Juni-Arbeitslosigkeit: Deutliche Zeichen für Zuversicht am Arbeitsmarkt

„Die Arbeitsmarktzahlen für die Seenplatte geben Anlass für Zuversicht. Mit der fortgesetzten Frühjahrsbelebung – und weiterer Lockerungsschritten bei den Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie – ist die Arbeitslosigkeit im Juni kräftig gesunken.  Und nachdem die Aussichten lange durch die Corona-Krise getrübt waren, erwarten wir in den kommenden Monaten eine weitere Besserung auf dem Arbeitsmarkt. Optimismus zeigt sich sowohl bei den Aussichten zur Entwicklung der Kurzarbeit, der Arbeitslosigkeit als auch der Beschäftigung. Bis die Pandemie-Folgen aber ganz überwunden sind, wird es aller Voraussicht nach noch mehrere Monate dauern“, sagte der Vizechef der Neubrandenburger Arbeitsagentur, Stephan Bünning, heute anlässlich der monatlichen Pressekonferenz.

Die Entwicklung der Arbeitslosigkeit im Überblick

  • Insgesamt 11.107 Arbeitslose: ein Minus von 7,4 Prozent im Vergleich zum Juni 2020
  • Zum ersten Mal in diesem Jahr sinkende Arbeitslosenzahlen im Vergleich zum Vormonat und Vorjahr in beiden Rechtskreisen
  • Arbeitslosenquote liegt aktuell bei 8,6 Prozent
  • Im Vergleich zu Juni 2020: Weniger Arbeitslosmeldungen und mehr Abmeldungen in Arbeit
  • Fast 2.900 freie Arbeitsstellen – über 100 mehr als im Mai 2021
  • Kurzarbeit sichert Arbeitsplätze und verhindert Arbeitslosigkeit
  • Mit 6,9 Prozent niedrigste Arbeitslosenquote in Röbel – Höchste mit 11,4 Prozent in der Hauptagentur Neubrandenburg
  • Zahl der offenen Ausbildungsplätze übersteigt Zahl der Bewerber

Im Juni waren in der Seenplatte 819 Menschen weniger arbeitslos gemeldet als im Mai. Insgesamt 11.107. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 8,6 Prozent. Im Vergleich zum Juni des Vorjahres sind es 882 Arbeitslose weniger.

Stephan Bünning: „Die Arbeitsmarktzahlen geben Anlass für Zuversicht. Mit der fortgesetzten Frühjahrsbelebung – und weiterer Lockerungsschritten bei den Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie – ist die Arbeitslosigkeit im Juni kräftig gesunken. So stark wie seit fünf Jahren – (Juni 2016 (-873) – nicht mehr Die Zahl der Arbeitslosen liegt nicht nur wieder unter dem Niveau von Juni 2020 – als die Auswirkungen des 1. Lockdowns den Arbeitsmarkt stark beeinflussten – sondern ist auch nur noch 263 von der Zahl aus dem Juni vor der Pandemie entfernt.“ „Ich freue mich“, so Bünning, „dass im Vergleich zum Vormonat Mai die Arbeitslosenzahlen aller Alters- und Personengruppen gesunken sind –  ganz besonders über den überdurchschnittlichen Rückgang bei den älteren Arbeitslosen über 50 Jahre und den unter 20-Jährigen.“ Und nachdem die Aussichten lange durch die Corona-Krise getrübt waren, „erwarten wir eine umfassende Besserung in den kommenden Monaten auf dem Arbeitsmarkt. Optimismus zeigt sich sowohl bei den Aussichten zur Entwicklung der Kurzarbeit, der Arbeitslosigkeit als auch der Beschäftigung. Allerdings wird der wirtschaftliche Erholungskurs in den Branchen recht unterschiedlich sein“, sagt Bünning weiter.

Mit der beginnenden Ferienzeit enden auch Ausbildungen. Und junge Fachkräfte, die nicht von ihren Lehrbetrieben übernommen werden, kommen in diesen Tagen auf den Arbeitsmarkt. „Betriebe, die jetzt schnell reagieren, können sich frische Fachkräfte sichern und ihr Unternehmen für die Zukunft mit jungen Kräften stärken,“ empfiehlt der Arbeitsmarktexperte.

