Sonderausstellung "Blutiges Gold"

Im Tollensetal bei Altentreptow fand vor über 3.200 Jahren eine große Schlacht statt. Seit der Entdeckung der Fundstelle wird die Geschichte der Bronzezeit neu geschrieben. In einem großen Konflikt standen sich hunderte von jungen Männern gegenüber. Am Ende waren viele von ihnen tot – getroffen von Pfeilen, Lanzen, Schwertern und Keulen.

Wie ist dieses Ausmaß von Gewalt zu erklären? Und wer hatte damals die Macht, Kriege zu führen – mit so vielen Beteiligten? Spektakuläre Funde aus Mecklenburg-Vorpommern öffnen den Blick in eine Welt, die von der Ostsee bis an das Mittelmeer vernetzt war. Goldgeschmückte Männer und Frauen mit kiloschwerer Bronzetracht treten auf, dazu eine Dame mit Seidenschleier.

Wie gelangten sie an diesen Reichtum und welche Rolle spielten sie in der Gesellschaft? Die Sonderausstellung „Blutiges Gold“ zeigt Licht- und Schattenseiten einer lange vergangenen Zeit, die durchaus Bezüge zur Gegenwart aufweist.

Regionalmuseum im Franziskanerkloster
Öffnungszeiten:
Mi-So 10-17 Uhr
Öffnungszeiten unter Vorbehalt.

Zutritt nur unter Einhaltung der geltenden Schutzmaßnahmen (Mindestabstand, Maskenpflicht).

Virtuelle Ausstellung nimmt Interessierte mit auf eine Bilder-Reise

Bis zu seinem Tod im Jahr 1941 sammelte der Theologe und Palästinakundler Gustaf Dalman – in der nach ihm benannten Sammlung an der Universität Greifswald – rund 20 000 eigene und fremde Fotografien einer Kulturlandschaft auf dem Sprung zur Moderne. Dieser europaweit einmalige Bestand wurde nun mit dem Projekt „Das gelobte Land der Moderne“ von der Greifswalder Theologin, Kunsthistorikerin und Kustodin der Sammlung – Dr. Karin Berkemann – erstmals umfassend bildwissenschaftlich ausgewertet und mit den Aufnahmen deutscher Reisender nach der Staatsgründung Israels (1948) verglichen. Jetzt können Interessierte einen ersten virtuellen Blick auf die Ausstellung werfen.

Gustaf Dalman hielt nicht viel von Knipsern. Wenn der deutsche Palästinakundler ab 1899 zwischen Aleppo und Alexandria unterwegs war, ließ er sich Zeit. Er beobachtete, griff zum Notizbuch und zur Kamera: sachlich, stilvoll, immer auf Augenhöhe mit seinem Gegenüber, sei es nun ein Mensch oder ein Klappspaten. Fotografieren war für Dalman gleichbedeutend mit Forschen. Mit dieser Haltung prägte er eine ganze Generation von deutschen Theologen, die in die Region reisten. Viele ihrer Bildmotive wiederholen sich bei den Touristen nach 1948, nach der Gründung des Staates Israel. Für das Projekt wurden insgesamt rund 50 000 Abzüge und Dias aus rund 100 Jahren gesichtet und ausgewertet. In der Zusammenschau fügen sich die Fotografien heute zur vielschichtigen Topografie einer Region, die drei Weltreligionen und ungezählten Kulturgläubigen als heilig gilt.

Die virtuelle Ausstellung „Das gelobte Land der Moderne“ präsentiert Amateurfotografien zwischen Aleppo und Alexandria aus dem 20. Jahrhundert – und beschreibt damit den Blick der deutschen Reisenden: Manche von ihnen suchten mit der Kamera das Altertümliche, andere die Zeichen einer neuen Zeit. Um diese doppelte Perspektive nachzuzeichnen, folgt die virtuelle Ausstellung dem Verlauf einer Reise. Ausgewählte Motive zeigen, wie sich die Anfahrt vom Schiff auf das Flugzeug verlagerte. Wie mit dem Tourismus auch die Fotografie in die Kulturlandschaft Palästina kam. Wie sich unterwegs intensive Gemeinschaften bildeten und in Bildern gefestigt wurden. Wie die Aufnahmen daheim im Album oder Diavortrag zur Erzählung gefügt und weitergegeben wurden.

