Klare Regeln für Photovoltaik auf Agrarflächen

Nach der Landtagsdebatte zum Ausbau der Freiflächenanlagen auf landwirtschaftlichen Flächen häufen sich die Anfragen von Landwirten, Flächeneigentümern und Planern zur Zulässigkeit von Freiflächen-PVA auf landwirtschaftlichen Flächen in MV.

„Rechtsrahmen und Grundlage für Genehmigungen von FF-PVA sind und bleiben das gültige Landesraumentwicklungsprogramm und die dort festgelegten Ziele und Grundsätze sowie das Baurecht“, stellt Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Backhaus klar.

„Landwirtschaftliche Flächen sind die wichtigste unvermehrbare Produktionsgrundlage für landwirtschaftliche Unternehmen und deshalb ist der Schutz dieser Flächen vor anderen Nutzungen ein wichtiges Ziel.“, betont der Minister. Die Nutzung von Dachflächen für PV-Anlagen und die Lenkung von FF-PVA, insbesondere auf Konversionsstandorte bleiben aus seiner Sicht zentrale Anliegen beim weiteren Ausbau der Erzeugung erneuerbarer Energie mit PV-Anlagen.

„Klare Regeln für Photovoltaik auf Agrarflächen“ weiterlesen

Neubrandenburger Hochschule richtet Forum Agrarökonomie aus

Das deutschlandweit angesehene Hochschulforum „Ökonomie & Innovation in der Agrar- und Ernährungswirtschaft“ findet dieses Jahr am 6. Mai statt und wird durch die Hochschule Neubrandenburg ausgerichtet.

Unter dem Leitthema „Vielfältige Strukturen in der Landwirtschaft – Herausforderungen und Perspektiven“ werden aktuelle Beiträge aus anwendungsorientierter Forschungstätigkeit gebündelt und vor dem Hintergrund der politischen Dikussion zur Neuausrichtung der Agrarwirtschaft thematisiert. 200 Gäste wollen sich über die Arbeit junger Wissenschaftler*innen digital austauschen, denen eine nachhaltige Zukunftsgestaltung ein Anliegen ist und die gleichzeitig die Arbeits- sowie Wirtschaftsbedingungen praktischer Betriebe kennen und in ihre Überlegungen einbeziehen.

Wissenschaftlich und praxisnah wird das Forum der angewandten Agrarökonomie an Fachhochschulen im deutschsprachigen Raum kurz, treffend und kompakt ablaufen. Das Forum 2021 soll nach der Begrüßung ab 10:00 Uhr in drei Vortragsrunden gegliedert werden, in denen die Besucher/innen zwischen mehreren Themenblöcken wählen können. So widmet sich die 1. Vortragsrunde ab 10:30 in vier Blöcken den Themen „Ackerbau“, „Agribusiness“, „Perspektiven“ und „Digitalisierung“, gefolgt von „Rinderhaltung“, „Neue Märkte“ und „Gesellschaft“ in der 2. Vortragsrunde ab 11:30. Nach der 3. Vortragsrunde ab 13:15, die die Themen „Milch“, „Betriebswirtschaft“ und „Strukturen“ adressiert, besteht im Anschluss noch die Möglichkeit zu einem zwanglosen „Get together“ zum persönlichen Austausch.

Das Hochschulforum, das 2016 zum 1. Mal an der Hochschule Osnabrück stattfand, wird von einer offenen Kooperation von Hochschullehrer/innen der Agrarökonomie an deutschsprachigen Fach-/Hochschulen mit agrar- und ernährungswirtschaftlichem Schwerpunkt getragen. Es wird jährlich an verschiedenen Hochschulstandorten veranstaltet und soll im Mai 2022 erneut in Präsenz an der Berner Fachhochschule BFH stattfinden. Im Rahmen des innovativen Organisationsformats sind Wissenschaftler/innen, Studierende und Praxispartner/innen aller Standorte eingeladen, sich bei Fachvorträgen und im Sinne von Open Innovation gelenkten Gruppendiskussionen zu praxisrelevanter Forschung auszutauschen und neue Anreize und Ideen für zukünftige Forschungs- und Praxis-Projekte zu finden. Das Tagungsformat erlaubt den Austausch aller drei Zielgruppen auf Augenhöhe, wodurch eine Brücke zwischen Forschung und den Herausforderungen der Praxis geschlagen wird. Gleichzeitig können Studierende Fachtagungsluft schnuppern und Kontakte zu anderen Hochschulstandorten, künftigen Projektpartnern und Arbeitgebenden knüpfen.

Die Zugangslinks für die Tagung 2021 finden Sie auf der Webseite www.das-hochschulforum.de<www.das-hochschulforum.de> unter der Rubrik „Anmeldung“ – Mit einem einfachen Klick auf das Bedienfeld „Teilnehmen“ starten Sie Ihre Teilnahme an der Konferenz. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Auf der Webseite finden Sie außerdem das Programm, Tagungsbeiträge der Foren der letzten Jahre sowie weitere Informationen.

