Der Arbeitsmarkt in Mecklenburg-Vorpommern: Juli 2021

  • Aktuell: 60.200 Arbeitslose in Mecklenburg-Vorpommern, die Arbeitslosen­quote liegt bei 7,3 Prozent
  • Deutliche Abnahme der Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Juli des Vorjahres: -5.600
  • Rückgang der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vormonat Juni: -1.400
  • „In Mecklenburg-Vorpommern setzt sich auch in den Sommerferien die insgesamt positive Entwick­lung am Arbeitsmarkt fort. So ist im Juli nicht nur die Zahl der Arbeits­losen im Vormonats- und Vorjahresvergleich deutlich zurückgegangen, auch die Per­sonalnachfrage der Betriebe hat nochmals zugenommen.“ (Margit Haupt-Koopmann)
  • Den gemeinsamen Arbeitgeberservice-Teams der Arbeitsagenturen und Jobcenter wurden im Juli 4.500 sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet
  • Daten-Info: Arbeits­losenquoten auf Stadt- und Kreisebene / Daten zum Ausbildungs­markt

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Juli-Arbeitslosigkeit: Zahl der Arbeitslosen sinkt unter die 11.000er-Marke

„Niedrige Corona-Inzidenzen, geöffnete Geschäfte, Hotels und Gaststätten beflügeln den Arbeitsmarkt in der Seenplatte. Damit sind im Juli – erstmals seit Oktober 2020 – wieder weniger als 11.000 Menschen arbeitslos. Zudem steigt die Zahl der gemeldeten offenen Stellen. Auch die Kurzarbeit geht weiter zurück. Trotz dieser positiven Entwicklung bleiben auch große Herausforderungen, denn noch liegen Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit deutlich höher als vor der Krise“, sagte der Chef der Neubrandenburger Arbeitsagentur, Thomas Besse, heute anlässlich der monatlichen Pressekonferenz.

Die Entwicklung der Arbeitslosigkeit im Überblick

  • Insgesamt 10.876 Arbeitslose: ein Minus von 8,8 Prozent im Vergleich zum Juli 2020
  • sinkende Arbeitslosenzahlen – im Vergleich zum Vormonat und Vorjahr – in beiden Rechtskreisen
  • Arbeitslosenquote liegt aktuell bei 8,4 Prozent
  • Im Vergleich zu Juli 2020: Weniger Arbeitslosmeldungen und mehr Abmeldungen in Arbeit
  • Mehr als 3.000 freie Arbeitsstellen – 288 mehr als im Juli 2020
  • Kurzarbeit sichert Arbeitsplätze und verhindert Arbeitslosigkeit
  • Waren und Röbel: Arbeitslosenquote unter 7 Prozent – Niedrigste Quote in Röbel mit 6,3 Prozent – Höchste mit 11,3 Prozent in der Hauptagentur Neubrandenburg
  • Zahl der offenen Ausbildungsplätze übersteigt Zahl der Bewerber

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Seenplatte-Ausbildungsmarkt in der Pandemie: Weniger Bewerber/innen – mehr freie Lehrstellen

Von Oktober 2020 bis Juli 2021 haben sich 1.182 Schülerin und Schüler – und damit 174 weniger als ein Jahr zuvor – auf einen Ausbildungsplatz beworben – bei einem in etwa gleichem Aufkommen von Schulabgängern. Gleichzeitig haben die Betriebe 1.650 Ausbildungsstellen gemeldet, 93 oder 6 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.

Natürlich ist es noch zu früh, eine sichere Einschätzung zur weiteren Entwicklung auf dem Ausbildungsstellenmarkt zu geben. Aber ein Trend zeichnet sich ab: „Praktisch alle Suchenden werden einen Ausbildungsplatz finden. Anders trifft es einzelne Unternehmen. Hier werden wir die eine oder andere Ausbildungsstelle nicht besetzen können“, ist sich Thomas Besse, Chef der Neubrandenburger Arbeitsagentur sicher.

An die Adresse der Unternehmen, Freiberufler und Behörden appelliert er: „Geben Sie verstärkt auch jungen Menschen mit Handicap und Jugendlichen, die vielleicht erst auf den zweiten Blick zur ersten Wahl werden, eine Chance. Wenn Sie benachteiligte Jugendliche ausbilden, können diese mit unseren Hilfen unterstützt werden.“

Aus Gründen der Fairness richtet sich Besse auch an die Jugendlichen: „Bitte sagt den Betrieben möglichst frühzeitig verbindlich zu oder ab, sobald Eure Entscheidung gefallen ist. Natürlich ist es das gute Recht jedes Einzelnen, möglichst lange viele Eisen im Feuer zu haben, aber leider geht dieses „Festklammern“ an mehrere Ausbildungsstellen zu Lasten vieler Unternehmen aber auch anderer Jungen und Mädchen, die noch keinen Ausbildungsbetrieb gefunden haben. Und bitte denkt unbedingt auch daran, Euren Berufs- oder Studienberater in der Berufsberatung zu informieren.“

