Corona sorgt für Anstieg der Arbeitslosigkeit in der Seenplatte

„Die Zahl der arbeitslosen Menschen ist mittlerweile durch die Pandemieauswirkungen gestiegen. Die Tendenz zeigt jedoch das die Arbeitslosigkeit in unserer Region sehr moderat ansteigt. Mit dem Instrument der Kurzarbeit möchten wir die lokalen Unternehmen bei der Sicherung der Fachkräfte unterstützen und Entlassungen vermeiden“, sagt der Chef der Neubrandenburger Arbeitsagentur, Thomas Besse, heute anlässlich der monatlichen Pressekonferenz.

Die Entwicklung der Arbeitslosigkeit im Überblick

  • Insgesamt 12.022 Arbeitslose: ein Plus zum Vormonat (+619), ein Plus zum April 2019 (+427)
  • Arbeitslosenquote in der Seenplatte 9,1 Prozent
  • mehr Zugänge in Arbeitslosigkeit und weniger Abgänge aus Arbeitslosigkeit in Arbeit zum Vormonat
  • alle Personengruppen sind betroffen
  • 556 Stellen wurden gemeldet: ein Minus zum Vorjahresmonatsvergleich (-406)
  • 34 % der Unternehmen (2.664) haben seit März KuG angezeigt
  • KuG Anzeige für 23.693 Beschäftigte

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Arbeitsmarkt im März – Gemeinsam stark in der Krise

Wir durchleben gerade bewegte Zeiten. Die Corona-Krise hat unser Leben und unseren Alltag in einem Umfang verändert, wie wir es uns noch vor kurzem nicht vorstellen konnten.

Welche Folgen das auf den Arbeitsmarkt hat, kann die Arbeitsagentur frühestens ab dem nächsten Monat beginnen zu bilanzieren und dokumentieren. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt kann sie das aber noch nicht tun. Denn der Stichtag, also der Tag an dem die Daten, für den Berichtsmonat März erhoben wurden, war der 12.3. Das war vier Tage, bevor die Ausbreitung des Virus und in der Folge die Maßnahmen der Politik die wirtschaftlichen Aktivitäten stark eingeschränkt haben.

An diesem 12. März war davon noch nichts zu spüren. Die einsetzende Frühjahrbelebung hatte die Arbeitslosigkeit um 582 auf 11.403 Arbeitslose sinken lassen.
Die Arbeitsagentur geht nicht davon aus, dass sich der Rückgang im April fortsetzt. Angesichts der in weiten Teilen ruhenden Wirtschaft bleiben Neu- und Wiedereinstellungen vorerst aus.

Die Entwicklung der Arbeitslosigkeit im Überblick

  • Insgesamt 11.403 Arbeitslose: ein Minus zum Vormonat (-582), ein Minus zum März 2019 (-1.242)
  • Arbeitslosenquote in der Seenplatte 8,7 Prozent
  • Arbeitslosigkeit Älterer (50 Jahre und älter) hat weiter abgenommen (-11,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr)
  • Im Vorjahresvergleich: Langzeitarbeitslosigkeit sinkt um 12,1 Prozent
  • Rückgang der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vorjahr in allen Regionen in der Seenplatte. Stärkster Rückgang in der Region Altentreptow (-16,5 Prozent)

Infolge der Corona-Pandemie werden Unternehmen und Betriebe, Beschäftigte, Arbeitslose und Arbeitsuchende durch Kurzarbeit und drohende Arbeitslosigkeit mit teilweise existenziellen Herausforderungen konfrontiert. Die Bundesregierung hat daher Sofortmaßnahmen und Hilfspakete beschlossen, die helfen sollen, bereits bestehende oder noch bevorstehende Notlagen abzumildern. Die Bundesagentur für Arbeit Neubrandenburg steht Unternehmen und Privatpersonen dabei beratend und unterstützend zur Seite.
Die Agentur erlebt eine Mischung aus Virus, Strukturwandel und Krise. Angesichts des weitgehenden Shut-Down stehen nicht nur Förderbänder in den Fabriken still, es sind z.B. auch Läden, Cafés und Arztpraxen geschlossen und Flugzeuge bleiben am Boden. Es ist somit davon auszugehen, dass auch die Zahl der Kurzarbeiter in der Spitze erheblich höher ausfallen wird als vor 12 Jahren.

