Neuer Chefarzt in der Inneren Medizin

Dr. med. Christian Kirsch ist neuer Chefarzt der Klinik für Innere Medizin 1 des Dietrich-Bonhoeffer-Klinikums. Der 48-Jährige übernahm Anfang Juni die Leitung der Klinik, die sich schwerpunktmäßig mit Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts und der damit verbundenen Organe sowie Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes oder Krankheiten der Schilddrüsen befasst. Aufgewachsen in der Nähe von Magdeburg, arbeitete Christian Kirsch seit Beginn seiner beruflichen Laufbahn am Universitätsklinikum in Dresden, wo er zuletzt Oberarzt war.

Richtung Norden hat der Facharzt für Innere Medizin mit dem Schwerpunkt Gastroenterologie mit seiner Frau und seinen beiden Kindern schon seit längerer Zeit geblickt. Die Nähe zum Wasser ist aber nur ein Grund, warum sich der Mediziner für die Chefarzt-Stelle in Neubrandenburg entschied. „Wir haben hier am Haus alle Möglichkeiten, die Gastroenterologie weiter auszubauen, sie kann eine zentrale Position in Mecklenburg-Vorpommern einnehmen“, ist Christian Kirsch überzeugt. Er möchte einen Schwerpunkt auf die Behandlung chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen legen, weil er in diesem Bereich schon viele Erfahrungen gesammelt hat. Außerdem liegt ihm die Ausbildung junger Kollegen sehr am Herzen.

Geänderte Öffnungszeiten Besuchercafé Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum

Für das Besuchercafé am Standort Neubrandenburg des Dietrich-Bonhoeffer-Klinikums gelten neue Öffnungszeiten:

Montag bis Freitag von 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr
Samstag bis Sonntag von 11:00 Uhr bis 18:00 Uhr

Labor stellt sich auf immer neue Virus-Varianten ein

Interview mit dem Chefarzt des Instituts für Laboratoriumsdiagnostik, Mikrobiologie und Transfusionsmedizin des Klinikums zur Entwicklung bei den Coronavirus-Testverfahren

Anfang März 2020 wurden die Proben aus dem Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum noch nach Berlin und Greifswald geschickt – durchschnittlich zehn am Tag. Heute betreibt das Institut für Laboratoriumsdiagnostik, Mikrobiologie und Transfusionsmedizin des Klinikums nahezu rund um die Uhr mehrere eigene Geräte für die PCR-Untersuchung auf das Coronavirus SARS-CoV-2, wertet durchschnittlich täglich mehr als 500 Proben aus, vor allem von Patienten und Mitarbeitenden des Krankenhauses. Warum die Zahl der Tests aktuell rückläufig ist und nicht alle positiven Proben auf Mutationen getestet werden müssen, erklärt Chefarzt Prof. Dr. med. Egon Werle.

Momentan testet Ihr Labor monatlich etwa 11.000 Abstriche auf das Coronavirus. Wie sah das zu Hoch-Zeiten aus?

Die höchste Zahl hatten wir im Januar mit 13.500 Testungen, seit Februar sind es ca. 11 500 bis 12 000 Tests. Aktuell geht das Infektionsgeschehen zurück.

Das zeigt sich sicher auch beim Anteil der positiven Ergebnisse.

Ja, im Schnitt waren im Januar noch knapp sieben Prozent positiv, jetzt nur noch zwei Prozent.

Wem „verraten“ Sie denn die Ergebnisse?

Unser Institut für Hygiene wird natürlich über alle positiven Patientenbefunde informiert. Über das Deutsche Elektronische Melde- und Informationssystem für den Infektionsschutz (DEMIS) gehen unsere positiven Ergebnisse automatisiert an die Gesundheitsämter und das RKI (Robert-Koch-Institut). Außerdem geben wir eine Teststatistik an den ALM e.V., einen Zusammenschluss der akkreditierten Labore in der Medizin, die die Statistiken aufbereiten und auch ans Robert-Koch-Institut leiten. Wenn die Zustimmung vorliegt, übermitteln wir die Ergebnisse zudem an die Corona-Warn-App. Das kommt aber leider selten vor.

