Rauschgiftkriminalität in M-V erreicht 2019 erneut Höchststand

Die Delikte im Bereich der Rauschgiftkriminalität sind auch im Jahr 2019 erneut gestiegen. Insgesamt wurden 8.351 Fälle der Rauschgiftkriminalität registriert. Damit ist die Anzahl der bekannt gewordenen Rauschgiftstraftaten um 1.682 Fälle (+25,2%) gegenüber dem Vorjahr gestiegen und erreichte den Höchststand seit Erfassung der Delikte. Der Anteil der Rauschgiftkriminalität an der festgestellten Gesamtkriminalität betrug in Mecklenburg-Vorpommern 7,5% (2018: 6,1%).

Wie bereits in den vergangenen Jahren bildeten die allgemeinen Verstöße im Zusammenhang mit Cannabisprodukten (4.285 Fälle, +23,4% gegenüber Vorjahr) mit einem Anteil von 59,6% den Schwerpunkt, gefolgt von Straftaten im Zusammenhang mit Amfetamin (1.307 Fälle, +34,2% gegenüber Vorjahr).

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Täter nach Einbruch in eine Lagerhalle in Waren gestellt

Am Mittwoch, 15.04.2020, gegen 02:40 Uhr informierte ein Geschädigter die Polizei in Waren über einen möglichen Einbruch in seine Lagerhalle in der Ernst-Alban-Straße in Waren.

Nach bisherigen Erkenntnissen wurde der Geschädigte durch einen mehrfach ausgelösten Bewegungsmelder und Geräusche auf seinem Firmengelände auf einen möglichen Einbruch in seine Lagerhalle aufmerksam und verständigte die Polizei. Beim Eintreffen der Beamten des Polizeihauptreviers Waren konnten diese keine äußeren Beschädigungen an der Halle feststellen. Bei einer Überprüfung des Inneren der Halle konnten die Beamten allerdings einen Rucksack, der Diebesgut – Dichtringe, Dübel, Metallscheiben, Rohrschellen und eine Starkstromkupplung – beinhaltete, auffinden und sicherstellen.

Da die Beamten Hinweise darauf hatten, dass sich tatverdächtige Personen im Objekt aufhalten, zogen sich die Beamten zurück und umstellten das Gebäude. Gegen 04:00 Uhr ist es den Beamten gelungen, eine männliche Person in Gewahrsam zu nehmen, die plötzlich aus der Halle aus einem Fenster heraus kletterte.

Bei dem Täter handelt es sich um einen 37-jährigen Deutschen, der aufgrund von Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz bereits polizeilich in Erscheinung getreten ist. Bei einer Durchsuchung des Beschuldigten fanden die Beamten zwar kein weiteres Diebesgut, dafür aber geringe Mengen Betäubungsmittel. Diese wurden sichergestellt. Eine Überprüfung der Halle ergab letztlich keine weiteren Tatverdächtigen.

Die Ermittlungen gegen den 37-jährigen Beschuldigten wurden in der Kriminalkommissariatsaußenstelle in Waren aufgenommen. Er muss sich nun wegen des Verdachts des Einbruchsdiebstahls und des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz verantworten. Der Beschuldigte wurde nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen aus dem Gewahrsam entlassen.

Fahrer nach kurzer Verfolgungsfahrt in NB gestellt – Betäubungsmittel und Bargeld sichergestellt

Am 25.03.2020 gegen 22:00 Uhr fiel den Beamten des Polizeihauptreviers Neubrandenburg in der Ravensburgstraße ein dunkler Transporter Mercedes Vito auf.

Die Beamten entschlossen sich das Fahrzeug anzuhalten und den Fahrer einer Kontrolle zu unterziehen. Als der Fahrer die Beamten bemerkte, beschleunigte er sein Fahrzeug stark und ignorierte die Anhaltesignale der Polizei. Der Fahrer flüchtete mit hoher Geschwindigkeit von der Ravensburger Straße über die Neuenkirchener Straße bis zur Beseritzer Straße und fuhr dort auf den Gehweg. Danach verließ der Fahrer sein Fahrzeug und flüchtetet zu Fuß in Richtung Burgholzstraße. Die Beamten nahmen die weitere Verfolgung auf und konnten den Mann wenig später auf einem Hinterhof in der Burgholzstraße stellen und in Gewahrsam nehmen.

