Neues AzubiTicket M-V für Mobilitätsbedürfnisse oft nicht geeignet

Aus Sicht des PRO BAHN Landesverbandes in Mecklenburg-Vorpommern ist der heutige Start des AzubiTicketsM-V zwar ein lukratives Preisangebot an Auszubildende, Freiwilligendienstleistende sowie Beamtenanwärtern der Laufbahngruppe I.

„Vielen Anspruchsberechtigten nützt das neue Ticketangebot der Schweriner Landesregierung jedoch nichts, weil die Wege zur Berufsschule mit öffentlichen Verkehrsmitteln in Mecklenburg-Vorpommern in vielen Fällen mit erheblichen Zeitaufwand verbunden sind oder eine pünktliche Ankunft vor dem morgendlichen Unterrichtsbeginn gar nicht erst möglich ist“, erklärt Marcel Drews, Vorsitzender des PRO BAHN-Landesverbandes.

„Profitieren werden vom neuen Ticketangebot unserer Einschätzung daher vorallem Azubis, diebisher bereits Bus und Bahn zur Ausbildungsstädte genutzt haben und durch das neue Ticketangebot nun etwasGeld einsparen. “In vielen kleineren Städten und Gemeinden des Landes entspricht das Bus- und Bahnangebot nicht den Mobilitätsbedürfnissen, um den täglichen Weg zur Berufsschule mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurücklegen zu können.

Das Land M-V zwingt Azubis dazu aus ihren Heimatregionen in andere Landesgebiete zu reisen, weil es entschieden hat, dass der theoretische Teil der Ausbildung auf wenige Berufsschulstandorte konzentriert werden soll. Anderseits hat das Land z.B. auch einige bedeutsame regionsübergreifende Bahnstrecken abbestellt. Somit macht sie eine Anreise der Azubis zu ihren Schulstandorten mit öffentlichen Verkehrsmitteln praktisch teilweise unmöglich. In Malchow wird beispielsweise die erste Verbindung in Richtung Waren bzw. Parchim erst gegen 7 Uhr angeboten. Viel zu spät, um z.B. eine Berufsschule in Güstrow oder Rostock zu erreichen. Ähnlich verhält es sich mit Plau am See. Auf anderen Verbindungen, wie z.B. von Neustrelitz und Neubrandenburg zum Berufsschulstandort Stralsund sind Azubis mit öffentlichen Verkehrsmitteln mindestens 30 bis 45 Minuten pro einfacher Fahrt länger unterwegs, als mit dem eigenen PKW. Auch zwischen Wismar und Rostock müssen mit Bus und Bahn ca. 30 Minuten pro Richtung zeitlicher Mehraufwand gegenüber dem PKW gerechnet werden.

Somit wird bei jungen Leuten schnell der PKW gegenüber Bus und Bahn vorgezogen. Vor diesem Hintergrund wäre es sinnvoll die 10 Mio. EUR jährlich, die die Landesregierung für das AzubiTicket in den Landeshaushalt eingeplant hat, statt für eine Subventionierung der Ticketpreise zunächst in einen Ausbau des Bus- und Bahn-Angebotes zu investieren. Im Busbereich wäre der Aufbau und die Förderung von landesbedeutsamen Buslinien wie in Sachsen-Anhalt und Thüringen eine geeignete Maßnahme. Im Bahnbereich betrifft es vor allem den Ausbau der Bahnstrecken für Reisezeitverkürzungen. Erst wenn ein flächendeckend attraktives Angebot vorhanden ist, lassen sich mit günstigen Ticketangeboten dauerhaft junge Leute als neue Fahrgäste für den öffentlichen Personenverkehr gewinnen.

34.000 Auszubildende starten ins Berufsschuljahr

Bildungsministerin Bettina Martin hat allen Schülerinnen und Schülern beruflicher Schulen einen guten Start ins neue Schuljahr gewünscht. Mit Beginn des neuen Schuljahres an den beruflichen Schulen haben in Mecklenburg-Vorpommern mehr als 34.000 junge Menschen an den 50 beruflichen Schulen im Land den Unterricht aufgenommen.

