Kreiswettbewerb 2021 "Unser Dorf hat Zukunft“

Durch den Minister für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern, Dr. Till Backhaus wurde bereits zum 11. Mal der Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ ausgelobt.

Auftakt zu diesem bundesweiten, insgesamt dreistufigen Wettbewerb im Turnus von drei Jahren ist auch diesmal wieder der Wettbewerb auf Kreisebene. Durch den Landkreis wurde nunmehr der Wettbewerb 2021 im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte eröffnet und alle Bürgermeisterinnen und Bürgermeister des Landkreises für die Gemeinden aufgerufen, sich an diesem Wettbewerb zu beteiligen.

Dieser Wettbewerb, der bundesweit bereits eine langjährige Tradition hat, soll das Engagement der Menschen vor Ort besonders aktivieren und würdigen. Er soll sie aber auch motivieren, die Stärken und Schwächen, Risiken und vor allem Chancen ihres Ortes zu erfassen, gemeinschaftlich Perspektiven für die Zukunft des Dorfes zu entwickeln und andere Orte zum Nachahmen anregen.
Die nachhaltige Gestaltung der Zukunft in den kreisangehörigen Gemeinden auch zentrales Anliegen des Landkreises. Dabei ist der Wettbewerb eine gute Gelegenheit zur Diskussion über die Situation in den Gemeinden und Dörfern. Ein wesentlicher Aspekt dabei ist, durch einen Blick von außen ggf. neue Perspektiven zu entdecken und auch voneinander zu lernen.

Zur Durchführung des Kreiswettbewerbs wird der Landkreis eine Kommission berufen, die im Rahmen einer Bereisung die Teilnehmergemeinden im Hinblick auf Entwicklungskonzepte und wirtschaftliche Initiativen, das soziale und kulturelle Leben, die Baugestaltung und –entwicklung, die Grüngestaltung sowie den Gesamteindruck des Dorfes bewertet. Die Anmeldefrist endet am 30. Mai 2021.

Dorfmoderatoren: Neue Schulungsreihe startet an Hochschule Neubrandenburg

Menschen mit Herz für ihr Dorf sind die Zielgruppe eines Angebots der Hochschule Neubrandenburg: Am Freitag startet ein neuer Durchgang zur Schulung von Dorfmoderatoren. Das Energieministerium hat der Hochschule dafür jetzt einen Zuwendungsbescheid über 190.000 Euro aus dem Fonds für Ländliche Gestaltungsräume übermittelt.

Knapp 40 Frauen und Männer aus den Dörfern der ländlichen Gestaltungsräume haben sich für diesen Schulungsdurchgang beworben. In sechs Modulen werden ihnen bis Dezember Grundlagen der Kommunikation, Einblicke in das Projektmanagement und Antworten auf die Frage, wie sie Geld für Projekte in ihrem Dorf beschaffen können, vermittelt.

Bereits 21 Ehrenamtler sind in zwei vorangegangenen Kursen 2016 und 2017 zu Dorfmoderatoren ausgebildet worden, damals mit Mitteln aus dem LEADER-Programm, das der Strukturförderung des ländlichen Raums dient und aus dem „Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums“ (ELER) finanziert wird. Dabei hat sich gezeigt, dass es vor allem auf die Fähigkeit ankommt, andere zum Mitmachen zu motivieren, um das dörfliche Gemeinschaftsgefühl zu stärken. Diese Fähigkeit zu erwerben oder zu stärken ist Ziel der Schulung. (Hinweis an die Medienvertreter: Kontakt zu Absolventen der Schulung vermittelt auf Wunsch die Hochschule unter heymann@hs-nb.de.)

Im März 2021 beginnt ein weiterer Ausbildungsgang. Bewerbungen aus den Dörfern der ländlichen Gestaltungsräume (siehe Hintergrund unten) nimmt die Hochschule Neubrandenburg ab sofort entgegen, die Bewerbungsfrist endet am 31. Januar 2021. Alle Informationen finden Sie unter https://www.hs-nb.de/dorfmoderation

Hintergrund

Der Begriff Ländliche Gestaltungsräume steht für ländliche Räume, die im Vergleich zum Landesdurchschnitt vor besonders großen Herausforderungen hinsichtlich ihrer Bevölkerungs- und Wohlstandsentwicklung stehen. Eine Karte der ländlichen Gestaltungsräume in Mecklenburg-Vorpommern finden Sie hier: https://www.regierung-mv.de/Landesregierung/em/Raumordnung/L%C3%A4ndliche-GestaltungsR%C3%A4ume/Raumkategorie/