Junge Menschen profitieren von Frühjahresbelebung besonders

„Von der wachsenden Dynamik und den zunehmenden Chancen am Arbeitsmarkt profitieren besonders junge Menschen unter 20 Jahren“, sagte Bünning. „Junge Menschen sind häufig gut ausgebildet und damit die Fachkräfte, die Unternehmen suchen und sich jetzt sichern, um gut aus den konjunkturellen Startlöchern zu kommen.“ Vor einem Jahr waren junge Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vom ersten Lockdown zunächst stärker betroffen. „Sie wurden“, so Bünning, „als frische Absolventen einer Ausbildung nicht eingestellt oder waren diejenigen im Betrieb, die aufgrund einer nur kurzen Zugehörigkeit als erste gehen mussten. Jetzt profitieren sie besonders vom Fachkräftebedarf der Unternehmen, der die Pandemie überdauert hat, in den vergangenen Monaten allenfalls aufgeschoben wurde und jetzt wieder deutlicher sichtbar wird.“ Im Vergleich zum Vorjahr sank die Zahl junger arbeitslos gemeldeter Menschen – unter 20 Jahren – um 13,1 Prozent. Diese Entwicklung zeige auch, sagte Bünning, „wie wichtig eine gute Ausbildung ist“

Kurzarbeit sichert Arbeitsplätze und verhindert Arbeitslosigkeit

Ohne Kurzarbeit läge die Arbeitslosigkeit noch einmal deutlich höher. Im Juni wurde für 120 Menschen im Landkreis vorsorglich Kurzarbeit angezeigt – 246 weniger als im Mai. Nach aktuellen Hochrechnungen befanden sich im Januar 2021,
8.358 Mitarbeitende – aus 1.332 Unternehmen – in Kurzarbeit.

Entwicklung der Arbeitslosigkeit nach Personengruppen

Nach Personengruppen entwickelte sich die Arbeitslosigkeit recht unterschiedlich, allerdings waren bei allen Rückgänge gegenüber dem Vorjahresmonat zu verzeichnen. Die Spanne der Veränderungen reicht im Juni von –8% bei 50-Jährigen und Älteren bis –3% bei 15-bis unter 25-Jährigen.

Entwicklung der Arbeitslosigkeit nach Rechtskreisen

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung nach dem Sozialgesetzbuch III, also bei all denjenigen, die Arbeitslosengeld I erhalten waren im Juni 3.353 Menschen arbeitslos. 515 weniger als im Vormonat und 717 weniger als im Juni 2020. Das entspricht einem Rückgang von 18 Prozent.

Die Zahl der Bezieher von Arbeitslosengeld II nach dem Sozialgesetzbuch II – umgangssprachlich Hartz-IV-Empfänger genannt – lag im Juni bei 7.754 Arbeitslosen. 304 weniger als im Juni und 165 weniger als im Juni 2020. Das entspricht einem Rückgang von 2,1 Prozent.

Geldleistungen

Insgesamt 2.879 Personen erhielten im Juni 2021 Arbeitslosengeld, 784 weniger als vor einem Jahr. Die Zahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten in der Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II) lag im Juni bei 15.439. Gegenüber Juni 2020 war dies ein Rückgang von 1.263 Personen.10 Prozent der in der Seenplatte lebenden Personen im erwerbsfähigen Alter (15 bis u. 65 Jahre) waren damit hilfebedürftig.

Knapp 2.900 gemeldete freie Arbeitsstellen:  Fachkräfte sind trotz Corona gefragt

Im Landkreis der Mecklenburgischen Seenplatte ist die Zahl der offenen Stellen gegenüber dem Vormonat gestiegen. Zurzeit gibt es 2.890 freie Arbeitsstellen. 103 mehr als im Vormonat und 243 mehr als im Juni des Vorjahrs.