Weitere Informationen Die virtuelle Ausstellung konnte das Gustaf-Dalman-Institut mit der Deutschen Digitalen Bibliothek (DDB Studio) umsetzen.

Eine Woche voller Veranstaltungen

Regionalmuseum zeigt BLUTIGES GOLD ab 18. März im Franziskanerkloster

Bildungsministerin Bettina Martin, Oberbürgermeister Silvio Witt sowie Landesarchäologe Dr. Detlef Jantzen eröffnen am 18. März um 18:30 Uhr die Ausstellung des Archäologischen Landesmuseums „BLUTIGES GOLD – Macht und Gewalt in der Bronzezeit“.

In einer großen Schlacht im Tollensetal bei Altentreptow vor über 3.200 Jahren fanden Hunderte von jungen Männern gewaltsam ihren Tod. Spektakuläre Funde zeugen von einer Vernetzung der Menschen in der Bronzezeit bis an das Mittelmeer und von großen Reichtümern, die in unsere Region gelangten. Diese Sonderausstellung zeigt Licht- und Schattenseiten einer lang vergangenen Zeit, die durchaus Bezüge zur Gegenwart aufweist. Am 25. März, 2. sowie 23. April finden jeweils um 19 Uhr begleitende Vorträge zum Thema statt.

Abenteuer LANTSCHAFT | Drei Filme und eine Soundinstallation von aktuell ausstellenden Künstlern am 19. März um 19 Uhr in der Kunstsammlung

Einige der neun Kunstschaffenden, deren Malereien noch bis zum 22. März in der Kunstsammlung zu sehen sind, arbeiten genreübergreifend, beispielsweise an filmischen oder musikalischen Projekten. Die hier dargebotenen Arbeiten erzählen Geschichten, rufen vielfältige Assoziationen hervor oder setzen sich direkt oder indirekt mit deren Werken auseinander.

Die Soundinstallation Waterfalls des Norwegers Anders Grønlien entführt in ungewöhnliche Klangwelten und verbindet diese mit der Zeichnung eines Wasserfalls. Pentimenti, ein fünfeinhalb minütiger Film von Denise Richardt aus Deutschland, dokumentiert in höchst spannender Weise die Entstehung ihres Bildes „Trikolore Litauen“. Der 35-minütige Kurzfilm Colonna des österreichischen Malers und Filmemachers Berthold Bock zeigt in traumhaften surrealen Erzählsträngen sein Verhältnis zu verschiedenen malerischen Werkzyklen. Neues Tahiti, das ca. eineinhalbstündige Roadmovie des österreichischen Landschaftsmalers und Konzeptkünstlers Lukas Pusch erzählt die anarchisch fröhliche Geschichte von der Gründung des ersten Zentrums für Gegenwartskunst in Sibirien und von der romantischen Suche einer neuen Welt nach dem Ende der Sowjetunion. Denise Richardt und Berthold Bock sind an diesem Abend anwesend.

BiboKino thematisiert Brigitte Reimann am 17. März in der Regionalbibliothek

Inspiriert von der Leipziger Buchmesse und vom baldigen Start in den Bücherfrühling zeigt der Förderverein der Regionalbibliothek am 17. März um 17 Uhr zwei Film-Dokumentationen, die an die Schriftstellerin Brigitte Reimann (1933-1973) erinnern. Erfahren Sie mehr über ihr Leben, ihr literarisches Werk oder das nach ihr benannte Literaturhaus in der Gartenstraße. Im ersten Beitrag geht es um Reimanns Zeit in Neubrandenburg zwischen 1968 und 1973. In dem 1998 entstandenen Kurzfilm kommen die Schriftstellerkollegen Christa Wolf, Helmut Sakowski und Wolfgang Schreyer, ihr Bruder Lutz Reimann, ihre Schwester Dorothea Herrmann, ihre Freundin Ingrid Weinhofen, der Künstler Wolfgang Schubert oder die Ärztin Marie-Luise Matthes zu Wort. Der zweite Film dokumentiert den Neubau des Literaturhauses von 1996 bis zur Eröffnung 1999.

