Nach Zeugenhinweis Klemmbrettbetrüger in Neustrelitz gestellt

Am Mittwochmorgen, den 08.07.2020, gegen 08:20 Uhr erhielten die Beamten des Polizeihauptreviers Neustrelitz aufgrund von Zeugenhinweisen den Auftrag in die Karbe-Wagner-Straße in Neustrelitz zum Parkplatz des dortigen Discounters zu fahren, da dort betrügerische Spendensammler unterwegs waren.

Zwei aufmerksame Bürger, ein 71- und ein 72-jähriger Zeuge (deutsche Staatsangehörigkeit) konnte demnach zwei männliche, südländisch aussehende Tatverdächtige beobachten, wie diese wahllos Kunden des Supermarktes ansprachen, um Spenden für einen Taubstummenverband bettelten und dafür auch Geld erhielten.

Den eingesetzten Beamten ist es aufgrund der Täterbeschreibungen gelungen einen Tatverdächtige vor Ort sowie einen weiteren Tatverdächtigen unweit des Parkplatzes zu stellen und in Gewahrsam zu nehmen.

Bei den Tatverdächtigen handelte es sich um zwei rumänische Staatsbürger im Alter von 39 und 45 Jahren. Beide Personen hatten allerdings nur wenig Bargeld, insgesamt 15EUR, bei sich. Die mitgeführten Sammellisten wurden als Beweismittel sichergestellt.
Die beiden Tatverdächtigen wurden im Anschluss unter Hinzuziehung eines Dolmetschers im Polizeihauptrevier Neustrelitz vernommen und nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Neubrandburg entlassen.

Die Polizei bedankt sich auf diesem Weg bei den aufmerksamen Zeugen, welche die Polizei schnell informiert und damit zur Feststellung der Täter beigetragen haben.

Enkeltrick in letzter Sekunde verhindert – Trickbetrüger mit neuer Masche am Werk

Freitagmittag haben Ermittler der Kripo Anklam in letzter Sekunde eine 78-Jährige davor bewahrt, einem Enkeltrick zum Opfer zu fallen und über 25.000 Euro zu verlieren. Durch Ermittlungsarbeit waren die Beamten auf die Frau aufmerksam geworden. Sie hatte zuvor Anrufe von falschen Polizisten bekommen, die ihr „rieten“, ihr Geld abzuheben und es zur Sicherheit den vermeintlichen Polizisten zu übergeben.

Derzeit gibt es im Bereich des Polizeipräsidiums Neubrandenburg (Landkreise VG, VR und MSE) etliche Trickbetrugversuche per Telefon, die Hinweisgeber der Polizei melden. Vor allem Bürger im Bereich des Landkreises Vorpommern-Greifswald sind aktuell betroffen.

Darunter sind falsche Gewinnspielversprechen bei denen vorab Geld überwiesen werden soll oder aber Codes von Gutscheinkarten durchgegeben werden sollen. Besonders „beliebt“ war bei den Betrügern in diesen Tagen aber die oben bereits erwähnte Masche mit den falschen Polizisten. „Es hat einen Überfall in Ihrer Nähe gegeben und Ihr Name steht auf der Liste der Bande. Wir fragen nun ab, ob Sie Wertgegenstände zu Hause haben.“ So oder ähnlich gehen die Betrüger vor.

Eine neue noch ausgefeiltere Methode erlebte dabei eine 68-Jährige aus Anklam. Sie wurde von einem vermeintlichen Ermittler der Anklamer Polizei kontaktiert und sollte weitergeleitet werden an die Einsatzleitstelle der Polizei. Während der Verbindungsmelodie sollte sie selbst die 110 eintippen. Es ging wieder jemand ans Telefon und bestätigte die „Echtheit“ der Ermittler, die zuvor angerufen haben. Das Gespräch brach ab, die Frau hat es richtigerweise bei der echten Polizei angezeigt.