Die größte Nachfrage gab es im Juni aus den Bereichen:  Gastgewerbe (366 freie Stellen im Bestand; im verarbeitenden Gewerbe (355); im Baugewerbe (352); Gesundheit, Soziales, Lehre und Erziehung (351) sowie in der Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen (311).

Unternehmen in der Seenplatte, die noch keinen festen Ansprechpartner haben, erreichen den Arbeitgeberservice telefonisch unter der kostenfreien Arbeitgeber-Service-Rufnummer: 0800 4 5555 20.

Der Arbeitsmarkt in den Dienststellen des Agenturbezirks

Im Agenturbezirk Neubrandenburg entwickelte sich der Arbeitsmarkt im Juni relativ einheitlich. Am günstigsten war die Veränderung der Arbeitslosigkeit in Demmin; dort sank der Bestand an Arbeitslosen gegenüber dem Vorjahresmonat um 14 Prozent. Dem gegenüber steht die Entwicklung in Altentreptow mit einer Abnahme von 4 Prozent.

Oktober-Arbeitslosigkeit: Quote bei 7,9 Prozent – Goldener Oktober auf dem Arbeitsmarkt

„Der Arbeitsmarkt in der Mecklenburgischen Seenplatte ist in guter Verfassung und profitiert im Oktober von der fortsetzenden Herbstbelebung. Die Zahl der Arbeitslosen sinkt weiter. Besonders freut mich der starke Rückgang der Langzeitarbeitslosigkeit um 692 im Vergleich zum Vorjahr. Allerdings sind hierzulande Menschen ohne Berufsabschluss besonders von Arbeitslosigkeit besonders betroffen“, sagte der Chef der Neubrandenburger Arbeitsagentur, Thomas Besse, heute anlässlich der monatlichen Pressekonferenz.

Die Entwicklung der Arbeitslosigkeit in der Seenplatte im Überblick

  • Insgesamt 10.414 Arbeitslose: ein Minus von 770 im Vergleich zum Oktober 2018
  • Arbeitslosenquote aktuell bei 7,9 Prozent
  • über 2.700 freie Arbeitsstellen gemeldet
  • Jugendliche unter 25 Jahre profitieren (-36 zum Vormonat)
  • Stärkster Rückgang der Arbeitslosigkeit in Altentreptow (- 1,3 Prozent zum Vorjahr)
  • Mit 5,8 Prozent niedrigste Arbeitslosenquote in Röbel – Höchste mit 11,3 Prozent in Demmin

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Juli-Arbeitslosigkeit: Gute Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt hält an

„Die gute Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt hält an. Die Zahl der Arbeitslosen sinkt weiter, aber wegen dem Ende vieler Berufsausbildungsverhältnisse und weniger Einstellungen während der Ferienzeit etwas langsamer. Die Nachfrage nach neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist nochmals deutlich gestiegen und bewegt sich auf hohem Niveau. Allerdings bleiben ausgeschriebene Stellen länger unbesetzt als früher“, sagte Stephan Bünning, Vizechef der Neubrandenburger Arbeitsagentur, anlässlich der monatlichen Pressekonferenz.

Die Entwicklung der Arbeitslosigkeit im Überblick

  • Insgesamt 10.811 Arbeitslose: ein Minus zum Vormonat (- 33), ein Minus zum Juli 2018 (- 1.040)
  • Arbeitslosenquote in der Seenplatte 8,2 Prozent
  • Langzeitarbeitslosigkeit sinkt um 15 Prozent (im Vorjahresvergleich)
  • Jugendarbeitslosigkeit steigt saisonbedingt
  • Über 3.500 freie Stellen gemeldet aus jahreszeitlichen Gründen
  • Niedrigste Arbeitslosenquote mit 5,7 Prozent in Röbel
  • Zahl der offenen Ausbildungsplätze übersteigt Zahl der suchenden Bewerber
  • Top Ten der unbesetzten Ausbildungsplätze

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„Urlaub“ für Arbeitslose – nur nach vorheriger Genehmigung

Arbeitslose haben keinen Urlaubsanspruch. Sie können aber verreisen, wenn die Arbeitsagentur vorher zustimmt. Durch die Ortsabwesenheit darf allerdings weder eine Arbeitsaufnahme noch die Teilnahme an einer Bildungsmaßnahme gefährdet sein. Und: Der Antrag muss vorher gestellt werden.

