Drei Brände letzte Nacht in Neubrandenburg

Am Sonntag, 13.09.2020, kam es in der Vier-Tore-Stadt Neubrandenburg zu drei Bränden, die durch unbekannte Täter gelegt wurden.

Gegen 20:30 Uhr brannte in der Sponholzer Straße ein Sperrmüllhaufen, der sich in der Nähe eines bewohnten Mehrfamilienhauses befand. Durch die Gegebenheiten wäre eine Ausbreitung des Feuers auf das Haus durchaus möglich gewesen.

Gegen 23:50 Uhr kam es auf dem Datzeberg zu zwei Bränden. Hier hatten unbekannte Täter in der Max-Adrion-Straße zunächst einen Müllcontainer aus Kunststoff und anschließend einen Papiercontainer aus Metall angezündet. Der Müllcontainer befand sich an einem Verbrauchermarkt, bei dem durch den Brand die Außenfassade beschädigt wurde. Der Papiercontainer befand sich ca. 200 Meter entfernt und stand einzeln, so dass lediglich dieser selbst beschädigt wurde.

Es entstand ein Gesamtschaden von ca. 3500 Euro, Personen wurden nicht verletzt. Die Fahndungsmaßnahmen der Polizei im Umfeld der Brände blieben erfolglos. Es wurden Strafanzeigen wegen Sachbeschädigung und versuchter schwerer Brandstiftung erstattet. Der Kriminaldauerdienst des KK Neubrandenburg befand sich vor Ort im Einsatz und hat die Ermittlungen aufgenommen.

Alle Brände wurden durch die Kameraden der Berufsfeuerwehr Neubrandenburg gelöscht. Die Bevölkerung wird um Mithilfe bei der Aufklärung dieser Straftaten gebeten.

Die Polizei bittet Zeugen, die Hinweise im Zusammenhang mit diesen Straftaten geben können, sich zu melden. Hinweise nimmt die Polizei in Neubrandenburg unter der Telefonnummer 0395 5582 5224 oder jede andere Dienststelle der Polizei entgegen. Es besteht weiterhin die Möglichkeit, Hinweise im Internet unter www.polizei.mvnet.de mitzuteilen.

Brand einer Scheune in Dishley

Am Pfingstmontag, 01.06.2020, gegen 19:20 Uhr kam es zu einem Großeinsatz von Feuerwehr und Polizei in Dishley. Nach derzeitigem Ermittlungsstand begab sich ein 5-jähriges Mädchen allein in die Scheune der Eltern und setzte das darin befindliche Stroh in Brand. Das Feuer dehnte sich schnell innerhalb der Scheune aus, sodass diese rasch in voller Ausdehnung brannte.

Das Mädchen konnte sich glücklicherweise unverletzt retten und die Eltern benachrichtigen. Die Scheune, die ca. 50 m mal 15 m groß ist, brannte bis auf die Grundmauern nieder. Für zwei in der Scheune befindlichen Hausschweine kam jede Hilfe zu spät. Auch ein PKW Renault und diverse Gerätschaften, die in der Scheune abgestellt waren, wurden durch das Feuer zerstört.

Der entstandene Sachschaden beläuft sich auf mindestens 50.000 Euro. Zum Einsatz kamen insgesamt 120 Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren
Friedland, Sadelkow, Werder, Beseritz, Kölln, Eichhorst, Brunn, Salow sowie der Berufsfeuerwehr Neubrandenburg. Der Kriminaldauerdienst aus Neubrandenburg hat die Ermittlungen aufgenommen und war zur Spurensuche eingesetzt. Während der Löschmaßnahmen musste die Landesstraße 273 für ca. drei Stunden voll gesperrt werden.

Brandursache zum Brand in einer Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung

Wie bereits berichtet, ist es am gestrigen Sonntag, 19.01.2020, gegen 21:40 Uhr zum Brand in einer Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung in der Blumenstraße in Malchin gekommen. Alle Bewohner konnten rechtzeitig evakuiert werden, so dass niemand verletzt wurde.

Den Kameraden der Feuerwehr ist es zudem gelungen, den Brand schnell unter Kontrolle zu bringen, so dass eine Ausbreitung des Brandes verhindert werden konnte. Der entstandene Schaden wird auf ca. 20.000 Euro geschätzt. Die Beamten des Kriminaldauerdienstes Neubrandenburg waren im Einsatz.

Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Neubrandenburg kam am Montag ein Brandursachenermittler zum Einsatz, da die Brandursache nicht eindeutig geklärt war. Der Brandursachenermittler hat zusammen mit den Beamten der Kriminalkommissariatsaußenstelle Malchin den Brandort am heutigen Vormittag untersucht.

Im Ergebnis dessen kann gesagt werden, dass es sich um vorsätzliche Brandstiftung handelt. Weitere Einzelheiten dazu kann die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen derzeit nicht bekannt geben.