Wichtig in diesem Zusammenhang:

  • Die Polizei wird NIE am Telefon den Besitz von Wertgegenständen abfragen!
  • Bei Geldforderungen oder abgefragten Auskünften zu Wertgegenständen: Geben Sie nie Auskünfte über Ihren Besitz, legen Sie auf, informieren Sie die echte Polizei.
  • Die Polizei wird Sie nie weiterleiten und bitten, die 110 einzutippen. Und: Die 110 kann zwar gewählt werden, aber die Polizei kann nicht mit der im Display angezeigten 110 bei Ihnen anrufen!
  • Es kann tatsächlich vorkommen, dass sich richtige Ermittler im Zuge eines bereits laufenden Ermittlungsverfahrens auch telefonisch bei jemandem meldet. Aber auch dabei werden Sie nie nach Ihrem Besitz oder nach Wertgegenständen gefragt. Zudem erkennen Sie die Echtheit daran, dass der Anrufer Detailwissen zu dem Sachverhalt kennt, in den Sie involviert sind.
  • Bei Unsicherheit über die Echtheit des vermeintlichen Polizisten am Telefon: Lassen Sie sich den Namen und die Dienststelle sowie die Personalnummer geben. Legen Sie auf und rufen Sie von sich aus die im Telefonbuch stehende Nummer des örtlichen Reviers zum Prüfen an oder wählen Sie im Zweifel eigenständig die 110!
  • Lassen Sie sich nie darauf ein, sich zur Überprüfung weiterverbinden zu lassen oder eine Ihnen vorgegebene Nummer zu wählen. Auch die können getürkt sein.

In diesem Zusammenhang sensibilisiert die Polizei derzeit auch Banken und Sparkassen, dass es wieder gehäufte Betrugsversuche zum Nachteil älterer Menschen gibt.

Wer einen betrügerischen oder verdächtigen Anruf erhält, sollte umgehend das örtlich zuständige Polizeirevier oder die Einsatzleitstelle unter 0395 55822224 eigenständig kontaktieren.

Achtung! Betrüger mit der "Klemmbrettmasche" auch im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte unterwegs

Am 18.06.2020 gegen 15:20 Uhr meldete ein Hinweisgeber der Einsatzleitstelle des Polizeipräsidiums Neubrandenburg einen verdächtigen Spendensammler in der Wollweberstraße in Demmin, nahe des dortigen Discounters. Die eingesetzten Beamten des Polizeihautreviers Demmin haben daraufhin den Einsatzort aufgesucht, konnten aber keine Person, auf die die Beschreibung passte, antreffen.

Die Person konnte wie folgt beschrieben werden:
– männlich
– ca. 170 – 180 cm groß
– schwarze Haare
– bekleidet mit schwarzem T-Shirt und weißer Aufschrift

Ebenfalls am gestrigen Tag, den 18.06.2020, gegen 17:30 Uhr meldete ein Geschädigter der Polizei in Malchin zwei dubiose Spendensammler in der Lindenstraße in Malchin, vor dem dortigen Einkaufsmarkt. Demnach gaben die beiden männlichen Personen vor taubstumm zu sein und für einen gemeinnützigen Verein zu sammeln. Der Geschädigte spendete daraufhin 10,-EUR. Da er anschließend beobachten konnte, dass dieses Personen sich unterhielten, verständigte er die Polizei. Zur Beschreibung der Personen ist lediglich bekannt, dass sie weiße T-Shirts und einen Mundschutz getragen haben sollen. Fahndungsmaßnahmen der Polizei im Stadtgebiet von Malchin verliefen ohne Erfolg.

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Unseriöse Kreditkartenangebote aus dem www

Seit einigen Wochen häufen sich die Anfragen von Verbrauchern, die nach einer Kreditabfrage in Internetportalen anstelle eines Angebotes eine kostenpflichtige Prepaid-Kreditkarte per Nachnahme zugeschickt bekommen. Wird die Annahme dieser Nachnahmesendung verweigert, folgen Anschreiben von Inkassounternehmen mit erheblichen Inkassogebühren. Zusätzlich werden in separaten Anschreiben die Gebühren für „Dienstleistungsverträge zur Überwachung Ihrer Bonität“ ebenfalls mit einem enormen Gebührenaufschlag eingetrieben. Lohnenswert sind weder die Prepaid-Kreditkarte noch diese Art der Dienstleistungsverträge, denn damit werden akute Geldsorgen nicht beseitigt, sondern verschärft.

Der Tipp der Verbraucherzentrale: Sofern Sie solche Schreiben statt unverbindlicher Angebote erhalten, reagieren Sie bitte sofort und widersprechen Sie den unberechtigten Forderungen schriftlich, am besten mit Einwurf-Einschreiben. Hilfe zur Formulierung von Widersprüchen finden Sie auf den Seiten der Verbraucherzentrale, unter dem Stichwort „Inkassocheck“.

