Rauchmelder – Nachhaltigkeit und Entsorgung

Foto: VZMV

In Deutschland besteht eine Rauchmelder-Pflicht. Jeder Haus- und Wohnungseigentümer ist verpflichtet, in der eigenen und auch in seinen vermieteten Wohnungen und Häusern Rauchwarnmelder zu installieren. Was allerdings nicht einheitlich geregelt ist, sind die in den Geräten zu verwendenden Energiequellen, welche nach der Entsorgung eventuell störende Geräusche verursachen können.

Oftmals werden Geräte mit Energiequellen betrieben, die nicht auswechselbar sind. Die alten Rauchmelder müssen dann nach Ende der Laufzeit komplett entsorgt werden. Das ist zum einen nicht nachhaltig und zum anderen können demontierte Geräte, unter Umständen, störende Geräusche verursachen.

Der unangenehme Warnton kann durch Staub, Dampf, Temperaturschwankungen und Feuchtigkeit ausgelöst werden. Selbst nach der Entsorgung, welche fachgerecht beim Sondermüll erfolgen sollte, kann es passieren, dass das Gerät die schrillen Fehlalarmtöne noch in der Mülltonne von sich gibt. Das kann unter Umständen auf Bewohner im näheren Umfeld störend wirken. Rauchmelder mit auswechselbaren Batterien verhindern dieses Problem nach der Entsorgung. Denn ohne Energie können auch keine störenden Geräusche entstehen. Vorausgesetzt die Batterien wurden vor Entsorgung des Gerätes entfernt.

Die Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern empfiehlt, bei der Anschaffung eines neuen Rauchmelders auf die Nachhaltigkeit sowie das Qualitätssiegel „Q“ zu achten. Rauchmelder mit auswechselbaren Batterien haben eine längere Lebensdauer, sind nach der Entsorgung nicht anfällig für Fehlalarme und müssen auch nicht komplett mit Gehäuse und Energiequelle entsorgt werden.

Für den Bevölkerungsschutz

Landkreise sind gemäß dem Brandschutzgesetz für den überörtlichen Brandschutz und technische Hilfeleistung zuständig. Dazu gehört auch – im Sinne des Katastrophenschutzgesetzes – die Abwehr von chemischen, biologischen, radiologischen und nuklearen (CBRN) Gefahren. Der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte unterhält aus diesem Grunde zwei CBRN-Züge, denen aktive Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren angehören und die eine spezielle Ausbildung absolviert haben.

Ende April 2020 konnte der Stellvertretende Landrat und zuständige Dezernent Thomas Müller, an beide Züge jeweils ein neues Kommandofahrzeug übergeben. Die alten vom Baujahr 1996 hatten erhebliche technische Mängel, und ihre Ausstattung entsprach nicht mehr den technischen Anforderungen zum Führen eines CBRN-Einsatzes.

Landesforst MV entwickelt neue Strategien zum Waldbrandschutz

Anfang Juli vergangenen Jahres brannten 950 ha des Waldes auf dem verlassenen Truppenübungsplatz Lübtheen. Der Brand zeigte auf, dass unter den Bedingungen extremer Trockenheit und Munitions­belastung bisherige Methoden der Waldbrandvorbeugung überdacht werden müssen. In einem Verbundprojekt mit der Technischen Universität Dresden entwickelt jetzt die Landesforst Mecklenburg-Vorpommern dafür neue Strategien, die bundesweit Eingang in die forstwirtschaft­liche Theorie und Praxis finden sollen.

Beispielsweise werden die Erkenntnisse des Anlegens von Schneisen, waldbrandhemmenden Riegeln und der Löschwasserbereitstellung aus dem Lübtheener Brand optimiert und praktisch erprobt. Des Weiteren werden Demonstrationsflächen angelegt und spezielle Forsttechnik für munitionsbelastete Wälder getestet. Das Anfertigen von Materialien zur Aus- und Weiterbildung von Forstleuten sowie zur Anleitung von Waldbesitzern, Feuerwehren und Verwaltung sind ebenfalls Bestandteil des Verbundprojektes.