Eine stabile Datenbasis, auf der wir das abschätzen könnten, haben wir aber noch nicht. Das liegt am Ablauf des Prozesses:

  • Wenn Betriebe Kurzarbeit planen, müssen sie das bei der Agentur für Arbeit zunächst anzeigen. Ohne Anzeige ist später keine Zahlung möglich.
  • Wenn tatsächlich kurzgearbeitet wird, kann der Betrieb innerhalb von 3 Monaten die erforderliche Abrechnungsliste einreichen.
  • Erst danach haben wir endgültige Daten dazu, wie viele Personen genau kurzgearbeitet haben, in welcher Branche und wie groß der Arbeitsausfall war.

Der einzige, erste Anhaltspunkt, den wir momentan haben, sind die Anzeigen, die bei uns eingehen.

Aber auch hier gibt es Probleme:

  • Aktuell greifen sehr viele auch kleinere Betriebe auf Kurzarbeit zurück. Die Arbeitsbelastung in der Agentur für Arbeit ist daher momentan extrem hoch.
  • Dadurch kann es sein, dass ein Teil der Anzeigen noch gar nicht erfasst ist.Auf der anderen Seite können auch Doppelungen vorliegen:
  • Damit Sie einen Eindruck haben, ein Beispiel, das im Moment häufig vorkommt: Arbeitgeber nutzen verständlicherweise im Moment alle Kanäle, um Kurzarbeit anzuzeigen: Sie melden sich per Mail, über unsere Website, telefonisch.
  • Im ersten Schritt haben wir im Zweifel also für das gleiche Unternehmen dreimal die gleiche Anzeige von Kurzarbeit.
  • Erst beim Abgleich können wir so etwas bereinigen.
    Und die eingegangenen Anzeigen variieren stark: Hinter einer Anzeige von Kurzarbeit kann sich ein kleiner Glaserbetrieb mit 5 Mitarbeitern verbergen – genauso ein großes Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitern.

Es ist verständlich, dass angesichts der Dynamik eine Antwort auf die Frage, wie sich der Arbeitsmarkt und die Kurzarbeit JETZT entwickeln, drängend und wichtig ist. Die Arbeitsagentur geht davon aus, dass vor Ort bislang insgesamt 2.823 Anzeigen zu Kurzarbeit eingegangen sind, die teils schon geprüft und erfasst sind, teils aber eben auch noch nicht.

Genauere Informationen zu den Anzeigen gibt es erst, wenn diese vollständig erfasst sind. Deshalb können wir auch nichts über mögliche Summen oder Kosten für die BA sagen, auch wenn wir wissen, dass gewisse Summen im Raum stehen.

Jeder bekommt bei Anspruch Leistungen, unabhängig von Rücklage BA

Die Rücklage der Bundesagentur für Arbeit in Höhe von 26 Milliarden Euro, ist genau für solche Fälle da. Sollte diese nicht reichen, erhalten wir Zuschüsse des Bundes, das war auch in der Finanz- und Wirtschaftskrise so.
Ganz klar ist: Kurzarbeitergeld und Arbeitslosengeld sind eine Pflichtleistung. Wer einen Anspruch hat, erhält diese Leistung. Ohne Wenn und Aber. Die Arbeitsagentur leistet damit einen entscheidenden Beitrag zum sozialen Frieden und zur Sicherung der Wirtschaft in dieser einmalig herausfordernden Lage.
Die Bundesagentur für Arbeit dankt seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie arbeiten weiter, sichern Leistungsauszahlungen und sorgen dafür, dass jeder, der Hilfe braucht in diesen Zeiten, diese schnell erhält. Auch wenn man vielleicht mal nicht beim ersten Mal telefonisch durchkommt. Sie tun alles dafür, alle Anträge schnell und unbürokratisch aufzunehmen und abzuarbeiten. Die Agentur fährt alles hoch, was sie kann und stockt die entsprechenden Teams mit allem momentan verfügbaren Personal auf.
Bei der Bearbeitung von Kurzarbeitergeld sind bundesweit normalerweise 900 Mitarbeiter für Anträge und Abrechnungen zuständig, jetzt erfolgt die sukzessive Aufstockung auf bundesweit 4.000 Mitarbeiter.
In der Telefonie arbeiten normalerweise bundesweit 3.000 bis 4.000 Mitarbeiter an den Service-Hotlines. Jetzt wird auf über 18.000 Mitarbeiter ausgebaut.
Auch in der Agentur für Arbeit Neubrandenburg werden alle verfügbaren Kolleginnen und Kollegen innerhalb kürzester Zeit geschult, um dem momentan großen Bedarf gerecht werden zu können. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gehen hoch motiviert an ihre neuen Aufgaben und unterstützen die Agentur, den so wichtigen sozialen Frieden zu sichern.

