Sex-Chats und kinderpornografische Bilder per Insta, TikTok und Co. auf Kinder-Handys – Eltern sollten Telefone kontrollieren und aufklären

In dieser Woche ist es im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Neubrandenburg zu mehreren angezeigten Fällen gekommen, bei denen Kinder und Jugendliche über Apps wie Instagram oder TikTok Kontakt mit Unbekannten hatten und nach einiger Zeit in eindeutige Sex-Chats verwickelt worden sind. Außerdem erhielten sie Bilder mit kinderpornografischem Material und wurden teilweise auch aufgefordert, selbst Nacktbilder von sich zu verschicken.

Eine Elfjährige auf Rügen hatte jemanden über die Plattform TikTok kennengelernt und mit ihm zunächst per Instagram und später via WhatsApp gechattet – in dem Glauben, es handle sich ebenfalls um einen Schüler. Nach „normalen“ Unterhaltungen per Nachricht, schickte ihr der Unbekannte plötzlich kinder- und jugendpornografische Fotos und gab vor, dass sich so etwas alle in seiner Klasse anschauen würden. Er forderte das Mädchen auf, selbst Nacktaufnahmen von sich zu fertigen und zu senden. Das geschah glücklicherweise nicht, da die Eltern das Handy des Mädchens kontrolliert haben und Fotos und Chats sichergestellt haben.

In einem anderen Fall hatte ein 14-Jähriger aus Neustrelitz kinder-und jugendpornografisches Material zugeschickt bekommen und selbst Bilder von sich verschickt. Der Kontakt zu dem angeblichen Mädchen ist nach derzeitigen Erkenntnissen durch Teilnahme an Online-Spielen entstanden. Auch hier fielen die Chats durch eine Handykontrolle auf und konnten gestoppt werden.

Die beschriebenen Geschädigten sind Deutsche.

In beiden Fällen erstatteten die Eltern richtigerweise Anzeige bei der Polizei. Wir gehen dennoch von einer hohen Dunkelziffer aus.

Das Polizeipräsidium Neubrandenburg appelliert hiermit an Eltern: Kontrollieren Sie regelmäßig die Handys und Laptops der Kinder und Jugendlichen. Eine Überprüfung von Chats bwz. der Nutzung von Apps wie WhatsApp, TikTok, Instagram und Co. kann solche Fälle aufdecken und ggf. noch verhindern, dass die Kinder und Jugendlichen selbst Bilder oder Videos von sich verschicken.

Doch nicht nur die Kontrolle ist wichtig, sondern auch Aufklärung von Beginn der Handynutzung an. Wer bestimmte Apps oder Chatmöglichkeiten nicht von vornherein für seine Kinder sperrt bzw. deren Nutzung nicht unterbindet, sollte den eigenen Kindern klar machen, dass sie sich Eltern sofort anvertrauen, wenn sie selbst Bilder oder Videos mit sexuellem Hintergrund erhalten. Kindern sollte klar gesagt werden, dass es in keinem Fall in Ordnung oder eine lapidare Angelegenheit ist, wenn sie zu Sex-Chats mit Unbekannten oder zum Verschicken von Nacktbildern aufgefordert werden. Hinter vermeintlichen etwa gleichaltrigen Jungen oder Mädchen, stecken in Wahrheit zumeist erwachsene Täter, die sich das Vertrauen der Opfer erschleichen. Sofern sie Material zugesendet bekommen haben, verbreiten sie dieses höchstwahrscheinlich auch im Darknet oder auf anderen Wegen weiter.

Auch das Weiterleiten von kinder- und jugendpornografischem Material zum Beispiel an Freunde ist strafbar. Es ist also kein Kavaliersdelikt, etwa in Gruppenchats mit Mitschülern Nacktbilder von Mädchen oder Jungen weiterzuverbreiten.

Ermittlungserfolg nach sexueller Belästigung im Bus

Nachdem eine 18-jährige Deutsche in einem Stadtbus in Neubrandenburg Ende November mutmaßlich sexuell belästigt wurde, ist ein 34-jähriger Deutscher aus Neubrandenburg als Tatverdächtiger ermittelt worden. Ihm wird einfache Körperverletzung und sexuelle Belästigung vorgeworfen.

Die junge Frau war am 24. November nachmittags im Bus im Neubrandenburger Stadtgebiet unterwegs, als der Tatverdächtige zustieg. Er setzte sich zu der Geschädigten und soll sie dabei bereits grob angegangen sein, um sich Platz zu verschaffen. Nachdem ihn die Frau darauf ansprach, soll der Mann sie ohne seine Maske angehustet und sie schließlich unsittlich berührt haben. Die Frau stieg bei nächster Gelegenheit aus dem Bus aus und erstattete am nächsten Tag Anzeige.

