Geglückte Betrugsfälle in der Nähe von Stavenhagen

In der Nähe von Stavenhagen wurde ein älteres Ehepaar dazu gebracht, ihre Bankverbindung und TAN preiszugeben. Das deutsche Paar verlor über 33.000 EUR.

Die Senioren, welche auf einem Dorf zwischen Altentreptow und Stavenhagen leben, erhielten den ersten Anruf Anfang März. Die 67-jährige Geschädigte nahm den Anruf entgegen. Eine unbekannte Frau, die sehr überzeugend gewesen sei, bot ihr an, ihre Rente aufzustocken. Die Seniorin sei schließlich durch Anrufe „regelrecht bombardiert“ worden und es gelang der Betrügerin geschickt, Kontodaten und TAN zu erfragen. Der Geschädigten wurde ein Aktienhandel mit baldiger Gewinnausschüttung vorgegaukelt, den sie sogar im Internet habe verfolgen können. Schließlich sollte auch die Rente des 70-Jährigen aufgestockt werden.

Die Masche verlief nach dem gleichen Muster. Erst als das Paar Kontoauszüge holte, stellten sie den Betrug fest. Es waren über 33.000 Euro abgebucht worden.

Anrufe von falschen Polizisten wecken Misstrauen und Bedenken

Am Dienstagabend gingen in mehreren Polizeidienststellen des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte eine Vielzahl von Bürgerhinweisen zu Anrufen falscher Polizisten ein. In allen Fällen reagierten die Angerufenen richtig und beendeten das Gespräch, noch bevor es zu weiteren Forderungen kam.

Schwerpunktzeit der Anrufe war von 21:15 Uhr des 23.03.2021 bis in die Mitternachtsstunden. Bei den Angerufenen handelte es sich um männliche sowie weibliche Personen im Alter von 59 bis 93 Jahren aus Neustrelitz, Zirtow, Neu Rhäse, Alt Rhese, Wustrow, Triepkendorf und Waldsee. Alle Anrufe erfolgten unter der Telefonnummer 0385 77112. Die unbekannten Anrufer gaben an, von der Landespolizei Schwerin, vom Landeskriminalamt Schwerin oder vom Bundeskriminalamt zu sein, ohne sich namentlich vorzustellen. In den Telefonaten wurde den Angerufenen mitgeteilt, dass man rumänische Personen festgenommen habe und bei deren Durchsuchung eine Liste von Namen gefunden hätte, auf denen auch die Namen der Angerufenen stehen würden. Man warnte nun, Niemandem die Tür zu öffnen.

In den bekannten Fällen reagierten die Angerufenen goldrichtig und wendeten sich an den Notruf der Polizei oder an die örtliche Polizei. Diesen Tipp gilt es auch weiterhin zu befolgen. Seien Sie misstrauisch und legen Sie den Hörer auf, wenn Ihnen etwas verdächtig vorkommt. Informieren Sie in jedem Fall die Polizei oder sprechen Sie mit Angehörigen oder Freunden.

Polizei warnt vor neuer Betrugsmasche über Messengerdienst: ´Hallo Mama, ich habe eine neue Handynummer´

Ein Ehepaar aus der Nähe von Greifswald (57 und 62 Jahre) erstatte am Dienstag (16.03.2021) Anzeige bei der Polizei, weil sie Opfer eines Betruges wurden. Die Dame erhielt über den Messengerdienst „WhatsApp“ eine Nachricht von einer unbekannten Telefonnummer und einer unbekannten Person, die sich als ihre Tochter ausgab.

Mit den Worten „Hallo Mama, ich habe eine neue Telefonnummer. Handy und SIM ist kaputt. Ich ließ das Handy fallen und ein Auto fuhr darüber. Die alte Nummer kann entfernt werden“ und weiteren Nachrichten konnte der unbekannte Täter ihr Vertrauen gewinnen. In einer weiteren Nachricht wurde auch von einer offenen Rechnung über mehr als 2.000 Euro berichtet. Aufgrund des zerstörten Handys und des nun nicht mehr zur Verfügung stehenden Internetbankings hätte die angebliche Tochter keine Möglichkeit mehr gehabt, das Geld selbst zu überweisen. Schnell wurde die Bitte geäußert, dass die Mutter den Betrag überweisen soll. Sie hätte das Geld schnellstmöglich zurückbekommen.

