Mudder-Schulten-Brunnen sprudelt im Juli

Fotos: Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg

Der Mudder-Schulten-Brunnen vor dem Franziskanerkloster ist heute aus seiner Schutzhülle befreit worden. Der Brunnen war 2019 nach umfangreichen Sanierungsarbeiten an einem neuen Platz in unmittelbarer Nähe des Museums in Betrieb genommen worden. Bereits kurze Zeit später zeigten sich an dem historischen Gestein Risse. Der Brunnen erwies sich als undicht.

Um das Bauwerk vor Frostschäden zu schützen, wurde es über die Wintermonate in eine Schutzplane verpackt. Heute konnten Experten feststellen, dass es keine weiteren Risse an dem Brunnen gibt, die Reparatur im vergangenen Jahr jedoch nicht erfolgreich war und das Becken nach wie vor an einer Stelle undicht ist. Der Brunnen wurde wieder trockengelegt.

Die Stadt wird nun so schnell wie möglich ein Unternehmen beauftragen, um den Schaden zu beheben. Das Becken wird mit einem sogenannten Triflex-Verfahren abgedichtet. Die Sanierungsvariante ist bereits mit dem Denkmalschutz abgestimmt. Ziel ist es, dass der Brunnen im Juli wieder sprudeln kann. Da die Reparatur nur erfolgen kann, wenn das Gestein trocken ist, wird er zunächst wieder eingehüllt.

Mudder Schulten und Dörchläuchting treffen sich auf neuem Platz

Die Restaurierung des Mudder-Schulten-Brunnens ist fast beendet. Am Freitag, 27. September, soll wieder Wasser um die beiden historischen Stadtfiguren Mudder Schulten und Dörchläuchting sprudeln. Wer dabei sein möchte, ist um 14 Uhr am Museum willkommen.

Foto: Stadt Neubrandenburg

Der Mudder-Schulten-Brunnen ist in den zurückliegenden Wochen nicht nur saniert worden, er hat auch im Zuge der Bauarbeiten der Freianlagen am sogenannten Bahnhofstor einen neuen Standort bekommen. Dort wurde mit dem Bau einer entsprechenden Wassertechnik dafür gesorgt, dass der Brunnen erstmals seit vielen Jahren seinem Namen wieder gerecht werden kann.

Die denkmalpflegerische Sanierung des Brunnens und die wassertechnische Ausstattung kosten rund 250 000 Euro im Rahmen der Bauarbeiten am Bahnhofstor. Für die Gestaltung des gesamten Bahnhofstors im Bereich des Walls (Stargarder Straße – Bahnhofstor) werden rund 1,3 Millionen Euro investiert. Die Stadt kann dabei auf Städtebaufördermittel in Höhe von 763 000 Euro zurückgreifen.

Der Mudder-Schulten-Brunnen ist nicht das einzige Element, das neu in Szene gesetzt wird. Auch Fritz Reuter sitzt auf seinem Sockel nun viel präsenter in einem neu gestalteten Umfeld. Aufmerksamen Beobachtern wird die neue Umrandung nicht entgangen sein. Mit der Inbetriebnahme des Mudder-Schulten-Brunnens sind die Bauarbeiten in dem Bereich keineswegs beendet. Rund 20 etwa sechs Meter hohe moderne Stahl-Stelen sind geplant, die die Form der historischen Stadtmauer aufnehmen werden.

Die Gestaltung des sogenannten Bahnhofstors gehört zum Gesamtkonzept der Stadtsanierung und schließt Wall, Stadtmauer und Franziskanerkloster als Denkmäler ein.