Freie Ausbildungsberufe gibt es noch in fast alle Branchen. Am meisten suchen wir für die Berufe:

  • Kaufmann/-frau im Einzelhandel
  • Verkäufer/in
  • Restaurantfachmann/frau
  • Koch/Köchin
  • Hotelfachmann/-frau
  • Handelsfachwirt/in (Ausbildung)
  • Elektroniker/in- Energie-/Gebäudetechnik
  • Maurer/in
  • Berufskraftfahrer/in
  • Elektroniker/in für Betriebstechnik

Unternehmern, aber auch allen Spätentscheidern, die noch einen Ausbildungsplatz suchen oder sich über ihren beruflichen Weg noch nicht sicher sind, empfiehlt der Agenturchef: „Schnell zum Telefonhörer greifen und Kontakt zu unseren Spezialisten aufnehmen.“

Bei Fragen zur Ausbildung und Unterstützungsmöglichkeiten können Personalverantwortliche die kostenlose Arbeitgeberservice-Rufnummer 0800 4 5555 20 nutzen.

Jugendlichen bieten die gebührenfreien Service-Rufnummer 0395 766 1500 oder 0800 4 5555 00 die Möglichkeit, einen Beratungstermin bei der Berufsberatung zu vereinbaren.

Bei den unbesetzten Ausbildungsstellen gibt es im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg um 35 Stellen oder 5 Prozent. Landkreisweit galten damit im Juni 684 Ausbildungsstellen als unbesetzt.

Die Zahl der unversorgten Jugendlichen ist im Vergleich zum Vorjahr um 131 Personen oder 24 Prozent auf 411 junge Menschen zurückgegangen.

Familienkasse der Agentur für Arbeit – Rufen Sie uns an!

Die regionalen Familienkassen sind derzeit nach wie vor für den Publikumsverkehr geschlossen. Sie sind aber natürlich weiterhin für die Kundinnen und Kunden erreichbar.

Die Familienkassen arbeiten stets daran, Sie bestmöglich zu unterstützen. Das heißt auch, dass Sie im Notfall jederzeit online wie auch telefonisch Kontakt mit uns aufnehmen können.

Daher hat die Kasse für Sie zurzeit für Fragen zum Thema Kindergeld eine regionale Rufnummer eingerichtet:

Familienkasse Nord

Montag, Dienstag und Mittwoch
08:00 bis 12:00 Uhr

Donnerstag
08:00 bis 12:00 Uhr und 13:00 bis 17:00 Uhr

Freitag
09:00 bis 12:00 Uhr

Hotline: 040 2855 2220 (gebührenpflichtig)

Gut zu wissen: Viele Informationen zu Kindergeld und Kinderzuschlag, aber auch zu den Einmalzahlungen Kinderbonus 2021 und Kinderfreizeitbonus 2021 finden Sie im Online-Angebot unter www.familienkasse.de. Über den Internetauftritt sind auch Antragsformulare und Nachweisvordrucke verfügbar.

Berufspendler: Über 29.000 Beschäftigte sind jeden Tag in der Seenplatte unterwegs

In der Region „Mecklenburgische Seenplatte“ wohnen 96.519 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. Von ihnen pendeln – laut Pendleratlas* der Bundesagentur für Arbeit (BA) – 16.577 oder 17,2% zur Arbeit in einen anderen Kreis (Auspendler).

Gleichzeitig pendeln 12.661 Beschäftigte, die in einem anderen Kreis wohnen, zur sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung in die Region „Mecklenburgische Seenplatte“ (Einpendler). Der Saldo von Aus- und Einpendlern beläuft sich auf -3.916 (Pendlersaldo).

Ihren Arbeitsort in der Region „Mecklenburgische Seenplatte“ haben damit 92.603 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, von ihnen sind 13,7% Einpendler.

Im Pendleratlas können Informationen zu den Aus- und Einpendlern und der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung am Wohn- und am Arbeitsort für jeden Kreis in Deutschland abgerufen werden. Dabei werden die zehn Kreise des unmittelbaren Nahbereiches (ca. 150 km) ausgewiesen, in denen die meisten Auspendler arbeiten bzw. aus denen die meisten Auspendler kommen.