Blitzer durch Brandstiftung beschädigt

Am Donnerstag, 18.07.2019, gegen 21:15 Uhr wurde der Einsatzleitstelle des Polizeipräsidiums Neubrandenburg mitgeteilt,dass ein Blitzer-Anhänger in der Demminer Straße in Brand gesetzt wurde. Der Blitzer-Anhänger stand in der Demminer Straße, Höhe des OBI-Baumarktes stadtauswärts Richtung Altentreptow. Noch bevor die Feuerwehr eintraf unternahmen Bewohner die ersten Löschmaßnahmen. Die eingesetzten Kameraden löschten den Brand vollständig. Personen
wurden nicht verletzt.

Nach ersten polizeilichen Erkenntnissen hat ein bisher Unbekannter Täter versucht mittels Brandbeschleuniger den Blitzer in Brand zu setzen. Durch den Brand entstand geringer Schaden am Gehäuse der Blitzereinrichtung. Die Anlage ist weiterhin einsatzbereit. Ein Mitarbeiter des Ordnungsamtes war vor Ort und prüfte die Funktionstüchtigkeit. Zur Spurensuche und -sicherung war der Kriminaldauerdienst Neubrandenburg im Einsatz. Die Polizei ermittelt jetzt wegen versuchter schwerer Brandstiftung.

Bisher gibt es keine weiteren Hinweise zu einem möglichen Tatverdächtigen. Zeugen,die verdächtige Personen in Tatortnähe bemerkt haben, werden gebeten sich bei der Polizei in Neubrandenburg unter der Telefonnummer 0395 5582 5224 zu melden.

Drei Brandstiftungen am Reitbahnsee

In der Nacht vom 07.07.2019 zum 08.07.2019 ist es im Neubrandenburger Stadtgebiet Reitbahnweg zu drei Brandstiftungen gekommen. Gegen 02:15 Uhr wurde der Polizei zunächst der Brand eines Wohnwagens auf dem Parkplatz (bei der Wasserskianlage) des Reitbahnsees gemeldet. Als die Beamten des Polizeihauptrevieres Neubrandenburg vor Ort eintrafen, wurde der Brand bereits durch den Eigentümer des Wohnmobils mit einem Handfeuerlöscher gelöscht. Zufällig bemerkt wurde das Feuer durch einen Zeugen, der mit seinem Hund spazieren gegangen ist. Nachdem er das Feuer bemerkte, klopfte der Zeuge an den Wohnwagen, um zu prüfen, ob sich jemand in dem Wohnwagen befindet. Die drei Personen im Alter von 11, 17 und 42 Jahren wurden durch das Klopfen wach und konnten sich unverletzt aus dem Wohnwagen befreien. Nach bisherigen Erkenntnissen wurde versucht, den Wohnwagen im hinteren Bereich anzustecken. Die Außenhülle des Wohnwagens brannte im hinteren Teil, so dass eine Fläche von ca. 50cm x 120cm beschädigt wurde. Der entstandene Schaden wird auf ca. 1.000 Euro geschätzt.

Während der Anzeigenaufnahme vor Ort bemerkten die Beamten ein Feuer in unmittelbarer Nähe der Arche Noah am anderen Ende des Reitbahnsees. Die Beamten fuhren zu dieser Brandstelle und stellten fest, dass die ca. 3 m hohe Holzstatur brannte, die als Bücherregal bzw. -ausleihe genutzt wird. Wahrscheinlich wurden die darin befindlichen Bücher angezündet, so dass das Feuer auf die Statue übergreifen konnte. 14 Kameraden der Berufsfeuerwehr Neubrandenburg waren im Einsatz und konnten das Feuer schnell löschen. Personen oder andere Gegenstände waren hier zu keinem Zeitpunkt in Gefahr. Die Höhe des Schadens ist derzeit nicht bezifferbar.

Kurz nach Beendigung der Löscharbeiten wurde den Beamten der Brand einer leerstehenden Gartenlaube gemeldet. Die Beamten fuhren zu der ruinenähnlichen Gartenlaube, die sich am Verbindungsweg zwischen Reitbahnsee und Reitbahnweg befindet. Die Gartenlaube wurde vorsätzlich angezündet und konnte durch die Kameraden der Berufsfeuerwehr gelöscht werden. Augenscheinlich wurde schon mehrfach versucht, die Gartenlaube anzuzünden, da zahlreiche Brandspuren vorhanden waren.

Im Rahmen der Anzeigenaufnahmen bemerkten die Beamten des Polizeihauptrevieres Neubrandenburg eine 23-jährige männliche Person, die sich auffällig an allen Tatorten aufhielt, Fragen stellte und zudem Gegenstände mit sich führte, die zum Legen der Brände geeignet sind. Auf Grund dessen wurde der 23-Jährige vorläufig festgenommen und zum Polizeihauptrevier Neubrandenburg gebracht. Nach erfolgter Beschuldigtenvernehmung und erkennungsdienstlichen Behandlung wurde der 23-Jährige nach Rücksprache mit der zuständigen Staatsanwaltschaft aus dem polizeilichen Gewahrsam entlassen. Die Ermittlungen wegen der schweren Brandstiftung dauern weiter an.

