Zur aktuellen Lage im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte

Erneut muss der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte viele neue Infektionen melden. Im Krankenhaus Neustrelitz sind Patienten und medizinisches Personal betroffen. Auch in einer Anlage für Betreutes Wohnen in Neustrelitz haben sich nachweislich 13 Bewohner und 2 Mitarbeiter des Hauses angesteckt. In Neubrandenburg ist ebenfalls ein weiteres Senioren- und Pflegeheim betroffen. 21 Bewohner und 4 Mitarbeiter sind positiv getestet worden.

Wiederholt wird das Gesundheitsamt gefragt, welche Erklärung es dafür gibt, dass trotz strenger Regeln die Infektionen nicht abnehmen. In der Tat ist es so, dass sich der Virus vor allem aus dem privaten Bereich kommend weiterverbreitet, sagt die Leiterin des Gesundheitsamtes Dr. Cornelia Ruhnau. „Die Einträge, die jetzt zum Ausbruch kommen, gehen weiterhin auf die vielfältigen Kontakte im familiären Umfeld während der Weihnachtsfeiertage und Silvester zurück. Hinzu kommt eine gewisse Erschöpfung der Menschen, sich Tag für Tag an die Einschränkungen und den Mund-Nasen-Schutz halten zu müssen. Dennoch zeigen diese aktuellen Fälle wie notwendig es ist, im Schutz für sich und andere nicht nachzulassen“, so Dr. Ruhnau.

Am Donnerstag bekommt der Landkreis die nächste Impfstoff-Lieferung. Weitere mehr als 650 Menschen können damit geimpft werden. Nach wie vor sind die mobilen Impfteams im Einsatz in Senioren- und Pflegeheimen. Das betrifft Einrichtungen, in denen bislang nicht geimpft werden konnte und Nachmeldungen von einigen Einrichtungen. In der kommenden Woche wird der Landkreis dann mit den ersten Zweitimpfungen starten. Parallel dazu laufen die Impfungen in den beiden Impfzentren.

Zur aktuellen Lage im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte

Am heutigen Dienstag hat das zweite Impfzentrum im Landkreis in Waren (Müritz) seinen Betrieb aufgenommen. In der Turnhalle des Regionalen Beruflichen Bildungszentrums Müritz in Waren (Müritz) sind heute die ersten 24 Einwohner geimpft worden.

Auch für das Warener Impfzentrum gilt die bekannte Verfahrensweise: Einwohner, die über 80 Jahre alt sind, werden vom Land persönlich angeschrieben. Wenn sie sich impfen lassen möchten, dann rufen sie beim Call-Center an, um einen Termin in einem der Impfzentren zu erhalten. Die notwendige Telefonnummer ist in dem Schreiben genannt.

Am Montag hat der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte Impfstoff für weitere 975 Menschen erhalten. Nach wie vor sind die vier Impfteams im Landkreis unterwegs. Es wird in Senioren- und Pflegeheimen geimpft, in denen das bislang wegen der Infektionslage nicht möglich war. Das Gesundheitsamt registriert seit Ende der 3. Kalenderwoche eine leichte Entspannung des Infektionsgeschehens in den Heimen.

In der Anlage zu dieser Pressemitteilung finden Sie den aktuellen Stand der Infektionszahlen aufgeschlüsselt auf Amtsbereiche und Städte im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte.pdf iconAnlage-Inzidenzen

Zur aktuellen Lage im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte

Nachdem das Gesundheitsamt ein Abklingen des Infektionsgeschehens für die Senioren- und Pflegeheime melden kann, die Ende des Jahres mit hohen Infektionszahlen kämpften, sind nun in zwei Senioren- und Pflegeheimen in Neubrandenburg Infektionen festgestellt worden.

In einer der Einrichtungen sind ein Bewohner und ein Mitarbeiter und in der anderen drei Bewohner und zwei Pflegekräfte positiv getestet worden. Die entsprechenden Hygienemaßnahmen und Regelungen sind eingeleitet worden.