Sind Sie sich nicht sicher und benötigen Unterstützung, hilft die Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern e.V. gern in diesen Fällen. Infos zur Terminvereinbarung und den Kosten gibt es unter www.verbraucherzentrale-mv.eu oder unter 0381 2087050.

Öffentlichkeitsfahndung nach Betrug in Neubrandenburg

Mitte Januar 2020 berichtete die Polizei von einer neuartigen Betrugsmasche. Ein 86-jähriger deutscher Mann aus Neubrandenburg verlor dabei über 30.000 EUR an zwei angebliche spanische Polizisten. Die Kriminalpolizeiinspektion Neubrandenburg hatte die Ermittlungen zu diesem perfiden Betrug übernommen und intensiv vorangetrieben. Jedoch brachten die bisherigen umfangreichen Ermittlungen keine Erkenntnisse über die Identität der unbekannten Tatverdächtigen.

Durch das Amtsgericht Neubrandenburg wurde nun der Beschluss zur Öffentlichkeitsfahndung erlassen. Dadurch ist es uns möglich, mit Phantombildern nach den Beschuldigten zu fahnden. Diese wurden durch unsere Kriminalisten nach Aussagen des Geschädigten gefertigt.

Beschuldigter eins, der während der Tat als Wortführer auftrat, wurde wie folgt beschrieben:

  • männlich
  • zirka 170-175cm groß
  • zirka 35 bis 40 Jahre alt
  • südländisches Aussehen
  • glattrasiert, gepflegtes Äußeres
  • breitschultrige sportliche Figur
  • etwas dickeren Hals
  • breites Gesicht
  • dunkle Augen
  • Nase etwas dicker, nicht platt
  • kurzer Oberlippenbart
  • schwarze Haare, normal geschnitten, leicht gelockt, gekräuselt
  • gepflegte Hände/Fingernägel
  • keine Narben, Tattoos, Schmuck
  • Bekleidung: braune Lederjacke (mittelbraun); braune/graue Stoffhose; dunkel braune Lederschuhe

Täter zwei wurde durch den Geschädigten wie folgte beschrieben:

  • männlich
  • zirka 180-185 cm groß
  • zirka 35 bis 40 Jahre alt
  • südländisches Aussehen
  • glattrasiert, gepflegtes Äußeres
  • schlanke sportliche Gestalt
  • schlanken Hals
  • schmaleres Gesicht
  • dunkle Augen
  • schlanke längere Nase
  • schwarze Haare/Haarkotletten weit runtergezogen (bis unterhalb der Ohren)
  • dunkelhaarig gelockt
  • gepflegte Hände/Fingernägel
  • keine Narben, Tattoos, Schmuck
  • Bekleidung: dicken, dunkelblauen Pullover mit Rollkragen und Reißverschluss; dunkle Stoffhose; braune Lederschuhe

Darüber hinaus wurde bekannt, dass dem Geschädigten neben dem Bargeld auch diverse Schmuckstücke entwendet wurden. Auch diesen Schmuck im Wert von etwa 10.000 EUR hatten die angeblichen spanischen Polizisten zur Überprüfung mitgenommen. Dabei handelt es sich um mehrere goldene Ringe (teilweise mit Brillanten), Korallenohrringe, Armreifen und Halsketten.

Drei dieser Schmuckstücke weisen individuelle Merkmale auf, durch die man sie zuordnen könnte. Dabei handelt es sich zum einen um zwei goldene Eheringe mit der Gravur „28.09.1963“ und einen Herren-Siegelring aus 333er Gold mit den Initialen FK.

Die Polizei möchte hiermit die Bevölkerung um Mithilfe bitten. Sind Ihnen die Täter schon einmal aufgefallen, oder können Sie Angaben zu deren Identitäten oder Aufenthalt machen? Sind ähnliche Betrugsfälle bekannt geworden? Sind Ihnen die beschriebenen Schmuckstücke aufgefallen, oder wurden Ihnen zum Kauf angeboten?

Bitte unterstützen Sie die Ermittlungen und wenden sich mit Ihren Hinweisen an die Einsatzleitstelle unter 0395 5582 2224, die Internetwache der Landespolizei M-V unter www.polizei.mvnet.de oder an jede andere Polizeidienststelle.

