Rauschgiftkriminalität an der festgestellten Gesamtkriminalität betrug in Mecklenburg-Vorpommern 8,2% (2019: 7,5%).

Wie bereits in den vergangenen Jahren bildeten die allgemeinen Verstöße im Zusammenhang mit Cannabisprodukten den Schwerpunkt (4.691 Fälle), gefolgt von Straftaten im Zusammenhang mit Amphetamin (1.456 Fälle). Die Anzahl der erfassten Cannabisplantagen liegt auf dem Niveau des Vorjahres (15 Plantagen im Jahr 2020 gegenüber 17 Plantagen im Jahr 2019).

Regional betrachtet verzeichneten die größten Anstiege die Stadt Schwerin (Steigerung um 391 Fälle auf 954), gefolgt vom Landkreis Rostock (Steigerung um 242 Fälle auf 1.281) und vom Landkreis Nordwestmecklenburg (Steigerung um 74 Fälle auf 927). Die Städte Schwerin mit einer Häufigkeitszahl von 997 und Rostock mit 692 sowie der Landkreis Rostock mit 594 liegen deutlich über der Häufigkeitszahl des Landes Mecklenburg-Vorpommern mit 543 Fällen je 100.000 Einwohner.

Ähnlich wie bei den Fallzahlen ist auch eine leichte Zunahme bei den Tatverdächtigen (um 1,7% auf 6,751 Tatverdächtige) festzustellen. Die dominierende Altersgruppe bei den Tatverdächtigen stellt weiterhin die der Erwachsenen mit einem Anteil von 68,7% dar. Hier stieg die Zahl der Tatverdächtigen um 130 auf 4.638 (+3,1%). In der Altersgruppe der Heranwachsenden mit einem Anteil von 16,1% sanken die ermittelten Tatverdächtigen um 37 auf 1.088 (-3,3%). In der Altersgruppe der Jugendlichen wurde hingegen ein Anstieg um 44 auf 1.018 Tatverdächtige verzeichnet (+4,3%). Im Jahr 2020 traten 63 Kinder im Alter von 10 bis unter 14 Jahren erstmalig polizeilich im Zusammenhang mit Drogendelikten in Erscheinung. Damit sank die Anzahl der Minderjährigen im Vergleich zum Vorjahr um 14.

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Fahren.Ankommen.Leben. Alkohol und Drogen

Foto/Montage: Polizei

Heute starteten in Mecklenburg-Vorpommern die themenorientierten Verkehrskontrollen der Kampagne „Fahren.Ankommen.LEBEN!“, die in diesem Monat auf die Schwerpunkte Alkohol und Drogen ausgerichtet sind.

Mit steigenden Temperaturen und sinkenden Zahlen bei den Neuinfektionen im Rahmen der Corona-Pandemie freut sich das Gros der Bevölkerung auf die Möglichkeiten Freunde, Familienmitglieder oder Bekannte zu treffen und etwas zu unternehmen. Ein Glas Wein beim Restaurantbesuch, ein Cocktail bei der Grillparty oder ein Bier beim Public Viewing gehören für viele fast immer dazu.

Zwar gab es im vergangenen Jahr (pandemiebedingt) einen leichten Rückgang der Verkehrsunfallzahlen um 9,32 %, sodass eine Verringerung von 60.064 (2019) auf 54.461 Verkehrsunfälle in Mecklenburg-Vorpommern zu verzeichnen waren. Jedoch stellt das Fahren unter Alkohol und/oder Drogen im Jahr 2020 mit neun getöteten Personen (2019:13) und 110 schwerletzten Personen (2019:121) weiterhin eine der Hauptunfallursachen dar.

Die Polizeivollzugsbeamten der acht Polizeiinspektionen der Polizeipräsidien Rostock und Neubrandenburg werden im gesamten Monat Juni im Einsatz sein und sowohl stationäre als auch mobile Kontrollen durchführen. Ziel dabei ist es das Bewusstsein aller Verkehrsteilnehmer zu schärfen, dass es durch die Einnahme von Rauschmitteln zu deutlichen Einschränkungen zum Beispiel in der Wahrnehmung oder der Reaktionszeit kommt und dadurch gefährliche Folgen beim Führen eines Fahrzeuges nach sich ziehen kann.

