Feststellung eines betrunkenen und per Haftbefehl gesuchten Radfahrers

Im Rahmen der Streifentätigkeit kontrollierten Beamte des Polizeihauptreviers Neubrandenburg am Freitagabend, 23.07.2021, gegen 20:20 Uhr einen Radfahrer, der aufgrund seiner Fahrweise entlang des Friedrich-Engels-Rings aufgefallen ist. Dieser fuhr auf dem Geh- und Radweg vom Bahnhof in Richtung Pferdemarktkreuzung in deutlichen Schlangenlinien. Als die Beamten ihr Fahrzeug wendeten, um dem Mann zum Zweck einer Verkehrskontrolle zu folgen, mussten sie feststellen, dass der Radfahrer seinen Weg auf der Fahrbahn entgegen der Fahrtrichtung fortsetzte.

Noch vor dem Erreichen des Kreuzungsbereiches konnte er angehalten und einer Kontrolle unterzogen werden. Ein Atemalkoholtest förderte mit angezeigten 1,7 Promille die Ursache der unsicheren Fahrweise zu Tage. Darüber hinaus wurden bei der Personalienüberprüfung ein offener Haftbefehl über 20 Monate festgestellt und bei der Durchsuchung der Person Gegenstände für den Drogenkonsum aufgefunden. Betäubungsmittel führte er nicht mit sich.

Das Kriminalkommissariat Neubrandenburg ermittelt nun gegen den 29-jährigen Mann eritreischer Herkunft wegen Trunkenheit im Verkehr und dem Verdacht des illegalen Drogenbesitzes. Nach der Entnahme einer Blutprobe wurde der Mann an eine Justizvollzugsanstalt im Land überstellt. Der Haftbefehl wurde aufgrund verschiedener Straftaten, u. a. Körperverletzung, Bedrohung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Diebstahl, erlassen.

Kleine Cannabisplantage entdeckt

Am Mittwochabend, 21.07.21, meldete ein Hinweisgeber, dass er bei einem Spaziergang durch die Parzellen einer Kleingartenanlage in der Nähe des Reitbahnviertels „illegale Pflanzen“ entdeckt habe.

Die eingesetzten Beamten des Polizeihauptreviers Neubrandenburg fanden den Sachverhalt bestätigt vor. Schon vom Zaun aus konnte man im Garten einige Cannabispflanzen sehen.

Zusammen mit den Beamten des Kriminaldauerdienstes „ernteten“ die Kräfte insgesamt 26 Cannabispflanzen aus Garten und Gewächshaus und beschlagnahmten diese. Die Pflanzen hatten eine Größe von bis zu 220 cm.

Die Ermittlungen wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz richten sich nun gegen die Eigentümer des Gartens.

Fast 1000 Pillen und jede Menge Bargeld

Die Drogenfahnder unserer Kriminalpolizeiinspektion Neubrandenburg haben gestern im ländlichen Umkreis von Demmin bei einer Wohnungsdurchsuchung Drogen, Bargeld und weitere Beweismittel sichergestellt.

Foto: Polizei

Der 34-jährige Beschuldigte (Deutscher) hat nach derzeitigem Kenntnisstand fast 1000 Pillen Ecstasy, Marihuana in größerer Menge sowie Amphetamin gehabt sowie Tausende Euro Bargeld – szenetypisch gestückelt. Gegen ihn wird nun wegen des Verdachts des Besitzes und Handelns mit Drogen in nicht geringer Menge weiter ermittelt.

Das Beispiel zeigt, dass akribische und teils langwierige Ermittlungsarbeit der Drogenfahnder am Ende auch zu Tatverdächtigen führt, die mitunter gar nicht damit rechnen, dass die Polizei sie „auf dem Schirm“ hat.

Verkehrsunfall auf der A20 zwischen den Anschlussstellen Anklam un Altentreptow

Am Freitagabend, 25.06.2021, gegen 20:38 Uhr teilte eine Verkehrsteilnehmerin der Einsatzleitstelle der Polizei in Neubrandenburg per Notruf einen verunfallten PKW auf der A20 hinter der Anschlussstelle Anklam in Fahrtrichtung Stettin mit. Der PKW soll zuvor bereits in auffälliger Fahrweise die Autobahn befahren haben. An der Unfallstelle kam die Fahrerin mit ihrem PKW Opel dann zunächst nach rechts von der Fahrbahn auf den Standstreifen ab, lenkte dann nach links gegen und fuhr in der weiteren Folge in die Mittelschutzplanke. Dort kam das Fahrzeug schließlich zum Stehen.

