Zwei Brände im Landkreis

Gleich zwei Brände innerhalb kürzester Zeit beschäftigten die Polizeibeamten des Polizeihauptreviers Waren am 11.08.2020 in den frühen Abendstunden.

Gegen 17:20 Uhr wurde bekannt, dass an der B 192 bei Schmortburg eine Strohpresse brennt. Durch das Feuer geriet zusätzlich ca. 1 ha Stoppelacker in Brand. Die eingesetzten 25 Kameraden der umliegenden drei Freiwilligen Feuerwehren aus Penzlin, Groß Vielen und Marihn konnten den Brand schnell unter Kontrolle bringen. Der Schaden wird auf ca. 10.000 EUR geschätzt, Personen wurden nicht verletzt. Nach jetzigem Ermittlungsstand kann von einem technischen Defekt ausgegangen werden.

Um 18:33 Uhr wurde der Polizei ein brennender PKW auf dem Parkplatz vom Güterbahnhof in Waren gemeldet. Beim Eintreffen der Beamten konnte ein qualmender PKW festgestellt werden. Durch die Polizeibeamten und im Anschluss durch die eintreffende Freiwillige Feuerwehr Waren, die mit insgesamt 19 Einsatzkräften und 4 Fahrzeugen zum Einsatz kam, konnte ein größeres Feuer verhindert werden. Zur Ursache des Brandes können bisher keine Aussagen getroffen werden. Der Gesamtschaden beläuft sich auf ca. 2.000 EUR.

Ergänzende Infos zum tragischen Unfall durch den Abriss einer Starkstromleitung

Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Neubrandenburg kam am heutigen Dienstag ein Brandursachenermittler zum Einsatz. Im Ergebnis dessen stellte der Brandursachenermittler fest, dass es einen technischen Defekt im Bereich des Motorraumes gegeben hat. Auf Grund dessen ist das Feuer ausgebrochen. Fremdeinwirkung, also eine Brandstiftung wird ausgeschlossen.

Auf Grund mehrfacher Nachfragen kann zu den Personalien gesagt werden, dass die 22-jährige tödlich Verunglückte aus dem bayrischen Landkreis Weilheim-Schongau und die beiden 17- und 19-jährigen Helfer aus der oberpfälzischen Stadt Weiden kommen. Der 47-jährige Wohnmobilbesitzer kommt aus Baden-Württemberg.

Tragischer Unfall durch Abriss einer Starkstromleitung

Am Montagabend, 10.08.2020, gegen 22:50 Uhr ist es in der Nähe des Malkwitzer Sees (bei Hohen Wangelin) zu einem tragischen Unfall gekommen, bei dem eine Person tödlich verunglückt ist. Nach bisherigen Erkenntnissen parkte ein Wohnmobil auf einem nicht ausgewiesenen Campingplatz an dem besagten See unter einer Hochspannungsleitung. Aus bisher unbekannter Ursache geriet der Wohnwagen in Brand. Durch die starke Hitzeentwicklung riss die Hochspannungsleitung und fiel auf das Wohnmobil.

Eine 22-jährige deutsche Urlauberin, die wegen des Brandes helfen wollte, wurde in Folge der abgestürzten Hochspannungsleitung so stark verletzt, dass sie trotz sofort eingeleiteter erster Hilfsmaßnahmen noch vor Ort verstarb. Zwei 17- und 19-jährige deutsche Urlauber aus Bayern leisteten erste Hilfe bei der Verletzten und wurden dabei ebenfalls leicht verletzt. Sie wurden zur medizinischen Untersuchung in das Klinikum Güstrow gebracht. Der 47-jährige deutsche Nutzer des Wohnmobils wurde bei dem Versuch der Löschmaßnahmen ebenfalls leicht verletzt und musste medizinisch behandelt werden.

An dem Wohnmobil entstand ein Schaden von ca. 15.000 Euro. Die Polizei schließt derzeit Fremdeinwirkung aus und hat, wie üblich, ein Todesermittlungserfahren eingeleitet.

Brand eines Radladers in der Biogasanlage Wolde

Am Sonntagabend, 09.08.2020, gegen 18:05 Uhr führte ein 37-jähriger deutscher Mitarbeiter der Biogasanlage Wolde Ladearbeiten mit einem Radlader
auf dem Betriebsgelände durch. Aufgrund eines technischen Defekts geriet dabei der Motor des Arbeitsgerätes in Brand.