Im Gesundheitsamt gehen die Amtsärzte davon aus, dass in den nächsten Tagen dort weitere Ansteckungen festgestellt werden.

Arbeitsagentur und Landkreis arbeiten Hand in Hand – und werben gemeinsam um freiwillige Helfer, die in Alten- und Pflegeheimen entlasten

Arbeitsagentur und Landkreis arbeiten Hand in Hand und werben gemeinsam um freiwillige Helfer, die in Alten- und Pflegeheimen Bewohner und Personal auf das Coronavirus testen. Dadurch entsteht eine Win-Win-Situation: Die Heime werden entlastet. Und Bezieher von Arbeitslosen- oder Kurzarbeitergeld können dazuverdienen.

In der Videoschaltkonferenz der Bundeskanzlerin mit den Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder am 05.01.2021 zum Umgang mit den Folgen der Corona-Pandemie ist vereinbart worden, besondere Schutzmaßnahmen in Alten- und Pflegeheimen zur Wahrung der Gesundheit der Bewohner/innen und Beschäftigten zu treffen.

Im Kern steht eine verpflichtende Testung mehrmals pro Woche für das Personal in den Heimen sowie für Besucher/innen von Alten- und Pflegeheimen. Vielfach haben die Heime in der Mecklenburgischen Seenplatte Teststationen im Eingangsbereich eingerichtet. Doch das bindet Personal. Eine Pflegekraft, die am Eingang Tests von Besuchern abnimmt, kann während dieser Zeit keine pflegerischen Tätigkeiten übernehmen.

Und genau diese Lücke könnten Freiwillige schließen, in dem sie das Pflegepersonal als Helfer bei den Schnelltests entlasten. Aber das sei nur ein Beispiel von vielen, erklärt Thomas Müller, Leiter des Verwaltungsstabs und 2. Stellvertretender Landrat des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte: „Zusätzliche Hände, aufmerksame und freundliche Helfer werden auch bei vielen täglichen Aufgaben gebraucht. So im Eingangsbereich, bei der Essenverteilung, beim Betten machen, beim Zuhören. Damit würden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Heime deutlich entlastet, die die pflegerischen Leistungen auszuführen haben.“

„Wir hoffen sehr, qualifizierte Helfer aus der Region zu finden, die Heime bei der Arbeit unterstützen“, bittet Thomas Besse, Chef der Agentur für Arbeit Neubrandenburg. Und weiter sagt er: „Auch Beschäftigte in Kurzarbeit müssen Gehaltseinbußen hinnehmen, während die laufenden Kosten im Alltag weiterbezahlt werden müssen. Ich kann mir gut vorstellen, dass der eine oder die andere das Kurzarbeitergeld durch so eine Helfertätigkeit aufstocken möchte und so Lohneinbußen abgefedert werden können.“

Wenden Sie sich an Ihren Arbeitgeber-Service – Interessierte können sich in der an den Arbeitgeberservice – von Arbeitsagentur und Jobcenter im Landkreis – unter der gebührenfreien Service-Hotline 0800 4 555520 wenden. Hier erhalten Bezieher von Arbeits-oder Kurzarbeitergeld auch Informationen, ob und gegebenenfalls wie der Hinzuverdienst angerechnet wird.

Zur aktuellen Lage im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte

Am gestrigen Dienstag ist im Impfzentrum Trollenhagen der erste Tag gut gelaufen. Die ersten 40 Senioren haben dort ihre Schutzimpfung bekommen. Sie alle hatten zuvor beim Call-Center angerufen und einen Termin erhalten. Die Vergabe der Termine verläuft dank entsprechender Technik in laufender Abstimmung zwischen dem Call-Center und dem Landkreis.

