Der Arbeitsmarkt in Mecklenburg-Vorpommern: Juni 2021

  • Aktuell: 61.600 Arbeitslose in Mecklenburg-Vorpommern, die Arbeitslosen­quote liegt bei 7,5 Prozent
  • Rückgang der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vormonat Mai (-4.800) und im Vergleich mit dem Juni des Vorjahres (-4.300)
  • „Die Lockerungen im Rahmen der Corona-Pandemie haben den Arbeitsmarkt in Mecklenburg-Vorpommern beflügelt. Insbesondere in den Tourismusregionen haben die weiteren Öffnungsschritte zu einer kräftigen Belebung ge­führt.“ (Margit Haupt-Koopmann)
  • Personalnachfrage: Den gemeinsamen Arbeitgeberservice-Teams der Arbeitsagenturen und Jobcenter wurden im Juni 4.400 sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet
  • Endspurt am Ausbildungsmarkt: Arbeitsagenturen unterstützen Betriebe und junge Menschen durch ‚Ausbildungsprämie‘ und ‚AsAflex‘
  • Daten-Info: Arbeits­losenquoten auf Stadt- und Kreisebene / Daten zum Ausbildungs­markt

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Juni-Arbeitslosigkeit: Deutliche Zeichen für Zuversicht am Arbeitsmarkt

„Die Arbeitsmarktzahlen für die Seenplatte geben Anlass für Zuversicht. Mit der fortgesetzten Frühjahrsbelebung – und weiterer Lockerungsschritten bei den Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie – ist die Arbeitslosigkeit im Juni kräftig gesunken.  Und nachdem die Aussichten lange durch die Corona-Krise getrübt waren, erwarten wir in den kommenden Monaten eine weitere Besserung auf dem Arbeitsmarkt. Optimismus zeigt sich sowohl bei den Aussichten zur Entwicklung der Kurzarbeit, der Arbeitslosigkeit als auch der Beschäftigung. Bis die Pandemie-Folgen aber ganz überwunden sind, wird es aller Voraussicht nach noch mehrere Monate dauern“, sagte der Vizechef der Neubrandenburger Arbeitsagentur, Stephan Bünning, heute anlässlich der monatlichen Pressekonferenz.

Die Entwicklung der Arbeitslosigkeit im Überblick

  • Insgesamt 11.107 Arbeitslose: ein Minus von 7,4 Prozent im Vergleich zum Juni 2020
  • Zum ersten Mal in diesem Jahr sinkende Arbeitslosenzahlen im Vergleich zum Vormonat und Vorjahr in beiden Rechtskreisen
  • Arbeitslosenquote liegt aktuell bei 8,6 Prozent
  • Im Vergleich zu Juni 2020: Weniger Arbeitslosmeldungen und mehr Abmeldungen in Arbeit
  • Fast 2.900 freie Arbeitsstellen – über 100 mehr als im Mai 2021
  • Kurzarbeit sichert Arbeitsplätze und verhindert Arbeitslosigkeit
  • Mit 6,9 Prozent niedrigste Arbeitslosenquote in Röbel – Höchste mit 11,4 Prozent in der Hauptagentur Neubrandenburg
  • Zahl der offenen Ausbildungsplätze übersteigt Zahl der Bewerber

Im Juni waren in der Seenplatte 819 Menschen weniger arbeitslos gemeldet als im Mai. Insgesamt 11.107. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 8,6 Prozent. Im Vergleich zum Juni des Vorjahres sind es 882 Arbeitslose weniger.