Einen „Urlaubsanspruch“, wie er Arbeitnehmern und Auszubildenden während einer Beschäftigung zusteht, gibt es so nicht. Trotzdem kann verreisen, wer arbeitslos ist.

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Mai-Arbeitslosigkeit: Im Mai erneut weniger Arbeitslose in der Mecklenburgischen Seenplatte

Mai-Arbeitslosigkeit:  Im Mai erneut weniger Arbeitslose in der Mecklenburgischen Seenplatte

„Auch im Mai gibt es gute Nachrichten zu verkünden. Denn die Konjunktur sorgt in der Seenplatte weiter für Schub auf dem Arbeitsmarkt. Die Zahl der Arbeitslosen entwickelt sich seit Monaten positiv. Im Mai ist sie auf den niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung gesunken. Im Vergleich zum Vorjahr waren über 1.300 Menschen weniger arbeitslos gemeldet und die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung erreichte mit über 95.000 einen weiteren Höchststand. Im weiteren Jahresverlauf rechne ich mit neuen Höchstständen bei der Zahl von Beschäftigten bei gleichzeitig sinkender Arbeitslosigkeit,“, sagte der Chef der Neubrandenburger Arbeitsagentur, Thomas Besse, heute anlässlich der monatlichen Pressekonferenz.

Die Entwicklung der Arbeitslosigkeit im Überblick

  • Insgesamt 11.094 Arbeitslose: ein Minus zum Vormonat (- 501), ein Minus zum Mai 2017 (- 1.325)
  • Niedrigste Arbeitslosenquote (8,4 Prozent) seit der Wiedervereinigung
  • Mit 95.309 Rekordstand bei der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung (Stichtag 30.09.18)
  • Im Vorjahresvergleich: überdurchschnittlicher Rückgang bei Langzeitarbeitslosen und Frauen
  • Knapp 3.000 freie Stellen
  • Rückgang der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vorjahr in allen Regionen in der Seenplatte. Stärkster Rückgang in der Region Malchin (- 14 Prozent)
  • ‚Endspurt‘ am Ausbildungsmarkt: Top Ten der unbesetzten Ausbildungsplätze

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April-Arbeitslosigkeit: Zahl der Arbeitslosen sinkt kräftig

Das Frühjahr belebt den Arbeitsmarkt im Seenplattelandkreis und lässt die Arbeitslosigkeit spürbar sinken. So ist der Zahl der arbeitslosen Menschen im April erstmals in diesem Jahr wieder unter die Zwölf-Tausender-Marke gesunken. Das ist der niedrigste Monatswert seit 29 Jahren. Über 1.600 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Dazu wächst die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung. Im Vergleich zum Vorjahr sind über 470 Menschen mehr in Arbeit. Und die Zahl gemeldeter offener Stellen ist mit 2.930 so hoch wie noch nie“, so Thomas Besse, Chef der Neubrandenburger Arbeitsagentur, anlässlich der monatlichen Pressekonferenz, die am Dienstag, 30.04., stattfand.

Die Entwicklung der Arbeitslosigkeit im Überblick

  • Insgesamt 11.595 Arbeitslose: ein Minus zum Vormonat (-1.050) ein Minus zum April 2018 (-1.686)
  • Arbeitslosenquote in der Seenplatte 8,8 Prozent
  • Über 2.900 freie Stellen
  • Mit 95.390 Rekordstand bei der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung (Stichtag 30.09.18)
  • Seit Jahresbeginn: 11.012 Zugänge von Arbeitslosen – dem gegenüber stehen 11.480 Abmeldungen von Arbeitslosen, 3.291 Arbeitsstellen eingeworben
  • Langzeitarbeitslosigkeit sinkt um 15 Prozent (im Vorjahresvergleich)
  • Zum Vormonat: überwiegend Arbeitslose aus dem Bereich der Arbeitsagentur profitieren
  • Rückgang der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vorjahr in allen Regionen in der Seenplatte. Stärkster Rückgang in der Region Röbel (-17,4 Prozent)
  • Zahl der offenen Ausbildungsplätze übersteigt Zahl der Bewerber