Die 57-jährige Frau war zunächst misstrauisch und wollte wissen, wofür das Geld sei. Die angebliche Tochter gab aber zu verstehen, dass sie sich keine Sorgen machen soll und es sich um eine alte Rechnung handele. Hinzu kam, dass die Rechnung zeitnah bezahlt werden müsste. Der Täter übte somit zusätzlichen Druck aus. Schlussendlich gelang es dem Betrüger, die Frau dazu zu bewegen, das Geld von ihrem Ehemann überweisen zu lassen. Durch ein Überweisungslimit konnte jedoch nur ein Teil des Betrages sofort überwiesen werden. Der Rest sollte in den kommenden Tagen folgen.

Durch das professionelle Handeln des Täters ging das Ehepaar von eine Kommunikation mit der echten Tochter und nicht von einem Betrug aus. Nachdem der Ehemann am darauffolgenden Tag mit der wirklichen Tochter telefonierte, flog der Betrug schlussendlich auf.

Vor allem in den letzten Wochen ist diese neue Betrugsmasche in einzelnen Teilen von Deutschland bekannt geworden. Im Landkreis Vorpommern-Greifswald ist dies der erste registrierte Fall.

Die Polizei rät daher: sollten Sie eine solche oder ähnliche Nachricht erhalten, seien Sie misstrauisch. Rufen Sie die betreffende Person (z. B. Tochter oder Sohn) an und vergewissern Sie sich. Stellen Sie persönliche Fragen, die nur von der betreffenden Person beantwortet werden können. Sollten Zweifel bestehen, melden Sie den Vorfall der Polizei. Sollte bereits Geld überwiesen worden sein, setzen Sie sich umgehend mit der Bank und der Polizei in Verbindung.

Alle genannten Personen, außer der oder die unbekannten Täter, sind deutsche Staatsangehörige.

Warnung vor Trickdieben auf Supermarktparkplätzen

Am 12.03.2021 gab es drei versuchte und geglückte Trickdiebstähle in Neubrandenburg und Stavenhagen. Jeweils zwei Tatverdächtige (ein Mann und eine Frau) haben ältere Bürger/innen auf Supermarktparkplätzen angesprochen und nach dem Wechsel eines 2 Euro-Stückes für den Einkaufskorb gefragt. Dabei haben die Tatverdächtigen Geld aus den Portmonees der Geschädigten und einem Fall sogar das gesamte Portmonee entwendet.

Am 12.03.2021 gegen 12:00 Uhr befand sich ein älteres Ehepaar (79 und 82 Jahre alt) auf dem Parkplatz des Einkaufszentrums auf dem Bethanienberg in Neubrandenburg. Kurz vor dem Haupteingang kam dem Ehepaar ein ihnen unbekanntes Paar entgegen und fragte sie gestikulierend, ob sie ein 2-Euro-Stück für den Korb wechseln könnten. Als der 79-Jährige in seinem Portmonee nach Wechselgeld schaute, steckte die unbekannte Täterin das 2-Euro-Stück ins Portmonee des 79-Jährigen und entnahm gleichzeitig unbemerkt 90 Euro in Banknoten aus der Geldbörse. Währenddessen stand der männliche Täter in der Nähe der 82-jährigen geschädigten Dame. Da die 82-Jährige durch das Verhalten der unbekannten Täterin abgelenkt war, nutzte der männliche Täter die Gelegenheit und griff in die offene Handtasche der Geschädigten. Er entnahm unbemerkt das Portmonee der Geschädigten und ging zusammen mit der weiblichen Tatverdächtigen schnell zu ihrem Wagen.

Zur gleichen Zeit fiel dem 79-jährigen Geschädigten auf, dass 90 Euro in Scheinen aus seinem Portmonee fehlten. Er erkannte, was passiert war und eilte zum Fahrzeug der beiden Tatverdächtigen. Hier fragte er erbost nach seinem Geld. Dieses erhielt er von der unbekannten Frau zurück, bevor die beiden Täter den Ort mit ihrem Fahrzeug in unbekannte Richtung zügig verließen.

Erst wenige Minuten später bemerkte die 82-Jährige, dass ihr Portmonee nicht mehr in der Tasche war. Ihr wurde nun klar, dass der männliche Täter das Portmonee aus ihrer Handtasche entwendet haben muss. In dem Portmonee befanden sich 240 Euro Bargeld sowie die EC-Karte (mit der dazugehörigen PIN) und weitere persönliche Karten. Als die geschädigten Eheleute zu ihrer Bank fuhren, um die Karte sperren zu lassen, erfuhren sie, dass bereits 800 Euro von dem Konto abgehoben wurden.