Drogen im Wert von etwa 53.000 EUR und 35.000 EUR Bargeld beschlagnahmt

In einem Ermittlungsverfahren der Kriminalpolizeiinspektion Neubrandenburg wurde gestern (19.05.21) der Durchsuchungsbeschluss vollstreckt.
Die Ermittler durchsuchten die Wohnung eines 36-jährigen Deutschen im Neubrandenburger Reitbahnviertel. Im Einsatz waren elf Beamte mit drei Rauschgiftspürhunden.

In der Wohnung wurden Betäubungsmittel im großen Umfang aufgefunden. Die Ermittler beschlagnahmten etwa 2,9 kg Amphetamin, knapp 1,5 kg Marihuana, über 400 g Ectasy, 180 g MDMA, 100 g Haschisch, fast 17 g Kokain und zahlreiche Medikamente, die dem Betäubungsmittelgesetz unterliegen. Im sogenannten Straßenverkauf haben die Drogen einen Gesamtwert von etwa 53.000 EUR. Darüber hinaus wurden 35.000 EUR Bargeld sichergestellt.

Der Beschuldigte wurde vorläufig festgenommen. Die Staatsanwaltschaft Neubrandenburg stellte Haftantrag und am heutigen Nachmittag erfolgte die Vorführung des 36-Jährigen vor einem Haftrichter. Der Haftbefehl wurde erlassen und der Mann in eine JVA verbracht.
Die Ermittlungen wegen des Verdachts des Handels mit Betäubungsmitteln dauern an.

32-Jähriger in U-Haft

Gegen einen 32-jährigen Deutschen aus Friedland führen die Beamten der Kriminalpolizeiinspektion Neubrandenburg bereits seit längerer Zeit mehrere Ermittlungsverfahren. Es besteht der Verdacht, dass der Beschuldigte über das Darknet Betäubungsmittel erwarb, diese mittels Kryptowährung bezahlte und damit Handel trieb.

In den sehr umfangreichen Ermittlungen konnte – auch in Zusammenarbeit mit ausländischen Behörden – herausgestellt werden, dass der Beschuldigte über 1.000 g Amphetamin auf Plattformen im nicht sichtbaren Teil des Internets erwarb. In Briefsendungen konnten davon knapp 500 g beschlagnahmt werden, bevor sie den 32-Jährigen erreichten. Über 100 g wurden zusätzlich am Mittwoch (12.05.2021) in einer an den Beschuldigten adressierten Postsendung beschlagnahmt.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Neubrandenburg konnte beim zuständigen Amtsgericht ein Haftbefehl erwirkt werden. Dieser wurde durch die Beamten der Kriminalpolizeiinspektion Neubrandenburg am Mittwochvormittag in Friedland vollstreckt und der 32-Jährige in eine JVA überstellt. Die Ermittlungen dauern an.

Beamte entdecken Aufzuchtanlage samt Cannabispflanzen in einer Zweiraumwohnung

Am Montagabend, 19.04.2021, gegen 21:45 Uhr wurden die Beamten des Polizeihauptreviers Neubrandenburg wegen des Verdachts der Häuslichen Gewalt zu einem Einsatz in die Cölpiner Straße in Neubrandenburg gerufen.

Als der Wohnungsinhaber der betroffenen Wohnung die Tür öffnete, vernahmen die Beamten starken Cannabisgeruch aus der Zweiraumwohnung. Im Rahmen des weiteren Einsatzes entdeckten sie eine Aufzuchtanlage für Cannabispflanzen in einem der Zimmer. Dabei handelte es sich um ein Zelt mit entsprechender Beleuchtungs-, Heizungs- und Belüftungseinrichtung samt zahlreicher Pflanzen.

Der Kriminaldauerdienst Neubrandenburg wurde zur Spurensuche und -sicherung hinzugerufen. Die Beamten stellten in diesem Zuge u.a. 42 Cannabispflanzen in einer Größe von 30 – 50 cm, 24 Stecklinge sowie diverse Bestandteile der Aufzuchtanlage sicher.

Der 29-jährige deutsche Wohnungsinhaber und nunmehr Beschuldigte muss sich wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz verantworten. Der Verdacht der Häuslichen Gewalt bestätigte sich nicht. Die Ermittlungen im Kriminalkommissariat Neubrandenburg dauern an.