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Jobcenter gibt 120 Menschen eine neue Chance

Seit Januar 2019 hat das Jobcenter Mecklenburgische Seenplatte-Süd neue Möglichkeiten, Langzeitbezieher, die sich durch die lange Beschäftigungslosigkeit bereits sehr weit vom Arbeitsprozess entfernt haben, bei der Arbeitssuche zu unterstützen. Durch die Maßnahme „Teilhabe am Arbeitsmarkt“ können Betriebe bis zu fünf Jahre Lohnkosten erstattet bekommen. Voraussetzung ist, dass sie Arbeitsuchende einstellen, die seit mehreren Jahren Leistungen vom Jobcenter erhalten. Das Jobcenter will so in diesem Jahr 120 Menschen in Arbeit bringen.

„Trotz der guten Lage auf dem Arbeitsmarkt finden viele Menschen in der Region über Jahre hinweg keine Arbeit“, sagt Andreas Wegner, Geschäftsführer Jobcenters Mecklenburgische Seenplatte-Süd. „Teilhabe am Arbeitsmarkt“ ist ein Weg dieser Herausforderung zu begegnen, den wir ausdrücklich begrüßen.“ Mit „Teilhabe am Arbeitsmarkt“ können Arbeitgeber fünf Jahre lang eine Förderung erhalten. In den ersten beiden Jahren ist ein Zuschuss von bis zu 100 Prozent der Lohnkosten möglich, einschließlich der Lohnnebenkosten. In den folgenden Jahren verringert sich der Betrag pro Jahr um zehn Prozent. Maßgeblich für die Berechnung der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung ist der Mindestlohn, bei Tarifbindung der Tariflohn.

Die neue Mitarbeiterin oder der neue Mitarbeiter muss über 25 Jahre alt sein und mindestens sechs Jahre Leistungen vom Jobcenter bezogen haben und sich durch die sehr lange Beschäftigungslosigkeit bereits sehr weit vom Arbeitsprozess entfernt haben. Bei Schwerbehinderung oder einem minderjährigen Kind in der Bedarfsgemeinschaft sind fünf Jahre Leistungsbezug ausreichend.

Zusätzlich kann das Jobcenter notwendige Weiterbildungen mit bis zu 3.000 Euro fördern. Ein begleitendes Coaching ist Bestandteil der neuen Maßnahme. Wenn Menschen lange arbeitslos gewesen sind, bedeutet der neue Job oft eine Umstellung mit vielen Herausforderungen. Das Coaching ist ein Unterstützungsangebot für beide Seiten, um das Arbeitsverhältnis dauerhaft stabil zu halten.

Das Jobcenter Mecklenburgische Seenplatte-Süd ist überzeugt, dass „Teilhabe am Arbeitsmarkt“ ein Erfolg wird. Für 2019 plant das Jobcenters 120 Arbeitsaufnahmen. „Unser Ziel ist, den Menschen über diesen Weg eine dauerhafte Existenz zu ermöglichen“, sagt Andreas Wegner, Geschäftsführer Jobcenters Mecklenburgische Seenplatte-Süd.

Interessierte Arbeitgeber, die langzeitarbeitslosen Menschen eine Chance auf eine Arbeit geben möchten, können sich an Ihre persönlichen Ansprechpartner im gemeinsamen Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit und des Jobcenters wenden. Sie erreichen den gemeinsamen Arbeitgeberservice auch unter der Servicenummer 0800 4 555520 (gebührenfrei) oder per Email unter neubrandenburg.arbeitgeber@arbeitsagentur.de . Oder einfach im Jobcenter anrufen. Hier steht Ihnen der Geschäftsführer, Herr Wegner, unter 0395/766-3000 direkt für Fragen zur Verfügung.