Bei dem Beschuldigten handelte es sich um einen 41-jährigen deutschen Mann aus dem Landkreis Rostock. Während der Maßnahmen vor Ort gab der Beschuldigte an, dass er keine Fahrerlaubnis besitzt. Diese ist ihm bereits entzogen worden. Ein vor Ort durchgeführter Atemalkoholtest verlief negativ. Ein freiwilliger Drogenvortest verlief allerdings positiv auf unterschiedliche Betäubungsmittel, weshalb der Beschuldigte zur Blutprobenentnahme ins Klinikum verbracht wurde.

Im Fahrzeug des Beschuldigten fanden die Beamten verschiedene Werkzeuge, einen dreistelligen Bargeldbetrag, unterschiedliche Betäubungsmittel und Utensilien, die auf den Handel mit Betäubungsmittel hindeuteten, sowie fremde Ausweisdokumente auf. Alle Gegenstände wurden durch die Beamten sichergestellt.

Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Neubrandenburg wurde der Beschuldigte erkennungsdienstlich behandelt und anschließend in die Gewahrsamsräume des Polizeihauptreviers Neubrandenburg gebracht.

Am Nachmittag des 26.03.2020 wurde aufgrund eines richterlichen Beschlusses des Amtsgerichtes Neubrandenburg die Wohnanschrift des Beschuldigten durchsucht. Hierbei konnten die Beamten des Polizeireviers Sanitz weitere Betäubungsmittel und eine fünfstelligen Bargeldbetrag sicherstellen.

Der Beschuldigte wurde nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen und der Beschuldigtenvernehmung auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Neubrandenburg entlassen.

Die Ermittlungen gegen den 41-Jährigen wegen des Verdachtes der Gefährdung des Straßenverkehrs, Fahrens ohne Fahrerlaubnis, Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz und wegen des Fahrens unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln wurden aufgenommen und dauern an.

18-Jähriger fährt unter Betäubungsmitteleinfluss – 200 Ecstasy-Tabletten aufgefunden

Am Mittwoch, 05.02.2020, gegen 22:50 Uhr haben Beamte des Polizeihauptrevieres Neubrandenburg in der Sponholzer Straße in Neubrandenburg ein Fahrzeug angehalten und einer Kontrolle unterzogen. Dabei stellten die Beamten einen möglichen Betäubungsmittelkonsum bei dem 18-jährigen deutschen Fahrzeugführer fest, welcher durch einen positiven Drogenvortest bestätigt wurde.

Bei der anschließenden Durchsuchung des 18-Jährigen sowie seines Fahrzeuges haben die Beamten 200 Ecstasy-Tabletten verschiedener Farben und Formen sowie mehrere Tütchen mit betäubungsmittelähnlichen Substanzen aufgefunden. Zudem wurde ein Butterfly-Messer sowie einen als Taschenlampe getarnte Elektroschocker aufgefunden. Alle Gegenstände wurden sichergestellt.

Auf Grund der aufgefundenen Betäubungsmittel wurde in Absprache und auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Neubrandenburg die Durchsuchung der Wohnung des 18-Jährigen angeordnet, bei welcher aber keine weiteren Betäubungsmittel aufgefunden wurden.

Der 18-Jährige muss sich nun wegen des Fahrens unter Betäubungsmitteleinfluss und Verstoßes gegen das Betäubungsmittel- und Waffengesetz verantworten. Die Ermittlungen wurden aufgenommen.

Beamte entdecken bei Vollstreckung eines Haftbefehls eine Indoorplantage

Am Dienstagnachmittag, 04.02.2020, waren Beamte des Polizeireviers Friedland in der Ortschaft Neuenkirchen im Ortsteil Ihlenfeld, um einen bestehenden Haftbefehl (Erzwingungshaft) gegen einen 32-jährigen Deutschen zu vollstrecken.

Als der 32-Jährige die Wohnungstür öffnete, verhielt er sich auffällig und verhinderte vehement, dass die Beamten in seine Wohnung schauen konnten. Der 32-Jährige war aber sofort bereit, die ausstehende Geldbuße zu bezahlen. Während des Gespräches haben die Beamten starken Marihuanageruch aus der Wohnung wahrgenommen. Da der 32-Jährige die Beamten nicht freiwillig in seine Wohnung lassen wollte, erfolgte die richterliche Anordnung zur Durchsuchung seiner Wohnung.