Stephan Bünning: „Die Arbeitsmarktzahlen geben Anlass für Zuversicht. Mit der fortgesetzten Frühjahrsbelebung – und weiterer Lockerungsschritten bei den Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie – ist die Arbeitslosigkeit im Juni kräftig gesunken. So stark wie seit fünf Jahren – (Juni 2016 (-873) – nicht mehr Die Zahl der Arbeitslosen liegt nicht nur wieder unter dem Niveau von Juni 2020 – als die Auswirkungen des 1. Lockdowns den Arbeitsmarkt stark beeinflussten – sondern ist auch nur noch 263 von der Zahl aus dem Juni vor der Pandemie entfernt.“ „Ich freue mich“, so Bünning, „dass im Vergleich zum Vormonat Mai die Arbeitslosenzahlen aller Alters- und Personengruppen gesunken sind –  ganz besonders über den überdurchschnittlichen Rückgang bei den älteren Arbeitslosen über 50 Jahre und den unter 20-Jährigen.“ Und nachdem die Aussichten lange durch die Corona-Krise getrübt waren, „erwarten wir eine umfassende Besserung in den kommenden Monaten auf dem Arbeitsmarkt. Optimismus zeigt sich sowohl bei den Aussichten zur Entwicklung der Kurzarbeit, der Arbeitslosigkeit als auch der Beschäftigung. Allerdings wird der wirtschaftliche Erholungskurs in den Branchen recht unterschiedlich sein“, sagt Bünning weiter.

Mit der beginnenden Ferienzeit enden auch Ausbildungen. Und junge Fachkräfte, die nicht von ihren Lehrbetrieben übernommen werden, kommen in diesen Tagen auf den Arbeitsmarkt. „Betriebe, die jetzt schnell reagieren, können sich frische Fachkräfte sichern und ihr Unternehmen für die Zukunft mit jungen Kräften stärken,“ empfiehlt der Arbeitsmarktexperte.

Junge Menschen profitieren von Frühjahresbelebung besonders

„Von der wachsenden Dynamik und den zunehmenden Chancen am Arbeitsmarkt profitieren besonders junge Menschen unter 20 Jahren“, sagte Bünning. „Junge Menschen sind häufig gut ausgebildet und damit die Fachkräfte, die Unternehmen suchen und sich jetzt sichern, um gut aus den konjunkturellen Startlöchern zu kommen.“ Vor einem Jahr waren junge Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vom ersten Lockdown zunächst stärker betroffen. „Sie wurden“, so Bünning, „als frische Absolventen einer Ausbildung nicht eingestellt oder waren diejenigen im Betrieb, die aufgrund einer nur kurzen Zugehörigkeit als erste gehen mussten. Jetzt profitieren sie besonders vom Fachkräftebedarf der Unternehmen, der die Pandemie überdauert hat, in den vergangenen Monaten allenfalls aufgeschoben wurde und jetzt wieder deutlicher sichtbar wird.“ Im Vergleich zum Vorjahr sank die Zahl junger arbeitslos gemeldeter Menschen – unter 20 Jahren – um 13,1 Prozent. Diese Entwicklung zeige auch, sagte Bünning, „wie wichtig eine gute Ausbildung ist“

Kurzarbeit sichert Arbeitsplätze und verhindert Arbeitslosigkeit

Ohne Kurzarbeit läge die Arbeitslosigkeit noch einmal deutlich höher. Im Juni wurde für 120 Menschen im Landkreis vorsorglich Kurzarbeit angezeigt – 246 weniger als im Mai. Nach aktuellen Hochrechnungen befanden sich im Januar 2021,
8.358 Mitarbeitende – aus 1.332 Unternehmen – in Kurzarbeit.

Entwicklung der Arbeitslosigkeit nach Personengruppen

Nach Personengruppen entwickelte sich die Arbeitslosigkeit recht unterschiedlich, allerdings waren bei allen Rückgänge gegenüber dem Vorjahresmonat zu verzeichnen. Die Spanne der Veränderungen reicht im Juni von –8% bei 50-Jährigen und Älteren bis –3% bei 15-bis unter 25-Jährigen.

