Polizeieinsatz aufgrund Streitigkeiten unter Ex-Lebenspartnern – Beschuldigter mit 4,62 Promille festgestellt

Am Mittwochvormittag, 12.08.2020, gegen 08:25 Uhr wurden die Beamten des Polizeihauptreviers Neubrandenburg zu einem Einsatz auf den Neubrandenburger Lindenberg gerufen, da es dort zu einem Streit unter ehemaligen Lebenspartnern in einer Wohnung gekommen war.

Da der stark alkoholisierte Beschuldigte die Wohnung der Geschädigten zunächst nicht verlassen wollte, alarmierte die Frau per Notruf die Polizei. Beim Eintreffen der Beamten konnten sie den 41-jährigen deutschen Beschuldigten grölenderweise vor dem Wohnhaus antreffen. Eine Kommunikation mit dem Beschuldigten war aufgrund seiner starken Alkoholisierung kaum möglich. Ein vor Ort durchgeführter Atemalkoholtest ergab um 08:45 Uhr einen Wert von 4,62 Promille.

Im Zuge der Sachverhaltsklärung haben die Beamten ein Ermittlungsverfahren gegen den 41-jährigen Beschuldigten wegen Körperverletzung, Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch und Beleidigung zum Nachteil der 38-jährigen deutschen Geschädigten aufgenommen. Zur Abwehr weiterer Gefahren wurde dem 41-Jährigen eine 14-tägige Wegweisung und ein Betretungsverbot für die Wohnung der Geschädigten erteilt.

Der Beschuldigte wurde nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen aufgrund seines hohen Alkoholwertes vorsorglich mit einem Rettungswagen ins Neubrandenburger Klinikum gebracht.

Parkplatz-Streit mit ausländerfeindlicher Beschimpfung

Dienstag Abend ist es gegen 21:00 Uhr im Juri-Gagarin-Ring in der Neubrandenburger Oststadt zu einem Streit zwischen einem Pärchen und einem Mann auf dem Parkplatz eines Einkaufsmarktes gekommen.

Der 56-jährige deutsche Tatverdächtige soll den 24 Jahre alten Geschädigten mit „Du scheiß Ausländer“ beleidigt haben. Der junge Mann ist deutscher Staatsangehöriger und stammt aus dem Kosovo. Der Beschuldigte soll den 24-Jährigen zudem bespuckt und ihn mit dem Tod bedroht haben, indem er mit dem Zeigefinger entlang seines eigenen Halses strich und somit andeutete, dem Geschädigten den Hals durchschneiden zu wollen.

Das Opfer wählte den Notruf. Die Beamten des Hauptreviers Neubrandenburg konnten den Tatverdächtigen vor Ort feststellen und führten sowohl mit ihm als auch mit den deutschen Zeugen des Geschehens eine erste Befragung durch. Zu der Auseinandersetzung soll es nach derzeitigen Erkenntnissen gekommen sein, weil sich der Beschuldigte über die Parkposition der kosovarischen Freundin des Opfers geärgert hatte.

Gegen den Tatverdächtigen wird nun durch die Kripo Neubrandenburg wegen Beleidigung, Bedrohung und einfacher Körperverletzung ermittelt. Wer ebenfalls sachdienliche Hinweise zu dem Vorfall machen kann, wendet sich bitte an die Einsatzleitstelle unter 0395/55822224, die Internetwache der Landespolizei MV unter www.polizei.mvnet.de oder an jede andere Polizeidienststelle.

Tätlicher Angriff und Beleidigung eines Asylbewerbers in Penzlin

Am 18.06.2019 gegen 21:40 Uhr kam es in Penzlin in der Straße „Bahnhofsplatz“ zu einem ausländerfeindlichen Übergriff. Der Geschädigte, ein 22-jähriger mauretanischer Asylbewerber, kam aus einem Wohnhauses und trat auf die Straße. Auf der Straße traf er auf zwei männliche Personen im Alter von 34 und 35 Jahren. Diese fingen sofort an, ihn wegen seiner ethnischer Herkunft zu beleidigen und zu bedrohen.

So äußerten Sie, dass er ein „Neger und Scheiße sei“. Sie forderten ihn auf in sein Land zurückzukehren und drohten ihm mit dem Tode. Der Geschädigte beachtete die beiden Täter nicht und ging auf den Hof, um sein Fahrrad zu holen. Als er wieder auf die Straße kam, wurde er erneut von dem 34-jährigen Mann beleidigt und bedroht. Als dieser in zu schlagen versuchte, wehrte er den Schlag ab und schlug diesen mit einer in der Hand gehaltenen Fahrradschlosskette.

Aus Angst vor weiteren Repressalien flüchtete der Geschädigte zu Fuß und informierte über den Notruf die Polizei. Durch diese konnten die beiden Tatverdächtigen am Tatort festgestellt werden. Der 34-jährige Tatverdächtige wurde durch den Schlag mit der Fahrradschlosskette am Kopf verletzt und musste mit dem Rettungswagen ins Klinikum Neubrandenburg gebracht werden. Dort wurde er stationär aufgenommen. Gegen die beiden Tatverdächtigen wurde Anzeige wegen Bedrohung, Beleidigung und Volksverhetzung aufgenommen.