Die Ministerin wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Unternehmen im Land noch bis Ende Oktober für Bewerbungen auf Ausbildungsplätze offen sind. Es sind noch mehrere tausend Ausbildungsplätze im Land frei. Wer sich jetzt bewirbt, hat gute Chancen, noch in diesem Jahr seine Ausbildung beginnen zu können.

Die beruflichen Schulen werden das Schuljahr 2020/2021 in einem verlässlichen Regelbetrieb starten. Fünf Stunden Präsenzunterricht pro Tag garantieren die Schulen. Das Hygienekonzept besagt, dass während des Unterrichts keine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden muss. Allerdings muss sie im Schulgebäude und auf dem Schulgebäude außerhalb des Unterrichts getragen werden, wenn nicht garantiert werden kann, dass sich die Schülerinnen und Schüler innerhalb ihres Klassenverbandes aufhalten.

Außerhalb des Unterrichts ist darauf zu achten, dass der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten wird, wie im Hygieneplan sowie der Verordnung der Landesregierung zur weiteren schrittweisen Lockerung der Corona-bedingten Einschränkungen des öffentlichen Lebens in Mecklenburg-Vorpommern (Corona-Lockerungs-LVO MV) vom 07.07.2020 beschrieben wird.

Sporthalle wird gebaut

Die Berufliche Schule Wirtschaft und Verwaltung Neubrandenburg bekommt eine neue Zweifeld-Sporthalle. Anfang Juni hatten die Bauarbeiten im Otto-Reinhardt-Weg 8 begonnen. Am 20. August fand die offizielle Grundsteinlegung statt. Bauherr ist der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte als Schulträger.

Etwa 4,46 Millionen Euro wird die neue Halle einschließlich dem Grundstückserwerb, der Erschließung und den Honoraren für die Bauplanung kosten. Diese Summe kann der Landkreis nicht allein tragen, deshalb hat das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit des Landes Mecklenburg-Vorpommern Fördermittel in Aussicht gestellt.

Der 1. Stellvertretende Landrat, Kai Seiferth, sagte bei der Grundsteinlegung: „Unsere Schulen sind ein ganz wichtiges Fundament für die Zukunft unseres Landkreises. Ein besonderes Augenmerk haben wir auf die Beruflichen Schulen gelegt; das war Nachholbedarf. Aber Schule für Schule holen wir mächtig auf.“ Den Unterricht in der alten, mittlerweile undichten Sporthalle der Beruflichen Schule für Wirtschaft und Verwaltung müssen die Auszubildenden jedoch noch ein Jahr lang durchstehen. Die Fertigstellung der neuen ist für den Sommer 2021 geplant, so der 1. Stellvertretende Landrat. Das Bauvorhaben ist in 20 Losen ausgeschrieben worden. Bisher sind für sieben die Aufträge vergeben – alle sind an Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern gegangen.

Die gesamte Planung und Baubetreuung liegt – nach europaweiter Ausschreibung – in den Händen von drei Neubrandenburger Planungsbüros. Architekt Christoph Haker versprach eine hochmoderne Sporthalle, die nicht nur funktional vom Feinsten sein wird. Sondern das Gebäude wird sich auch optisch gut in den Schulkomplex auf dem Datzeberg eingliedern. Die Zwei-Feld-Sporthalle wird eine Spielfläche von knapp tausend Quadratmetern haben. Hinzu kommen zwei Geräteräume und ein 80 Quadratmeter großer Turnraum, sowie Sanitär- und Umkleideräume.

Computer für die Berufliche Schule

Die neu-itec hat in der Beruflichen Schule auf dem Datzeberg in Neubrandenburg alle 180 Computer und Bildschirme ausgetauscht. Die Schüler dort haben nun leistungsfähigere und kleinere Geräte zum Arbeiten. Eine Woche hat die Aktion gedauert.

Die neu-itec handelte im Auftrag des IT-Dienstleistungszentrums IKT Ost. Sie für die technische Ausstattung der Schulen unter anderem des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte zuständig. Und der wiederum ist Träger der Beruflichen Schule Wirtschaft und Verwaltung Neubrandenburg.