Werten Sie nach wie vor auch Proben von niedergelassenen Ärzten aus?

Das sind extrem wenige, nur ein bis zwei Prozent unserer Tests. Etwa 60 Prozent unserer PCR-Tests werden für stationäre Patienten durchgeführt, der Rest entfällt auf andere Krankenhäuser und Mitarbeitende, wobei letztere seit einigen Wochen auch noch mittels Antigen-Tests untersucht werden.

Als das Labor im März 2020 ein leistungsfähigeres Gerät für PCR-Tests in Betrieb nahm, war es ein enormer Vorteil, innerhalb weniger Stunden Ergebnisse zu haben. Allerdings war es schwierig, die dafür notwendigen Testkits und Verbrauchsmaterialien in ausreichender Zahl zu bekommen. Gibt es heute auch noch Engpässe?

Nein, wir erleben keine so dramatischen Lieferengpässe mehr wie im Frühjahr und Sommer 2020. Die Firmen haben die Produktionskapazität stark erhöht. Zudem  entwickeln sie ihre Testreagenzien kontinuierlich weiter  und passen die Teste an die verschiedenen Gen-Regionen des Virus an. Unsere Mitarbeitenden sind gut eingearbeitet und hochmotiviert, das freut mich besonders.
Aktuell haben wir zwei Systeme für die Routine und ein vollautomatisiertes Gerät für eilige Proben, z.B. aus der Notaufnahme. Die Analysen laufen Tag und Nacht und auch am Wochenende und an Feiertagen. Mit der aktuellen Ausstattung gönnen wir uns nachts bis zu vier Stunden Pause.

Als die ersten Mutationen aufkamen, wurden die Labore aufgefordert, bis zu 5 Prozent der positiven Proben zur Sequenzierung auf Mutationen einzuschicken. Wie sehen denn die bisherigen Ergebnisse aus?

Wir haben bisher ca. 120 Proben weggeschickt, von denen über 95 Prozent die britische Mutante aufwiesen. Wir freuen uns, dass wir mittlerweile die Proben zur Sequenzierung an die Uniklinik Greifswald schicken können.

Ihr Labor kann ja selbst mit einer speziellen PCR einige Mutationen nachweisen? Machen Sie das mit allen positiven Proben?

Nein, wir untersuchen nur einen Teil der positiven Proben, auch weil die Mutationsanalyse aktuell keine große Bedeutung mehr hat wegen der hohen Prävalenz der britischen Mutante. Wenn sich erwartungsgemäß neue Mutationen verbreiten, ist ein Nachweis wieder eher interessant. Daher ist es vielleicht sinnvoll, insbesondere Flugreisende aus den entsprechenden Ländern genauer zu untersuchen.

Ende Mai wurde die neue indische Variante mit der Bezeichnung B.1.617.2 von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) offiziell als „besorgniserregende Variante“ (VOC) eingestuft. Die Mutationen sollen zu einer geringeren humoralen und zellulären Immunantwort führen und eine deutlich höhere Übertragbarkeit als die britische Variante aufweisen. In Indien macht diese Variante bereits etwa 88 Prozent der Fälle aus. In Deutschland liegt der Anteil laut RKI noch bei nur zwei Prozent. Im Bedarfsfalle könnten wir – wobei man die klinische Relevanz diskutieren müsste – mit zwei Tests 7 Mutationen nachweisen und so eine Differenzierung ermöglichen zwischen der britischen, süd­afri­kanischen, brasilianischen, dänischen, kalifornischen und indischen Variante.

Wenn man sieht, wie viele Mutationen des Coronavirus schon nachgewiesen wurden, müssen wir uns wohl noch auf einiges gefasst machen.