Eine Woche voller Veranstaltungen

Regionalmuseum zeigt BLUTIGES GOLD ab 18. März im Franziskanerkloster

Bildungsministerin Bettina Martin, Oberbürgermeister Silvio Witt sowie Landesarchäologe Dr. Detlef Jantzen eröffnen am 18. März um 18:30 Uhr die Ausstellung des Archäologischen Landesmuseums „BLUTIGES GOLD – Macht und Gewalt in der Bronzezeit“.

In einer großen Schlacht im Tollensetal bei Altentreptow vor über 3.200 Jahren fanden Hunderte von jungen Männern gewaltsam ihren Tod. Spektakuläre Funde zeugen von einer Vernetzung der Menschen in der Bronzezeit bis an das Mittelmeer und von großen Reichtümern, die in unsere Region gelangten. Diese Sonderausstellung zeigt Licht- und Schattenseiten einer lang vergangenen Zeit, die durchaus Bezüge zur Gegenwart aufweist. Am 25. März, 2. sowie 23. April finden jeweils um 19 Uhr begleitende Vorträge zum Thema statt.

Abenteuer LANTSCHAFT | Drei Filme und eine Soundinstallation von aktuell ausstellenden Künstlern am 19. März um 19 Uhr in der Kunstsammlung

Einige der neun Kunstschaffenden, deren Malereien noch bis zum 22. März in der Kunstsammlung zu sehen sind, arbeiten genreübergreifend, beispielsweise an filmischen oder musikalischen Projekten. Die hier dargebotenen Arbeiten erzählen Geschichten, rufen vielfältige Assoziationen hervor oder setzen sich direkt oder indirekt mit deren Werken auseinander.

Die Soundinstallation Waterfalls des Norwegers Anders Grønlien entführt in ungewöhnliche Klangwelten und verbindet diese mit der Zeichnung eines Wasserfalls. Pentimenti, ein fünfeinhalb minütiger Film von Denise Richardt aus Deutschland, dokumentiert in höchst spannender Weise die Entstehung ihres Bildes „Trikolore Litauen“. Der 35-minütige Kurzfilm Colonna des österreichischen Malers und Filmemachers Berthold Bock zeigt in traumhaften surrealen Erzählsträngen sein Verhältnis zu verschiedenen malerischen Werkzyklen. Neues Tahiti, das ca. eineinhalbstündige Roadmovie des österreichischen Landschaftsmalers und Konzeptkünstlers Lukas Pusch erzählt die anarchisch fröhliche Geschichte von der Gründung des ersten Zentrums für Gegenwartskunst in Sibirien und von der romantischen Suche einer neuen Welt nach dem Ende der Sowjetunion. Denise Richardt und Berthold Bock sind an diesem Abend anwesend.

BiboKino thematisiert Brigitte Reimann am 17. März in der Regionalbibliothek

Inspiriert von der Leipziger Buchmesse und vom baldigen Start in den Bücherfrühling zeigt der Förderverein der Regionalbibliothek am 17. März um 17 Uhr zwei Film-Dokumentationen, die an die Schriftstellerin Brigitte Reimann (1933-1973) erinnern. Erfahren Sie mehr über ihr Leben, ihr literarisches Werk oder das nach ihr benannte Literaturhaus in der Gartenstraße. Im ersten Beitrag geht es um Reimanns Zeit in Neubrandenburg zwischen 1968 und 1973. In dem 1998 entstandenen Kurzfilm kommen die Schriftstellerkollegen Christa Wolf, Helmut Sakowski und Wolfgang Schreyer, ihr Bruder Lutz Reimann, ihre Schwester Dorothea Herrmann, ihre Freundin Ingrid Weinhofen, der Künstler Wolfgang Schubert oder die Ärztin Marie-Luise Matthes zu Wort. Der zweite Film dokumentiert den Neubau des Literaturhauses von 1996 bis zur Eröffnung 1999.

GEFANGEN IM KRIEG | Regionalmuseum stellt in Russland aus

Fotos: Stadt Neubrandenburg

Das Neubrandenburger Regionalmuseum zeigt derzeit eine Ausstellung in der tatarischen Hauptstadt Jelabuga in Russland. Das Ende des 2. Weltkrieges vor 75 Jahren war der Anlass für die Museumsmitarbeiter in Jelabuga die Ausstellung Gefangen im Krieg zu übernehmen.