Agrarhochschulranking: Bestnoten für Hochschule Neubrandenburg

Die Agrarstudierenden der Hochschule Neubrandenburg sind überaus zufrieden mit ihrem Studium. Das zeigt das Agrarhochschulranking 2020, das vom landwirtschaftlichen Fachmagazin top agrar und karrero.com durchgeführt wurde. Rund 4000 Studierende aus Deutschland, Österreich und Schweiz haben für das Hochschulranking 2020 ihre Hochschule bewertet. In drei von sechs Kategorien wählten die Studierenden die Hochschule Neubrandenburg aus 26 Hochschulen in die Spitzengruppe.

Praxisnahe Lehre in Zeiten von Corona

Verlassener Campus, leere Hörsäle, Vorlesungen am PC – Bedingt durch die Pandemie mussten die Hochschulen ihre Lehre komplett auf digitalen Unterricht umstellen. Gerade praxisnahe Fächer wie Pflanzenproduktion und Landtechnik stellt das vor besondere Herausforderungen. Trotzdem konnte die Lehre auch unter diesen erschwerten Bedingungen überzeugen: In der Kategorie „Beste Lehre im Bereich Landtechnik“ belegt die Hochschule Neubrandenburg unter allen Hochschulen den dritten Platz mit einer Note von 1,75.

Auf eine starke Verzahnung von Praxis und Studium legt die Hochschule Neubrandenburg schon lange großen Wert. „Wir haben vor acht Jahren einen dualen Studiengang eingeführt, der sehr gut ankommt.“, berichtet Dekan Prof. Rainer Langosch, „Bis zu einem Drittel jedes Studienjahrgangs studiert seither dual.“

Sieger im Bereich Pflanzenproduktion

Wie auch im Ranking 2018 schneidet die Hochschule Neubrandenburg besonders gut in der Kategorie „Beste Lehre im Bereich Pflanzenproduktion“ ab. In dieser kürten die Studierenden die Hochschule Neubrandenburg mit einer 1,34 zum Sieger. Prof. Eike Stefan Dobers lehrt Pflanzenbau in Neubrandenburg und hat zusammen mit seinen Kolleg/inn/en die Studierenden trotz Online-Lehre „nach draußen“ gebracht. „Wir haben Saatgut verschickt und den Studierenden Anleitungen gegeben, wie diese selbstständig die Vegetation beobachten können“, sagt er, „In den Videositzungen können die Studierenden dann ihre Erfahrungen mit den Dozenten und Kommilitonen diskutieren.“

Auch im Bereich Ökonomie zählt die Hochschule Neubrandenburg mit einer Note von 1,5 zu den besten Fachhochschulen. Im Hochschulranking zeigten sich die Studierenden insgesamt sehr zufrieden mit den Lehrenden und wählten sie mit einer Note von 1,55 auf Platz zwei in der Kategorie „Bestes Lehrpersonal“. Unterm Strich empfehlen 92 % das Studium an der Hochschule Neubrandenburg weiter.

„Agrarhochschulranking: Bestnoten für Hochschule Neubrandenburg“ weiterlesen

Milde Witterung und Regen halfen Ackerpflanzen gut über den Winter

Nach dem Dürrejahr 2018, dem Wechselbad der Gefühle 2019 und jetzt unter dem Druck der Corona-Krise sehen die Landwirte in M-V mit sehr gemischten Gefühlen in die Zukunft.

Der Winter 2019/2020 war durch milde Temperaturen und wenig Niederschläge in den letzten Monaten des Jahres 2019 gekennzeichnet. Die Vegetation konnte keine echte Vegetationsruhe erreichen, schon im Februar zeigten sich die ersten Frühlingsanzeichen. Andererseits kam es dadurch auch nicht zu Auswinterungsschäden und die Kulturen konnten die z.T. schwierigen Aussaatbedingungen im Herbst 2019 wieder ausgleichen.

Die Bodenwasservorräte wurden durch die starken Niederschläge im Januar und Februar bis zum Einsetzen des Wachstums nur im Oberboden aufgefüllt, in den tieferen Schichten besteht das Defizit, wenn auch etwas verringert, fort. Das trockene sonnenreiche Wetter der letzten Wochen verschärft allerdings zunehmend die Wasserverfügbarkeit. Erste Bestände von Wintergetreide auf leichteren Böden zeigen bereits Reduktionen des Blattapparates aufgrund der trockenen Bedingungen. Die wiedereinsetzende Abkühlung mit den Frostereignissen in der vorösterlichen Zeit verlangsamte die Pflanzenentwicklung im Allgemeinen. Gegenwärtig beträgt der Vegetationsvorsprung etwa 14 Tage im Vergleich zum langjährigen Mittel. Das wird beim Winterraps offensichtlich, der sich vielerorts gut entwickelt hat. Der Raps befindet sich im Knospenstadium, frühe Saaten und Sorten blühen bereits.

