Tag des Ehrenamtes: Der Paritätische würdigt vielfältiges Engagement in Krisenzeiten

Anlässlich des Internationalen Tages des Ehrenamtes am 5. Dezember würdigt der Paritätische Mecklenburg-Vorpommern das Engagement der landesweit tätigen Ehrenamtlichen insbesondere in dieser Krisenzeit.

„Es ist beeindruckend zu sehen, wie viele Menschen sich in der Pandemie trotz dieser unsichtbaren Gefahr durch das Virus ehrenamtlich für andere engagieren, ihren Alltag bereichern und oft durch Kleinigkeiten einfach am Laufen halten“, sagt der Vorsitzende des Paritätischen Mecklenburg-Vorpommern, Friedrich Wilhelm Bluschke.

Begegnungsstätten mussten schließen, zahlreiche Angebote finden immerhin online statt, erreichen aber häufig Ältere nicht oder lassen sich via Internet einfach nicht umsetzen. Von der Einkaufshilfe über den Spaziergang bis hin zu Kinderbetreuung – kreative Ideen wurden entwickelt, um Kontakte zu Hilfebedürftigen aufrecht halten zu können. „Ehrenamtliche spenden ihre Zeit, geben Kraft, Mut und Zuversicht, was insbesondere in dieser schwierigen Zeit unverzichtbar ist. Dieses Engagement verdient allerhöchste Anerkennung und Respekt“, so Bluschke.

Bürgerschaftliches Engagement sei in der heutigen Zeit besonders wichtig für den sozialen Zusammenhalt unserer Gesellschaft, sei es bei der Unterstützung von Älteren, Menschen mit Behinderungen, in der Kinder- Jugendarbeit oder von Menschen mit Migrationshintergrund. „Um das Ehrenamt aufrecht zu erhalten und weiter zu stärken, benötigen die Menschen auch von Seiten der Politik gute Rahmenbedingungen“, so der Verbandsvorsitzende. Die Ehrenamtskarte sei dabei ein wichtiger Baustein, dieses Engagement zu würdigen.

Allein unter dem Dach des Paritätischen Mecklenburg-Vorpommern engagieren sich mehr als 5000 Ehrenamtliche. 43 Prozent aller Menschen ab 14 Jahren sind laut Statistik in Mecklenburg-Vorpommern ehrenamtlich aktiv. Der Internationale Tag des Ehrenamtes ist ein jährlich am 5. Dezember abgehaltener Aktionstag zur Anerkennung und Förderung ehrenamtlichen Engagements.

30 Jahre Tourist-Information Teterow

Reisen 91 in Hamburg – 1. „großer“ Messeauftritt, Treffen mit der Partnerstadt Bad Segeberg (Foto: Archiv Tourist-Info)

Seit nunmehr drei Jahrzehnten kümmert sich das Team der Teterower Tourist-Information um Gäste und Besucher der Stadt. Sie wurde am 1. Juli 1990 als „Fremdenverkehrsamt“ des Landratsamtes Teterow gegründet.

Anfangs lag der Arbeitsschwerpunkt in der Akquise von Gästebetten und der Erarbeitung von touristischem Informationsmaterial. Mit den Jahren erweiterte sich der Tätigkeitsbereich ständig. Heute umfasst das Angebot der Tourist-Information neben der Zimmervermittlung und Gästeinformation auch Führungen, Gruppenprogramme, Pauschalangebote sowie den Ticketservice. Darüber hinaus liegt die touristische Vermarktung der Stadt und ihrer Unternehmen in den Händen der Mitarbeiter. Damit Besucher auch in Zukunft wissen, wo es in Teterow langgeht und was es hier zu entdecken gibt, wird aktuell an einem modernen Besucherleitsystem gearbeitet.

Das Team der Tourist-Information bedankt sich bei allen touristischen Leistungsträgern, den Netzwerkpartnern, den Dachverbänden, bei allen Teterowern und natürlich bei den Kollegen in der Verwaltung für die langjährige gute Zusammenarbeit.

Vietnamesische Gemeinde spendet erneut – Wieder 600 Masken fürs Klinikum genäht

Bis kurz vor der Übergabe hatten Frauen der vietnamesischen Gemeinde in Neubrandenburg genäht und ihre Spende dann auch noch als Geschenk mit großer Schleife verpackt: Nachdem sie dem Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum bereits Ende April 650 selbstgenähte Alltagsmasken geschenkt hatten, spendeten Neubrandenburger vietnamesischer Herkunft jetzt erneut 600 solcher Stoffmasken an das Krankenhaus.