Die beiden Tatverdächtigen können wie folgt beschrieben werden: Die weibliche Tatverdächtige war ca. 35-40 Jahre alt, ca. 1,65-1,70m groß, schlank und hatte kurze, dunkle Haare. Sie trug eine graue Winterjacke und konnte augenscheinlich kein Deutsch, da sie „nur“ gestikulierend agierte. Der männliche Tatverdächtige war ca. 35-40 Jahre alt, ca. 1,70-1,75m groß, etwas korpulent, ungepflegt, hatte dunkle, kurze Haare und trug einen schwarzen Trenchcoat. Bezüglich des Tatfahrzeuges ist bekannt, dass es sich um einen grauen Kleinwagen mit nichtdeutschem Kennzeichen mit den Anfangsbuchstaben RM gehandelt hat.

Im zweiten Fall befand sich die 80-jährige Geschädigte gegen 12:30 Uhr in einem Supermarkt im Juri-Gagarin-Ring in Neubrandenburg. Dort kamen eine männliche und eine weibliche Person auf sie zu und baten sie, ihnen 2 Euro zu wechseln. Als die 80-Jährige ihr Portmonee aus dem Korb vorne im Rollator holte, griff die Tatverdächtige in Richtung des Portmonee, um die Geschädigte beim Suchen zu unterstützen. Die 80-Jährige öffnete ein Reißverschlussfach, in dem sich ihr Kleingeld befand. Währenddessen öffnete die Tatverdächtige das zweite Reißverschlussfach, in dem sich die Geldscheine befinden. Die Geschädigte sagte zu der Tatverdächtigen, dass sie nicht wechseln kann. Dann legte sie ihr Portmonee wieder in den Rollator und ging im Netto-Markt einkaufen.

Etwa 45 Minuten später bemerkte die 80-Jährige an der Kasse, dass 100 Euro (zwei 50 Euro-Scheine) aus ihrem Portemonnaie fehlten und diese offensichtlich durch die Tatverdächtige zuvor entwendet wurde. Die Tatverdächtige war ca. 40-45 Jahre alt, etwas korpulent und trug einen grauen Anorak. Während der Tathandlung stand der männliche Tatverdächtige in unmittelbarer Nähe und redete ebenfalls auf die Geschädigte ein. Beide Personen redeten miteinander russisch und mit der Geschädigten gebrochen (schlechtes) Deutsch.

Im dritten Fall wurde ein 71-jähriger Deutscher gegen 13:30 Uhr auf dem Parkplatz des Einkaufszentrums An der Reutereiche in Stavenhagen von zwei Personen angesprochen. Die beiden fremden Personen fragten den 71-Jährigen, ob er ein 2-Euro-Stück wechseln kann. Er holte sein Portmonee aus der Tasche und suchte darin nach den passenden Geldstücken. Als der 71-Jährige ein 1-Euro-Stück und zwei 50-Cent-Stücke anbot, lehnte die fremde Frau dies ab. Als er nach einem weiteren 1-Euro-Stück suchte, versuchte der fremde Mann, dem 71-Jährigen Geldscheine aus dem Portmonee zu reißen. Als der Versuch misslang, flüchteten die beiden Personen fußläufig in Richtung des nahegelegenen Baumarktes. Die tatverdächtigen Personen konnten wie folgt beschrieben werden: Die weibliche Person war ca. 1,60 – 1,65m groß und sprach gebrochenes Deutsch. Die männliche Person, war etwa 1,70m groß. Beide waren schlank und hatten dunkle, kurze Haare und trugen dunkle Kleidung.

Die Ermittlungen wegen der beschriebenen Trickdiebstahlstaten wurden aufgenommen. Die Polizei möchte zum einen warnen und zum anderen einen Zeugenaufruf starten. Wer sachdienliche Hinweise zu den Tatverdächtigen oder den beschriebenen Trickdiebstählen geben kann, meldet sich bitte bei der Polizei in Neubrandenburg unter 0395 5582 5224, der Polizei in Malchin unter 03994 231 224 oder im Internet unter www.polizei.mvnet.de.

Falsches Gewinnspielversprechen bringt Senior um 1.700 €

Die Mitarbeiterin eines Supermarktes in Feldberg meldete sich telefonisch im Polizeihauptrevier Neustrelitz. Sie machte sich Sorgen um einen älteren Herren, der in den letzten Tagen mehrere Google-Play-Karten gekauft hatte und sie vermutete einen Betrug. Der Verkäuferin war der Senior bekannt und so konnten die Beamten den 80-jährigen Deutschen zu Hause aufsuchen.

Der Mann berichtete den Polizisten, dass er von einer Frau angerufen worden war, die ihm mitteilte, dass er im Lotto gewonnen hat. Damit ihm der Gewinn in Höhe von 30.000 EUR ausgezahlt werden kann, müsse er jedoch Gebühren entrichten.