Wir kennen das ja vom Grippevirus, dass sich das Virus-Erbgut jedes Jahr verändert. Deshalb gibt es immer die Unsicherheit, ob der aktuelle Impfstoff passt. Wenn man Glück hat, entwickelt man eine auf den aktuellen Stamm gut passende Immunantwort, aber das klappt nicht immer. Einen Grippe-Impfstoff an einen neuen Virusstamm anzupassen, dauert sehr lange.
Mit den Corona-Impfstoffen auf Messenger-RNA-Basis hofft man hingegen, dass man innerhalb von Wochen den Bauplan für das SARS-CoV-2-Virus-Protein so modifizieren kann, dass die menschliche Immunantwort auch neue Virusmutanten erfasst.

Glücklicherweise sinken zurzeit die Inzidenzen und wir erleben eine langsame Wiederbelebung des öffentlichen Lebens.

Informationen für werdende Eltern

Trotz der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie setzt das Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum die Veranstaltungsreihe „Sicher und geborgen“ für werdende Eltern fort. Vor der Geburt eines Kindes gibt es erfahrungsgemäß viele Fragen rund um die Entbindung, die unsere Ärzte, Hebammen und Pflegekräfte gern beantworten möchten. Die nächste planmäßige Veranstaltung findet am 16. Juni 2021 statt.

Der gewohnte Rundgang durch den Kreißsaal und über die Entbindungsstation ist leider nicht möglich, aber es wird ein kurzer virtueller Eindruck vermittelt. Interessierte Paare müssen sich anmelden und zum Termin einen Nachweis über einen negativen Corona-Test vorlegen, der nicht älter als 24 Stunden sein darf. Ausnahmen für Geimpfte und Genesene gibt es nicht. Kinder dürfen am Informationsabend nicht teilnehmen. Im Klinikum ist zudem das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes vorgeschrieben.

Um die Abstandsregelung einhalten zu können, ist nur eine begrenzte Anzahl von Teilnehmern im Konferenzraum des Hauses G (Bethesda Klinik) erlaubt. Deshalb bietet die Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe an dem Tag zwei Termine an, um 17 und 18 Uhr. Anmelden kann man sich per E-Mail an gyn-sb@dbknb.de.

Die Teilnehmer der Veranstaltung sollten sich rechtzeitig einfinden, da sie erst durch den Empfangspunkt am Haupteingang müssen, wo eine Selbstauskunft auszufüllen ist. Das Formular kann man sich auch von der Internetseite des Klinikums (https://dbknb.de/dbk/gf/aktuelles-zu-corona) herunterladen und vorab ausfüllen.

Corona-Testzentrum am Klinikum verlängert Öffnungszeiten

Aufgrund der großen Nachfrage verlängerte das gerade eröffnete Testzentrum am Standort Neubrandenburg des Dietrich-Bonhoeffer-Klinikums seit dem 7. Juni seine Öffnungszeiten. Der externe Betreiber bietet die kostenlosen Schnelltests dann montags bis freitags von 8 bis 17 Uhr sowie am Wochenende von 10 bis 17 Uhr an. Das Testzentrum ist am Eingang des Hauses C gegenüber dem Parkdeck zu finden.

Hintergrund ist die seit dem 1. Juni gelockerte Besucherregelung des Krankenhauses für alle Standorte. Jeder stationäre Patient darf wieder eine Besuchsperson festlegen, die einmal täglich zu Besuch kommen kann. Ambulante Patienten dürfen wieder eine Begleitperson mitbringen. Sowohl Besucher als auch Begleitpersonen müssen aber einen Nachweis über einen negativen Corona-Test vorliegen, der nicht älter als 24 Stunden sein darf. Dabei gelten keine Ausnahmen für geimpfte und genesene Personen.

