Klinikum bedankt sich für Hilfe

Mehrere Firmen aus Neubrandenburg und Umgebung sind der Bitte des Dietrich-Bonhoeffer-Klinikums um Schutzausrüstung gefolgt und haben uns in den vergangenen Tagen angeboten, aus ihren eigenen Beständen Schutzmittel zu kaufen oder bei ihnen bekannten Lieferanten zu bestellen, was im Krankenhaus gerade dringend gebraucht wird. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken. Auch Mitarbeitende aus dem Klinikum meldeten sich, weil sie Firmen oder Personen kennen, die uns eventuell mit Schutzausrüstung versorgen können. Viele Angebote sind noch in der Prüfung.

Eine Spende erreichte das Klinikum nach dem Aufruf ebenfalls. Rüdiger Ferdyn von der Onyx Rohr- und Kanal-Service-GmbH, die gleichzeitig Niederlassung des Veolia-Konzerns ist, packte kurzentschlossen rund 60 flüssigkeitsabweisende Schutzanzüge in sein Auto und brachte sie zum Krankenhaus. Seine Kollegen benötigen die Anzüge nicht so häufig und wenn sie im Klinikum dringend gebraucht werden, sei es für ihn keine Frage zu helfen, betonte der Niederlassungsleiter. Dafür sind wir sehr dankbar.

Das Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum steht selbst mit zahlreichen Lieferanten für Schutzmittel im Kontakt, hat jedoch in jüngster Zeit bei vielen Bestellungen die Auskunft bekommen, dass die Artikel vorläufig nicht lieferbar sind. Das gilt beispielsweise für flüssigkeitsdichte bzw. flüssigkeitsabweisende Schutzanzüge und -kittel, die für spezielle Tätigkeiten im Infektionsbereich – also auch bei COVID-19-Patienten und Verdachtsfällen – gebraucht werden.

Vietnamesische Gemeinschaft spendet Masken fürs Klinikum

Es soll ein Dankeschön an die Stadt sein, die ihre zweite Heimat geworden ist, und kommt dem Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum zugute: Neubrandenburger vietnamesischer Herkunft, die seit vielen Jahren in der Region leben, haben dem Krankenhaus 650 Alltagsmasken übergeben, die für Mitarbeitende und Patienten verwendet werden sollen. Acht Frauen nähten dafür gut ein Wochenende lang bis in die Abendstunden. „Es soll für die Leute sein, die bei Corona in der ersten Reihe stehen“, sagte ein Vertreter der vietnamesischen Gemeinschaft.

Über den Stadtvertreter Manfred Pawlowski, der in seiner Nachbarschaft wohnt, hatte er Kontakt zur Stadt aufgenommen, die CDU-Fraktionsvorsitzende Dr. Diana Kuhk vermittelte den Kontakt zum Klinikum und so gab es bei der Übergabe einen großen Bahnhof. „Es ist schön, dass Sie an die Stadt denken und der Stadt die Treue halten“, sagte der stellvertretende Oberbürgermeister Peter Modemann.

Das Klinikum kann die Stoffmasken gut gebrauchen und ist der vietnamesischen Gemeinschaft sehr dankbar. Seit dem 29. April dürfen Besucher und Patienten nur noch mit Alltagsmaske ins Haus und alle Mitarbeitenden müssen ebenfalls Alltagsmasken tragen, wenn sie sich im Haus bewegen. Für patientennahe Tätigkeiten wird medizinischer Mund-Nasen-Schutz verwendet.

Vermisstensuche nach einem dreijährigen Jungen nimmt ein gutes Ende – eine Passantin hat den Jungen aus dem Ihlenpool gerettet

Am Mittwoch Nachmittag ist in der Neubrandenburger Oststadt eine Vermisstensuche nach einem dreijährigen Jungen gut ausgegangen, da eine Passantin schnell gehandelt und dem Jungen so wahrscheinlich das Leben gerettet hat.

Am 29.04.2020 gegen 16:45 Uhr haben die Beamten des Polizeihauptreviers Neubrandenburg über den Notruf die Information erhalten, dass ein dreijähriger Junge die elterliche Wohnung verlassen hat und nun vermisst wird. Bei Eintreffen der Beamten suchte der deutsche Vater bereits seinen Sohn. Weitere Freunde und Bekannte der jungen Familie wurden ebenfalls informiert und unterstützten bei der Suche. Die deutsche Mutter wurde in der Wohnung in der Pawlowstraße angetroffen und kurz durch die Beamten befragt. Weitere Kräfte des Polizeihauptreviers Neubrandenburg kamen zum Einsatz, um bei der Suche nach dem Dreijährigen zu unterstützen.

Gegen 17:15 Uhr hat die Suche ein glückliches Ende genommen, da eine Passantin den Jungen aus dem Ihlenpool gerettet hat. Die bisher unbekannte Frau hat den Jungen an seinen Vater übergeben. Vater und Sohn sind anschließend mit dem Rettungswagen in das Neubrandenburger Klinikum gebracht worden. Der Gesundheitszustand des Dreijährigen war aber so gut, dass er schon nach kurzer ärztlicher Überprüfung das Klinikum wieder verlassen konnte.

Nach bisherigem Kenntnisstand hat der Vater die Wohnung zum Müll rausbringen verlassen. Das muss der Dreijährige bemerkt haben. Die Mutter war in der Küche bei der Vorbereitung des Abendessens, während der Dreijährige diese Situation ausnutzte und die Wohnung unbemerkt verließ. Als der Vater kurze Zeit später wieder in der Wohnung war, bemerkten die Eltern, dass der Dreijährige verschwunden ist. Der Vater begab sich sofort auf die Suche, während die Mutter in der Wohnung verblieb und die Polizei verständigte.

Nach derzeitigen Erkenntnissen ist der Junge etwa 600 Meter bis zum Ihlenpool gegangen. Nach Rücksprache mit der Mutter wurde klar, dass er diesen Weg von gemeinsamen Ausflügen mit den Eltern kannte. Warum der Junge dann in den Ihlenpool gegangen ist, ist derzeit nicht bekannt.

Eine unbekannte Frau hat geistesgegenwärtig reagiert und ist ebenfalls in den Ihlenpool gegangen, um den Jungen zu retten. Sie hat dem Jungen ihre Jacke übergelegt, um ihn zu wärmen und den Rettungswagen angefordert. Kurze Zeit später kam auch schon der Vater und auch der Rettungswagen, so dass Vater und Sohn zur medizinischen Kontrolle ins Klinikum gebracht werden konnten.

Zu diesem Zeitpunkt waren keine Polizeibeamten am Ihlenpool. Aus diesem Grund hat die Polizei auch keine Personalien der Lebensretterin. Für den Vater ging das alles so schnell, dass er sich zwar bedankt hat, aber nicht nach dem Namen der Frau gefragt hat. Für ihn stand die Rettung und Versorgung seines Sohnes verständlicherweise im Vordergrund.

Die Polizei möchte sich an dieser Stelle ausdrücklich bei der Passantin bedanken! Durch ihren selbstlosen Einsatz konnte der Junge gerettet werden. Danke! Auch die jungen Eltern möchten sich noch einmal bei der Retterin bedanken. Bitte melden Sie sich zu Bürozeiten in der Pressestelle der Polizeiinspektion Neubrandenburg unter 0395 5582 5007, damit wir den Kontakt zu den Eltern herstellen können.