Zur Unfallursache machte die ortskundige 33 Jahre alte Fahrerin keine Angaben, ihr Verhalten an der Unfallstelle ließ allerdings auf Alkohol- oder unter Betäubungsmitteleinfluss schließen. Eine Atemalkholkontrolle ergab einen Wert von 0 Promille. Zur Überprüfung hinsichtlich einer möglichen Beeinflussung durch Betäubungsmittel wurde eine Blutprobenentnahme angeordnet und durchgeführt

Die Geschädigte wurde zur ärztlichen Behandlung mit einem RTW ins Klinikum Neubrandenburg gebracht. Die Autobahn war auf Grund des Einsatzes der Polizei, des Bergungsdienstes und der Autobahnmeisterei, die zur Reinigung der Verkehrsfläche eingesetzt wurde, für ca. anderthalb Stunden voll gesperrt. Es kam dadurch zu Verkehrsbehinderungen und Stauerscheinungen. Durch den Verkehrsunfall entstand ein Sachschaden in Höhe von ca. 4.500.- EUR.

Fünf Kraftfahrzeugführer unter dem Einfluss von Rauschmitteln festgestellt

Im Rahmen europaweiter Verkehrskontrollen mit dem Schwerpunkt Drogen und Alkohol führte die Polizeiinspektion Neubrandenburg im gesamten Landkreis Verkehrskontrollen durch. In fünf Fällen wurden von den Beamten Verstöße erfasst.

Bereits gegen Mitternacht wurde in Neubrandenburg ein 26-jähriger Pkw-Fahrer einer Kontrolle unterzogen. Gegenüber den Polizeibeamten räumte er den Konsum von Cannabis ein. Bei der Durchsuchung der Person und des Fahrzeugs fanden die Beamten eine geringe Menge Drogen sowie Konsumutensilien.

Nur eine Stunde später stoppten Beamte des Polizeihauptreviers Neustrelitz einen 41-jährigen Pkw-Fahrer in Granzow. Hierbei fiel den Beamten eine Alkoholflasche auf der Rücksitzbank auf. Eigenen Angaben zu Folge war der Betroffene auf dem Weg von der Arbeit nach Hause und hatte vor Fahrtantritt zwei Bier getrunken. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von 0,87 Promille.

Gegen 6 Uhr stellten Beamte in Waren einen 39-jährigen Fahrzeugführer fest. Bei der Kontrolle wies er körperliche Auffälligkeiten auf, die auf einen Drogenkonsum hindeuteten. Ein Vortest konnte nicht durchgeführt werden, weshalb eine Blutprobe entnommen wurde.
Bei einer stationären Verkehrskontrolle in Rechlin stellten Beamte des Polizeireviers Röbel gleich zwei Fahrzeugführer unter Alkoholeinfluss fest. Gegen 08:45 Uhr wurde ein 54-Jähriger mit seinem Pkw in die Kontrollstelle gewunken. Eine Atemalkoholkontrolle ergab einen Wert von 0,65 Promille. Gegen ihn und alle vorgenannten Fahrzeugführer wurde ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. Es erwartet sie mindestens eine Geldstrafe in Höhe von 500 Euro, 2 Punkte in Flensburg und ein einmonatiges Fahrverbot.

Nur zwei Stunden später wurde an gleicher Stelle ein 70-jähriger Pkw-Fahrer kontrolliert. Ein auch bei ihm durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,44 Promille. Gegen den Mann eröffneten die Beamten ein Strafverfahren wegen Trunkenheit im Verkehr und veranlassten die Entnahme einer Blutprobe. Außerdem stellten sie den Führerschein des Mannes sicher. Auf absehbare Zeit ist ihm das Führen von Kraftfahrzeugen im öffentlichen Straßenverkehr somit untersagt.

Bei allen festgestellten Fahrzeugführern handelte es sich um deutsche Staatsangehörige.

Einsatz der Drogenfahnder

In einem Ermittlungskomplex mit mehreren Verfahren gegen insgesamt zwölf Beschuldigte ist es den Beamten der Kriminalpolizeiinspektion Neubrandenburg gelungen, ein regelrechtes Netzwerk aufzudecken, welches die Beschuldigten zur Begehung verschiedener Straftaten errichtet hatten. Dabei ging es unter anderem um Verdacht des illegalen Handels mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge, Freiheitsberaubung und Erpressung.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Neubrandenburg wurden Durchsuchungsbeschlüsse für insgesamt zehn Objekte erlassen. Diese Beschlüsse wurden gestern (15.06.21) zeitgleich umgesetzt. Dabei kamen fast 100 Beamte im Bereich Stavenhagen, in Neubrandenburg, bei Bützow und in Eberswalde zum Einsatz. Die hiesigen Ermittler erhielten dabei von Kräften der Landespolizei Brandenburg, unserem Landesbereitschaftspolizeiamt, Diensthundführern und Spezialkräften des LKA Unterstützung.