Für die praxisnahe Ausbildung sind dort moderne Computer-Kabinette eingerichtet. An der Schule werden unter anderem kaufmännische Fähigkeiten gelehrt. Dazu gibt es sogar eigens eine Übungsfirma.

Informationsabend über Fachgymnasium und Fachoberschule

Die Berufliche Schule für Wirtschaft und Verwaltung des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte lädt am Dienstag, 7. Januar 2020 um 18 Uhr zum Informationsabend (Rasgarder Straße 22, Neubrandenburg) ein. Es stellen sich das Fachgymnasium und die Fachoberschule vor.

Am Fachgymnasium haben die Schüler die Möglichkeit, die Zugangsvoraussetzungen zur Aufnahme eines Studiums an einer Fachhochschule, Hochschule oder Universität zu erwerben.
Voraussetzung für den dreijährigen Bildungsweg ist die mittlere Reife bzw. der Realschulabschluss.
Das Fachgymnasium bietet folgende Schwerpunkte an:

  • Wirtschaftsinformatik
  • Betriebs- und Volkswirtschaftslehre
  • Sozialpädagogik

Gleichzeitig informiert die Fachoberschule über den einjährigen Bildungsweg, um die Fachhochschulreife zu erreichen.
Schüler mit einem Realschulabschluss/mittlere Reife und einer abgeschlossenen Berufsausbildung oder mindestens einer dreijährigen Berufstätigkeit können sich hierfür bewerben.

Anmeldungen sind beim Fachgymnasium und bei der Fachoberschule noch bis zum 28. Februar 2020 möglich. Weitere Informationen zu den Bewerbungsformalitäten stehen unter www.bswvnb.de/ausbildung

Der Informationsabend der Beruflichen Schule für Wirtschaft und Verwaltung des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte in Neubrandenburg findet am Dienstag, 7. Januar 2020 statt. Eine Anmeldung für den Informationsabend ist nicht notwendig.

Kontakt:
Berufliche Schule für Wirtschaft und Verwaltung des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte
Rasgarder Straße 22
17034 Neubrandenburg
Telefon: 0395 35171700
E-Mail: kontakt@bswvnb.de

Nach dem Berufsabschluss studieren? – An der Fachoberschule zur Fachhochschulreife!

Am 25. Juni, um 16 Uhr erhalten Interessierte Informationen über die Möglichkeit, nach erfolgreichem Abschluss der Mittleren Reife und einer Berufsausbildung in einem 1-jährigen Bildungsgang – in der Fachrichtung Wirtschaft – die Fachhochschulreife mit einer berufsspezifischen Ausrichtung zu erlangen.

Auf dieser Vortragsveranstaltung wird über Inhalte, Prüfungen und Bewerbungsmodalitäten informiert. Zu Gast sind Vertreter der Beruflichen Schule Wirtschaft und Verwaltung Neubrandenburg.

Die Veranstaltung findet im Berufsinformationszentrum (BiZ) der Agentur für Arbeit Neubrandenburg, Ponyweg 37 statt. Tel.: 0395 766 490 1500 oder neubrandenburg.BiZ@arbeitsagentur.de

Nach dem Berufsabschluss studieren? – An der Fachoberschule zur Fachhochschulreife!

Am 25. Juni, um 16 Uhr erhalten Interessierte Informationen über die Möglichkeit, nach erfolgreichem Abschluss der Mittleren Reife und einer Berufsausbildung in einem 1-jährigen Bildungsgang – in der Fachrichtung Wirtschaft – die Fachhochschulreife mit einer berufsspezifischen Ausrichtung zu erlangen.

Auf dieser Vortragsveranstaltung wird über Inhalte, Prüfungen und Bewerbungsmodalitäten informiert. Zu Gast sind Vertreter der Beruflichen Schule Wirtschaft und Verwaltung Neubrandenburg.

Die Veranstaltung findet im Berufsinformationszentrum (BiZ) der Agentur für Arbeit Neubrandenburg, Ponyweg 37 statt. Tel.: 0395 766 490 1500 oder neubrandenburg.BiZ@arbeitsagentur.de