Durch Bilder von der Auswertung der Videoaufzeichnungen im Bus konnten Beamte des Polizeihauptreviers Neubrandenburg entscheidende Hinweise zu dem Tatverdächtigen geben. Er ist bereits mehrfach wegen anderer Delikte polizeibekannt.

Die Kriminalpolizeiinspektion Neubrandenburg wird die polizeiliche Ermittlungsarbeit nun zur weiteren Bearbeitung an die Staatsanwaltschaft übergeben.

Zeugen nach Verdacht einer sexuellen Belästigung gesucht

In der Nacht von Sonnabend zu Sonntag (25.10.2020, gegen 01:20 Uhr) kam es im Neubrandenburger Vogelviertel zu einer sexuellen Belästigung zum Nachteil einer 17-jährigen Deutschen.

Die Jugendliche begab sich zu Fuß die Adlerstraße entlang und befand sich auf Höhe der dortigen Kindertagesstätte, als ein ihr unbekannter Mann frontal auf sie zukam, sie direkt ansprach und dabei um Geld bat.

Als das Mädchen die Bitte abtat, sei der Mann körperlich aggressiv geworden, habe ihr den Rucksack von der Schulter gerissen und sie sexuell belästigt. Nach der Tat habe er sich in unbekannte Richtung entfernt. Den Rucksack beließ er vor Ort.

Sie beschrieb den Mann als etwa 25 Jahre alt, ca. 175 cm groß, dunkelhäutig und von schlanker Statur. Der unbekannte Tatverdächtige sei schwarz gekleidet gewesen. Eine nähere Beschreibung war zunächst nicht möglich. Eine Fahndung verlief negativ.

Das Mädchen wurde in das Polizeihauptrevier verbracht. Hier erfolgte die Spurensicherung und sie wurde ihrer Mutter übergeben. Die Jugendliche erlitt bei dem Übergriff leichte Verletzungen, die keiner ärztlichen Behandlung bedurften.

Die Beamten der Kriminalpolizeiinspektion Neubrandenburg haben die Ermittlungen wegen des Verdachts der sexuellen Belästigung und Körperverletzung aufgenommen und bitten Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können, sich an die Einsatzleitstelle unter 0395 5582 2224, die Internetwache der Landespolizei M-V unter www.polizei.mvnet.de oder an jede andere Polizeidienststelle zu wenden.

Zeugen nach exhibitionistischen Handlungen in Neubrandenburg gesucht

Ein 14-jähriges Mädchen meldete sich am Dienstag, 08.09.2020, gegen 15:00 Uhr über den Notruf bei der Polizei. Ein ihr unbekannter Mann hatte sich in der Öffentlichkeit selbst befriedigt.

Sie gab telefonisch die Beschreibung des Mannes und den Tatort durch. Die eingesetzten Beamten des Neubrandenburger Hauptrevieres konnten den unbekannten Tatverdächtigen jedoch nicht mehr feststellen.

Die Geschädigte berichtete, dass sie sich in der Stargarder Straße, in Höhe des Mudder-Schulten-Brunnens befand, als sie die Handlungen wahrnehmen musste. Sie reagierte vorbildlich, indem sie sich vom Ort entfernte und den Notruf wählte.

Den Unbekannten beschrieb die Jugendliche als etwa 20 Jahre alt, leicht dunkler Teint, kurzes schwarzes Haar, bekleidet mit dunkelgrüner Jacke (eventuell Flecktarn).

Die Kriminalpolizeiinspektion Neubrandenburg wird die Ermittlungen übernehmen.

Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können, wenden sich bitte an die Einsatzleitstelle unter 0395 5582 2224, die Internetwache der Landespolizei M-V unter www.polizei.mvnet.de oder an jede andere Polizeidienststelle.

Sexuelle Belästigung in Neubrandenburg – Zeuginnen gesucht

Am Sonnabend, 08.08.2020, ging eine 16-Jährige auf dem äußeren Ring des Neubrandenburger Stadtwalls mit ihrem Hund Gassi. Gegen 13:20 Uhr befand sie sich in Höhe des ZOB und ging in Richtung Justizzentrum.

Ein bisher unbekannter Tatverdächtiger folgte dem deutschen Mädchen und blieb immer dann stehen, wenn die Jugendliche auch stehen blieb. Plötzlich überholte er die Geschädigte, fasste ihr dabei unter den Rock und sagte in akzentfreiem Deutsch etwas Anzügliches zu ihr.

Die 16-Jährige wurde laut und verlangte seinen Namen. Daraufhin ergriff der Unbekannte die Flucht.

Die Jugendliche beschrieb den unbekannten Tatverdächtigen als etwa 25 Jahre alt, ca. 180 cm groß und schlank. Er war bekleidet mit einem hellblauen T-Shirt und einer dunkelblauen langen Hose (vermutlich Jeans). Sein dunkles Haar trug er sehr kurz, in Mitte des Kopfes sind Ansätze einer Glatze erkennbar.