Polizei warnt vor falscher Bundesstelle

Bildquelle: Polizeirevier Barth

Im Zusammenhang mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 warnt die Polizei vor einer neuen, bundesweiten Betrugsmasche. Bislang unbekannte Täter geben sich als angebliche ‚Bundesstelle für Seuchenschutz‘ aus und verschicken Briefe an ihre vermeintlichen Opfer. Darin werden die jeweiligen Adressaten aufgefordert, aufgrund der Zugehörigkeit zu einer Risikogruppe einen Test auf COVID-19 durchzuführen.

Für die Zustellung des Tests fallen Gebühren an, die per Nachnahme bei der Deutschen Post entrichten werden müssen. Es wird auf eine schnelle Vorauszahlung und Abholung des Test-Sets binnen drei Tagen gedrungen. Eine falsche Zustellbenachrichtigung der Deutschen Post mit der geforderten Nachnahmegebühr liegt dem Schreiben gleich mit bei. Sollte diese Maßnahme nicht freiwillig durchgeführt werden, drohen die mutmaßlichen Betrüger eine zwangsweise Durchsetzung an.

Ein derartiges Betrugsschreiben von einem angeblichen Dr. Marcus Petersen erhielt am vergangenen Wochenende auch eine 64-jährige Deutsche aus Zingst. Mit dem zusätzlichen Abholschein bei der Postfiliale wurde die Frau aufgefordert, eine Nachnahmegebühr in Höhe von 85,50 Euro zu zahlen. Sie fiel allerdings nicht auf diese Masche rein und erstatte Strafanzeige im Polizeirevier Barth.

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen in dem Fall aufgenommen. Die Polizei warnt davor, auf die betrügerischen Schreiben der angeblichen ‚Bundesstelle für Seuchenschutz‘ reinzufallen. Bekanntgewordene Sachverhalte sollten bei der Polizei unbedingt zur Anzeige gebracht werden. Erhaltene Forderungsschreiben sowie die dazugehörigen Briefumschläge und Abholbenachrichtigungen sollten aufgehoben und der Polizei zur Verfügung gestellt werden.

Familienangehörige, Freunde und Bekannte werden gebeten, insbesondere ältere Menschen über diese neue Betrugsmasche zu informieren und hinsichtlich des richtigen Umgangs mit diesen Zahlungsforderungen zu sensibilisieren.

Betrugsdelikt durch unseriöse Handwerker in Burg Stargard

In einer Gaststätte in Burg Stargard kam es am 14.05.2020 zu einem Wasserrohrbruch. Daraufhin wurde durch Mitarbeiter der Gaststätte über eine 0800-Servicenummer telefonisch der Kontakt zu einer vermeintlichen Servicefirma aus Bergisch-Gladbach aufgenommen.

Am gleichen Tag erschienen zwei männliche Personen in der Gaststätte zur Inaugenscheinnahme des Schadens. Sie teilten der Hinweisgeberin danach mit, dass sie aufgrund der Größe des Schadens am Folgetag mit weiteren Mitarbeitern und weiterem Werkzeug zur Schadensbehebung erneut erscheinen würden. Sie müssten den zu erwartenden Rechnungsbetrag von ca. 2.000,00 EUR aber sofort bezahlen.

Durch die vorgeblichen Firmenmitarbeiter wurde sofort eine Rechnung erstellt, die auch durch eine Mitarbeiterin mittels Zahlungskarte sofort vor Ort bezahlt wurde. Ein mobiles Lesegerät wurde hierfür von den Firmenmitarbeitern mitgeführt.

Zu der angekündigten Reparatur am Folgetag kam es nicht. Über die angegebene Telefonnummer der vorgeblichen Firma war keine Kontaktaufnahme mehr möglich. Die beiden Servicemitarbeiter schienen osteuropäischer Herkunft und sprachen Deutsch mit starkem Akzent. Sie fuhren einen schwarzen bzw. dunklen Pkw bzw. Kombi mit Essener Kennzeichen ohne Firmenaufdruck.

Es entstand ein Schaden von 2.000,00 EUR. Hinweise zu diesem Betrugsdelikt, insbesondere zum Pkw, nimmt das Polizeirevier Friedland unter 039601 300 224 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

In diesem Zusammenhang möchte die Polizei nochmals vor unseriösen Handwerkern warnen. Insbesondere bei einem Notfall sollte darauf geachtet werden, regionale Firmen zu beauftragen, welche über eine regionale Telefonnummer verfügen und dann auch im Streitfall erreichbar sind.