Im Rahmen der Durchsuchung des 23-Jährigen und seiner Sachen wurden Betäubungsmittel aufgefunden und sichergestellt. Eine Strafanzeige wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz wurde aufgenommen.

Jugendliche zündeln auf Tankstellengelände

Am Montag, 17.06.2019, gegen 05:40 Uhr meldete ein Tankstellenwart der Einsatzleitstelle des Polizeipräsidiums Neubrandenburg eine ca. 1m x 1m große Brandstelle in der Adolph-Kolping-Straße in Neubrandenburg auf dem Gelände der dortigen Tankstelle.

Die Beamten des Polizeihauptreviers Neubrandenburg haben daraufhin die Tankstelle überprüft und hierbei zwischen zwei Gullydeckeln, unter denen sich die Benzin- und Dieseltanks der Tankstelle befinden, verbrannte Papierreste und Rückstände von verbrannten Gummihandschuhen vorgefunden. Die Brandstelle war beim Eintreffen der Beamten noch warm. Ein Löschen war jedoch nicht mehr erforderlich.

Aufgrund der vorhandenen Videoüberwachungen konnten die Tatverdächtigen bei der Tatausführung dokumentiert werden. Nach dem jetzigen Stand hielten sich kurz vor 01:00 Uhr zwei Personen auf dem Gelände der Tankstelle auf und steckten vor der Waschstraße Papiertücher in Brand und warfen sie auf den Boden. Das Feuer ging allerdings aus. Danach begaben sich die zwei Tatverdächtigen weiter auf das Gelände zwischen zwei Gullydeckel, wo sich die unterirdischen Kraftstofftanks befinden. Dort zündelten sie erneut und steckten weitere Papiertücher in Brand. Bevor die zwei Tatverdächtigen sich in Richtung Rasgarder Straße entfernten, warfen sie noch einmal einen Stapel Papiertücher auf das Feuer. Das unbeaufsichtigte Feuer loderte fast eine Stunde auf dem Tankstellengelände, bevor es von alleine ausging.

Es ist nur dem Zufall zu verdanken, dass sich kein verheerender Brand entwickelte oder es zu einer Explosion des Tankstellengeländes gekommen ist.

Die Beamten des Kriminaldauerdienstes Neubrandenburg waren vor Ort im Einsatz und sicherten Spuren. Anhand der Videoaufzeichnung konnten zwei tatverdächtige Personen im Alter von 15 Jahren identifiziert werden. Die beiden Jugendlichen sind den Beamten aus ihrer dienstlichen Tätigkeit bereits mehrfach bekannt. Im Rahmen der Fahndung konnten die Jugendlichen bislang nicht angetroffen werden.

Gegen sie wird nun wegen vorsätzlicher Brandstiftung ermittelt.

Nachmeldung zum Brand von Strohballen auf einem Acker an der B192

Wie bereits berichtet wurde, ist es am Freitagnachmittag zu einem Brand von etwa 250 Strohballen auf dem Acker zwischen Weitin und Wulkenzin gekommen. Der entstandene Schaden wird auf ca. 5.000 Euro geschätzt, Personen wurde nicht verletzt. Auf Grund der Medienberichterstattung hat sich eine Zeugin bei der Polizei gemeldet, welche am Freitagnachmittag mit dem Fahrzeug unterwegs war und in der Nähe des Brandortes anhielt, als sie das Feuer erblickte. Am Brandort kam der Zeugin ein etwa 10-jähriger Junge entgegen, welcher eine schwarze Gürteltasche quer über den Oberkörper trug. Der Junge sagte der Zeugin, dass er mit seinem Kumpel unterwegs war, dieser aber bereits weggelaufen sei.

Die Zeugin sagte weiter, dass ein weiteres Fahrzeug angehalten hat, welches mit einem Mann, einer Frau und einem Kleinkind auf dem Rücksitz besetzt war. Sie wollten den Jungen bis zum Eintreffen der Feuerwehr festhalten, welches ihnen aber nicht gelungen ist. Die Familie war mit einem dunkelblauen Kastenwagen mit NB-Kennzeichen vor Ort.

Die Beamten des Kriminalkommissariats Neubrandenburg haben die Ermittlungen wegen vorsätzlicher Brandstiftung aufgenommen und starten nun einen Zeugenaufruf. Die beschriebene Familie mit dem Neubrandenburger Fahrzeug, der etwa 10-jährige Junge, der andere Junge und auch weitere Zeugen werden gebeten, sich bei der Polizei in Neubrandenburg unter 0395-5582 5224 oder im Internet unter www.polizei.mvnet.de zu melden.

Auf Grund der vermehrten Brände von Strohballen in den vergangenen Tagen im Landkreis MSE bittet die Polizei um besondere Vorsicht. Im gesamten Landkreis ist bereits die Waldbrandstufe 3 ausgerufen. Schon der Funke einer Zigarette könnte einen verheerenden Brand auslösen, welcher sich auf Grund der Trockenheit sehr schnell ausbreiten könnte. Bitte reden Sie auch mit Ihren Kindern über den Umgang mit Feuer und auch darüber, dass Kokeln (oder das Spiel mit Feuer) sehr gefährlich ist