Dafür hat das Land Mecklenburg-Vorpommern die Impfzentren mit Computern passgenau ausgerüstet. Sobald der Bürger bei der Hotline des Landes einen Termin erhalten hat, erscheint dieser Termin auch im Impfzentrum. Das Impfmanagement des Landkreises wiederum gibt von seiner Seite dem Call-Center bekannt, wann geimpft werden kann. Damit ist gesichert, dass die entsprechenden Impfdosen und das Impfpersonal in Trollenhagen zur Verfügung stehen. Wer aus irgendwelchen persönlichen Gründen seinen Termin absagen oder verschieben muss, hat sich erneut beim Call-Center zu melden. So gibt es die Möglichkeit, einem anderen Interessenten diesen Termin anzubieten.

Parallel zu den Impfungen im Impfzentrum werden die mobilen Impfteams des Landkreises heute den ersten Durchgang der Impfungen in den Senioren- und Pflegeheimen abschließen können. Mit Stand 12. Januar 2021, 17 Uhr, hatten im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte insgesamt 3.320 Menschen die erste Impfung erhalten. Ab Montag nächster Woche geht es dann in die Runde der Zweitimpfung. Lediglich in zwei Pflegeheimen ist die Infektionslage leider noch so angespannt, dass dort nicht geimpft werden konnte.

Zur aktuellen Lage im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte

Ab heute wird der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte wöchentlich die Infektionszahlen aufgeschlüsselt nach Amtsbereichen und Städten veröffentlichen. Davon hatte der Verwaltungsstab bislang aus verschiedenen Gründen Abstand genommen und nur den Städten und Ämtern diese Aufschlüsselung für den Dienstgebrauch mitgeteilt.

„Die veränderte Infektionslage im Landkreis ist ausschlaggebend dafür, dass nunmehr die Zahlen veröffentlicht werden können“, sagt der Leiter des Verwaltungsstabs und 2. Stellvertretende Landrat Thomas Müller. „Denn die Gefahr der Stigmatisierung einzelner Personen oder Einrichtungen ist nun nicht mehr so groß wie noch vor kurzem, als sich aus Einzelfällen Rückschlüsse auf die jeweils Betroffenen ziehen ließen. Nach wie vor steht jedoch der Datenschutz für den Landkreis Mecklenburgische Seenplatte ganz oben“, so Thomas Müller.

Problematisch bleibe die Veröffentlichung der Inzidenzen dennoch, weil sie nur eine rein rechnerische Betrachtung erlauben. Die Inzidenz errechnet sich bekanntlich aus der Zahl der Neuinfektionen in den zurückliegenden 7 Tagen bezogen auf 100.000 Einwohner. Diese Einwohnerzahl wird jedoch in keinem Amtsbereich oder einer der Kleinstädte in der Seenplatte erreicht. Deshalb gibt die Tabelle auch für jeden nachvollziehbar nicht nur die Inzidenz, sondern auch die reale Zahl der positiv getesteten Personen an. Ebenfalls nicht erkennbar ist, wie schwer die Krankheitssymptome waren oder sind.

„Auch in den nächsten Tagen rechnen wir damit, dass sich die Infektionszahlen in unserem Landkreis auf hohem Niveau bewegen werden. Denn der Virus ist diffus im Landkreis verteilt. Das ist auch der ausschlaggebende Grund dafür, dass die neuerlichen Maßnahmen zur Kontaktvermeidung getroffen werden mussten, so wie es die so genannte Ampel-Regelung des Landes Mecklenburg-Vorpommern verlangt“, betont der 2. Stellvertretende Landrat. „Wir hoffen sehr, dass die Veröffentlichung dieser Zahlen dazu beiträgt, dass sich nun jeder in unserem Landkreis ein Bild von der aktuellen Situation machen und sich darauf einstellen kann“, so Thomas Müller.

Angemerkt

Die Bedenken Herrn Müllers verstehe ich völlig. Zudem ist der Fehlinterpretation „In meinem Amtsbereich gibt es einen kleinen Inzidenzwert, dann brauche ich mich nicht so an die Lockdownregeln zu halten.“ Tür und Tor geöffnet.