Erleichterung Kurzarbeitergeld

  • Die Arbeitsagentur  zahlt bereits bei Arbeitsausfall von mindestens 10 Prozent und volle Sozialversicherungsbeiträge.
  • Sie zahlt auch Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmern KuG
  • Sie vereinfacht und beschleunigt Anzeige von KuG und Antragstellung – vervierfachen Personal zur Berechnung – tun alles dafür, dass Arbeitgeber nach der Abrechnung schnellstmöglich Geld bekommt.

Erleichterungen Grundsicherung

Die Arbeitsagentur

  • prüft für ein halbes Jahr kein Vermögen – niemand muss jetzt an sein Erspartes ran,
  • erstattet die tatsächlichen Kosten der Unterkunft – keine muss sich eine kleinere Wohnung zu suchen,
  • vereinfacht die Anträge, damit alle Betroffenen schnell Hilfe bekommen.

Der Arbeitsmarkt im Februar: Zahl der Arbeitslosen im Februar gesunken

„Der Arbeitsmarkt in der Mecklenburgischen Seenplatte hat im Wintermonat Februar wieder Fahrt aufgenommen. Im Vergleich zum Februar vor einem Jahr waren 1.396 Menschen weniger arbeitslos. Der Bedarf der Unternehmen an Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern verharrt weiterhin auf hohem Niveau. Aber: Die Fachkräftesicherung wird zur größten Herausforderung der kommenden Jahre,“ sagte der Geschäftsführer (operativ) der Neubrandenburger Arbeitsagentur, Stephan Bünning, heute in Neubrandenburg anlässlich der monatlichen Pressekonferenz.

Die Entwicklung der Arbeitslosigkeit im Überblick

  • Insgesamt 11.985 Arbeitslose: ein Minus zum Vormonat (-245), ein Minus zum Februar 2019 (-1.396)
  • Arbeitslosenquote in der Seenplatte 9,1 Prozent
  • 2.501 freie Stellen warten auf Bewerberinnen und Bewerber – schlechtere Chancen für Ungelernte
  • Arbeitslosigkeit Älterer (50 Jahre und älter) nimmt weiter ab (-11,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr)
  • Im Vorjahresvergleich: Langzeitarbeitslosigkeit sinkt um 12,8 Prozent
  • Im Vorjahresvergleich: weniger Entlassungen
  • Rückgang der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vorjahr in allen Regionen in der Seenplatte. Stärkster Rückgang in der Region Altentreptow (-18,6 Prozent)

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Januar-Arbeitslosigkeit: Saisonbedingter Anstieg der Arbeitslosigkeit in der Seenplatte

„Die Zahl der arbeitslosen Menschen ist im Januar allein aus jahreszeitlichen Gründen gestiegen. Die Tendenz zeigt jedoch weiterhin eindeutig: Die Arbeitslosigkeit sinkt, die Beschäftigung steigt. Und wir haben allen Grund zu erwarten, dass sich der Beschäftigungsaufbau auch in diesem Jahr fortsetzt“, sagt der Chef der Neubrandenburger Arbeitsagentur, Thomas Besse, heute anlässlich der monatlichen Pressekonferenz.

Die Entwicklung der Arbeitslosigkeit im Überblick

  • Insgesamt 12.230 Arbeitslose: ein Plus zum Vormonat (+1.008), ein Minus zum Januar 2019 (-1.222)
  • Arbeitslosenquote in der Seenplatte 9,3 Prozent
  • Langzeitarbeitslosigkeit sinkt im Vorjahresvergleich um 12,4 Prozent
  • weniger Entlassungen und mehr Abmeldungen in Arbeit zum Vorjahresmonat
  • alle Personengruppen – bis auf die 15- bis unter 25-Jährigen – profitieren im Vergleich zum Vorjahresmonat
  • knapp 2.400 freie Stellen warten auf Bewerberinnen und Bewerber – kaum Chancen für Ungelernte
  • Arbeitslosigkeit Älterer (50 Jahre und älter) nimmt weiter ab (-9,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr)
  • Rückgang der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vorjahr in allen Regionen in der Seenplatte. Stärkster Rückgang in der Region Altentreptow (-15,5 Prozent)

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Der Arbeitsmarkt im Dezember und Jahresbilanz 2019: Arbeitslosigkeit steigt saisonbedingt