Projektstart ist der 1. Mai. Bis 2025 sollen die entwickelten neuen Strategien in den Wäldern Mecklenburg-Vorpommerns umgesetzt sein. Das Verbundprojekt wird von der Fachagentur Nachhaltige Rohstoffe (FNR) mit rund 2,5 Millionen Euro aus dem Waldklimafonds unterstützt. Mit dem Waldklimafonds werden Maßnahmen von besonderem Bundesinteresse gefördert, die der Anpassung der Wälder an den Klimawandel dienen und den unverzichtbaren Beitrag naturnaher, struktur- und artenreicher Wälder zur Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen auf Dauer erhalten.

„Angesichts der erneuten Trockenheit bitte ich die Bürgerinnen und Bürger unseres Landes, alles zu unterlassen, was zu einem Brand in Wald und Flur führen könnte“, appelliert Backhaus an die Bevölkerung. Die allgemeinen Verhaltensweisen bei Waldbrandgefahr seien unbedingt einzuhalten. Mittlerweile gilt im gesamten Land die Waldbrandgefahrenstufe (WGST) 3 (mittlere Gefahr), im Osten des Landkreises Vorpommern-Greifswald (Leitforstamt Torgelow) sogar die Gefahrenstufe 4 (hohe Waldbrandgefahr). Dort galt im vergangenen Jahr bereits ab dem 23.4. die höchste Waldbrandgefahrenstufe 5. Die aktuelle Waldbrandgefahrenlage und aktuelle Hinweise sind jederzeit der Internetseite der Landesforstanstalt zu entnehmen.

Verhaltensregeln für den Waldbrandschutz:
Generell (unabhängig von der WGST) sind in Wäldern das Rauchen, das Anlegen von Feuern im oder am Wald sowie das Befahren von nichtöffentlichen Waldwegen verboten, wobei Ausnahmen genehmigungspflichtig sind.

Für alle Gefahrenstufen gilt:

  • Rauchen Sie nicht im Wald und in der Feldflur!
  • Werfen Sie keine Zigarettenreste aus dem Auto! Benutzen Sie Ihren Bordaschenbecher!
  • Nutzen Sie für Lagerfeuer und Grillabende nur ausgewiesene Grill- und Lagerfeuerplätze, auf denen Sie einen ausreichenden Brandschutz sichern können. Halten Sie dabei einen Mindestabstand zum Wald von 50m ein!
  • Parken Sie nur auf ausgewiesenen Waldparkplätzen! Ermöglichen Sie zu Ihrer eigenen Sicherheit den Lösch- und Rettungskräften eine rasche und ungehinderte Zufahrt zum Brandherd, indem Sie die Waldwege freihalten!
  • Melden Sie alle Brände unverzüglich der Feuerwehr (Notruf 112) oder der Polizei (Notruf 110)!

Ab Waldbrandgefahrenstufe 4 können die Unteren Forstbehörden im Einvernehmen mit den Landräten das Betreten und Befahren des Waldes verbieten.

Vorsicht zu Ostern – im ganzen Land herrscht Waldbrandgefahr

Aus Anlass der bevorstehenden Osterfeiertage und des aktuellen Waldbrandes in der Nähe von Neustadt-Glewe weist der Minister für Landwirtschaft und Umwelt Dr. Till Backhaus darauf hin, dass im gesamten Land Waldbrandgefahrenstufen ausgelöst wurden.

Das sonnige und trockene Frühlingswetter der letzten Tage hat zu einem Anstieg der Brandgefahr in den Wäldern Mecklenburg-Vorpommerns geführt. Derzeit gelten im Land überwiegend die Gefahrenstufen 2 (geringe Gefahr) und 3 (mittlere Gefahr). Im Landkreis Vorpommern-Greifswald könnte in den nächsten Tagen bereits die Gefahrenstufe 4 (hohe Waldbrandgefahr) ausgerufen werden. Mit einer weiteren Erhöhung der Waldbrandgefahr ist am Osterwochenende zu rechnen, da kaum Niederschläge sowie anhaltende warme Temperaturen zu erwarten sind. Im Land gab es in diesem Jahr bereits drei Waldbrände auf einer Gesamtfläche von rund 1,5 Hektar.
„Da sich die Waldbrandgefahr zu den Feiertagen voraus­sichtlich weiter verschärfen wird, bitte ich die natur­liebenden Bürgerinnen und Bürger unseres Landes, alles zu unterlassen, was zu einem Brand in der Wald- und Feldflur führen könnte.
Beachten Sie folgende Hinweise“, appelliert der Minister für Landwirtschaft und Umwelt Dr. Till Backhaus:

  • Rauchen Sie nicht im Wald und in der Feldflur!
  • Werfen Sie keine glimmenden Zigaretten aus dem Auto!
  • Im und am Wald (Mindestabstand 50m) darf kein Feuer entzündet werden!
  • Parken Sie nur auf ausgewiesenen Waldpark­plätzen! Trockene Bodenvegetation an Waldrändern kann sich am Katalysator entzünden und einen Waldbrand verursachen. Ermöglichen Sie zu Ihrer eigenen Sicherheit den Lösch- und Rettungskräften eine rasche und ungehinderte Zufahrt zum Brandherd, indem Sie die Waldwege freihalten!
  • Melden Sie alle Brände unverzüglich der Feuerwehr (Notruf 112) oder der Polizei (Notruf 110)!

Die Waldbrandbereitschaftsdienste der Forstbehörden sind aktiviert. Ein wesentlicher Bestandteil der Vorsorge ist die Waldbrandüberwachungszentrale in Mirow. Von dort aus werden mehr als 277.000 Hektar, also über die Hälfte der Wälder des Landes in den besonders waldbrandgefährdeten Gebieten, durch 21 hochmoderne Kamerasysteme überwacht.

Weitere Informationen zu den Waldbrandgefahrenstufen und allgemeine Hinweise zum Waldbrandschutz finden Sie auf der Internetseite der Landesforstanstalt M-V: www.wald-mv.de

Erntebeginn: Minister Backhaus warnt vor Feldbränden

In Mecklenburg-Vorpommern haben die Landwirte am Wochenende mit der Ernte der Wintergerste begonnen. Im ganzen Land herrscht auch auf den Feldern des Landes extreme Trockenheit. „Die Gefahr von Feldbränden ist derzeit enorm hoch, vergleichbar mit dem Vorjahr. Sie fordert bereits in den Wäldern bei Lübtheen ihren Tribut. Es kommt deshalb auf uns alle an, konsequent die Brandrisiken zu minimieren“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus.

Als für die Landwirtschaft zuständiger Minister bittet er die Landwirte nochmals ausdrücklich darum, bei der Ernte und der Ernteeinlagerung die Maßnahmen des vorbeugenden Brandschutzes einzuhalten. So sei bei der Getreideernte auf Feldern mit einem Abstand von weniger als 50 Metern zum Waldrand auf der dem Wald zugekehrten Erntefläche ein 6 Meter breiter Wundstreifen anzulegen. So sieht es Paragraf 5 der Waldbrandschutzverordnung vor. Für die Brandbekämpfung seien während der Mähdrescharbeiten zusätzlich Wasser und Pflug zur Erstbekämpfung bereitzuhalten.

„Erntebeginn: Minister Backhaus warnt vor Feldbränden“ weiterlesen

Feuerwehr appelliert an Bürger: Bitte keine Scheu vor Notrufnummer

Wer einen Brand oder eine Gefahr für Leben und Gesundheit feststellt, wählt die Notrufnummer 112. Die Neubrandenburger Feuerwehr musste in der jüngsten Vergangenheit allerdings feststellen, dass anscheinend viele Bürger es scheuen, diese Nummer zu wählen, da sie bei einem Fehlalarm oder grundsätzlich befürchten, die Kosten tragen zu müssen. Deshalb appelliert die Feuerwehr noch einmal, Alarm über diese Nummer zu schlagen, wenn beispielsweise ein Rauchwarnmelder auslöst oder Rauchentwicklung bemerkt wird.

„Feuerwehr appelliert an Bürger: Bitte keine Scheu vor Notrufnummer“ weiterlesen

Wälder gesperrt

Aufgrund der anhaltenden Trockenheit und der damit verbundenen extremen Waldbrandgefahr sind die Wälder im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte und damit auch die Wälder der Stadt Neubrandenburg ab Sonnabend, 28.07., gesperrt. Das bedeutet, dass das Verlassen der Waldwege untersagt ist. Für die Stadt Neubrandenburg betrifft das das Nemerower Holz, das Brodaer Holz, das Mühlenholz und das Burgholz. Diese Verfügung hat die Landesforst Mecklenburg-Vorpommern erlassen. Hintergrund sind wiederholte Brände in den vergangenen Tagen.