Bei dem Einsatz beschlagnahmten die Ermittler insgesamt über 35.000 EUR Bargeld, einen „bunten Strauß“ an Betäubungsmitteln (von Marihuana, über Amphetamin bis Heroin) im Wert von über 17.000 EUR, diverse Arzneimittel, sechs Waffen – eine davon scharf, und ein in Baden-Württemberg entwendetes Pedelec. An einem Einsatzort im Raum Stavenhagen stellten die Beamten außerdem die Entziehung elektrischer Energie fest. Ein Techniker des Stromanbieters beseitigte die Manipulation.

Drei Hauptbeschuldigte (zwei deutsche Männer im Alter von 33 und 34 Jahren und eine deutsche Frau im Alter von 25 Jahren) wurden vorläufig festgenommen und gestern und heute einem Haftrichter vorgeführt. Gegen die beschuldigten Männer wurde Untersuchungshaftbefehl erlassen und sie wurden in Justizvollzugsanstalten verbracht. Gegen die 25-Jährige wurde ein bereits bestehender Haftbefehl vollstreckt und sie befindet sich in einer JVA. Der Beschluss eines Untersuchungshaftbefehls gegen sie wird weiter geprüft.

Rauschgiftkriminalität nimmt in Mecklenburg-Vorpommern weiter zu

Die Delikte im Bereich der Rauschgiftkriminalität sind im Jahr 2020 erneut gestiegen. Insgesamt wurden 8.739 Fälle der Rauschgiftkriminalität in Mecklenburg-Vorpommern registriert. Damit ist die Anzahl der bekannt gewordenen Rauschgiftstraftaten um 4,6% gegenüber dem Vorjahr gestiegen (2019: 8.351 Fälle) und erreicht erneut einen Höchststand seit Erfassung der Delikte. Der Anteil der Rauschgiftkriminalität an der festgestellten Gesamtkriminalität betrug in Mecklenburg-Vorpommern 8,2% (2019: 7,5%).

Wie bereits in den vergangenen Jahren bildeten die allgemeinen Verstöße im Zusammenhang mit Cannabisprodukten den Schwerpunkt (4.691 Fälle), gefolgt von Straftaten im Zusammenhang mit Amphetamin (1.456 Fälle). Die Anzahl der erfassten Cannabisplantagen liegt auf dem Niveau des Vorjahres (15 Plantagen im Jahr 2020 gegenüber 17 Plantagen im Jahr 2019).

Regional betrachtet verzeichneten die größten Anstiege die Stadt Schwerin (Steigerung um 391 Fälle auf 954), gefolgt vom Landkreis Rostock (Steigerung um 242 Fälle auf 1.281) und vom Landkreis Nordwestmecklenburg (Steigerung um 74 Fälle auf 927). Die Städte Schwerin mit einer Häufigkeitszahl von 997 und Rostock mit 692 sowie der Landkreis Rostock mit 594 liegen deutlich über der Häufigkeitszahl des Landes Mecklenburg-Vorpommern mit 543 Fällen je 100.000 Einwohner.

Ähnlich wie bei den Fallzahlen ist auch eine leichte Zunahme bei den Tatverdächtigen (um 1,7% auf 6,751 Tatverdächtige) festzustellen. Die dominierende Altersgruppe bei den Tatverdächtigen stellt weiterhin die der Erwachsenen mit einem Anteil von 68,7% dar. Hier stieg die Zahl der Tatverdächtigen um 130 auf 4.638 (+3,1%). In der Altersgruppe der Heranwachsenden mit einem Anteil von 16,1% sanken die ermittelten Tatverdächtigen um 37 auf 1.088 (-3,3%). In der Altersgruppe der Jugendlichen wurde hingegen ein Anstieg um 44 auf 1.018 Tatverdächtige verzeichnet (+4,3%). Im Jahr 2020 traten 63 Kinder im Alter von 10 bis unter 14 Jahren erstmalig polizeilich im Zusammenhang mit Drogendelikten in Erscheinung. Damit sank die Anzahl der Minderjährigen im Vergleich zum Vorjahr um 14.

„Rauschgiftkriminalität nimmt in Mecklenburg-Vorpommern weiter zu“ weiterlesen