Entwicklung der Arbeitslosigkeit nach Rechtskreisen

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung nach dem Sozialgesetzbuch III, also bei all denjenigen, die Arbeitslosengeld I erhalten waren im Juni 3.353 Menschen arbeitslos. 515 weniger als im Vormonat und 717 weniger als im Juni 2020. Das entspricht einem Rückgang von 18 Prozent.

Die Zahl der Bezieher von Arbeitslosengeld II nach dem Sozialgesetzbuch II – umgangssprachlich Hartz-IV-Empfänger genannt – lag im Juni bei 7.754 Arbeitslosen. 304 weniger als im Juni und 165 weniger als im Juni 2020. Das entspricht einem Rückgang von 2,1 Prozent.

Geldleistungen

Insgesamt 2.879 Personen erhielten im Juni 2021 Arbeitslosengeld, 784 weniger als vor einem Jahr. Die Zahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten in der Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II) lag im Juni bei 15.439. Gegenüber Juni 2020 war dies ein Rückgang von 1.263 Personen.10 Prozent der in der Seenplatte lebenden Personen im erwerbsfähigen Alter (15 bis u. 65 Jahre) waren damit hilfebedürftig.

Knapp 2.900 gemeldete freie Arbeitsstellen:  Fachkräfte sind trotz Corona gefragt

Im Landkreis der Mecklenburgischen Seenplatte ist die Zahl der offenen Stellen gegenüber dem Vormonat gestiegen. Zurzeit gibt es 2.890 freie Arbeitsstellen. 103 mehr als im Vormonat und 243 mehr als im Juni des Vorjahrs.

Die größte Nachfrage gab es im Juni aus den Bereichen:  Gastgewerbe (366 freie Stellen im Bestand; im verarbeitenden Gewerbe (355); im Baugewerbe (352); Gesundheit, Soziales, Lehre und Erziehung (351) sowie in der Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen (311).

Unternehmen in der Seenplatte, die noch keinen festen Ansprechpartner haben, erreichen den Arbeitgeberservice telefonisch unter der kostenfreien Arbeitgeber-Service-Rufnummer: 0800 4 5555 20.

Der Arbeitsmarkt in den Dienststellen des Agenturbezirks

Im Agenturbezirk Neubrandenburg entwickelte sich der Arbeitsmarkt im Juni relativ einheitlich. Am günstigsten war die Veränderung der Arbeitslosigkeit in Demmin; dort sank der Bestand an Arbeitslosen gegenüber dem Vorjahresmonat um 14 Prozent. Dem gegenüber steht die Entwicklung in Altentreptow mit einer Abnahme von 4 Prozent.

Der Arbeitsmarkt in Mecklenburg-Vorpommern: Mai 2021

  • Aktuell: 66.400 Arbeitslose in Mecklenburg-Vorpommern, die Arbeitslosen­quote liegt bei 8,1 Prozent
  • Rückgang der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vormonat April (-1.400) und im Vergleich mit dem Mai des Vorjahres (-1.200)
  • „Zwar ist im Mai die Zahl der Arbeitslosen – im Vorjahres- und im Vormonatsvergleich – gesunken, doch die Frühjahrsbelebung ist Corona-bedingt weiterhin verhalten. Ich rechne allerdings fest damit, dass insbesondere in den Tourismusregionen sinkende Inzidenzen und weitere Öffnungsschritte zu einer spürbar positiven Belebung des Arbeits­marktes in den kommenden Sommerferien führen werden.“ (Margit Haupt Koopmann)
  • Personalnachfrage: Den gemeinsamen Arbeitgeberservice-Teams der Arbeitsagenturen und Jobcenter wurden im Mai 3.700 sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet

Arbeitsmarkt in MV
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Der Arbeitsmarkt im Mai

