Aufhebung der Kapazitätsbegrenzung in Beherbergungsbetrieben und auf Campingplätzen – Auch Bars und Schankwirtschaften können öffnen

In Schwerin haben am Dienstag Beratungen der Landesregierung mit Vertretern der Wirtschaft, der Kommunen, der Gewerkschaften und der Sozialverbände des Landes stattgefunden. Darüber hinaus hat das Kabinett getagt. Im Ergebnis sind weitere Lockerungen beschlossen worden.

In Beherbergungsbetrieben und auf Campingplätzen in Mecklenburg-Vorpommern fällt die Kapazitätsbegrenzung. Jetzt kann mit dem touristischen Betrieb weiter hochgefahren werden. Das ist eine gute Botschaft, denn die Branche bekommt wieder mehr Planungssicherheit. Schließlich starten die Sommerferien in den kommenden Tagen. Mecklenburg-Vorpommern ist das erste Bundesland, wo die Sommerferien beginnen. Das Aufheben der Kapazitätsgrenze ist ein Schritt in Richtung mehr Normalität. Dieser erfolgt unter erschwerten Voraussetzungen und Bedingungen. Auch Bars und Schankwirtschaften können öffnen. Für diese und auch für Gaststätten beginnt die Sperrstunde um Mitternacht.

M-V ist das Bundesland mit den bundesweit niedrigsten Infektionszahlen. Dennoch: Hygiene, Abstand und Masken sind elementare Bestandteile unseres Alltages. Auch wenn es bei strahlendem Sonnenschein dem einen oder anderen schwerfällt. Im Urlaub geht es darum, auf sich zu achten und somit auch andere zu schützen.

Bislang galt aufgrund der Corona-Pandemie eine 60-Prozent Begrenzung der Bettenbelegung in touristischen Einrichtungen und auf Campingplätzen. Ab dem 15. Juni fällt die Begrenzung.

In Mecklenburg-Vorpommern beginnen die Sommerferien ab dem 22. Juni 2020. Es folgen: Brandenburg, Berlin und Hamburg jeweils ab dem 25. Juni und Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein ab dem 29. Juni.

Campingplätze Mecklenburg-Vorpommern: 5.010.589 Nächtigungen im letzten Jahr

Der Campingboom in Deutschland ist ungebrochen. Campingurlaube in Zelt und Wohnwagen verzeichneten in den letzten fünf Jahren einen stetigen Zuwachs. Im Jahr 2018 freuten sich die Campingplatzbetreiber in Deutschland über 34.557.794 Nächtigungen. Das entspricht einem Zuwachs von etwas mehr als 11 Prozent gegenüber dem Jahr 2017. Seit dem Jahr 2010 beträgt die Steigerung etwas mehr als 41 Prozent. Das hat eine Auswertung des internationalen Reise- und Buchungsportals www.camping.info, das mit jährlich rund 40 Millionen Seitenaufrufen und mehr als 23.000 eingetragenen Campingplätzen zu den führenden europäischen Informationsquellen für Campingurlaube zählt, ergeben.

„Die Steigerungsraten der Campingbranche sind seit Jahren bemerkenswert und gehen weiterhin steil nach oben. Noch nie gab es in Deutschland mehr Campingurlauber“, freut sich Maximilian Möhrle, Geschäftsführer des Reise- und Buchungsportals Camping.info mit Sitz in Berlin. Camping.info gilt als Vorreiter und Marktführer in der Digitalisierung der Campingbranche. Rund 2000 Campingplätze können europaweit online gebucht werden. Bisher wickelte Camping.info mehr als 15.000 Online-Buchungen über Internet, Smartphone oder App ab. „Camping zählt in Deutschland zu einer der wachstumsstärksten Urlaubsarten. Immer wichtiger ist, dass auch Campinggäste ihren Campingurlaub unkompliziert über das Internet planen und frühzeitig Reservierungen durchführen können“, erklärt Campingexperte Möhrle.

Campingurlaube sind ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für Deutschland

Campingurlauber sind für Deutschlands Tourismusbranche ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, denn 7,23 Prozent (2017: 6,76 Prozent) der deutschen Gesamtnächtigungen des Jahres 2018 gehen auf das Konto der 3.035 deutschen Campingplätze. Die meisten davon befinden sich in Bayern (447), Niedersachsen (412) und Baden-Württemberg (376). Der durchschnittliche Campinggast verweilt 3,2 Tage und bleibt damit länger als die anderen Gäste (2,6 Tage). Befragungen ergaben, dass Campinggäste täglich rund 50 Euro ausgeben. Für die deutsche Wirtschaft ergeben sich durch Campingurlauber jährliche Einnahmen in der Höhe von rund 1,70 Milliarden Euro. Tendenz steigend.

86 Prozent der Campinggäste stammen aus Deutschland

Am beliebtesten sind Deutschlands Campingplätze bei den einheimischen Campern. Mit 86 Prozent an einheimischen Gästen haben die deutschen Campingplätze einen außerordentlich hohen Inländeranteil. Die wichtigsten Gästegruppen aus dem Ausland sind mit 6,85 Prozent die Niederländer, dahinter folgen mit großem Abstand Gäste aus der Schweiz (2,04 Prozent), aus Dänemark (0,81 Prozent) sowie aus Belgien (0,74 Prozent). Die Lieblingsdestinationen der deutschen Camper im Ausland sind Italien, Kroatien und Frankreich.

Beliebteste Bundesländer: Bayern, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen / Hauptmotiv für Camping: Flexibilität

Mit 6,2 Millionen Nächtigungen und einem Zuwachs von 10 Prozent ist Bayern das beliebteste Camping-Bundesland in Deutschland. Dahinter folgen Mecklenburg-Vorpommern (5,01 Mio., + 9,87 Prozent), Niedersachsen (4,94 Mio., + 11,82 Prozent) sowie Baden-Württemberg (4,61 Mio., + 15,02 Prozent). Alle Bundesländer konnten im Jahr 2018 Zuwächse verbuchen. Die größten Jahreszuwächse verzeichneten Schleswig-Holstein (+ 16,01 Prozent) gefolgt von Hamburg (+ 15,96 Prozent), Brandenburg (+ 15,48 Prozent) sowie Bremen (+ 15,19 Prozent) und Baden-Württemberg (+ 15,02 Prozent). In einer Umfrage hat Camping.Info die Motive für Campingurlaube ermittelt. Dabei geben 26 Prozent der Camper die örtliche Flexibilität als Hauptgrund für einen Campingurlaub an. Danach folgen: günstiger Urlaub (20 Prozent), zeitlich flexibler (17 Prozent), mein eigenes Bett (16 Prozent), mein eigener Platz und Rasen direkt vor der Tür (10 Prozent).