Gerade bei den einwohnerarmen Ämtern führt der Zuwachs um nur zwei oder drei Erkrankte zu einer Explosion des Inzidenzwertes. Bsp.: Penzliner Land plus 3 Erkrankte ergibt dann eine Inzidenz von knapp 75 (bei jetzigen knapp 30)

Start der Impfzentren in Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommern nehmen Impfzentren ihre aktive Arbeit auf. „In jedem Landkreis und in den kreisfreien Städten gibt es mindestens ein Impfzentrum. Gemäß den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission werden zunächst Bürgerinnen und Bürger im Alter von 80 Jahren und älter in den Zentren geimpft. Entscheidend ist, dass weiter mehr Impfstoff kommt. Hier ist der Bund mit Hochdruck an der Beschaffung dran. Die Voraussetzung zum Impfen hat das Land mit den Impfzentren umgesetzt. Wir kommen Stück für Stück bei den Impfungen voran“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Dienstag.

In Mecklenburg-Vorpommern sind über 25.100 Menschen geimpft. Insgesamt gibt es 12 Impfzentren in den jeweiligen Landkreisen. Das Impfzentrum in Waren (Müritz) soll am 18. Januar starten. Darüber hinaus ist ein Zentrum in Grevesmühlen vorgesehen. Die Landkreise und kreisfreien Städte sind Träger der Zentren.

Mehr als 570 freiwillige Helfer sind dabei

Das Land hatte im Vorfeld zur personellen Unterstützung der Impfzentren aufgerufen. „Grundsätzlich gibt es eine große Bereitschaft, beim Betrieb der Impfzentren mitzuhelfen. Schon mehr als 570 Freiwillige – davon über 400 Ärzte – haben sich allein beim Gesundheitsministerium gemeldet. Sie konnten an die Kommunen weitervermittelt werden. Wir sind für jede Unterstützung sehr dankbar“, so Glawe weiter. Der Minister dankte auch den Kommunen für die aktive Bereitschaft und die schnelle Umsetzung der Impfzentren in den jeweiligen Regionen.

Über 700 Impftermine vergeben

Insgesamt wurden in Mecklenburg-Vorpommern bis Montag-Mittag rund 720 Termine (jeweils knapp 360 Impftermine für die 1. und für die 2. Impfung) vergeben. Die bereits gebuchten Termine variieren je nach Landkreis und kreisfreier Stadt. „Die Impfungen sind freiwillig. Bislang wurden 5.000 Bürger angeschrieben“, so Glawe weiter. In dieser Woche sollen weitere tausende Schreiben vom Landesamt für Gesundheit und Soziales versandt werden.

Erhöhte Nachfrage sorgt gegebenenfalls für Wartezeiten

Ein Callcenter steht in enger Verbindung mit den landesweit eingerichteten Impfzentren und vergibt die Impftermine. Nach Erhalt eines Schreibens wenden sich die Betreffenden bitte an die Telefonnummer des Callcenters: 03 85 – 20 27 11 15. Die Hotline ist von Montag bis Freitag zwischen 08:00 und 20:00 Uhr sowie an Wochenenden und Feiertagen zwischen 09:00 und 16:00 Uhr erreichbar.

„Der Bedarf an Impfterminen ist hoch. Aufgrund einer erhöhten Nachfrage in den ersten Tagen kann es auch zu Wartezeiten an der Hotline kommen. Entscheidend ist, dass sich auch nur diejenigen melden, die einen Brief erhalten haben, um die beiden Impftermine zu vereinbaren. Beim Telefonat mit dem Callcenter ist es wichtig, Geburtsdatum, eine Telefonnummer für eventuelle Rückfragen und die Postleitzahl des Wohnortes abrufbereit zu halten“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Gesundheitsminister Harry Glawe abschließend.