Die Gesamtanbaufläche von Wintergetreide, Aussaat 2019 zur Ernte 2020 = 536 Tha, entspricht dem langjährigen Mittel (2014 – 2019). Beim Winterweizen zeigt sich weiterhin eine abnehmende Tendenz, die wichtigste Brotfrucht unserer Landwirte wurde nur noch auf ca. 310 Tha gedrillt. Das sind nochmals 20 Tha weniger als 2019 und fast 30 Tha weniger als im langjährigen Mittel. Gewinner sind der Roggen, hier hat die Anbaufläche im Vergleich zum langjährigen Mittel um ca. 13 Tha zugenommen, und die Wintergerste, von der ca. 14 Tha mehr im Feld stehen.
Beim Winterraps wurde zwar 5 Tha mehr als 2019 gedrillt, aber die Fläche liegt weiterhin ca. 20 % unter dem langjährigen Mittel (rd. 173 Tha zu 215 Tha).

Agraranträge 2020 ab sofort online – Fristen beachten

Die Antragssoftware steht den Landwirten für MV ab sofort unter agrarantrag-mv.de online zur Verfügung. Aufgrund der „Corona-Krise“ kam es zu organisatorischen Verzögerungen, die auch zur Folge haben, dass nach dem obengenannten Termin weitere Updates in der Webanwendung installiert werden müssen. Da es sich um eine Webanwendung handelt, werden diese Verbesserungen allerdings automatisch für den Antragsteller verfügbar sein.

Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus weist noch einmal ausdrücklich darauf hin, dass die digitalen Antragsunterlagen 2020 sorgfältig bearbeitet und rechtzeitig eingereicht werden müssen. Letzter Einreichungstermin ist der 15. Mai 2020.

Danach können Anträge nur noch bis 09. Juni 2020 unter Beachtung entsprechender Kürzungen der Beihilfen eingereicht werden. Anträge die danach eingehen, gelten als verfristet und sind somit abzulehnen.

Auch im Jahr 2020 müssen die Antragsteller nach Abgabe und Vorlage aller Anträge ihre Unterlagen auf vorhandene Flächenüberschneidungen mit den Nachbarn prüfen. Dazu ist eine Überlappungsprüfung in der Webanwendung integriert. Die korrigierten Daten sind dann wiederum bis zum 19. Juni 2020 online einzureichen.

Sowohl die technische Hotline als auch die Ansprechpartner für fachliche Fragen stehen den Antragsstellern auf Grund der Osterfeiertage erst ab dem 14. April 2020 zur Verfügung.

Neue Professorin im Studiengang Agrarwirtschaft an Hochschule Neubrandenburg

Dr. agr. Becke Strehlow wurde zur Professorin im Fach „Pflanzenkrankheiten und Pflanzenschutz“ am Fachbereich Agrarwirtschaft und Lebensmittelwissenschaften der Hochschule Neubrandenburg ernannt und nimmt nun mit Beginn des neuen Jahres ihre Tätigkeit auf.

Professorin Strehlow wurde 1976 in Göttingen geboren und studierte an der Humboldt-Universität zu Berlin Agrarwissenschaften. Ihre Promotion absolvierte sie an der Universität Rostock. Seit 2016 war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der NPZ Innovation GmbH Groß Lüsewitz tätig.

Während ihres Berufslebens hat sie sich bisher schwerpunktmäßig mit Pflanzenschutzstrategien, integriertem Pflanzenschutz, Resistenzzüchtung und Populationsdynamik bodenbürtiger Schaderreger beschäftigt.

Fachbereich Agrarwirtschaft im Vergleich erfolgreich

In einem Ranking der Redaktion top agrar und dem Jobportal Karrero, das im Rahmen der weltgrößten Fachausstellung für Tierhaltung und -management veröffentlich wurde, schnitt der Fachbereich Agrarwirtschaft der Neubrandenburger Hochschule in mehreren Kategorien recht gut ab.

In der Gesamtwertung landete der Bereich auf Platz 3, genau wie in den Kategorien „Beste Lehre im Bereich Agrarökonomie“, „Beste Lehre im Bereich Landtechnik“, „Bestes Lehrpersonal“ und „Beste Berufsvorbereitung – Vor- und nachgelagerter Bereich“. Auf dem zweiten Platz ging es bei „Beste Berufsvorbereitung – Praxiseinsatz“.

Besonders gut und damit auf dem 1. Platz gewählt wurde die Hochschule Neubrandenburg bei „Beste Lehre im Bereich Pflanzenproduktion“ und „Beste Studienbedingungen“.