Der Geschädigten kam kurz vor der Tatbegehung eine Frau entgegen, die einen jungen Hund (ähnlich Bernhardiner) bei sich führte. Diese Frau müsste den Tatverdächtigen auch gesehen haben. Darüber hinaus befanden sich unmittelbar während der Tatausführung zwei Frauen auf dem inneren Ring der Wallanlage in Höhe der Jugendlichen. Die Polizei bittet insbesondere diese Zeuginnen, sich an die Einsatzleitstelle unter 0395 55822224, die Internetwache der Landespolizei M-V unter www.polizei.mvnet.de oder an jede andere Polizeidienststelle zu wenden.

Die Beamten der Kriminalpolizeiinspektion Neubrandenburg haben die Ermittlungen wegen des Verdachts der sexuellen Belästigung aufgenommen.

28-jähriger Tatverdächtiger bedroht Passanten am Brodaer Strand

Am Dienstag, 02.06.2020, kam es gegen 17:00 Uhr zu einem Polizeieinsatz am Brodaer Strand in Neubrandenburg. Zuvor hatten mehrere Hinweisgeber über den Notruf der Polizei mitgeteilt, dass sich dort eine männliche, offenbar stark alkoholisierte Person aufhält und Passanten in aggressiver Weise belästigt und bedroht.

Die eingesetzten Beamten des Polizeihauptreviers Neubrandenburg konnten den Mann aufgrund von Zeugenhinweisen vor Ort schnell ausfindig machen und dessen Identität feststellen. Hierbei handelte es sich einen 28-jährigen eritreischen Staatsbürger, der der Polizei bereits mehrfach aufgrund von Diebstahlsdelikten bekannt ist.

Nach bisherigem Ermittlungsstand hatte der Beschuldigte zuvor mehrere Passanten belästigt und verbal bedroht. Auch den Beamten gegenüber verhielt sich der Beschuldigte unkooperativ und aggressiv. Während der polizeilichen Maßnahmen vor Ort versuchte der Beschuldigte nach der im Holster gesicherten Dienstwaffe eines Beamten zu greifen. Diese Handlung konnte durch die Beamten abgewehrt und unterbunden werden. Der Beschuldigte wurde im Anschluss in Gewahrsam genommen und dem Polizeihauptrevier Neubrandenburg zugeführt. Ein durchgeführter Atemalkoholtest ergab bei dem Beschuldigten einen Wert von 1,84 Promille. Zur Verhinderung weiterer Straftaten verblieb der Beschuldigte bis zum 03.06.2020 auf Anordnung des Amtsgerichtes Neubrandenburg im Gewahrsam der Polizei.

Die Ermittlungen wurden im Kriminalkommissariat Neubrandenburg wegen Bedrohung und aufgrund des tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte aufgenommen. Am Mittwochvormittag (03.06.2020) wurde der Beschuldigte nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen und der Beschuldigtenvernehmung entlassen. Alle Zeugen und die Hinweisgeber haben die deutsche Staatsbürgerschaft.

Zeugenaufruf nach sexueller Belästigung

In der Kriminalpolizeiinspektion Neubrandenburg werden gegenwärtig zwei Straftaten wegen einer sexuellen Belästigung bearbeitet. Demnach soll es in der Nacht zum Sonntag, den 12.05.2019 in der Zeit von 01:00 Uhr und 03:00 Uhr in der Diskothek „Colosseum“ an der Neubrandenburger Hochstraße zur sexuellen Belästigung von zwei Frauen gekommen sein.

Nach dem derzeitigen Kenntnisstand wurden beide Taten unabhängig voneinander begangen. In beiden Fällen konnten die Tatverdächtigen auf Grund unverzüglicher Einbindung der Security namhaft gemacht werden.

Während es sich beim Tatverdächtigen im ersten Fall um einen jungen mitteleuropäischen Mann handeln soll und die Tat durch Zeugen weitestgehend erhellt werden konnte, stellt sich der zweite Fall etwas komplizierter dar.

Aus diesem Grund werden Zeugen gesucht, die durch ihre Beobachtungen zu einer allumfassenden Tataufklärung beitragen können.

Laut Angaben der 26-jährigen Geschädigten soll sie auf der Tanzfläche von einem südländischen jungen Mann mehrfach angetanzt und in der weiteren Folge unsittlich begrapscht worden sein. Als die Geschädigte daraufhin die Tanzfläche verlassen und sich mit der Bitte um Hilfe an die Security wenden wollte, seien ihr zwei junge Frauen aufgefallen, welche den Vorfall möglicherweise in vollem Umfang beobachtet haben könnten.

Die Polizei bittet nun um Mithilfe bei der Aufklärung dieses Falls. Entsprechende Hinweise werden in der Einsatzleitstelle des PP
Neubrandenburg unter der Rufnummer 0395-5582 2223 entgegengenommen.