„Vielen, vielen Dank, das hilft uns sehr“, bedankte sich der Ärztliche Direktor Dr. med. Rainer Kirchhefer bei den Frauen, die dafür wieder tagelang ehrenamtlich nach der Arbeit an den Nähmaschinen gesessen hatten. Denn seit Wochen darf das Krankenhaus nur noch mit einer Mund-Nasen-Bedeckung betreten werden, um das Risiko der Ausbreitung des Coronavirus zu reduzieren.

Wenige Tage zuvor erreichte eine großzügige Spende der Firma Beiersdorf in Form von 3000 großen Cremedosen das Klinikum – ein Geschenk für jeden Mitarbeitenden im Krankenhaus und in den Tochterunternehmen. In einer weltweiten Aktion bedankt sich die Firma bei Mitarbeitenden im Gesundheitswesen für ihre Arbeit gegen die Ausbreitung und die Auswirkungen von COVID-19 und schenkt ihnen eine „Extra-Portion Pflege“, weil sie derzeit besonders häufig ihre Hände waschen und desinfizieren müssen. Das Klinikum freut sich sehr über diese Geste der Wertschätzung.

Klinikum bedankt sich für Hilfe

Mehrere Firmen aus Neubrandenburg und Umgebung sind der Bitte des Dietrich-Bonhoeffer-Klinikums um Schutzausrüstung gefolgt und haben uns in den vergangenen Tagen angeboten, aus ihren eigenen Beständen Schutzmittel zu kaufen oder bei ihnen bekannten Lieferanten zu bestellen, was im Krankenhaus gerade dringend gebraucht wird. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken. Auch Mitarbeitende aus dem Klinikum meldeten sich, weil sie Firmen oder Personen kennen, die uns eventuell mit Schutzausrüstung versorgen können. Viele Angebote sind noch in der Prüfung.

Eine Spende erreichte das Klinikum nach dem Aufruf ebenfalls. Rüdiger Ferdyn von der Onyx Rohr- und Kanal-Service-GmbH, die gleichzeitig Niederlassung des Veolia-Konzerns ist, packte kurzentschlossen rund 60 flüssigkeitsabweisende Schutzanzüge in sein Auto und brachte sie zum Krankenhaus. Seine Kollegen benötigen die Anzüge nicht so häufig und wenn sie im Klinikum dringend gebraucht werden, sei es für ihn keine Frage zu helfen, betonte der Niederlassungsleiter. Dafür sind wir sehr dankbar.

Das Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum steht selbst mit zahlreichen Lieferanten für Schutzmittel im Kontakt, hat jedoch in jüngster Zeit bei vielen Bestellungen die Auskunft bekommen, dass die Artikel vorläufig nicht lieferbar sind. Das gilt beispielsweise für flüssigkeitsdichte bzw. flüssigkeitsabweisende Schutzanzüge und -kittel, die für spezielle Tätigkeiten im Infektionsbereich – also auch bei COVID-19-Patienten und Verdachtsfällen – gebraucht werden.

Vietnamesische Gemeinschaft spendet Masken fürs Klinikum

Es soll ein Dankeschön an die Stadt sein, die ihre zweite Heimat geworden ist, und kommt dem Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum zugute: Neubrandenburger vietnamesischer Herkunft, die seit vielen Jahren in der Region leben, haben dem Krankenhaus 650 Alltagsmasken übergeben, die für Mitarbeitende und Patienten verwendet werden sollen. Acht Frauen nähten dafür gut ein Wochenende lang bis in die Abendstunden. „Es soll für die Leute sein, die bei Corona in der ersten Reihe stehen“, sagte ein Vertreter der vietnamesischen Gemeinschaft.

Über den Stadtvertreter Manfred Pawlowski, der in seiner Nachbarschaft wohnt, hatte er Kontakt zur Stadt aufgenommen, die CDU-Fraktionsvorsitzende Dr. Diana Kuhk vermittelte den Kontakt zum Klinikum und so gab es bei der Übergabe einen großen Bahnhof. „Es ist schön, dass Sie an die Stadt denken und der Stadt die Treue halten“, sagte der stellvertretende Oberbürgermeister Peter Modemann.