Besuche im Krankenhaus ab Juni eingeschränkt wieder möglich

Aufgrund der sich entspannenden Infektionslage und des Rückgangs der Zahl der COVID-19-Patienten lockert das Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum ab dem 1. Juni 2021 sein Besuchsverbot. Jeder stationäre Patient kann eine Besuchsperson festlegen, die einmal täglich für eine Stunde zu Besuch kommen kann. Das Klinikum freut sich, den Patienten während ihres Aufenthalts wieder regelmäßige Kontakte zu nahestehenden Menschen ermöglichen zu können.

Es ist ambulanten Patienten ab Juni auch wieder erlaubt, eine Begleitperson mitzubringen. Sowohl Besucher als auch Begleitpersonen müssen einen Nachweis über einen negativen Corona-Test vorlegen, der maximal 24 Stunden alt sein darf. Dabei gelten keine Ausnahmen für geimpfte und genesene Personen. Man bittet um Verständnis für diese Sicherheitsmaßnahme zum Schutz der anvertrauten Patienten und der Mitarbeitenden.

Um diesen Nachweis zu erleichtern, betreibt ein externer Anbieter ab dem 1. Juni am Klinikum ein Testzentrum für kostenlose Schnelltests. Es ist am Eingang zum Haus C – gegenüber dem Parkdeck – zu erreichen und täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet.

Ausnahmen von der Besuchsregelung, zum Beispiel bei der Sterbebegleitung, müssen mit dem ärztlichen Dienst der jeweiligen Station abgesprochen werden. Im Kreißsaal ist zur Geburt nach wie vor eine Begleitperson möglich. Alle Hygieneregeln – wie das Tragen eines medizinischen Mund-Nasen-Schutzes – sind im Klinikum einzuhalten. Dazu gehört auch, dass pro Patientenzimmer nur ein Besucher zu einer bestimmten Zeit erlaubt ist. Patienten, die nicht in Einzelzimmern untergebracht sind, sollten sich bezüglich der Besuchszeiten absprechen.

Golfer unterstützen Kinder im Krankenhaus

Die Freude war auf beiden Seiten groß – bei den Spendern, weil sie sich sicher sein können, dass ihr Geld in der Region bleibt, bei den Empfängern, weil sie wieder etwas mehr tun können für die kind- und familiengerechte Ausstattung im Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum und für einen möglichst erträglichen Aufenthalt der kleinen Patienten. Die Krankenschwestern Jeannette Mundthal und Martina Diekow vom Förderverein „Kind im Krankenhaus“ e.V. nahmen von Udo Kuhn, Vorsitzender des Golfclubs Mecklenburg-Strelitz, und René Müller, Leiter des Elektronikfachmarkts Expert in Neubrandenburg, einen symbolischen Scheck über 2500 Euro entgegen. Die Spenden sind bei caritativen Golf-Turnieren des Vereins gesammelt worden, unter anderem bei der firmeninternen „expert Golf Trophy 2020“.

Mit dem Ziel, etwas für kranke Kinder zu tun, habe man viele Golfspieler erreicht, die großzügig spendeten, so René Müller. Und dass das Geld Menschen in dieser Region zu Gute kommt, sei den Mitgliedern des Golfclubs – der unter anderem auch regelmäßig den „Förderverein Tumorzentrum Neubrandenburg“ e.V. am Klinikum unterstützt – besonders wichtig. Diesbezüglich brauchen sie sich bei dieser Spende keine Sorgen zu machen. Der Förderverein „Kind im Krankenhaus“ finanziert mit gespendeten Geldern unter anderem kleine Feiern für die jungen Patienten – was gerade leider nicht möglich ist -, die Wandbemalungen im Kinderhaus, dekoratives Mobiliar, Bastelmaterial, Radios und Spielstationen für die Krankenzimmer, Trost-Geschenke, aber auch mal Kleidung für Kinder aus einkommensschwachen Familien oder Spezialbetten, wie Jeannette Mundthal und Martina Diekow aufzählten.