Der Fahrer konnte den Radlader noch aus dem Gefahrenbereich des Gasspeichers fahren und versuchte anschließend, das Feuer zu löschen. Die hinzugerufenen Freiwilligen Feuerwehren aus Reinberg, Röckwitz und Wildberg kamen mit insgesamt 36 Einsatzkräften am Ereignisort zum Einsatz und
konnten den Brand unter Kontrolle bringen.

Der Schaden wird auf ca. 30.000,- EUR geschätzt. Durch das umsichtige Verhalten des Fahrzeugführers konnte Schlimmeres verhindert werden.

PKW-Brand in Neubrandenburg

Am Donnerstagabend, 06.08.2020, 22:55 Uhr wurde der Polizei ein brennendes Auto in der Warliner Straße im Industrieviertel gemeldet.

Nach ersten polizeilichen Erkenntnissen brannte ein PKW Typ Opel Combo, der auf einer Stellfläche des ansässigen Autohauses abgestellt war. Die Kameraden der Berufsfeuerwehr Neubrandenburg konnten das Feuer schnell löschen. Der Schaden wird mit 1000 Euro angegeben (Opel Baujahr 2004). Personen wurden nicht verletzt.

Zur genauen Ursachenermittlung kam der Kriminaldauerdienst vor Ort zum Einsatz. Es wird von einer technischen Ursache ausgegangen, Fremdeinwirkung wird ausgeschossen.

Brand eines Traktors

Am Mittwochabend, 05.08.2020, kam es gegen 23:30 Uhr auf einem Feld nahe des Ortes Zarnekow zu einem Brand eines Traktors.

Der 18-jährige deutsche Traktorfahrer bemerkte während der Fahrt, dass Qualm aus dem Motorraum des Traktors der Marke John Deere aufstieg und bremste das Fahrzeug ab. Anschließend brannte der Traktor in voller Ausdehnung.

Im Löscheinsatz waren die Freiwilligen Feuerwehren aus Zarnekow, Brudersdorf, Dargun und Demmin die den Brand löschten.

Es entstand ein Sachschaden in Höhe von ca. 40.000 Euro. Der Fahrzeugführer blieb unverletzt. Nach ersten Erkenntnissen handelt es sich bei der Brandursache um einen technischen Defekt.

Brand einer Scheune in Granzin

Am späten Sonntagvormittag, 02.08.2020, gegen 11:14 Uhr wurde der Einsatzleitstelle des Polizeipräsidiums Neubrandenburg durch die Rettungsleitstelle des Landkreises Mecklenburgische ein Brand in der Ortschaft Granzin mitgeteilt. Hier war es aus bisher ungeklärter Ursache zum Vollbrand einer Scheune gekommen.

In der Scheune waren durch den 84-jährigen Eigentümer u.a. Brennholz und Briketts gelagert. Bei ersten eigenen Löschversuchen des Eigentümers zog dieser sich leichte Brandverletzungen zu, diese wurden vor Ort durch den anwesenden Rettungsdienst ambulant behandelt. Durch die starke Hitzeentwicklung kam es auf dem angrenzenden Nachbargrundstück zu Beschädigungen am Wohnhaus. Hier platzten durch die Hitzeeinwirkung Fensterscheiben, weiterhin wurden eine Markise und eine Holztrennwand beschädigt.

Die Schadenshöhe wird insgesamt auf etwa 30.000 EUR geschätzt. Der Kriminaldauerdienst Neubrandenburg führt vor Ort die Ermittlungen wegen des Verdachts der fahrlässigen Brandstiftung. Am 03.08.2020 kommt auf Weisung der Staatsanwaltschaft ein Brandursachenermittler zum Brandort. Die umliegenden freiwilligen Feuerwehren aus Kratzeburg, Boek, Blankenförde, Klein Vielen, Groß Vielen, Hohenzieritz und Neustrelitz sowie die Führungsgruppe des Amtes Neustrelitz-Land mit insgesamt 63 Kameraden sowie der Sanitätsdienst des DRK führten einen Lösch-und Rettungseinsatz durch.