Das Klinikum kann die Stoffmasken gut gebrauchen und ist der vietnamesischen Gemeinschaft sehr dankbar. Seit dem 29. April dürfen Besucher und Patienten nur noch mit Alltagsmaske ins Haus und alle Mitarbeitenden müssen ebenfalls Alltagsmasken tragen, wenn sie sich im Haus bewegen. Für patientennahe Tätigkeiten wird medizinischer Mund-Nasen-Schutz verwendet.

Vermisstensuche nach einem dreijährigen Jungen nimmt ein gutes Ende – eine Passantin hat den Jungen aus dem Ihlenpool gerettet

Am Mittwoch Nachmittag ist in der Neubrandenburger Oststadt eine Vermisstensuche nach einem dreijährigen Jungen gut ausgegangen, da eine Passantin schnell gehandelt und dem Jungen so wahrscheinlich das Leben gerettet hat.

Am 29.04.2020 gegen 16:45 Uhr haben die Beamten des Polizeihauptreviers Neubrandenburg über den Notruf die Information erhalten, dass ein dreijähriger Junge die elterliche Wohnung verlassen hat und nun vermisst wird. Bei Eintreffen der Beamten suchte der deutsche Vater bereits seinen Sohn. Weitere Freunde und Bekannte der jungen Familie wurden ebenfalls informiert und unterstützten bei der Suche. Die deutsche Mutter wurde in der Wohnung in der Pawlowstraße angetroffen und kurz durch die Beamten befragt. Weitere Kräfte des Polizeihauptreviers Neubrandenburg kamen zum Einsatz, um bei der Suche nach dem Dreijährigen zu unterstützen.

Gegen 17:15 Uhr hat die Suche ein glückliches Ende genommen, da eine Passantin den Jungen aus dem Ihlenpool gerettet hat. Die bisher unbekannte Frau hat den Jungen an seinen Vater übergeben. Vater und Sohn sind anschließend mit dem Rettungswagen in das Neubrandenburger Klinikum gebracht worden. Der Gesundheitszustand des Dreijährigen war aber so gut, dass er schon nach kurzer ärztlicher Überprüfung das Klinikum wieder verlassen konnte.

Nach bisherigem Kenntnisstand hat der Vater die Wohnung zum Müll rausbringen verlassen. Das muss der Dreijährige bemerkt haben. Die Mutter war in der Küche bei der Vorbereitung des Abendessens, während der Dreijährige diese Situation ausnutzte und die Wohnung unbemerkt verließ. Als der Vater kurze Zeit später wieder in der Wohnung war, bemerkten die Eltern, dass der Dreijährige verschwunden ist. Der Vater begab sich sofort auf die Suche, während die Mutter in der Wohnung verblieb und die Polizei verständigte.

Nach derzeitigen Erkenntnissen ist der Junge etwa 600 Meter bis zum Ihlenpool gegangen. Nach Rücksprache mit der Mutter wurde klar, dass er diesen Weg von gemeinsamen Ausflügen mit den Eltern kannte. Warum der Junge dann in den Ihlenpool gegangen ist, ist derzeit nicht bekannt.

Eine unbekannte Frau hat geistesgegenwärtig reagiert und ist ebenfalls in den Ihlenpool gegangen, um den Jungen zu retten. Sie hat dem Jungen ihre Jacke übergelegt, um ihn zu wärmen und den Rettungswagen angefordert. Kurze Zeit später kam auch schon der Vater und auch der Rettungswagen, so dass Vater und Sohn zur medizinischen Kontrolle ins Klinikum gebracht werden konnten.

Zu diesem Zeitpunkt waren keine Polizeibeamten am Ihlenpool. Aus diesem Grund hat die Polizei auch keine Personalien der Lebensretterin. Für den Vater ging das alles so schnell, dass er sich zwar bedankt hat, aber nicht nach dem Namen der Frau gefragt hat. Für ihn stand die Rettung und Versorgung seines Sohnes verständlicherweise im Vordergrund.

Die Polizei möchte sich an dieser Stelle ausdrücklich bei der Passantin bedanken! Durch ihren selbstlosen Einsatz konnte der Junge gerettet werden. Danke! Auch die jungen Eltern möchten sich noch einmal bei der Retterin bedanken. Bitte melden Sie sich zu Bürozeiten in der Pressestelle der Polizeiinspektion Neubrandenburg unter 0395 5582 5007, damit wir den Kontakt zu den Eltern herstellen können.