Vor fünf Jahren stellte das Museum der Vier-Tore-Stadt mit der Schau zwei Themenkreise vor: Kriegsgefangene der Roten Armee in Mecklenburg-Vorpommern, insbesondere im Kriegsgefangenenlager Fünfeichen und deutsche Kriegsgefangene in der damaligen Sowjetunion, insbesondere im Gefangenenlager Jelabuga. Die Inhalte basieren auf aktuellen Forschungsergebnissen von Dr. Natalja Jeske, Annalise-Wagner-Preisträgerin 2015, sowie von Prof. Dr. Carsten Gansel, Universität Gießen, der die Ausstellung in Russland anregte. Die deutsche Fassung war zuvor auch im Dokumentationszentrum Prora und im Stadtmuseum Waren zu sehen. Die jetzt erstellte russische Fassung befindet sich nun in der tatarischen Hauptstadt, ca. 200 Kilometer östlich von Kasan.

Auf dem Friedhof dort erinnern heute Namenstafeln, ähnlich wie in Neubrandenburg, an die Opfer. Zu ihnen gehört auch der Arzt Kurt Reuber, der die sogenannte „Madonna von Stalingrad“ zeichnete, die sich seit 1983 in der Berliner Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche befindet. Im Kriegsgefangenenlager Jelabuga waren viele Offiziere und Soldaten inhaftiert, die sich im Bund Deutscher Offiziere bzw. im Nationalkomitee Freies Deutschland engagierten.

EIN BLICK ins Museum mit Christoph Biallas

Christoph Biallas, der Kurator der Sonderausstellung „Nur Beton? Moderne in Neubrandenburg“, gibt am 30. Januar um 17:30 Uhr im Regionalmuseum (Franziskanerkloster, Stargarder Str. 2, 17033 Neubrandenburg) einen etwa halbstündigen Einblick zu der vom Architekten Heinrich Tessenow 1922 entworfenen Gedächtnisstätte für die Gefallenen des 1. Weltkrieges in der Neubrandenburger Marienkirche. Von den sechs Granittafeln haben sich nur einige Bruchstücke erhalten, die 1992 beim Aushub im Kircheninneren gefunden wurden und zurzeit in der Sonderausstellung ausgestellt sind.

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Projektes „Nur Beton? Moderne in Neubrandenburg“ statt, das am Regionalmuseum Neubrandenburg beheimatet ist und gefördert wird durch den Fonds Stadtgefährten der Kulturstiftung des Bundes.

Zwei neue Ausstellungen – Eröffnung mit Hochschulchor

Ab dem 15. Januar werden Studierende der Neubrandenburger Hochschule ihre künstlerischen Arbeiten im Laborgebäude Haus 2 präsentieren. Eine zweite Ausstellung im unteren Foyer des Hauptgebäudes Haus 1 zeigt eine große Auswahl von Fotografien.

Die Studierenden gestalten die Hochschule. Die erste Ausstellung veröffentlicht die wunderbaren Arbeiten von Studierenden, die am StudiumPlus-Kurs „Zeichnen – ein elementares Medium menschlichen Ausdrucks“ teilgenommen haben. Zur Eröffnung der Ausstellung „Hochschule I Kunst I Musik“ am 15. Januar (Donnerstag) um 16:00 Uhr im Laborgebäude Haus 2, im oberen Foyer, sind alle Interessierten sowie alle Freunde und Kommilitonen sehr herzlich eingeladen. Prorektorin, Professorin Marion Musiol, wird eröffnen. Der Hochschulchor wird die Veranstaltung musikalisch begleiten.

Die zweite Ausstellung ist eine umfangreiche Foto-Galerie, die besondere Momente und die Eindrücke der Studierenden von Jordanien vermitteln. Im September 2019 waren einige Studierende und Professor*innen im Rahmen eines DAAD-Forschungsprojektes zu zwei internationalen Konferenzen an der Al Balqa-Universität und der Deutsch-Jordanischen Universität nach Jordanien gereist. Im November 2019 war eine Gruppe Studierender an der German-Jordanien-Universität in Amman zu Gast. Die Foto-Ausstellung wird sicher auch von den Gästen des Neujahrskolloquiums am 16. Januar gern angeschaut. Passend zu diesem Anlass wird die Fotoausstellung eröffnet sein.