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* Datenstand Juni 2020

Online-Webinar zum Thema: Nachholen von Berufsabschlüssen und Höherqualifizierung für Berufstätige

Am 21. Juli um 17 Uhr informieren unsere Beratungsexperten -gemeinsam mit der IHK – Berufstätige, über die Möglichkeiten nachträglich einen Berufsabschluss zu erwerben oder sich höherqualifizieren zu lassen.
Sie haben einen Job. Allerdings fehlt Ihnen der Berufsabschluss oder Sie wollen nach der Ausbildung mehr im Beruf erreichen. Beispielsweise als Meister*in oder Techniker*in. Dann informieren Sie sich bei uns! Wir haben den Weg für Sie!

Für die Anmeldung ist eine E-Mail an: Neubrandenburg.Vorankommen@arbeitsagentur.de erforderlich.

Nach der Anmeldung erhalten Sie eine Eingangsbestätigung und am 20.07.21 wird eine E-Mail versendet mit weiteren Informationen zur Einwahl in den Livestream – gleichzeitig als eine Terminerinnerung für Sie. Alles was Interessenten brauchen ist ein Smartphone, PC, Laptop oder Tablet. Und natürlich eine stabile Internetverbindung.

Seenplatte-Ausbildungsmarkt in der Pandemie: Weniger Bewerber*innen – mehr freie Lehrstellen

„Erfreulich ist, dass trotz der Corona-Situation die Ausbildungsbereitschaft der vielen Ausbildungsbetriebe ungebrochen hoch ist. So haben Unternehmen mehr betriebliche Ausbildungsplätze gemeldet, als vor einem Jahr. Das zeigt deutlich: Die duale Berufsausbildung geht in der Seenplatte trotz Corona weiter“, sagte der Vizechef der Neubrandenburger Arbeitsagentur, Stephan Bünning, heute anlässlich der monatlichen Pressekonferenz.

Nach den alarmierenden Corona-Aussichten im Frühsommer 2020 zeigt sich der Ausbildungsmarkt in der Mecklenburgischen Seenplatte – wenige Wochen vor dem Start des Ausbildungsjahres – robust. Denn auch in diesem Ausbildungsjahr gibt es wieder mehr Ausbildungsplätze als Bewerber.

Trotzdem hält Covid-19 sowohl Arbeitgeber wie auch Jugendliche in Atem und stellt sie vor besondere Herausforderungen. Viele Jugendliche sind verunsichert, ob sie überhaupt eine Ausbildungsstelle finden können. Dabei sind die Chancen auf einen interessanten Lehrberuf – in unserem Landkreis – genau so gut wie in den Vorjahren. Auf der anderen Seite suchen viele Unternehmen händeringend ihre Auszubildenden. Von Oktober 2020 bis Juni 2021 meldeten sich – bei der Arbeitsagentur und den Jobcentern im Landkreis – 1.068 Bewerber*innen für eine Ausbildungsstelle. Das waren 192 oder 15 Prozent weniger als vor einem Jahr. Gleichzeitig waren 1.602 betriebliche Ausbildungsstellen gemeldet, 102 oder 7 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.

Zahl der offenen Ausbildungsplätze übersteigt Zahl der noch suchenden Bewerber/innen

Bei den unbesetzten Ausbildungsstellen gibt es im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang um 49 Stellen oder 6 Prozent. Landkreisweit galten damit im Juni 754 Ausbildungsstellen als unbesetzt.

Die Zahl der unversorgten Jugendlichen ist im Vergleich zum Vorjahr um 142 Personen oder 22 Prozent auf 491 junge Menschen zurückgegangen.
Bünning: „Erfreulich ist, dass trotz der Corona-Situation die Ausbildungsbereitschaft der vielen Ausbildungsbetriebe – auch in den von den Eindämmungsmaßnahmen besonders betroffenen Branchen – ungebrochen hoch ist.“ So haben Unternehmen mehr betriebliche Ausbildungsplätze gemeldet, als vor einem Jahr. „Das zeigt deutlich: Die duale Berufsausbildung geht trotz Corona weiter. Denn es gibt keine bessere Versicherung gegen Arbeitslosigkeit und Fachkräftemangel als eine Berufsausbildung. Und dass es weniger Ausbildungsbewerber gibt, liegt nicht an geringeren Zahlen bei den Schulabgängern oder mangelndem Interesse der jungen Leute, sondern vor allem an der Pandemie.“

Und weiter sagt der Vize-Agenturchef: „Viele Jugendliche glauben, dass es aufgrund der Corona-Pandemie keine Ausbildungsplätze gebe. Das Gegenteil ist aber der Fall. Viele Unternehmen in fast allen Branchen suchen händeringend Nachwuchs. Und selbst Betriebe, die aufgrund einer pandemiebedingt zunächst angespannten wirtschaftlichen Situation bis jetzt zurückhaltend waren, wollen weitere Ausbildungsplätze für dieses Jahr melden.“