Die Entwicklung der Arbeitslosigkeit im Überblick

  • Insgesamt 11.926 Arbeitslose: ein Minus von 2,7 Prozent im Vergleich zum Mai 2020
  • Sinkende Arbeitslosenzahlen im Vergleich zum Vormonat nur im Rechtskreis SGB III
  • Arbeitslosenquote liegt aktuell bei 9,2 Prozent
  • Im Vergleich zu Mai 2020: Weniger Arbeitslosmeldungen und mehr Abmeldungen in Arbeit
  • Über 2.700 freie Arbeitsstellen – mehr als im Vorjahresmonat
  • Kurzarbeit sichert Arbeitsplätze und verhindert Arbeitslosigkeit
  • Mit 7,7 Prozent niedrigste Arbeitslosenquote in Altentreptow und Neubrandenburg Umland – Höchste mit 11,9 Prozent in der Hauptagentur Neubrandenburg

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Der Arbeitsmarkt in Mecklenburg-Vorpommern: April 2021

  • Aktuell gibt es 67.800 Arbeitslose in Mecklenburg-Vorpommern, die Arbeitslosen­quote liegt bei 8,2 Prozent
  • Mit einem Plus von 2.800 Arbeitslosen im Vorjahresvergleich sind die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Arbeitsmarkt in Mecklenburg-Vorpommern weiterhin -wenn auch deutlich abgeschwächter als in den Vormonaten – sichtbar
  • Die Zahl der Arbeitslosen ist im Vergleich zum Vormonat März um 2.000 oder 2,8 Prozent gesunken
  • „Der für den Monat April saisonal typische Rückgang der Arbeitslosenzahlen, die sogenannte ‚Früh­jahrbelebung‘, ist Corona-bedingt in diesem Jahr deutlich geringer ausgefallen als üblich.“ (Margit Haupt-Koopmann)
  • Daten-Info zu den ‚Arbeits­losenquoten auf Stadt- und Kreisebene‘

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Der Arbeitsmarkt im April: Zahl der Arbeitslosen weiter gesunken

„Der Arbeitsmarkt hat im April seine Erholung – trotz der weiter anhaltenden Auswirkungen der Covid-19-Pandemie und der Eindämmungsmaßnahme – fortgesetzt und beschert der Seenplatte sinkende Arbeitslosenzahlen. Allerdings kann von einer vollständigen Erholung am Jobmarkt keine Rede sein, noch immer sind mehr Menschen arbeitslos als vor Corona. Allerdings, und das macht Hoffnung: Fachkräfte sind gefragt. Und Betriebe stellen tendenziell wieder mehr ein und entlassen seltener“, sagte der Chef der Neubrandenburger Arbeitsagentur – Thomas Besse – heute anlässlich der monatlichen Pressekonferenz.

Die Entwicklung der Arbeitslosigkeit im Überblick

  • Insgesamt 12.257 Arbeitslose: ein Plus von 1,9 Prozent im Vergleich zum April 2020
  • Sinkende Arbeitslosenzahlen im Vergleich zum Vormonat nur im Rechtskreis SGB III
  • Arbeitslosenquote liegt aktuell bei 9,4 Prozent
  • Weniger Arbeitslosmeldungen und mehr Abmeldungen in Arbeit als im April 2020
  • Zahl der freien Arbeitsstellen über Vorjahresniveau
  • Kurzarbeit sichert Arbeitsplätze und verhindert Arbeitslosigkeit
  • Mit 7,6 Prozent niedrigste Arbeitslosenquote in Neubrandenburg Umland – Höchste mit 12 Prozent in der Hauptagentur Neubrandenburg

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MV-Arbeitsmarkt März 2021

Die Zahl der Arbeitslosen in Mecklenburg-Vorpommern ist im März nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit im Vergleich zum Vorjahresmonat um 10.100 Arbeitslose gestiegen (+16,9 Prozent). Die Arbeitslosenquote liegt aktuell bei 8,5 Prozent. Insgesamt sind somit 69.800 Menschen arbeitslos. Im Vergleich zum Vormonat Februar ist die Zahl der Arbeitslosen um 1.900 (2,6 Prozent) gesunken.

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