Ihm wurde durch die Anruferin erklärt, wie und wo er die Google-Play-Karten erwerben kann. Leider hatte er die Codes der Karten bereits vor dem Eintreffen der Beamten freigerubbelt und telefonisch weiter gegeben. Somit übermittelte der Senior einen Wert von 1.700 EUR an die Betrüger.

Wenn Sie nicht Lotto spielen, können Sie auch nicht gewinnen! Bei einem tatsächlichen Gewinn werden keine Gebühren erhoben. Schon gar nicht in bar oder durch Gutscheinkarten. Weder für die Lottogesellschaft, den Sicherheitsdienst, den Transport oder die Notarin!

Warnung vor Schockanrufen

Falsche Microsoft Mitarbeiterin bringt Senior um 1.100 EUR

Ein 78-jähriger Mann aus Neubrandenburg verlor durch einen Betrug 1.100 EUR. Der Senior war auf seinem Haustelefon von einer Frau angerufen worden, die sich als Mitarbeiterin von Microsoft ausgab und von einer Panne sprach. Sie überzeugte den Mann, sich an seinen PC zu begeben, um gemeinsam das Problem zu beheben.

Unter Anleitung der Frau gewährte er ihr schließlich Fernzugriff auf seinen Computer und führte verschiedene Aktionen durch. Dieses Telefonat dauerte drei Stunden. Schließlich beendete der 78-jährige Deutsche das Telefonat, da er einen wichtigen Termin wahrnehmen musste. Als er nach Hause zurück kehrte, stellte er fest, dass die unbekannten Täter versucht hatten, ihn während seiner Abwesenheit zu erreichen. Im Telefon waren 39 verpasste Anrufe aufgelistet. Und auch nun klingelte das Telefon ständig. Schließlich nahm der Geschädigte einen Anruf entgegen.

Erneut war die angebliche Microsoft-Mitarbeiterin am Apparat. Ihr gelang es nochmals, den Senior dazu zu bringen, seinen Computer zu starten. Durch zahlreiche telefonische Anweisungen drängte sie den Geschädigten zu verschiedenen Ausführungen und brachte ihn schließlich dazu, sein Onlinebanking zu starten. Er überwies letztlich 1.100 EUR und übermittelte ihr die TAN. Erst als sie ihn aufforderte, eine zweite TAN herauszugeben wurde er stutzig und beendete das Gespräch.

Als der Geschädigte seinen PC am nächsten Tag starten wollte, war der Computer gesperrt (Hinweis: This Computer has been locked) und der 78-Jährige ahnte, dass er Opfer eines Betruges geworden war. Von seinem Konto waren bereits 1.100 EUR überwiesen worden.

Abo-Kündigungen durch Nachnahmesendungen? – Achtung vor neuer Form des Betrugs

Seit August 2020 ist es im Bundesgebiet Deutschland zu zahlreichen Betrugshandlungen unter der Nutzung von Nachnahmesendungen verschiedener Zustelldienste gekommen, die bundesweit ca. 185.000 EUR Schaden bei 1300 Geschädigten verursacht haben. Im Landkreis Mecklenburgische Sennplatte sind der Polizei bislang 20 Geschädigte bekannt.

Für die Beamten der Polizeiinspektion Neubrandenburg handelt es sich bei dieser Art und Weise der Tathandlung um eine neue Betrugsform. Die Täter kontaktieren dabei potentielle Geschädigte telefonisch unter der Verwendung gespoofter (unechter) Nummern und verschiedener Aliasnamen. Den Angerufenen wird in den Telefonaten mitgeteilt, dass sie angeblich ein Lotto- oder Gewinnspiel-Abo abgeschlossen und nicht rechtzeitig gekündigt hätten. Daraufhin erhalten die Angerufenen die Möglichkeit, das Abo durch eine Einmalzahlung zu beenden. Diese Einmalzahlung erfolgt in Form einer Nachnahmesendung, für deren Annahme die Geschädigten dann Beträge zwischen 130 EUR und 150 EUR an den Zustelldienst zahlen müssen. Diese Gelder werden in der Folge an die Konten der Täter weitergeleitet. In den Nachnahmesendungen befinden sich u.a. Kündigungsschreiben der Firma DVI-Dienstleistungen oder Reisegutscheine der Firma Aventia Touristik, bei denen es sich um Fälschungen handelt. Ein Abo hat es nie gegeben und die Gelder für die angebliche Kündigung durch die Zahlung der Nachnahmesendung sind weg.

Die Polizei geht von einem gewissen Dunkelfeld der Anzahl der Geschädigten aus. Sollten auch Sie Opfer eines solchen Betruges geworden sein, dann melden Sie sich bei ihrer örtlichen Polizei oder im Internet unter www.polizei.mvnet.de.