Bei der anschließenden Wohnungsdurchsuchung haben die Beamten eine in Betrieb befindliche Indoorplantage mit 40 Marihuanapflanzen aufgefunden, die zum Teil schon abgeerntet waren. Zudem wurde eine bisher unbekannte Menge Marihuana in verschiedenen Behältnissen und mehr als 1.500 Euro aufgefunden. Zur Sicherstellung des gesamten Equipments der Indoorplantage und der Marihuanapflanzen waren insgesamt vier Funkstreifenwagen nötig.

Die Beamten haben eine Strafanzeige wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz erstattet. Die Ermittlungen wurden in der Kriminalkommissariatsaußenstelle Friedland aufgenommen. Durch die Zahlung der 30 Euro Geldbuße wurde der Haftbefehl gegen den 32-Jährigen ausgesetzt.

Fahrzeugführer kontrolliert – allerlei aufgefunden und sichergestellt

Im Rahmen ihrer Streifentätigkeit haben die Beamten des Polizeihauptreviers Neubrandenburg am Donnerstag, 23.01.2020, gegen 06:00 Uhr im Vogelviertel in Neubrandenburg ein Fahrzeug kontrolliert. Bei der Kontrolle des 34-jährigen Fahrzeugführers stellten die Beamten Auffälligkeiten fest, die auf den Konsum von Betäubungsmitteln deuten.

Ein daraufhin durchgeführter Drogenvortest zeigte ein positives Ergebnis auf Amphetamine, Metamphetamine und THC. Bei der anschließenden Durchsuchung des 34-Jährigen sowie seines Fahrzeuges haben die Beamten zudem mehrere Tütchen mit verschiedenen betäubungsmittelähnlichen Substanzen, eine Schreckschusswaffe und ein verbotenes Messer sowie mehrere verbotene Feuerwerkskörper (sogenannte „Polenböller“ ) festgestellt. Alle angeführten Gegenstände wurden sichergestellt.

Der 34-Jährige wurde auf Grund des Verdachtes des Fahrens unter Einfluss von Betäubungsmitteln zur Blutprobenentnahme in das Neubrandenburger Klinikum gebracht. Er muss sich nun wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz, Waffengesetz und Sprengstoffgesetz sowie wegen des Fahrens unter Einfluss von berauschenden Mitteln verantworten.

Polizeieinsatz nach Ruhestörung – Schreckschusswaffe sichergestellt

Am Mittwoch, 22.01.2020, gegen 20:00 Uhr meldete ein Hinweisgeber der Einsatzleitstelle des Polizeipräsidiums Neubrandenburg ruhestörenden Lärm und Schussgeräusche aus einer Wohnung in der Mudder-Schulten-Straße auf dem Datzeberg.

Vor Ort konnten die Beamten des Polizeihauptreviers Neubrandenburg aus der betroffenen Wohnung lautes Poltern und aggressive Schreie einer Person hören. Da auf das Klingeln und Klopfen der Beamten nicht reagiert wurde und plötzliche keine Geräusche mehr zu hören waren, gingen die Beamten von einem Unglücksfall aus. Demzufolge wurde die Feuerwehr zur Türöffnung sowie ein Rettungswagen alarmiert.

Nachdem die Beamten die Wohnung betreten haben, fanden sie den 23-jährigen Wohnungsmieter unverletzt in seinem Bett vor. Da der alkoholisierte 23-Jährige den Beamten sofort aggressiv gegenübertrat, wurde er zur Gefahrenabwehr fixiert und gefesselt. Er wurde anschließend in Gewahrsam genommen und zum Polizeihauptrevier Neubrandenburg gebracht. Ein anschließend durchgeführter Drogentest zeigte ein positives Ergebnis. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,66 Promille.

In der Wohnung fanden die Beamten eine Schreckschusswaffe und Hinweise darauf, dass aus dieser Munition abgegeben wurde. Des Weiteren wurden ein Schlagring, ein waffenähnlicher Gegenstand sowie Utensilien, die auf den Anbau von Betäubungsmitteln hindeuten, aufgefunden und sichergestellt. Die Beamten des Kriminalkommissariats Neubrandenburg ermitteln gegen den Beschuldigten wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz und gegen das Betäubungsmittelgesetz. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der Beschuldigte aus dem Gewahrsam entlassen.