„Mit Beginn des Winters ist die Arbeitslosigkeit in der Mecklenburgischen Seenplatte gestiegen. Aber: Derzeit spricht viel dafür, dass sich die gute Lage der Wirtschaft, verbunden mit der steigenden Nachfrage nach gut ausgebildetem Personal, in den kommenden Monaten fortsetzt. Nach meiner Einschätzung wird sich der Arbeitsmarkt im Jahr 2020 weiter gut entwickeln. Allerdings werden sich die enormen Rückgänge der Arbeitslosenzahlen der vergangenen Jahre abflachen. Eine moderate Abschwächung der Dynamik ist auch nicht auszuschließen. Dennoch erwarte ich einen Anstieg der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung und einen Rückgang der Arbeitslosigkeit, “ sagt der Chef der Neubrandenburger Arbeitsagentur, Thomas Besse, heute anlässlich der monatlichen Pressekonferenz.

Die Entwicklung der Arbeitslosigkeit in der Seenplatte im Überblick

  • Insgesamt 11.222 Arbeitslose: ein Minus von 843 im Vergleich zum Dezember 2018
  • Arbeitslosenquote liegt aktuell bei 8,5 Prozent
  • Seit Jahresbeginn 9.610 freie Jobs gemeldet
  • Langzeitarbeitslose und Frauen profitieren besonders
  • Stärkster Rückgang der Arbeitslosigkeit in Röbel (-15,5 Prozent)
  • Mit 7,2 Prozent niedrigste Arbeitslosenquote in Neubrandenburg Umland – Höchste mit 11,8 Prozent in Demmin

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Arbeitsmarkt im November: Arbeitslosigkeit steigt saisonbedingt

„Der Arbeitsmarkt hat im November saisonbedingt an Schwung verloren. Parallel zur weiterhin guten konjunkturellen Entwicklung hat die Zahl der Arbeitslosen im laufenden Monat zugenommen – weniger als normalerweise in einem November. Und: Noch nie zuvor war die Arbeitslosigkeit in einem November niedriger“, sagt der Chef der Neubrandenburger Arbeitsagentur, Thomas Besse, heute anlässlich der monatlichen Pressekonferenz.

Die Entwicklung der Arbeitslosigkeit in der Seenplatte im Überblick

  • Insgesamt 10.719 Arbeitslose: ein Minus von 913 im Vergleich zum November 2018
  • Arbeitslosenquote liegt aktuell bei 8,1 Prozent
  • Rückgang der Arbeitslosigkeit (Vormonat) in den Jobcentern – saisontypischer Anstieg in der Arbeitsagentur
  • 2.535 freie Arbeitsstellen
  • Mit 6,5 Prozent niedrigste Arbeitslosenquote in Röbel – Höchste mit 11,3 Prozent in Demmin
  • Stärkster Anstieg der Arbeitslosigkeit zum Vormonat in Röbel (+11 Prozent)
  • Bundesweite Woche der Menschen mit Behinderung vom 02.12. bis 06.12.2019

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Oktober-Arbeitslosigkeit: Quote bei 7,9 Prozent – Goldener Oktober auf dem Arbeitsmarkt

„Der Arbeitsmarkt in der Mecklenburgischen Seenplatte ist in guter Verfassung und profitiert im Oktober von der fortsetzenden Herbstbelebung. Die Zahl der Arbeitslosen sinkt weiter. Besonders freut mich der starke Rückgang der Langzeitarbeitslosigkeit um 692 im Vergleich zum Vorjahr. Allerdings sind hierzulande Menschen ohne Berufsabschluss besonders von Arbeitslosigkeit besonders betroffen“, sagte der Chef der Neubrandenburger Arbeitsagentur, Thomas Besse, heute anlässlich der monatlichen Pressekonferenz.

Die Entwicklung der Arbeitslosigkeit in der Seenplatte im Überblick

  • Insgesamt 10.414 Arbeitslose: ein Minus von 770 im Vergleich zum Oktober 2018
  • Arbeitslosenquote aktuell bei 7,9 Prozent
  • über 2.700 freie Arbeitsstellen gemeldet
  • Jugendliche unter 25 Jahre profitieren (-36 zum Vormonat)
  • Stärkster Rückgang der Arbeitslosigkeit in Altentreptow (- 1,3 Prozent zum Vorjahr)
  • Mit 5,8 Prozent niedrigste Arbeitslosenquote in Röbel – Höchste mit 11,3 Prozent in Demmin

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